Einladung inkl. EGV im Briefkasten

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Fitscher

Gast
Hallo,

im September hatte ich in dem Thread schon nach Hilfe gefragt.
Leider hab ich das Passwort vergessen und die E-Mail Adresse war nur eine Trash-Mail Addy. Sorry für die Neuanmeldung.

Das eigentliche Thema.

Heute hab ich eine Einladung vom Jobcenter erhalten, dass ich in 2 Wochen vorbei kommen soll. Zusätzlich lag dem Brief noch eine fertig ausgearbeitete EGV bei.
Irgendein Gespräch hatte es vorher dazu nicht gegeben. In der Einladung ist nur vermerkt.
" Bitte lesen diese zu Hause durch. Sollten keine Fragen mehr vorhanden sein, könnte diese beim Beratungstermin unterschrieben werden."

Die EGV habe ich direkt mal eingescannt.
Ich bin gerade dabei, mich in die Materie einzulesen, daher kann ich selber jetzt nicht erkennen, ob da rechtswidrige Inhalte zu finden sind oder nicht. Vielleicht kann mir da jemand von euch helfen. Den Info Thread "Eingliederungsvereinbarung (EGV) – Was man darüber wissen sollte" habe ich schon gefunden.

Jetzt ist es ja so, dass unser Jobcenter bei allen möglichen Kram gerne ne extra Wurst macht. Wie hier zu sehen, wollen die keine Bewerbungskosten übernehmen, sondern alle Materialien zur Verfügung stellen. Also Mappen, Umschläge, Gutscheine für Fotos.

Damit hab ich selber jetzt nicht so das Problem, aber in der EGV wird wieder verlangt, dass ich die Bewerbungen, denen zum versenden übergeben soll. Und so wie ich das aus dem fettgedruckten herauslesen kann, bleibt mir ja gar keine andere Wahl als die verlangten 3 Bewerbungen in der Woche, schriftlich bei meinem Fallmanager abzugeben, obwohl ich eigentlich eine Postfiliale direkt um die Ecke habe. Oo Von den anfallenden Fahrtkosten, die ich da pro Woche hätte, wird natürlich nichts geschrieben.

Dann wäre der Punkt, "Sie gestatten dem Jobcenter die Weitergabe der vorgelegten Bewerbungsmappen an Unternehmen."
Versteh ich nicht ganz, geht es dabei um den Versand, oder wollen die, dass ich denen extra Mappen anfertige.

Unterschreiben werde ich das auf gar keinen Fall. Nur jetzt muss ich mir bis zu dem Termin eine Strategie überlegen. Da sind ja auch sicher noch mehr Punkte drin, die man ankreiden kann, nehm ich zumindest mal an. ^^
 

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Claus.

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So einen hahnebüchenen Blödsinn habe ich noch nie gesehen... meinen die etwa, sie hätten eine Lücke im System gefunden?
Den Käse würde ich umgehen, indem ich einen eigenen, vernünftigen, Gegenvorschlag ausarbeiten würde.

Was mir dazu auffällt:
- warum soll die EGV nur 3 Monate gelten? Eine EGV soll normalerweise für 6 Monate abgeschlossen werden.

- mind. 12 Bewerbungen pro Monat plus VV´s sind ein bischen arg viel. Da ist die Zumutbarkeitsgrenze nicht weit weg.

- "Sie weißen (?) ab KW 8 mindestens 3 Bewerbungen in der Woche vor. Der Nachweis erfolgt durch persönliche Vorlage der versandfertigen Bewerbungen beim zuständigen Fallmanager, xxx. Die Bewerbungen werden sodann vom Jobcenter versandt." Wie soll das gehen? Die allg. Erfahrung lässt erwarten, daß der FM mehr Kunden hat und somit nicht jederzeit Zeit für dich hat. Um auch VV´s innerhalb von 3 Tagen beantworten zu können, wären nun aber 2-3 Termine beim FM pro Woche notwendig. 2-3 mal pro Woche jew. 2-3 Stunden im JC warten zu müssen, dürfte allerdings unzumutbar sein. Und eine Abgabe der Unterlagen an der Theke ect. kommt nicht in Frage.

- "die vorher im Einzelfall zu beantragende Übernahme anderweitig notwendiger und angemessener Kosten in Folge von Bewerbungsbemühungen (z.B. Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen) im Rahmen der hierzu zur Verfügung stehenden öffentlichen Mittel und gesetzlichen Bestimmungen" schreit zudem schon mal nach einer vorherigen Kostenübernahmezusage für Fahrtkosten die fürs "Bewerbungen vorbeibringen" entstehen. Außerdem ist der Absatz nicht ganz richtig. Wenn denen ihr Etat erschöpft ist, ist das deren Problem und nicht deines.

