"Einladung" als üble Falle

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Kathrin45

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Als Forums-Neuling sage ich erst einmal Guten Abend!

Ich habe eure Forumsbeiträge schon seit einiger Zeit gelesen und: Kompliment. Ihr helft wirklich.
Aber nun bin ich (leider) selbst soweit, um Hilfe zu bitten. Und sorry im Voraus dafür, dass das von mir geschilderte Geschehen so viel Platz einnimmt...

Vorgeschichte: Ich teile mir seit 1994 mit meiner Freundin eine Vierzimmerwohnung (also WG – wir sind beide Hauptmieterinnen; Mietvertrag sowie die Bescheinigung des Vermieters darüber wurden vorgelegt) in einer Großstadt in Schleswig-Holstein. Meine Freundin musste 2007 ALG II beantragen. Sie füllte also den gigantischen Antrag aus und nahm mich als Person ihres Vertrauens mit zur Antragsabgabe. Der Sachbearbeiter hakte alles in Windeseile ab, war dabei sachlich-freundlich. Am 28.12.2007 kam die Bewilligung. Alles völlig problemlos.
Auch die Verlängerungsanträge waren kein Problem. Beim letzten Verlängerungsantrag erklärte der Sachbearbeiter, man könne besagten Antrag auch bei der Arge in den Briefkasten werfen. Außerdem teilte er mit, dass er den Bereich, in dem meine Freundin war, abgeben musste. Antrag also in den Briefkasten. Bewilligung am 11.12.08 da.

Ende Januar erhielt meine Freundin dann eine „Einladung“ von der Sachbearbeiterin, die den Bereich wohl übernommen hatte. Die Frau wollte „über Ihre Leistungsangelegenheiten“ sprechen. Unruhe bei uns. Zu Recht, wie sich herausstellte.
Die ältere Sachbearbeiterin erklärte meiner Freundin (ich war selbstverständlich wieder als Person des Vertrauens dabei) zuerst, sie müsse sich alle sechs Monate persönlich bei der Arge melden. Anschließend merkte sie unmotiviert an, dass meine Freundin ja seinerzeit beim Arbeitsamt eine Regelung unterschrieben habe, derzufolge eine Arbeitsvermittlung nicht mehr sinnvoll sei.
Während der ganzen Zeit standen neben der Arge-„Dame“ zwei (sehr) junge Frauen, beide mit einem Klemmbrett in der Hand. Und dann kam die Sachbearbeiterin zum für sie entscheidenden Punkt: Meine Freundin sei nie da gewesen, als die beiden Kontrolleurinnen bei ihr einen Hausbesuch machen wollten (Anmerkung von mir: Wenn das zutrifft, kann das nur Abwesenheit meiner Freundin gewesen sein). Und deshalb würde dieser Hausbesuch jetzt, sofort, erfolgen.
Meine Freundin und ich waren zutiefst geschockt. Die Sachbearbeiterin hatte die „Einladung“ also als eine perfide Falle benutzt. Meine Freundin sagte dann noch, dass sie sich vorkomme „wie jetzt abgeführt zu werden“, und dass sie die „Einladung“ als zynisch empfinde. Keine Reaktion.
Wir sind also umgehend in die Wohnung zurückgekehrt, kurz danach klingelten die beiden Kontrolleurinnen. Mit Klemmbrett in der Hand. Meine Freundin zeigte ihnen dann ihr Zimmer und auch (selbstverständlich mit meinem Einverständnis) mein Zimmer, in dem ein Kleiderschrank von ihr steht. Öffnete sofort die Türen zur Einsichtnahme.
Im Bad öffnete sie den beiden Frauen eine Kommode, deren Inhalt penibel darauf hinwies, dass hier zwei Menschen getrennte Handtücher haben... Und in der Küche öffnete sie den Kühlschrank (wohlgemerkt, alles ohne Aufforderung, sondern mit freundlicher Bereitwilligkeit), den Vorratsschrank (darin zwei Körbe, jeweils mit Namensaufschrift) und die Geschirrschränke. Auch hier alles klar unterteilt. Außerdem hängen in Bad und Küche Putzpläne.
Dann wollten die beiden Frauen gehen. Meine Freundin fragte sie: „Ist denn nun alles in Ordnung?“, was klar bestätigt wurde. Auch, als meine Freundin noch einmal fragte. Es sei alles in Ordnung. Und als meine Freundin fragte, ob ein Bescheid kommen würde, gab es die ebenfalls klare Antwort: Nein, es würde kein Bescheid kommen.

