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Einladung ALG 1 trotz Rentenantrag + Nahtlosigkeit

erdmännchen

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#1
Hallo,

ich hab gestern bereits um eure Hilfe gebeten und heute bräuchte ich euren Rat leider schon wieder:

Trotz laufendem EMR-Antrag und Leistungsantrag auf ALG 1 nach § 145 habe ich heute eine Einladung der AfA erhalten, um mit mir "meine aktuelle berufliche Situation" zu besprechen. Mitbringen soll ich nur meinen SBA (GdB 60). Ich hab vor diesem Termin die totale Panik.

Heißt diese Einladung evtl., dass der äD der AfA etwas entschieden hat? Und wenn ja, warum hab ich dann vom äD nichts gekriegt? Vorgeladen wurde ich dort auch nicht.

Ich hab ja noch nicht einmal von der Leistungsabteilung was gehört. Und in dem § 309 hab ich gefunden, dass da steht: "Die Aufforderung zur Meldung kann zum Zwecke der 1... 2... 3... 4... 5.Prüfung des Vorliegens der Voraussetzungen für den Leistungsanspruch erfolgen."

Ich weiß überhaupt nicht, wie ich mich auf die von der dortigen SB dann in der nächsten Woche an mich gestellten Fragen verhalten soll. Andererseits traue ich mich auch nicht, mit dem beigelegten Verhinderungsformular meine nach der KG-Aussteuerung zuhause abgeheftete weitere AU-Bescheinigung hinzuschicken, sonst sagen die ja gleich, wenn die weiter krank ist, steht sie sowieso nicht zur Vermittlung zur Verfügung und kriegt auch kein Geld.

Und wenn sie mich fragt, was ich mir vorstelle, noch arbeiten zu können, hab ich auch keine Ahnung, was ich sagen soll: Zum einen bin ich seit Jan. 2013 durchgehend krankgeschrieben, zum anderen hab ich davor ja ohnehin nur noch 4x4=16 Std. wöchentlich gearbeitet, weil mehr einfach nicht mehr ging.

Ich bin für jeden Ratschlag und eure Hilfe dankbar!

LG Erdmännchen
 

erdmännchen

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#2
AW: Einladung ALG 1 - ich bitte um Hilfe

Sorry dass ich schon wieder schreibe.
Ich bin ziemlich fertig und kriege den Kopf nicht frei,
deshalb bitte ich sehr um eure Hilfe / Rat zu meinen Fragen.

Vielen vielen Dank
Erdmännchen
 

Christi

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#3
AW: Einladung ALG 1 - ich bitte um Hilfe

Zuerst : Mach dich nicht verrückt wegen dem Schrieb.
Alles Buchstabensalat auf Papier .
Geh doch mit einer Person deines Vertrauens zum Termin und unterschreibe nix und höre dir das erst mal was die zu sagen habeb.Notizen machen .
 

Anna B.

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#4
Hallo,

nimm dir eine Begleitungperson mit...das ist erlaubt..und die muß sich auch nicht namentlich vorstellen...

dann nimmst eine Kopie deines Schwerbehindertenausweise mit.....

und dann hörst du dir an, was die zu sagen haben....

und unterschreibst erst einmal gar nichts...!!

hast du Schweigepflichtentbindungen usw. unterschrieben?

wenn das von dir verlangt wird, dann nimm alles mit nach Hause und bei Schweigepfichtentbindungen und Gesundheitsfragebogen kannst du dem SB noch sagen, dass du das über den Datenschützer klären lassen willst...

wenn der SB sagt, dass du das ausfüllen müßtest !!

ansonsten stillschweigend mitnehmen..

falls er nach Rentenantrag fragt, kannst ihm ja sagen, dass du bereits einen solchen Antrag gestellt hast...

das war es dann auch schon..

hingehen, zuhören, nix unterschreiben und auf wiedersehen...

mach dich nciht so verrückt...
 

erdmännchen

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#5
Hallo Christi,
hallo Anna,

nicht verrückt machen ist leichter gesagt als getan - ich hatte halt in meinem ganzen Leben noch nix mit der AfA zu tun und fühl mich jetzt total abhängig, schikaniert und zum Betteln gezwungen ...

Leider habe ich niemanden, den ich mitnehmen könnte. Ich lebe alleine mit meinem Sohn, der selber 100 % sb ist und selbst meine Hilfe braucht.

