"Einladung" als Aufstocker - was erwartet mich?

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xanathar

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Hallo an alle,

nachdem ich, seitdem ich im September eine Teilzeitstelle angenommen habe, gar nichts in der Richtung mehr von der ARGE gehört habe, flattert mir nun heute eine "Einladung" ins Haus, um "über meine berufliche Situation zu sprechen". Meinen Personalausweis soll ich mitbringen. Mein Bewilligungszeitraum endet am 31. Januar, ich bin gerade dabei, den Weiterbewilligungsantrag zusammenzustellen. Die EGV ist noch bis August gültig.

Lässt sich erfahrungsgemäß sagen, was mich bei dem Gespräch erwarten könnte? Also, ob ich eher "nur" mit irgendwelchen formalen Geschichten rechnen muss (diesen Sachbearbeiter habe ich auch noch gar nicht kennen gelernt), oder ob ggf. nun Druck gemacht wird, dass ich eine andere oder zusätzliche Arbeit annehme, um ganz aus dem Bezug heraus zu kommen?

Was mich in dem Zusammenhang auch interessiert, ich aber in dem ganzen Behördendeutsch immer noch nicht ganz verstehe: Ab welchem Einkommen gelten für einen Aufstocker eigentlich diese ganzen Verpflichtungen (EGV, Ortsanwesenheit, zumutbare Arbeit etc. pp.) nicht mehr oder gilt generell, dass man diesen Verpflichtungen stets unterliegt, solange die ARGE einem Geld überweist? Irgendwie scheint mir die ganze rechtliche Lage bei Aufstockern weitaus schwammiger zu sein, oder irre ich mich da?

Viele Grüße,
xanathar
 

avalon

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Nein, da irrst Du in der Tat. Solange Du einen Cent von der ARGE beziehst, gilt die ganze Wundertüte mit EGV, Bewerbungspflicht usw. für Dich genauso wie für ALG2-Bezieher ohne Job. Nur bei der Ortsabwesenheit gibts ein paar Unterschiede. weil Du ja irgendwie zur Arbeit musst, ohne jeden morgen um Erlaubnis fragen zu müssen!

Wenn es keine Gründe gibt, die gegen eine Vollzeitstelle sprechen, wird das vermutlich das Thema sein: Bewerbungen auf Vollzeitstellen, um aus dem Bezug ganz rauszukommen !
 

xanathar

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Okay, dank Dir für die Antwort. :)

Was ich mich nur frage: Was wollen die mit meinem Personalausweis? Soweit ich die Bürokratie in den ARGEn durchschaue, ist ja der Arbeitsvermittler nicht für Leistungen zuständig, also kann der Ausweis in dem Fall für den Weiterbewilligungsantrag nicht benötigt werden. (Und die ARGE lädt einen ja sowieso sicher nicht von sich aus ein, um den Antrag entgegen zu nehmen, das erhöht ja nur die Gefahr, daß sie zahlen müssen.)

Für allgemeines Blabla und "Vermittlungsvorschläge" braucht man sicher keinen Ausweis. Und ansonsten käme mir da nur eine neue Eingliederungsvereinbarung in den Sinn, aber meine gilt ja noch bis August. Andererseits lese ich aber immer wieder, daß die Dinger eigentlich nur für ein halbes Jahr abgeschlossen werden sollen - dann würde meine Ende des Monats verfallen. Kann es das sein? Und gibt es dazu irgendwelche rechtlichen Erkenntnisse, daß eine EinV, die älter als sechs Monate ist, evtl. ungültig wird, auch wenn sie für einen längeren Zeitraum geschlossen wurde?
 
R

Rounddancer

Gast
Was ich mich nur frage: Was wollen die mit meinem Personalausweis?

Das ist der übliche Formbrief mit den Textblocks, die halt so aus dem Drucker kommen, wenn der FM, SB oder PAP jemand von uns "einlädt" (zwingt anzutreten).

Personalausweis, damit die sehen, daß Du auch Du bist, und nicht daß Du längst von den Würmern gefressen wurdest, aber ein Verwandter oder der Hauswirt von Dir Dich weiterleben läßt, um weiter "Stütze" kassieren zu können. Oder daß Du Dich nicht auf irgendeiner Insel aalst,- und den Job, Dich beim AA oder JC zu vertreten, zuvor fürn Liter Sangria und ne Currywurst per MyHammer: Handwerk & Dienstleistungen günstig. Handwerker & Dienstleister Aufträge (oder ähnlichem Service) ausgeschrieben und vergeben hast.

Soll ja auch Leute gegeben haben, die so auch Prüfungen durch andere schreiben ließen.
 

xanathar

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Alles klar, dann stell ich das Grübeln mal erst mal ein und laß mich überraschen, mit welchen Nettigkeiten man mich dann tatsächlich konfrontiert.. ;-)

Wobei das mit dem Versteigern an sich was hätte. Ließe sich vielleicht auch professionell aufziehen... :-D
 

xanathar

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Also, es lief erst mal recht glimpflich ab. Ich habe einen neuen Sachbearbeiter, der natürlich mal wieder herzlich wenig über mich wußte. Er hat mich gebeten, mich künftig noch intensiver um eine Vollzeitstelle oder einen zusätzlichen Minijob zu bewerben und das zu dokumentieren, ohne mir dabei aber konkrete Vorgaben zu machen (meine EGV kannte er offenbar gar nicht, denn er wußte nicht, wie viele Bewerbungen ich überhaupt bisher schreiben sollte, und auch, wo ich mich früher schon mal beworben habe, wußte er offenkundig nicht).

Vermittlungsvorschläge habe ich keine bekommen und sonstige Schikanen scheint er auch erst mal nicht zu planen. Wir sind dann noch einen Bewerbungskostenantrag durchgegangen und er hat mir das Procedere hinsichtlich des neuen Vermittlungsbudgets erklärt, und das war es erst einmal. Gut, irgendwelche Unterstützung oder meinen Fähigkeiten entsprechende Stellenangebote gab es auch nicht - aber das erwartet man ja auch längst nicht mehr...

Interessant fand ich, daß nun, da ich nicht mehr bei der Sofortvermittlung bin (zu der ich eigentlich meines Erachtens sowieso gar nie hätte hingeschickt werden dürfen, weil ich vor dem ALG II bereits ALG I bezogen habe, wenn auch in einer anderen Stadt, und über 25 bin), die ganze Atmosphäre doch merklich anders ist. Man muß nicht mehr außen vor der Glastür sitzen und sich hereinrufen lassen, man darf sogar direkt bei seinem Sachbearbeiter anklopfen. Und die ARGE-Menschen auf dem Flur wünschen einem einen "Guten Morgen". Es ist zwar auch so noch verdammt unangenehm, da hinzugehen, aber immerhin fühlte ich mich diesmal, wenn auch bei weitem nicht als "Kunde", so doch wenigstens als Mensch. Traurig, daß das gerade den Menschen gegenüber, die gerade in Arbeitslosigkeit fallen und so schon Probleme genug haben, offenbar nicht möglich ist...
 
E

ExitUser

Gast
Aufstocker können ihren gesetzlich zustehenden Urlaub laut Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag auf jeden Fall nehmen, das darf nicht verweigert werden.
 

Volker

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Wohl weil du aus der Statistik raus bist...

Volker
 
E

ExitUser

Gast
Nein, weil es einen Anspruch auf gesetzlichen Urlaub gibt, wenn jemand arbeitet. Wäre ja auch noch schöner, wenn man diesen nicht nehmen dürfte. Da würde ich aber auf die Barrikaden gehen.
 
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