Wir sind zutiefst entsetzt, wütend und gedemütigt. Meine Freundin ist 64 Jahre alt und bekommt ab Oktober Rente. Ich bin auch 64 Jahre alt, Frührentnerin und zu 100 Prozent schwerbehindert. Welcher sadistische Teufel hat diese „Sachbearbeiterin“ geritten, eine solch menschenverachtende „Methode“ (als „Einladung“ getarnt)anzuwenden ?? Seit 2007 gab es nie Schwierigkeiten. Wir hatten alle Nachweise überkorrekt vorgelegt.

Frage: Was kann man/frau gegen eine solche unglaubliche Behördenwillkür unternehmen? Und ist ein Hausbesuch ohne Voranmeldung überhaupt statthaft? Außerdem sind uns keine Dienstausweise vorgelegt worden, es gab keine Protokolleinsicht geschweige denn eine Protokollkopie (wir wussten leider vorher nichts von derartigen Vorschriften für die Arge).
Was uns bleibt, ist eine tiefe Ohnmacht. Andererseits wollen und können wir so etwas nicht hinnehmen. Eine Arge-„Einladung“ als Falle? Warum keine „Einladung“ vorher, um vermeintliche Unklarheiten zu beseitigen?

Entschuldigung, dass der Text so lang geworden ist. Aber wir meinen, dass uns extrem übel mitgespielt wurde. Und wer, wenn nicht ihr, könnt uns Ratschläge geben? Danke im voraus!
 

vagabund

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Ich kann den psychischen Schock durchaus nachvollziehen .

Die haben wahrscheinlich versucht, Euch eine Partnerschaft zu unterstellen! :icon_kotz:

Gab es seitens der ARGe Folgen nach diesem Hausbesuch?

Generell muss ich sagen, dass Ihr diesen Hausbesuch hättet verweigern können mit Hinweis auf die Grundrechte.

Jetzt bleibt eigentlich nur die Möglichkeit einer Beschwerde beim Kundenreaktionsmanagement über die Vorgehensweise der Sachbearbeiter.
 
G

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Das reicht nicht.

Das hier beschriebene ist schlimmer als ein Einbruch.
In meinem Moralverständnis gehören die Drei von der ARGE nach unten, ganz unten.
Deshalb würde ich es hier mit einer Strafanzeige versuchen. Oder besser mit dreien.

Unangemeldete Besucher, die angeblich niemanfden antreffen, durchsuchen von persönlichen Behältnissen, auch von Nichtleistungsbeziehern.
 

physicus

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unglaubliche unverfrorenheit welche diese tussen sich hier raus genommen haben!

für mich wäre das gespräch sofort beendet gewesen bei der arge und den einlass in meine wohnung hätten sie niemals bekommen.

gruß physicus
 

Kathrin45

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Danke für Eure Antworten und Anregungen!

Da der Termin für die "Einladung" und der anschließende, erzwungene Hausbesuch erst am Montag, 09.02., waren, wissen wir noch nicht, wie die Arge reagieren wird - bzw. die sogenannte Sachbearbeiterin.

Ich werde dann sofort Bescheid geben - aber auch wenn nichts kommt, wollen und werden meine Freundin und ich reagieren. SO kann man nicht mit Menschen umgehen. Nicht einmal die Arge...
Den Link zur Beschwerdestelle habe ich natürlich sofort gespeichert.
 

Amelie-Sophie

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OH OH das nenn ich reine schikane.

@Paolo_Pinkel:den Link mal ausprobiert? Man kommt auf die seite aber wenn man seine beschwerde abschicken will-pustekuchen.
oder bin ich zu intelligent??:cool:
 

avalon

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Tja, eine Frechheit, aber nichts mehr zu machen! Wenn man sie reinlässt, sind sie drin. Sich gegen Sanktionen zu wehren, wenn man sie nicht reinlässt ist vergleichsweise "einfach". Aber alle Versuche, in Fällen wie dem geschilderten sowas wie eine strafrechtlich relevante "Nötigung" zu basteln funktionieren einfach nicht. Mit viel Glück bekommt man ein Schreiben, dass es wohl zu einem bedauerlichen Mißverständnis gekommen sei.
 

Mario Nette

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Das reicht nicht.