Bei der pers. Meldung + Antragstellung hatte ich ja angegeben, dass es sich um eine Nahtlosigkeitsregelung handelt, weil ich ausgesteuert wurde und ich hatte auch gesagt, dass ich per 01.07. EMR-Antrag gestellt habe.

Den Gesundheitsfragebogen hab ich schon bei meinem ersten Besuch dort erhalten, habe ihn samt Schweigepflichtentbindungen ausgefüllt und am anderen Tag dort pers. wieder abgegeben.

Vom äD selber hab ich gar nix gehört, ebensowenig bisher von der Leistungsabteilung, wo man mir gesagt hatte, dass die Berechnung der Leistung abhängig sei vom Ergebnis des äD und dies deshalb erst abgewartet werden müsse. Man lege meinen Leistungsantrag samt vollständiger Unterlagen so lange auf WV.

Warum wollen die mit mir jetzt meine "berufliche Situation" besprechen?
Soll ich beim Termin meine zuhause abgeheftete weitere AU Bescheinigung abgeben oder lieber nicht, weil ich sonst als nicht vermittelbar gelte (bin ich ja eh) und kein Geld kriege?

Ich war noch nie arbeitslos, hab die Rente beantragt, weil ich nicht mehr arbeiten kann und hätte Anspruch auf 2 Jahre ALG 1. Und nun ist das so ein Behördenkram ... Für mich ist das zu meinen gesundheitlichen und anderen vielen Sorgen einfach nur alles ganz furchtbar und ich habe ständig Angst, dass ich etwas falsch mache ...

LG Erdmännchen
 

Anna B.

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#6
dann ist vermutlich bereits ein Gutachten per Aktenlage erfolgt...und man wird das Ergebnis mit dir durchsprechen wollen...

der SB darf nur Teil B des Gutachtens haben....in Teil B dürfen keine Diagnosen stehen...!!
lass dir gleich eine Kopie geben...

und dann auch gleich die postalische Anschrift des ÄD und fordere von dort dann eine Kopie es Teil A des Gutachtens an....das ist dann das komplette Gutachten...

ich habe über 40 Jahre durchgehend Vollzeit gearbeitet....und mußte nach Aussteuerung auch zur Afa....ich kam mir auch vor, wie jemand der bettelt..obwohl ich 40 Jahre Höchstbeiträge eingezahlt habe...
man hat mich aber auch so behandelt, als wenn ich etwas "Unrechtes" will...und dann ist mein Kampfgeist erwacht...

ich habe schriftlich mehrfach um eine Begutachtung gebeten...statt Mitteilung eines Termins, kam mehrfach schriftlich die Drohung: wenn ich keine Schweigepflichtentbindungen einreiche, dann würde man die Zahlung...ggf. einstellen..

was man dann auch tat und seit 2 Jahren läuft meine Klage gegen die Afa...

du mußt dich auf die Hinterbeine stellen und dir von denen keine Angst einjagen lassen..das wollen die nämlich...du sollst vor denen Angst haben..dann meinen sie, sie könnten mit dir tun und lassen, was denen beliebt...

aber mit dir machen die das nicht...fahre dort hin, sei selbstbewußt..und lass dir alles erzählen, was der zu erzählen hat..mache keine Zusagen, unterschreibe nichts..sondern lass dir alles zur Prüfung mit nach Hause geben..

sage auch ruhig, dass du deinen Rechtsbeistand bittest, da mal die rechtmäßigkeit zu bestätigen...

wenn die dann damit kommen: ja, wenn sie nicht unterschreiben, dass muß ich einen schriftlichen Verwaltungsakt erlassen und das ist alles viel schlimmer und komplizierter...

jaha...aber nur für den SB, nicht für dich...dann lass ihn den ruhig schreiben...

sei stark und fühle dich nicht als Opfer....die haben bislang von deinen Beiträge gelebt..wer bezahlt denen denn das Gehalt?....
 

erdmännchen

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#7
Hallo Anna,
vielen Dank für Deine aufmunternden Worte und ich wollte, ich könnte schon so denken wie Du, leider bin ich davon noch weit entfernt, aber ich werde mich bemühen nicht gleich wieder loszuheulen, wenn ich vor der SBin sitze.

Meine Angst ist halt die, dass die sagen könnten, ich kriege kein Geld, denn dann schau ich ganz alt aus ... Kann es denn stimmen, dass die Bearbeitung in der Leistungsabteilung abhängig ist vom Ergebnis des äD ??