- der Weitergabe deiner Bewerbungsmappen musst du auch nicht zustimmen. Ist für deren Aufgaben nicht notwendig und daher nicht einforderbar. Eine regelmäßige vorherige Kontrollmöglichkeit der Bewerbungsschreiben ist ebenfalls nicht einforderbar. Das wäre ein schwerer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Nach denen ist es nicht erlaubt, jemanden unter Generalverdacht zu stellen. Klingt blöd, ist aber so: es darf erstmal niemand daran gehindert werden, eventuelle "Straftaten" zu begehen.
Und hier soll ein mündiger Bürger ohne gesetzliche Grundlage nun durch einen FM bevormundet werden. Oder glaubt der FM etwa, er wäre dein gesetzlicher Vormund?
 

paulegon05

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- mind. 12 Bewerbungen pro Monat plus VV´s sind ein bischen arg viel. Da ist die Zumutbarkeitsgrenze nicht weit weg.

wiso viel ich habe allein im Jannuar 50 Bewerungen gemacht - wer arbeiten will der findet auch was (auch wennes nicht der Traumberuf ist)

weiter vermute ich das die abgegebenen bewerbungen mängel auwiesen (geht für mich aus dem angefügten schreiben hervor)
 

Piccolo

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wiso viel ich habe allein im Jannuar 50 Bewerungen gemacht - wer arbeiten will der findet auch was (auch wennes nicht der Traumberuf ist)

weiter vermute ich das die abgegebenen bewerbungen mängel auwiesen (geht für mich aus dem angefügten schreiben hervor)

und hast du nun arbeit gefunden? bei allein 50 im januar müsste ja was dabei rausgesprungen sein.
 
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Fitscher

Gast
So einen hahnebüchenen Blödsinn habe ich noch nie gesehen... meinen die etwa, sie hätten eine Lücke im System gefunden?

Im letzten Thread ham sich auch schon einige an den Kopf gegriffen. Keine Ahnung was in deren Köpfe vorgeht.

Vor paar Jahren war es schon so, dass man die Bewerbungen an der Theke abgeben sollte. Da ich zu dem Zeitpunkt, aber fast täglich in der Nähe war, hatte ich mir da nie groß Gedanken gemacht.

Das man die jetzt sogar persönlich beim Fallmanager abgeben soll ist für mich auch relativ neu. Das war schon bei dem Vermittlungsvorschlägen so, wie man in dem Thread sehen kann, den ich verlinkt habe. Seitdem hatte ich aber bisher keinen Kontakt mehr zu meinem Fallmanager.

Wie soll das gehen? Die allg. Erfahrung lässt erwarten, daß der FM mehr Kunden hat und somit nicht jederzeit Zeit für dich hat. Um auch VV´s innerhalb von 3 Tagen beantworten zu können, wären nun aber 2-3 Termine beim FM pro Woche notwendig. 2-3 mal pro Woche jew. 2-3 Stunden im JC warten zu müssen, dürfte allerdings unzumutbar sein. Und eine Abgabe der Unterlagen an der Theke ect. kommt nicht in Frage.

Wir sollen die Bewerbungen, dem einfach ins Zimmer bringen und wieder verschwinden, so auf die art. ^^ Also das wird bei allen so gehandhabt, nicht nur bei mir.

der Weitergabe deiner Bewerbungsmappen musst du auch nicht zustimmen. Ist für deren Aufgaben nicht notwendig und daher nicht einforderbar. Eine regelmäßige vorherige Kontrollmöglichkeit der Bewerbungsschreiben ist ebenfalls nicht einforderbar. Das wäre ein schwerer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Nach denen ist es nicht erlaubt, jemanden unter Generalverdacht zu stellen. Klingt blöd, ist aber so: es darf erstmal niemand daran gehindert werden, eventuelle "Straftaten" zu begehen.
Und hier soll ein mündiger Bürger ohne gesetzliche Grundlage nun durch einen FM bevormundet werden. Oder glaubt der FM etwa, er wäre dein gesetzlicher Vormund?

Ich weiß nicht wie viel Spielraum die haben, aber die Anweisungen werden ja bestimmt von ner Etage höher kommen. Wie gesagt, ich bin kein Einzelfall bei dem das so gehandhabt wird.

wiso viel ich habe allein im Jannuar 50 Bewerungen gemacht - wer arbeiten will der findet auch was (auch wennes nicht der Traumberuf ist)

So abgedroschene Sprüche, bitte stecken lassen. ;)
 

Claus.

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wiso viel ich habe allein im Jannuar 50 Bewerungen gemacht - wer arbeiten will der findet auch was
Ich bin ja auch der Meinung, "Abeit maht frei". Aber ich schätze die Erfolgschancen für weniger, sauber erstellte und den Qualifikationen entsprechende Bewerbungen für besser, zielgerichteter, billiger und erfolgversprechender ein. Und ein bei zu hoher Bewerbungsanzahl eher früher als später kommendes Bewerbungs-Burnout hilft auch niemanden.