Das hier beschriebene ist schlimmer als ein Einbruch.
In meinem Moralverständnis gehören die Drei von der ARGE nach unten, ganz unten.
Deshalb würde ich es hier mit einer Strafanzeige versuchen. Oder besser mit dreien.

Unangemeldete Besucher, die angeblich niemanfden antreffen, durchsuchen von persönlichen Behältnissen, auch von Nichtleistungsbeziehern.
Sie haben doch aber "freiwilig" Türen und Schränke geöffnet.

Mario Nette
 

Martin Behrsing

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sag uns woher Du kommst und welche ARGE es ist. Wenn Du es nicht öffentlich sagen willst, dann mache es per PN. Aber oftmals wissen wir schon, wie man bei welcher ARGE am besten reagiert oder Sachen auffährt.
Als Forums-Neuling sage ich erst einmal Guten Abend!

Ich habe eure Forumsbeiträge schon seit einiger Zeit gelesen und: Kompliment. Ihr helft wirklich.
Aber nun bin ich (leider) selbst soweit, um Hilfe zu bitten. Und sorry im Voraus dafür, dass das von mir geschilderte Geschehen so viel Platz einnimmt...

Vorgeschichte: Ich teile mir seit 1994 mit meiner Freundin eine Vierzimmerwohnung (also WG – wir sind beide Hauptmieterinnen; Mietvertrag sowie die Bescheinigung des Vermieters darüber wurden vorgelegt) in einer Großstadt in Schleswig-Holstein. Meine Freundin musste 2007 ALG II beantragen. Sie füllte also den gigantischen Antrag aus und nahm mich als Person ihres Vertrauens mit zur Antragsabgabe. Der Sachbearbeiter hakte alles in Windeseile ab, war dabei sachlich-freundlich. Am 28.12.2007 kam die Bewilligung. Alles völlig problemlos.
Auch die Verlängerungsanträge waren kein Problem. Beim letzten Verlängerungsantrag erklärte der Sachbearbeiter, man könne besagten Antrag auch bei der Arge in den Briefkasten werfen. Außerdem teilte er mit, dass er den Bereich, in dem meine Freundin war, abgeben musste. Antrag also in den Briefkasten. Bewilligung am 11.12.08 da.

Ende Januar erhielt meine Freundin dann eine „Einladung“ von der Sachbearbeiterin, die den Bereich wohl übernommen hatte. Die Frau wollte „über Ihre Leistungsangelegenheiten“ sprechen. Unruhe bei uns. Zu Recht, wie sich herausstellte.
Die ältere Sachbearbeiterin erklärte meiner Freundin (ich war selbstverständlich wieder als Person des Vertrauens dabei) zuerst, sie müsse sich alle sechs Monate persönlich bei der Arge melden. Anschließend merkte sie unmotiviert an, dass meine Freundin ja seinerzeit beim Arbeitsamt eine Regelung unterschrieben habe, derzufolge eine Arbeitsvermittlung nicht mehr sinnvoll sei.
Während der ganzen Zeit standen neben der Arge-„Dame“ zwei (sehr) junge Frauen, beide mit einem Klemmbrett in der Hand. Und dann kam die Sachbearbeiterin zum für sie entscheidenden Punkt: Meine Freundin sei nie da gewesen, als die beiden Kontrolleurinnen bei ihr einen Hausbesuch machen wollten (Anmerkung von mir: Wenn das zutrifft, kann das nur Abwesenheit meiner Freundin gewesen sein). Und deshalb würde dieser Hausbesuch jetzt, sofort, erfolgen.
Meine Freundin und ich waren zutiefst geschockt. Die Sachbearbeiterin hatte die „Einladung“ also als eine perfide Falle benutzt. Meine Freundin sagte dann noch, dass sie sich vorkomme „wie jetzt abgeführt zu werden“, und dass sie die „Einladung“ als zynisch empfinde. Keine Reaktion.
Wir sind also umgehend in die Wohnung zurückgekehrt, kurz danach klingelten die beiden Kontrolleurinnen. Mit Klemmbrett in der Hand. Meine Freundin zeigte ihnen dann ihr Zimmer und auch (selbstverständlich mit meinem Einverständnis) mein Zimmer, in dem ein Kleiderschrank von ihr steht. Öffnete sofort die Türen zur Einsichtnahme.
Im Bad öffnete sie den beiden Frauen eine Kommode, deren Inhalt penibel darauf hinwies, dass hier zwei Menschen getrennte Handtücher haben... Und in der Küche öffnete sie den Kühlschrank (wohlgemerkt, alles ohne Aufforderung, sondern mit freundlicher Bereitwilligkeit), den Vorratsschrank (darin zwei Körbe, jeweils mit Namensaufschrift) und die Geschirrschränke. Auch hier alles klar unterteilt. Außerdem hängen in Bad und Küche Putzpläne.
Dann wollten die beiden Frauen gehen. Meine Freundin fragte sie: „Ist denn nun alles in Ordnung?“, was klar bestätigt wurde. Auch, als meine Freundin noch einmal fragte. Es sei alles in Ordnung. Und als meine Freundin fragte, ob ein Bescheid kommen würde, gab es die ebenfalls klare Antwort: Nein, es würde kein Bescheid kommen.