Und soll ich denn meine AU-Bescheinigung zum Termin mitnehmen und abgeben oder lieber nicht? - wie mehrfach hier im Forum geraten, weil man dann als nicht vermittelbar gilt und der Leistungsantrag abgelehnt wird??

Und was soll ich sagen, wenn ich gefragt werde, was ich mir vorstellen könnte, noch zu arbeiten? - ich hab ja vorher nur mehr 16 Std./Wo gearbeitet. Oder soll ich sagen, dass ich es nicht weiß/kann und dass ich deshalb ja Rentenantrag gestellt habe - auch weil der MDK der KK in sein Gutachten geschrieben hat, dass ein Rehaantrag in einen Rentenantrag umzuwandeln wäre, weil aufgrund der Erkrankungen und des Alters (62) die erhebliche Minderung der Leistungsfähigkeit nicht wieder herzustellen sei?
Und wenn ich das sage: Krieg ich dann trotzdem ALG 1-Geld?

Natürlich werde ich nix unterschreiben und keine Zusagen machen - so wie Du geraten hast.

Warum läuft bei Dir eigentlich seit 2 Jahren eine Klage gegen die AfA? Kriegst Du trotzdem eine mtl. Leistung von denen?

LG Erdmännchen
 

Anna B.

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#8
du hast Anspruch auf ALG I.....im Rahmen deines Restleistungsvermögens, was durch den ÄD festgestellt werden muß...

wenn das ALG I abhängig wäre von einer ärztlichen begutachtung..dann müßten die ja bei jedem Antragsteller eine Begutachtung durchführen lassen..

also..völliger Quatsch...

du bist aufgrund der Erkrankung gehandicapt...und nun muß die Afa herausfinden, welche Tätigkeiten du noch machen darfst..z.B. nur noch leichte..oder mittelschwere, kein Streß, kein Publikumsverkehr usw. usw...

grundsätzlich hast du Anspruch auf ALg I nach
§ 136 SGB III Anspruch auf Arbeitslosengeld

bei Aussteuerung wird dann noch § 145 SGB III zugrunde gelegt:

§ 145 SGB III Minderung der Leistungsfähigkeit

lese dir die Rechtsgrundlagen genau durch....da steht nicht drin, dass man nur ALG I bekommt, wenn der ÄD begutachtet hat....lediglich muß dann bei angenommener Erwerbsminderung die Afa dich auffordern, einen REHa-Antrag oder Rentenantrag zu stellen.

ich würde mich an deiner Stelle auch mal heute noch per e-mail an das
Kundenreaktionsmanagement in Nürnberg wenden...

und denen ausführlich schildern, wie die mit dir umgehen und was sie dir gesagt haben zur Zahlung des ALg I...

Nuernberg.Kundenreaktionsmanagement@arbeitsagentur.de


im übrigen keine fortlaufende AU-Bescheinigung einreichen....

du kannst dem Termin höchstens fernbleiben, wenn du eine neue AU-Beschein9gung hast..z.B. Bronchitis...

nur...du veränderst dadurch nichts...du schiebst das Ganze nur hinaus...

versuch doch mal im Forum eine Begleitperson zu bekommen....


zu mir: ich habe mich geweigert, die Schweigepflichtentbindungen zu unterschreiben...weil ich dem ÄD dort einen Gesundheitsfragebogen und ärztl.Befundberichte sowie ein umfangreiches Gutachten zur Verfügung gestellt habe....aber man bestand auf Schweigepflichtentbindungen...obwohl sie freiwillig sind..und lt. Bundesdatenschützerin nicht zwingend gefordert werden dürfen...

man rief mich zu Hause an, obwohl sie keine Telefonnummer von mir hatten...man bedrohte mich laut am Telefon: wenn sie nicht unterschreiben, dann stelle ich noch heute die Zahlung ein...

die Leistung wurde dann eingestellt..und ich habe Klage erhoben....auf Fortzahlung der Leistung..schließlich hatte ich schon 9 Monate lang die Leistung bekommen...aber die waren nicht früher in der Lage sich um meine Bitte für einen Begutachtungstermin zu kümmern...

ich weiß natürlich auch, was die von mir wollten..ein bestimmtes Gutachten...aber das bekommen sie nicht..darauf haben sie keinen Anspruch.

als die Klage dann erhoben wurde, beginnt ja die Beweiserhebung und da brachte es der Mitarbeiter der Afa sogar fertig, Lügen über mich zu verbreiten...
er ginge davon aus das bei "eine psychische Erkrankung" vorliegen würde...