Wir sollen die Bewerbungen, dem einfach ins Zimmer bringen und wieder verschwinden, so auf die art. ^^ Also das wird bei allen so gehandhabt, nicht nur bei mir.
Das ist cool. Und sobald während dessen grad ein Kunde drinsitzt, wird automatisch dessen Persönlichkeitsrecht verletzt.

Ich weiß nicht wie viel Spielraum die haben, aber die Anweisungen werden ja bestimmt von ner Etage höher kommen. Wie gesagt, ich bin kein Einzelfall bei dem das so gehandhabt wird.
Die Behauptung "Anweisung von oben" habe ich von meiner Ex-FM auch ein paar mal gehört. Allerdings nur solange, bis ich das mal in einer SG-Verhandlung erwähnt habe. Da wollts dann überhaupt niemand mehr gewesen sein :icon_party:. Und zuletzt hab ich dieses "von oben" vor 14 Tagen von meiner neuen Bänkerin gehört. Frage mich aber bitte nicht, warum auf meine Frage hin "von wie weit oben" das käme, anstelle einer Antwort ein anderes Thema kam. Das kann also auch durchaus einzig und allein auf dem Misthaufen deines FM gewachsen sein.

weiter vermute ich das die abgegebenen bewerbungen mängel auwiesen (geht für mich aus dem angefügten schreiben hervor)
Joaa, dieser Eindruck soll einem Aussenstehendem wohl vermittelt werden. Dann muß aber die Frage auftauchen, warum die BA für ein Wahnsinnsgeld zigtausende Bewerbungstrainings einkauft. Etwa deshalb, weil sie der Meinung ist daß ihre FM das nicht zusätzlich zu ihrer normalen Arbeit leisten können? Daß der Kunde derweil nicht mehr in der Statistik auftaucht, taugt wohl doch nicht so ganz als offizielle Begründung dafür.
Und dieser FM scheint nun unter Zeit im Überfluss zu leiden. Und sich dazu noch für Bewerbungs-kompetent zu halten. Dumm nur, daß sich noch nicht einmal hauptberufliche Bewerbungstrainer einig darüber sind, wie der ideale Werbewisch auszusehen hat. Frage da 3 Dozenten, und du bekommst mindestens 4 verschiedene Antworten.

Man könnte das ganze evtl. auch als Verstoß gegen die EAO und die entsprechenden BSG-Urteile ansehen. Die legen ja fest, daß eine tägliche Erreichbarkeit per Briefpost gegeben sein muß. Ein, wie hier, mindestens 1x wöchentliches persönliches melden beim FM hat dagegen so etwas von einer polizeilichen Führungsaufsicht (ist das der richtige Begriff? Gefängnisnahe Personen können sich auf jeden Fall unter ganz gewissen Umständen auch eine Pflicht zur wöchentlichen Meldung auf der heimatlichen PI einhandeln. Das muss aber von Staatsanwaltschaft/Gericht angeordnet werden.)
 

gelibeh

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Wir sollen die Bewerbungen, dem einfach ins Zimmer bringen und wieder verschwinden, so auf die art. ^^ Also das wird bei allen so gehandhabt, nicht nur bei mir.
Und dann hast Du keine Bestätigung, dass Du da überhaupt was abgegeben hast. Dann ist ganz schnell eine Sanktion fällig, wenn bei denen mal wieder was verschwindet.
Du brauchst keine Strategie. Sag einfach, dass Du die EGV so nicht unterschreiben wirst und auf den Verwaltungsakt wartest. Wenn der kommt, dann wird eben Widerspruch eingelegt.
Ich verstehe das auch so, dass die extra Bewerbungsmappen haben wollen, die die dann versenden. Dann kannst Du noch nicht mal gucken, ob der Job überhaupt zumutbar ist.:icon_evil:
 
M

Minimina

Gast
Sag einfach, dass Du die EGV so nicht unterschreiben wirst und auf den Verwaltungsakt wartest. Wenn der kommt, dann wird eben Widerspruch eingelegt.

Dazu kann ich Dir auch nur dringend raten! Aller andere Aufwand ist vergebene Liebesmüh. Sollen die sich doch den Aufwand machen. Du legst dann ganz einfach Widerspruch ein und klagst ggf.

Bei dem hahnebüchendem Blödsinn Feststellungsklage.

Ich glaube auch kaum das sich noch lange und breite Diskussionen hier im Forum lohnen. Der EGV-Vorschlag ist in so gut wie allen Punkten hinfällig.

LG MM
 
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