Einladung Informationsveranstaltung Rentenversicherung obwohl berufsunfähig, muß ich daran teilnehmen ?? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Woodruff

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Hallo bernhard81,

frage mich gerade was dieses Schreiben soll.

Wenn ich mich beraten lassen möchte, gehe ich zur DRV. Kann es sein, dass es um den Verschiebe- Bahnhof geht. Sie möchten vielleicht schon mal eine vorzeitige Rente schmackhaft machen?

LG
 

bernhard81

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Hier noch die Rückseite.

Ich bin im Team Reha bei der Agentur für Arbeit. Schon länger ohne Leistungsbezug, weil der Anspruch an ALG1 aufgebraucht ist..
Zuständig ist bei mir nicht die Rentenversicherung sondern die Berufsgenossenschaft da es sich bei mir um eine Berufskrankheit handelt. Die Agentur versuchte misch schon öfter in Maßnahmen zu stecken aber sie hatten damit nie Erfolg weil bei mir eine Maßnahmensperre durch die Berufsgenossenschaft hinterlegt ist. Ich kann nur in eine Maßnahme gezwungen werden wenn ich mein Ok bei der Berufsgenossenschaft gebe. Vielleicht versuchen Sie es jetzt auf diese Tour....
 

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bernhard81

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Der § trifft nicht zu da ich keine Leistungen von der Arge bekomme und einfach arbeislos ohne Leistungsbezug gemeldet bin.Auch habe ich die EGV nicht unterschriben und nichts mehr davon gehört.
 

specht59

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ich habe eine vermutlich ähnliche Veranstaltung neulich mitgemacht. Es war ein einstündiger Vortrag im Hause der AfA von einer Mitarbeiterin der Rentenversicherung mit einem kleinen Rundumschlag: welche Rentenarten gibt es, wie berechnet sich die Höhe, wann kann wer in Rente, welche Zeiten zählen als Anrechnungszeiten, ist es sinnvoll auch ohne Leistungsbezug arbeitslos gemeldet zu sein u.a. Ich fand es durchaus interessant, es ersetzt aber natürlich keine persönliche Rentenberatung. Viele Teilnehmer wußten erstaunlich wenig über die Rente.
 

bernhard81

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Danke für Die Information specht59.

Denke das wird so was ähnliches sein. Was für eine Zeitverschwendung aus meiner Sicht. Gibt sicher Leute die wenig über die Rente wissen, vor allem die Jüngeren, weil die sich damit noch nicht beschäftigen müssen.
Ich war schon 2 mal bei der DRV zur Beratung und auch so gut genug informiert wegen meiner Berufserkrankung.
Stellt sich nur die Frage ob ich da zwingend hin muss. Zur Not lasse ich mich krankschreiben, da ich vor ein paar Wochen einen schlimmen Sturz hatte und momentan deswegen in ärztlicher Behandlung bin und warten muss auf MRT. Da hab ich keinen Nerv mich mit Schmerzen dorthin zu quälen.

Aber mich hätte es rein vom rechtlichen interessiert ob man dort antanzen muss.
 

Zeitkind

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Stellt sich nur die Frage ob ich da zwingend hin muss.
Nein. Denn schon der erste Satz der Rechtsfolgenbelehrung ist unzutreffend, da keine EGV existiert.
Auch die dort benannten Regelungen des § 58 SGB VI dürften m.M.n. für Deine Situation nicht zutreffen,
denn die Anrechnungszeiten sind bei voller Erwerbsminderung im § 75 SGB VI geregelt.
Ich nehme an Du beziehst Berufsunfähigkeitsrente, welche auch die Krankenversicherungsbeiträge übernimmt.
Wenn Du von der Agentur für Arbeit keine Ansprüche mehr erwartest, was spricht dagegen, sich dort abzumelden?
Vielleicht gibt es die Möglichkeit, sich als arbeitslos, aber nicht arbeitsuchend umregistrieren zu lassen.
Ich denke, unsere erfahrene @Doppeloma könnte hier mehr wissen
und schiebe das Thema mal in das zutreffende Unterforum. :icon_wink:
 

bernhard81

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Danke fürs Schreiben

Ich beziehe eine kleine Mini Erberbsunfähigkeitsrente über die Berufsgenossenschafft wegen meiner Berufskrankheit ihn Höhe eines 450 € Jobs. Mehr bekomme ich nicht. Momentan bin ich über meine Frau krankenversichert da ich ausgesteuert wurde am Ende des ALG1 Bezugs. Soweit ich weiß übernimmt die Bg keine Krankenversicherungsbeiträge.
Ich bin nur arbeitslos gemeldet um die Anrechnungszeit zur Rentenversicherung zu wahren.
Wegen diesem Punkt habe ich schon öfter mit verschiedenen Sachbearbeitern der Agentur gesprochen aber keiner konnte mir eine vernünfige Antwort geben, nur bleiben Sie gemeldet dann sind sie auf der sicheren Seite. Auch mehrmalige Besuche bei der Rentenversicherung brachten mich keinen Schritt weiter.