mein Anwalt hat das aufs Schärfste zurückgewiesen und den Richter gebeten, herauszufinden, wie der Mitarbeiter zu dieser Aussage kommt....entweder erfunden...oder rechtswidrigerweise in meine ärztl.Befundberichte gesehen, die eigentlich unter Verschluß beim ÄD liegen müßten...und aus den Befundberichten hätte er, wenn er denn medizinisch bewandert wäre, überhaupt keine psych. Erkrankung herauslesen können.....

aber scheinbar ist es in D heute üblich, dass gewissen Amtspersonen sich anmaßen Antragsteller zu psychiatrisieren....man kann ja mal was fallen lassen....es bleibt immer was hängen..

aber das wird alles in der Verhandlung geklärt werden, wenn es denn hoffentlich bald mal so weit ist...ich habe, wenn ich gewinne, Anspruch auf Nachzahlung von 12 Monaten, sowie entsprechende Verzinsung...außerdem Erstattung von den freiwillig gezahlten KK-Beiträgen...

sollte ich nicht gewinnen...stehen mir noch andere Rechtswege offen...
 

erdmännchen

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#9
Na, da hast Du ja auch ganz schönen Ärger an der Backe mit der AfA liebe Anna. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du gewinnst und diese anderen Rechtswege nicht brauchst :)

Dein Hinweis zur Abhängigkeit der Leistung von einer ärztl. Begutachtung ist eigentlich logisch, danke. Und Danke auch für den Hinweis auf das Kundenreaktionsmanagement. Ich wußte gar nicht, dass es so etwas gibt. Aber meinst Du nicht, ich sollte am Montag erst einmal anrufen und telef. nachfragen, ob mein Leistungsanspruch inzwischen berechnet wurde?? Mit der Auskunft -falls die negativ ist- könnte ich mich immer noch an das Management wenden; außerdem bin ich nicht scharf darauf, dass dann bei der AfA auch noch meine Mailadresse vorliegt!?! Ich finde es reicht, dass die meine Tel.Nr. haben.

Ich hab die §§ 136 + 145 jetzt gelesen: Die Aufforderung zum Reha- oder Rentenantrag entfällt ja bei mir, weil ich den Rentenantrag schon selbst gestellt habe. Ich will ja nur ALG 1 bis die EMR bewilligt ist.

Ich werde dann also meine AU-Bescheinigungen weiterhin zuhause sammeln (muss ich die AU für die KK jeweils dorthin schicken?) - und klopfenden Herzens den Vorladungs-Termin bei der AfA wahrnehmen; ich hoffe sehr, ich kriege das auf die Reihe und mache nix falsch.

LG Erdmännchen
 

Anna B.

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#10
Hallo,

nicht mit denen telefonieren...das ist nicht rechtssicher und nicht beweisbar...
die könnten dir sonst was erzählen...

schreibe eine Mail an Nürnberg..sollst mal sehen, wie lammfromm die SB bei dir vor Ort dann werden...oft hilft ein Segen von oben...:icon_mrgreen:


AU-Nachweise nicht einreichen...!!

noch eins: du mußt dich im Rahmen deines noch festzustellenden...oder festgestellten, Restleistungsvermögen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen...

da beißt keine Maus den Faden ab..das ist wichtig, um Geld zu bekommen...

aber mal ehrlich?...welcher Arbeitgeber stellt schon jemanden ein, der einen GDB von 60 hat und einen Rentenantrag am laufen?

da kannst du Bewerbungen schreiben, wenn die meinen, das es so sein muß...und falls es zum Vorstellungsgespräch kommen sollte, kannst du ja immer noch erzählen was los und dem evtl. AG reinen Wein einschenken..nämlich, dass du dich bewerben mußt, weil die Afa das so will..sollen die sich doch beim SB beschweren..

achja Telefon:

du muß lediglich postalisch erreichbar sein...

d.h. e-mail-Addi und Telefonnummer dürfen nicht gespeichert werden, wenn du es nicht erlaubst..

also auch gleich bei der mail mit einfügen, dass deine Telefonnummer zu löschen ist und deine e-mail - Addi nicht gespeichert werden darf. Postalisch wärest du selbstverständlich weiterhin erreichbar....
 

erdmännchen

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#11
Hallo Anna,

ich fasse also nochmal zusammen, was ich zu tun habe:

1. Ich frage nicht telefonisch bei der Leistungsabteilung nach, ob mein Anspruch nun berechnet werden kann, nachdem ich bereits eine Vorladung erhalten habe;

2. ich gehe zu dem Termin bei der SB´in und bejahe dort, dass ich mich im Rahmen meines Restleistungsvermögens dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stelle; - meine AU-Bescheinigungen sammle ich weiterhin zuhause.

