"Einladung" ins JC zur Besprechung ärztlichen/berufspsychologischen Begutachtung - Was möchte das JC jetzt?

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schlussjetzt

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hallo,

ich war beim ärztlichen dienst, habe mich untersuchen lassen und mich dann in wartestellung begeben. jetzt liegt dem jobcenter wohl ein ergebnis vor und möchte dieses mit mir besprechen. "einladung" wurde von einem SB versendet, der in einer anderen etage sitzt (intensivbetreuung?)

meine fragen dazu:

wird man auch dann, zur besprechung von ergebnissen ins jobcenter eingeladen, wenn der ärztliche dienst einen 6 monate AU schreibt, oder muss ich mir jetzt sorgen machen, das der ärztliche dienst mich voll erwerbsfähig geschrieben hat? wenn ja, welchen sinn soll das haben? falls nein, dann müsste ich doch eine "einladung" von der sb erhalten, die den auftrag zur untersuchung in auftrag gegeben hat, oder? wie hoch ist die wahrscheinlichkeit, das der neue sb zur intensivbetreuung vorgesehen ist?

für eure mühen danke ich im voraus.

mfg,

schluss jetzt
 

Sowhat

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Ich hoffe du bist von deinem behandelnden Arzt noch AU geschrieben, wenn du 6 Monate erwerbsunfähig geschrieben bist. Dann kann man dich schon mal nicht in eine Maßnahme stecken oder vermitteln. Denn AU ist und bleibt vorläufig AU, egal was begutachtet wurde.
Also ganz entspannt hingehen. Solltest du allerdings nicht mehr AU sein und der Gutachter dich auch erwerbsfähig geschrieben haben, dann kannst du dich wieder frisch und fröhlich ins Maßnahmen, Erwerbsleben oder EinEurojob werfen.
 

schlussjetzt

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Nein, bin nicht AU! Weswegen ich mir ja auch Sorgen mache. Andernfalls würde ich gar nicht ins Jobcenter gehen. Mich wundert nur, dass das JC Ergebnisse mit mir besprechen möchte. Denn, wenn der ärztliche Dienst unter 3 Stunden erwerbsfähig schreibt, welchen Sinn sollte da ein Besuch im Jobcenter haben?
 

HermineL

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Man wird immer eingeladen um das Ergebnis zu besprechen.

wenn der ärztliche dienst einen 6 monate AU schreibt,
wenn du 6 Monate erwerbsunfähig geschrieben bist.
Solltest du allerdings nicht mehr AU sein und der Gutachter dich auch erwerbsfähig geschrieben haben,
Aber hier wird wieder alles munter durcheinander geworfen was nicht zusammen passt.

Der ärztliche Dienst (ÄD) kann weder jemand AU schreiben noch eine AU aufheben.
Der ärztliche Dienst kann auch niemanden erwerbsunfähig oder erwerbsfähig schreiben.
Der ärztliche Dienst gibt lediglich eine Prognose der Leistungsfähigkeit/Erwerbsfähigkeit für die nächsten 6 Monate ab.

AU schreibt einen immer der behandelnde Arzt oder Facharzt aber kein ÄD.
Die Erwerbsunfähigkeit oder Erwerbsfähigkeit kann einzig und alleine der sozialmedizinische Dienst (SMD) der DRV feststellen.

In jedem Fall sollte man sich beim ÄD den Teil A des Gutachtens besorgen (persönlich unter Vorlage des Perso). Das JC bekommt nur Teil B und dieser Teil wird bei einem Termin dem Leistungsempfänger eröffnet.
 

Shlock

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Richtig, egal wie das "Urteil" des ÄD ausfällt, besprechen will das JC es immer mit dir. Und das kann dann auch mal ein anderer SB sein, gerade auch wenn du wirklich als "unter 3 Stunden erwerbsfähig" eingestuft wurdest. Hat der ÄD dir seine Prognose nicht mitgeteilt? Ich habe das damals gleich nach der Untersuchung mitgeteilt bekommen.
 

Sowhat

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Ich habe nie behauptet, dass der äD einen AU schreiben kann, aber erwerbsfähig oder erwerbsunfähig. Mich hat er erwerbsunfähig auf Dauer geschrieben, nachdem ich einmal für 6 Monate war.
Und der Hausarzt oder ein Facharzt schreibt AU. Das ist doch bekannt.
 

humble

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Ich habe mir die beiden Gutachten (2 x begutachtet worden) direkt beim äD geholt und die Einladungen abgesagt, mit Hinweis darauf, dass mir der Inhalt der Gutachten bekannt ist und dieser mit dem/der Gutachter/in bereits besprochen wurde. Weitere Einladungen kamen dann nicht mehr.
 