Die Rentenversicherung sagte mir mehrmals ich soll gemeldet bleiben um die 5 Jahresfrist zur Erwerbsminderungsrente zu wahren. Aus meiner Sicht greift das aber bei mir sowieso nicht. Ich war in den letzten 5 Jahren nicht 3 Jahre Pflichtversichert weil ich seit 2014 arbeitslos gemeldet war.

Bei der Argentur für Arbeit meinten sie, wenn ich gemeldet bleibe werden dadurch die die Zeiten der Arbeitslosigkeit zur Wartezeit (Rente) angerechnet. Aber sicher war sich da auch niemand.

Selbst wenn ich mich abmelden würde hätte ich viele Jahre Puffer um auf die 25 Jahre zu kommen meiner Ansicht nach.

Ich würde mich sofort abmelden von der Agentur wenn ich genaueres darüber wissen würde wie sich das bei mir verhält wegen der späteren Rente. Weil wirklich geholfen hat mir dort niemand wieder einen Job zu finden, im Gegenteil.
 
Zuletzt bearbeitet:

Doppeloma

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Hallo bernhard81,

Ich beziehe eine kleine Mini Erberbsunfähigkeitsrente über die Berufsgenossenschafft wegen meiner Berufskrankheit ihn Höhe eines 450 € Jobs. Mehr bekomme ich nicht. Momentan bin ich über meine Frau krankenversichert da ich ausgesteuert wurde am Ende des ALG1 Bezugs.
Verstehe ich gerade nicht ganz, "ausgesteuert" wird man aus dem Krankengeld und nicht bei der AfA, die muss zahlen wenn man aus dem Krankengeld ausgesteuert wurde und das bedeutet in der Regel, dass man AU geschrieben ist vom behandelnden Arzt.

Das sichert auch die Anwartschaften auf eine EM-Rente wenn man lückenlos AU gschrieben wird, dann benötigt man keine Meldung bei der AfA dafür. :icon_evil:
Du schreibst aber selber, dass du ohnehin keine Rente wegen EM bekommen würdest, für eine Altersrente bringt das nicht viel, bei der AfA gemeldet zu bleiben ohne Leistungsbezug.

Ich bin nur arbeitslos gemeldet um die Anrechnungszeit zur Rentenversicherung zu wahren.
Welche Anrechnungszeiten genau sollen denn das werden, du schreibst was von 25 Jahren die du "voll" hast ...dann wirst du für diesen Einkommenszeitraum mal eine Altersrente bekommen ... gesetzliche "Wartezeit" dafür sind nur 5 Jahre, alles Weitere (für den Betrag der Rente) ergibt sich nur aus langfristig eingezahlten Pflicht-Beiträgen.

Was soll man dir also in so einer allgemeinen "Renten-Information" zu deinen persönlichen Ansprüchen an die DRV erzählen können, dazu hat der Referent doch gar keine Daten vorliegen von den Teilnehmern ... und mit Arbeitsvermittlung (wofür Meldetermine vorgesehen sind nach § 309 SGB III) hat das auch nichts zu tun. :icon_evil:

Schon der Einladungsgrund ist also gar nicht zulässig, von Rentenberatung und Pflichten (als Arbeitsuchender) daran teilzunehmen, steht da nichts drin.

Wegen diesem Punkt habe ich schon öfter mit verschiedenen Sachbearbeitern der Agentur gesprochen aber keiner konnte mir eine vernünfige Antwort geben, nur bleiben Sie gemeldet dann sind sie auf der sicheren Seite. Auch mehrmalige Besuche bei der Rentenversicherung brachten mich keinen Schritt weiter.
Darauf gibt es ja in deinem speziellen Fall auch keine vernünftige Antwort, es ist überflüssige Zeit - und Nervenverschwendung ... denn einen Anspruch (auf EM-Rente) den du nach eigener Annahme sowieso nicht hast, den kannst du auch damit nicht erwerben ...
Die Nichtleistungsbezieher "belasten" aber die offizielle ALO-Statistik, denn die kann man nicht einfach so "unter den Tisch fallen lassen" wie die Ü 58 beim JC über § 53a SGB II weil man sie länger als 1 Jahr (angeblich) nicht vermitteln konnte ...

Die Rentenversicherung sagte mir mehrmals ich soll gemeldet bleiben um die 5 Jahresfrist zur Erwerbsminderungsrente zu wahren. Aus meiner Sicht greift das aber bei mir sowieso nicht. Ich war in den letzten 5 Jahren nicht 3 Jahre Pflichtversichert weil ich seit 2014 arbeitslos gemeldet war.
Bitte etwas genauer, denn dafür zählt auch Arbeitslosigkeit mit und ohne Leistungsbezug wenn du OHNE Lücken aus der Erwerbstätigkeit über AU-bescheinigte Krankheit und ALGI nach der Aussteuerung bei der AfA gemeldet bist.
Es geht nicht nur um Beiträge dabei, es genügen auch beitragsfreie Pflichtzeiten ...