3. wenn ein Gutachten nach Aktenlage des ÄD dort vorliegt, lasse ich mir eine Kopie des Teil B aushändigen; eine Kopie des Teil A fordere ich beim ÄD direkt an;

4. ich warte noch die kommenden zwei Tage die Post ab und wenn ich dann nix weiter von der AfA gekriegt habe, schicke ich eine Mail an das Kundenreaktionsmanagement und schildere dort das Gespräch mit der Dame von der Leistungsabteilung. Gleichzeitig füge ich an, dass ich einer Speicherung meiner Tel.Nr. und Mailadresse widerspreche, postalisch aber jederzeit erreichbar bin.

Alles korrekt so und von mir richtig verstanden?

Vielleicht hab ich bei dem Gespräch ja Glück und treffe auf eine SBin, die mal verständnisvoll ist und mich bis zur Antwort von der DRV dann in Ruhe lässt.
Wenn nicht, dann glaube ich ja auch nicht, dass auf mich "alte Kuh" mit 62 J., GdB 60 und laufendem Rentenantrag noch irgendjemand wartet und mich einstellen würde! Aber allein die Aussicht, wieder Bewerbungen schreiben zu müssen, macht mich auch nicht froher - das hab ich vielleicht vor 40 Jahren zum letzten Mal getan. Und ich habe auch Angst davor, dass man mich in eine der unsinnigen Maßnahmen stecken würde.

Übrigens habe ich gestern nachmittag beim Hunde-Gassigehen eine nette flüchtige Bekannte getroffen, von der ich weiß, dass sie beim hiesigen Jobcenter arbeitet und der hab ich von meinem Dilemma erzählt. Wirklich weiterhelfen konnte sie mir leider auch nicht, weil sie sagte, dass sie sich mit ALG 1 nicht auskennt; aber sie hat erzählt, dass es bei ALG II z.B. so sei, dass ein Gutachten des MDK der Krankenkasse mehr Geltung habe, als eine Stellungnahme/Begutachtung des ärztlichen Dienstes beim Jobcenter.

Wenn dies bei der AfA und ALG 1 auch so wäre, dann haben die doch sicher anhand meiner Schweigepflichtentbindungen ohnehin das Gutachten bei der KK angefordert und kennen die Ausführungen des dortigen Sozialmediziners, wonach ein Rehaantrag in einen Rentenantrag umzuwandeln wäre, weil meine über einen bereits langen Zeitraum geminderte Erwerbsfähigkeit nicht wieder herzustellen sei und auch im Hinblick auf mein Alter eine Tätigkeit unter den üblichen Bedingungen des Arbeitsmarktes nicht mehr möglich wäre.

Schon aus diesem Grund müsste ich doch eigentlich ALG 1 -Leistungen nach der Nahtlosigkeitsregelung erhalten, um mich darauf verlassen zu können, dass ich bis zur Entscheidung der DRV nicht mittellos dastehe und vor allem krankenversichert bin.

Ich mach mich noch total verrückt. Aber nun schmeiß ich mir mein kleines rundes "Betthupferl" rein, damit ich wenigstens ein bisschen schlafen kann und nicht wieder die ganze Nacht in der Wohnung herumwandere, um den folgenden Tag über dann bis mittags neben mir zu stehen.

Dir liebe Anna vielen Dank, dass Du mir immer wieder antwortest. Du hilfst mir damit wirklich sehr viel

LG Erdmännchen
 

Doppeloma

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#12
Hallo erdmännchen,

vielem was dir @Anna schon geschrieben hat kann ich mich nur voll anschließen, daher gibt es nur ein paar kleine Ergänzungen zu deinem letzten Beitrag ...

4. ich warte noch die kommenden zwei Tage die Post ab und wenn ich dann nix weiter von der AfA gekriegt habe, schicke ich eine Mail an das Kundenreaktionsmanagement und schildere dort das Gespräch mit der Dame von der Leistungsabteilung.
Ab welchem Datum genau bist du denn jetzt ausgesteuert, ist dein Krankengeld schon abgelaufen ???

Es bringt nichts wenn du dich beschwerst und noch gar keinen Anspruch auf ALGI hast, der beginnt erst ab dem ersten Kalendertag NACH der Aussteuerung ...