Wir sind zutiefst entsetzt, wütend und gedemütigt. Meine Freundin ist 64 Jahre alt und bekommt ab Oktober Rente. Ich bin auch 64 Jahre alt, Frührentnerin und zu 100 Prozent schwerbehindert. Welcher sadistische Teufel hat diese „Sachbearbeiterin“ geritten, eine solch menschenverachtende „Methode“ (als „Einladung“ getarnt)anzuwenden ?? Seit 2007 gab es nie Schwierigkeiten. Wir hatten alle Nachweise überkorrekt vorgelegt.

Frage: Was kann man/frau gegen eine solche unglaubliche Behördenwillkür unternehmen? Und ist ein Hausbesuch ohne Voranmeldung überhaupt statthaft? Außerdem sind uns keine Dienstausweise vorgelegt worden, es gab keine Protokolleinsicht geschweige denn eine Protokollkopie (wir wussten leider vorher nichts von derartigen Vorschriften für die Arge).
Was uns bleibt, ist eine tiefe Ohnmacht. Andererseits wollen und können wir so etwas nicht hinnehmen. Eine Arge-„Einladung“ als Falle? Warum keine „Einladung“ vorher, um vermeintliche Unklarheiten zu beseitigen?

Entschuldigung, dass der Text so lang geworden ist. Aber wir meinen, dass uns extrem übel mitgespielt wurde. Und wer, wenn nicht ihr, könnt uns Ratschläge geben? Danke im voraus!
 

Kathrin45

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Kathrin45

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Entschuldigung, hab mich vertan.

Muss mal ganz blöd fragen: wie schicke ich jemandem eine PN? Danke :icon_smile:
 

avalon

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Einfach auf den Namen Links klicken! Dann erscheint ein Menu, in dem der Punkt "Persönliche Nachricht schicken" enthalten ist.
 

Kathrin45

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Danke @ avalon :icon_smile: Hat geklappt.

Seit Montag habe ich außer Trauer und Zorn nur noch Leere im Kopf - kenne mich sonst in Foren gut aus :icon_neutral:
 

Curt The Cat

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lilimia

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Hallo Kathrin,

kann deinen Zorn und deine Ohnmacht sehr gut nachvollziehen, bei mir hat sichs ähnlich abgespielt und ich warte jetzt auch auf das "Urteil" meines Sachbearbeiters. Finde die Vorgehensweise, die bei euch angewendet worden ist noch einen Ticken krasser. Bei mir war es zumindest möglich einen Termin auszumachen, wobei ich selbst das jetzt inzwischen sehr bereue, sie überhaupt herein gelassen zu haben. Man fühlt sich sehr gedemütigt und entblüßt, wenn eine fremde Person in das eigene Heim einbricht. Ich selbst bin tagelang wie gelähmt durch die Wohnung geschlichen und konnte das ganze gar nicht fassen. Die drei Damen sollten dafür eindeutig büßen, vor allem in Hinsicht auf das respektlose Verhalten euch gegenüber.
Liebe Grüße und viel Kraft
 
E

ExitUser

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Man fühlt sich sehr gedemütigt und entblüßt, wenn eine fremde Person in das eigene Heim einbricht. Ich selbst bin tagelang wie gelähmt durch die Wohnung geschlichen und konnte das ganze gar nicht fassen.
Genau das ist es!
Ein Einbruch!
Ein Einbruch in die Wohnung.
In die Privatsphäre.
In die Intimsphäre.
Etwas, womit die menschliche Seele nur sehr schwer zurecht kommt.
Zumal es sich hier auch noch um einen staatlichen Einbruch handelt, der eigentlich laut Artikel 13 GG ausgeschlossen sein sollte.
Es handelt sich um einen sanktionsbedrohten Einbruch, dem man zustimmen soll, weil die Argen den Menschen sonst auch noch das Existenzminimum entreißen.
Es ist ein staatlich legitimierter Einbruch in das Rückzugsgebiet eines jeden Menschen.