Wann hast du denn deine letzte Renten-Information von der DRV bekommen, sind da alle Zeiten als gemeldet eingetragen ???
Da sollte auch drin stehen, ob du einen Anspruch auf eine EM-Rente geltend machen könntest (sogar welcher Betrag das ungefähr wäre) ... und dann hindert dich doch niemand einen entsprechenden Antrag zu stellen ...

Was hättest du zu verlieren wenn du ohnehin ohne Arbeit bist, gesundheitlich eingeschränkt und selber auch wenig Aussichten siehst das noch wieder ändern zu können ???

Ich würde mich sofort abmelden von der Agentur wenn ich genaueres darüber wissen würde wie sich das bei mir verhällt wegen der späteren Rente.
Fordere dir eine aktuelle Renten-Information bei der DRV an, dafür brauchst du nur deine Renten-Versicherungs-Nummer und das geht in der Regel ziemlich schnell.

Dann wirst du genau wissen auf welche Renten du schon persönliche Ansprüche erworben hast, das kann man dir in dieser "Veranstaltung" sowieso nicht sagen und für den Termin kannst du dich auch mit einer AU-Bescheinigung vom Arzt entschuldigen, wenn du das "freundlich" ablehnen willst.

Hinten auf der Einladung ist doch der "Entschuldigungs-Zettel", ausfüllen und abschicken (gut wäre per Fax) und dann sollen die sich ohne dich "amüsieren" ...
Was kann dir passieren ???

Man meldet dich ("zur Strafe") aus der Arbeitsvermittlung ab und meldet die Zeiten nicht mehr an die DRV ... du kannst dich aber jederzeit wieder neu zur Arbeitsvermittlung anmelden wenn du (z.B. in der Renten-Information) feststellen solltest, dass es doch Sinn ergibt ... das ist auch ein Aspekt, von dem dir Niemand freiwillig was erzählen wird ...

Bei Abgabe einer durchgehenden AU-Bescheinigung über 6 Wochen wird man dich auch abmelden" weil du ja krank nicht vermittelbar bist und AU-Zeiten werden von der KK an die DRV gemeldet, hat die gleiche Wirkung = beitragsfreie Anrechnungszeiten für die Rente (auch für eine EM-Rente).

Nachfragen werden gerne beantwortet ...

MfG Doppeloma
 

bernhard81

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Verstehe ich gerade nicht ganz, "ausgesteuert" wird man aus dem Krankengeld und nicht bei der AfA, die muss zahlen wenn man aus dem Krankengeld ausgesteuert wurde und das bedeutet in der Regel, dass man AU geschrieben ist vom behandelnden Arzt.
Das war der flasche Begriff. Nicht ausgesteuert sondern AlG1 ist ausgeloffen.
Welche Anrechnungszeiten genau sollen denn das werden, du schreibst was von 25 Jahren die du "voll" hast ...dann wirst du für diesen Einkommenszeitraum mal eine Altersrente bekommen ... gesetzliche "Wartezeit" dafür sind nur 5 Jahre, alles Weitere (für den Betrag der Rente) ergibt sich nur aus langfristig eingezahlten Pflicht-Beiträgen.
Es gibt doch die Wartezeit von 25 und 35 Jahren bei der Rentenversicherung. Diese werden mit der Arbeitslosenmeldung angerechnet. Die 25 Jahre habe ich noch nicht voll aber wenn ich dann 67 bin schon und habe auch noch einen Puffer. Hoffe du verstehst wie ich das meine
Bitte etwas genauer, denn dafür zählt auch Arbeitslosigkeit mit und ohne Leistungsbezug wenn du OHNE Lücken aus der Erwerbstätigkeit über AU-bescheinigte Krankheit und ALGI nach der Aussteuerung bei der AfA gemeldet bist.
Es geht nicht nur um Beiträge dabei, es genügen auch beitragsfreie Pflichtzeiten ...
Ich habe eine Umschulung absolviert die 2014 endete und danach hatte ich noch 12 Monate ALG1. Danach nur noch arbeitlos ohne Leistungsbezug gemeldet. Ich wurde nicht von der KK ausgesteuert. Ich wollte mich nur nicht ALG 2 melden weil ich da laut Berechnung nicht viel bekommen hätte wegen Anrechnung Erwerbsminderungsrente.
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Danke dir Doppeloma für den ausführlichen Bericht. Also wird es nicht viel ausmachen sich abzumelden so wie ich es verstanden habe, vorrausgesetzt ich sehe eine Änderung im Rentenbescheid das es sich doch auswirkt.
 
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