Falls das bereits im Juli war hat die AfA schon "Verspätung", denn für Juli war letzte Woche Zahltag ... ist es erst im August bekommst du das erste Geld sowieso erst am Monatsende ... die zahlen immer rückwirkend ...

Dann brauchst du vor der regulären Aussteuerung auch eigentlich keine AfA-Termine wahrzunehmen und darfst noch ganz "offiziell" krank sein ... bisher finde ich in den Beiträgen keine Infos dazu ...

Habe aber auch nicht alles ganz genau nachgelesen, nur sollte man sich auch nicht zu früh beschweren, wenn es dafür noch gar keinen Anlass gibt ... wann genau hast du den kompletten Antrag (mit AG- und KK-Bescheinigung) bei der AfA abgeliefert ...
Vorher sollte man sich besser gar nicht beschweren, wenn noch kein bescheid vorliegt, ohne diese Unterlagen kann das ALGI nicht berechnet werden.

Gleichzeitig füge ich an, dass ich einer Speicherung meiner Tel.Nr. und Mailadresse widerspreche, postalisch aber jederzeit erreichbar bin.
Das solltest du beim Termin schriftlich deiner SB überreichen und dir auf einer Kopie davon abstempeln lassen, dass sie es erhalten hat, in Nürnberg interessiert das Niemanden und deine Mail geben die aus so einer Beschwerde nicht weiter, dakannst du ganz beruhigt sein.

Ich habe mich mehrfach in Nürnberg beschwert (über AfA und JC), die haben mich trotzdem nie per Mail "belästigt", man ist auch nicht verpflichtet seine Mails überhaupt zu lesen und zu beantworten ... wozu gibt es die Post ???

Dass du postalisch erreichbar bist brauchst du nicht extra betonen, dazu bist du sowieso gesetzlich verpflichtet ...
Die Angabe von Telefon/Handy und Mail ist dagegen völlig freiwillig und darum kann man auch die Löschung verlangen, man wird ja nicht unbedingt dazu aufgeklärt, dass man diese Angaben gar nicht machen braucht.

Vielleicht hab ich bei dem Gespräch ja Glück und treffe auf eine SBin, die mal verständnisvoll ist und mich bis zur Antwort von der DRV dann in Ruhe lässt.
Vergiss es, es gibt keine "verständnisvollen" SB, wenn es so scheint, dann versucht man nur geschickt mehr aus dir herauszubekommen als du sonst freiwillig erzählen würdest ... da hat jeder SB seine ganz eigene Taktik im Gespräch.

Die haben auch ihre Vorgaben "von Oben" und "Verständnis für die Lage und das Befinden des Einzelnen" ist darin nicht vorgesehen ... :icon_neutral:

Wenn nicht, dann glaube ich ja auch nicht, dass auf mich "alte Kuh" mit 62 J., GdB 60 und laufendem Rentenantrag noch irgendjemand wartet und mich einstellen würde!
Lass dich doch erst mal ausführlich beraten, welche Möglichkeiten man so sieht dich (für den bisherigen Teilzeitrahmen) in versicherungspflichtige Arbeit zu bringen, welche AG in der Nähe bieten denn was an, was du mit deinem "Restleistungsvermögen" (das der ÄD ja festgestellt hat) noch tun könntest ...

Minijobs sind nicht versicherungspflichtig und von mangelnder Kenntnis Bewerbungen zu schreiben, solltest du lieber nicht sprechen, dann findet sich bestimmt ein Bewerbungstraining um dir da zu "helfen" ....

Fordere ein wofür die AfA-Berater bezahlt werden = Beratung, du bist kein "Bettler", für diese Leistung hast du jahrelang Beiträge gezahlt und dieser Berater "lebt" auch von deinen Beiträgen ... :icon_hihi:

Übrigens habe ich gestern nachmittag beim Hunde-Gassigehen eine nette flüchtige Bekannte getroffen, von der ich weiß, dass sie beim hiesigen Jobcenter arbeitet und der hab ich von meinem Dilemma erzählt.
NaJa, mit solchen Leuten solltest du dich besser nicht über deine aktuellen Probleme mit der AfA austauschen, mögen die auch privat "noch so nett sein" ... man weiß nie wo so was mal landet ... auch wenn sie sich (angeblich) nicht auskennt ...