Ich finde es so unglaublich, was man euch zugemutet hat. Und ich hoffe, ihr findet die Kraft euch gegen diese Ungeheuerlichkeit zu wehren.
Vielleicht ist euch das hier nützlich.
Hausbesuch muss nicht geduldet werden!

Besonders liebe Grüße an euch alle.
 

vagabund

Redaktion
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Keiner, der das tatsächlich erlebt hat, kann das wirklich nachvollziehen!

Wenn wildfremde Menschen, wo man ganz genau weiß, die suchen etwas um einen was zu unterstellen, deine persönlichen Sachen "begutachten" - das hat "Nachwirkungen"!

Wenn dann noch hämische Blicke und Bemerkungen dazu kommen...
Bei mir gab's z.B. den Satz "so einen aufgeräumten Schrank hab ich ja noch nie gesehn..." - sollte wohl heißen "schön dekoriert" oder "von einem HartzIV-Bezieher haben wir Ordnung und Sauberkeit nicht erwartet.
Leider ist man in so einer Situation von der Unverschämtheit so gelähmt, dass man (oder ich) nicht schlagfertig genug war.
Hinterher fiel mir einiges dann ein; ich möchte nicht wissen, wie es bei denen dann in den Schränken aussieht!
 

lilimia

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Ja, das ist leider immer so...es ist teilweise unbegreiflich, wie diese Menschen einen solchen Job ausüben und darauf noch stolz sein können. Diese perfiden Spielchen sollten endlich mal an die Öffentlichkeit gebracht werden. Diese Sendung z.B. "gnadenlos gerecht" ist ja mal der totale Abschuss...der Sozialhilfeempfänger ist faul, dumm und betrügt ganz klar den Staat und zwar ALLE. Das dahinter Schicksalsschläge stecken, von unmessbarem Leid, wird dabei schön unter den Tisch gekehrt. Ich will mal diese Affen sehen, wenn sie ihren Kindern erklären müssen, dass es wieder nur Nudeln mit Ketchup gibt, weil das Geld für eine ausgewogene Ernährung nicht ausreicht. 60 % vom Regelsatz...das ist doch ein Witz, als ob ein 10 jähriger soviel weniger isst, wie ein ausgewachsener Mann...Die harten Regelungen treffen so viele Unschuldige und sprechen kaum die an, die es treffen sollte. Ein Mensch, der keine Lust hat arbeiten zu gehen, wird auch mit 650 Euro genügsam zu Hause bleiben. Eine alleinerziehende Mutter hingegen oder einer Famlie mit Kindern hat hierbei total die Arschkarte gezogen. Wirklich bitter...
 

Kathrin45

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Leider kann ich noch nichts Neues berichten. - Aber bei jedem Klingeln an der Haustür schrecken wir zusammen, der Gang zum Briefkasten ist grausam, beim Gassigehen mit dem Hund sehen wir uns hektisch um.

Auch wenn nichts mehr kommen sollte - meine Frage noch einmal: Stimmt es, dass die werte Frau Sachbearbeiterin gegen eine Menge Vorschriften verstoßen hat? "Einladung" und dann "abgeführt" (wir haben die Kontrolleurinnen dann ja hineingelassen, weil wir Angst hatten, dass sonst die Leistung gestrichen wird - oh nee...). Keine Begründung, warum ein Hausbesuch plötzlich nötig sei. Keine Dienstausweise gezeigt. Kein Protokoll zur Einsicht vorgelegt. Keine Protokoll-Kopie angeboten.

Ich muss allerdings sagen, dass die beiden jungen Kontrolleurinnen kaum ein Wort gesagt haben, als sie bei uns in der Wohnung waren. Sie waren (nach außen hin) freundlich.

Wie auch immer - würdet ihr es für richtig halten, wenn wir folgende Schritte ergreifen: Beratungsstelle aufsuchen. Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Sachbearbeiterin. Örtliche Presse informieren.

Und schön wäre es, wenn ihr eine Antwort auf die Verstöße wüsstet.

Danke! :icon_smile:
 
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