HermineL

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Ich habe nie behauptet, dass der äD einen AU schreiben kann,
Hat auch niemand behauptet. Ich habe eindeutig @schlussjetzt zitiert und nicht dich.
wenn der ärztliche dienst einen 6 monate AU schreibt,

Mich hat er erwerbsunfähig auf Dauer geschrieben, nachdem ich einmal für 6 Monate war.
Wenn du es auch noch einmal schreibst wird es nicht richtiger. Die Erwerbsunfähigkeit auf Dauer kann einzig und alleine die DRV feststellen. Der ÄD kann lediglich prognostisch die Leistungsfähigkeit/Erwerbsfähigkeit für die nächsten 6 Monate feststellen.
Die DRV darf allerdings die Erwerbsfähigkeit nur auf Antrag des Versicherten oder auf Ersuchen des zuständigen Leistungsträgers feststellen und nicht von sich aus. Will der Leistungsträger (JC, Grusiamt oder AFA) die Erwerbsunfähigkeit feststellen gilt das, das alleinige Untersuchungs- und Feststellungsbefugnis beim Rentenversicherungsträger liegt (vgl. § 109a Abs. 2 Satz 1 und Abs. 4SGB VI).
 

schlussjetzt

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Richtig, egal wie das "Urteil" des ÄD ausfällt, besprechen will das JC es immer mit dir. Und das kann dann auch mal ein anderer SB sein, gerade auch wenn du wirklich als "unter 3 Stunden erwerbsfähig" eingestuft wurdest. Hat der ÄD dir seine Prognose nicht mitgeteilt? Ich habe das damals gleich nach der Untersuchung mitgeteilt bekommen.
Hat er. Er sagte er würde mich vorübergehend "krankschreiben". Aber mündliches ist erfahrungsgemäß unbrauchbar.

Wie sieht es denn mit Antrag auf Reha oder Rente aus? Kann das Jobcenter das anzuleiern versuchen und mich dazu zwingen? Habe noch gut 27 Jahre bis zur Rente. Auf Abschiebung in die Sozialhilfe habe ich keine Lust!

In einem anderen Thema habe ich nämlich folgende Zeilen gelesen:

Der ÄD kann die Leistungsfähigkeit/Erwerbsfähigkeit prognostisch für die nächsten 6 Monate feststellen. An dieses Gutachten ist kein anderer Leistungsträger gebunden und dieses Gutachten hat nur interne Gültigkeit um Leistungen zu bewilligen oder weitere Begutachtungen z.B. bei der DRV in die Wege zu leiten.
Thema: Was steckt hinter einer Prüfung der Erwerbsfähigkeit und warum können diese an bestimmten Orten stattfinden? Beitrag 2.

boa ey. das macht mich gerade echt kirre im kopf. so eine schei**e ey! und das Bundesverfassungsgericht kommt auch nicht aus dem knick.
 

schlussjetzt

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Abschließender Beitrag;

Das Jobcenter lädt ganz offensichtlich wirklich zu Dingen ein, die es auch schriftlich erledigen könnte. War im JC und bin für die nächsten 6 Monate unter 3 Stunden erwerbsfähig (alles andere hätte mich auch gewundert).

Fahrtkostenantrag hat der nicht in seiner Datenmaske finden können (wollen). Musste dazu erst ein Paar seiner Kolleginnen fragen. Als er dann noch mal aufstand, um die Tür zu schließen, sagte eine seiner Kolleginnen: "Das kann doch der Junge Mann machen" (Die Tür schließen, die der SB offen hatte stehen lassen, nach dem er seine Kolleginnen nach dem Formular fragte).

Habe mich innerlich amüsiert ohne Ende. Diese blöde Trulla glaubt im Ernst.. Ach, lassen wir das. Mir schwillt sonst der Hals.

Der SB selber war sehr freundlich, beinahe ein wenig Unsicher. Hat jedenfalls versucht, mich zum sprechen zu animieren, in dem er mir Fragen stellte, die nichts mit Hartz4 zu tun haben.

Gesamtdauer des Gespräches: Unter 10 Minuten. Das raussuchen des Reisekostenantrags hat am längsten gedauert. Da kann man dann auch mal sehen, wie oft ein solcher Antrag gefordert wird - wahrscheinlich gar nicht.
 
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