Wirklich weiterhelfen konnte sie mir leider auch nicht, weil sie sagte, dass sie sich mit ALG 1 nicht auskennt; aber sie hat erzählt, dass es bei ALG II z.B. so sei, dass ein Gutachten des MDK der Krankenkasse mehr Geltung habe, als eine Stellungnahme/Begutachtung des ärztlichen Dienstes beim Jobcenter.
Vergiss es einfach, dann würden die JC ja nicht laufende Meter eigene "Gutachten" machen lassen, der MDK stellt im Übrigen keine "Restleistungsfähigkeit" bei Ausgesteuerten fest ... dafür ist nun mal der Amtsarzt der AfA zuständig ...

Wenn dies bei der AfA und ALG 1 auch so wäre, dann haben die doch sicher anhand meiner Schweigepflichtentbindungen ohnehin das Gutachten bei der KK angefordert und kennen die Ausführungen des dortigen Sozialmediziners, wonach ein Rehaantrag in einen Rentenantrag umzuwandeln wäre, weil meine über einen bereits langen Zeitraum geminderte Erwerbsfähigkeit nicht wieder herzustellen sei und auch im Hinblick auf mein Alter eine Tätigkeit unter den üblichen Bedingungen des Arbeitsmarktes nicht mehr möglich wäre.
Auch wenn du jetzt enttäuscht sein wirst, steht das in fast jedem MDK-Gutachten genau so drin (fast wörtlich), besonders wenn sie damit zum Antrag auf med. Reha auffordern wollen, bei der DRV natürlich, damit die KK mal "Zahlpause" hat ... und bei einer "Umdeutung von Reha in EM-Rente" erwirbt die KK einen Erstattungsanspruch an die DRV ...

Leider klappt das nur zu selten, dass dieser "Wunsch" der KK auch in Erfüllung geht, von meinem Krankengeld bekamen sie NIX mehr zurück, als mir 3 Jahre später am Gericht die EM-Rente endlich bewilligt wurde ... denn die DRV interessieren weder MDK noch AfA-Gutachten ... die machen ihre eigenen und dann sind wir plötzlich alle wieder gesund ... :icon_neutral:

Schon aus diesem Grund müsste ich doch eigentlich ALG 1 -Leistungen nach der Nahtlosigkeitsregelung erhalten, um mich darauf verlassen zu können, dass ich bis zur Entscheidung der DRV nicht mittellos dastehe und vor allem krankenversichert bin.
Das bekommst du ja auch, hat aber mit dem MDK-Gutachten nicht das geringste zu tun, wenn du fleißig Schweigepflichtentbindungen unterschrieben hattest konnten die sich ja aussuchen ob und wo sie was anfordern ... du solltest diese Schweigepflichtentbindungen jetzt ab sofort (schriftlich beim ÄD der AfA) widerrufen, sonst holen die sich noch 3 Jahre lang alles was sie gebrauchen können ...

Besonders gerne dann DRV-Gutachten falls dein Renten-Antrag abgelehnt werden sollte ... :-(((

Da schließen die sich dann gerne der DRV an und stellen fest, dass man dich gut vermitteln kann weil die Rente ja abgelehnt wurde ... mehr interessiert die dann gar nicht ...

hast du dich noch nie gefragt, ob es richtig sein kann die aktuelle Gesundheit kranker Menschen überwiegend nur noch nach "Papier" (Aktenlage) zu beurteilen ... und diese "Aktenlage" sucht sich auch der betreffende Amtsarzt noch nach den Interessen seiner AG selber aus ... genug Schweigepflichtentbindungen gab es ja von dir ...

Ich mach mich noch total verrückt.
Brauchst du trotzdem nicht, höre dir an was man dir erzählt, schließlich wurdest du eingeladen und wenn es nichts mehr zu besprechen gibt dann kannst du gehen, deiner Meldepflicht bist du bereits nachgekommen, wenn du den raum betreten hast und eine "Redepflicht" gibt es noch nicht ... auch nicht bei der AfA ...

Ist mir gerade aufgefallen, dass du oben von GdB 60 schreibst und, dass du bereits 62 Jahre alt bist ... da frage ich mich doch warum du keine Rente wegen Schwerbehinderung in Anspruch nimmst oder hast du dafür nicht genug Beitragsjahre bei der DRV ???

Dein ALGI für 4 Stunden kann ja so üppig auch nicht sein, dass es sich lohnt deswegen 2 Jahre bei der AfA zu bleiben und mit der EM-Rente hast du dann 10 % Abzug von der Rente, lebenslang hat dich da noch keiner zu beraten /aufgeklärt ???

Schau mal in deine Renteninformationen rein, die du regelmäßig von der DRV erhalten haben solltest, da steht auch drin ab wann du in Rente für Schwerbehinderte gehen könntest ... du schreibst, dass du noch nie arbeitslos gewesen bist also sollten doch die 35 Jahre "Wartezeit" dafür längst erfüllt sein und mehr al 10 % dürfen da auch nicht abgezogen werden bei vorzeitiger Inanspruchnahme.

Normal müsste auch die DRV dich darauf aufmerksam machen, da brauchst du doch auf eine Bewilligung von EM-Rente gar nicht mehr zu warten ... ???

MfG Doppeloma
 

erdmännchen

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#13
Liebe Doppeloma,

erst einmal vielen Dank für Deine langen "nächtlichen" Ausführungen ...

Also:
Ich bin zum 21.07. ausgesteuert und habe mich am 14.07. mit Wirkung zum 22.07. persönlich bei der AfA arbeitslos gemeldet.

Den Leistungsantrag + Gesundheitsfragebogen habe ich dort ausgehändigt erhalten, hab den Gesundheitsfragebogen am selben Nachmittag ausgefüllt und am 15.07. persönl. beim ÄD wieder abgegeben. Dort hat man mir eben auf meine Nachfrage gesagt, dass ein Zusammenhang mit der Berechnung der Leistung nicht bestünde.

Für den 23.07. hab ich dann einen pers. Termin bei der Leistungsabteilung bekommen, wo mir die dortige Dame erklärte, wer mir den "so nen Quatsch" erzählt hätte, natürlich müsse man das Ergebnis des ÄD abwarten, aber sie behalte meinen Leistungsantrag samt Unterlagen bei sich auf WV, damit ich nicht deswegen extra nochmal kommen müsste. Beim ÄD könnte ich ja mal telefonisch nachfragen, wie lange eine Stellungnahme dauern würde, ansonsten müsste ich halt einstweilen Hartz IV beantragen.

Am letzten WoEnde kam nun die Vorladung zum Gespräch über meine künftige berufliche Situation.

Es stimmt, ich werde nächsten Monat 62 J. und hab nen GdB von 60.
Den EMR-Antrag musste ich stellen, weil ja die Rehaaufforderung der KK vorangegangen war. Man sagte mir auch beim VDK, über den ich den Rentenantrag gestellt habe, dass wegen der Aufforderung der KK nur die EMR möglich sei und nach dem neuen Rentenpaket durch die Hochrechnung auf 62 Jahre dies auch ein paar € mehr ausmachen würde.

Natürlich hätte ich die 45 Beitragsjahre und Anspruch auf die SchwB-Rente, aber halt mit Abzügen.

Niemand hat mir bisher gesagt, dass man bei der EMR lebenslang 10 % Abzüge hat!!! Das hat mich ganz schön geschockt.

Im Mai d.J. war ich hier bei der Rentenberatung und habe ein Vergleichsberechnung machen lassen - und auch dort sagte man mir, dass ich mit der EMR "besser fahren" würde, weils ein paar € mehr sind.

Die SchwB-Rente würde p. 20.05. 537,10 € betragen haben unter Berücksichtigung eines Abschlags von 6,3 % aus 21 Kalendermonaten für vorzeitige Inanspruchnahme; die Rente wegen voller EM hätte (v.d. 01.07.) 556,02 betragen, jeweils noch abzügl. KV + PV.

Was würdest Du nun an meiner Stelle tun ???

LG Erdmännchen
 

saurbier

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#14
Hallo erdmänchen,

was soll man da raten.

Wenn du jetzt seitens der AfA wegen deines Alters und deiner Gesundheit nicht mehr in eine Vollzeitstelle zu vermitteln bist, dann können die auch auf die Idee kommen und dir sagen das du eben eine EMR beantragen sollst.

Bei diesem Antrag nun entscheidet dann die DRV ob man dir eine volle EMR (eben aus gesundheitlichen Gründen) zubilligt.

Es könnte genauso seitens der DRV aber auch eine volle EMR Arbeitsmarktrente zugebilligt werden, wenn die AfA der DRV mitteilt, dass man für die unter Berücksichtigung deiner gesundheitlichen Einschränkungen und des aktuellen Alters eben keinen sozialversicherungspflichtigen Teilzeitarbeitsplatz mehr findet bzw. keine vorhanden ist (so wie bei mir).

Dann bekämst du eben die volle EMR, aber mit dem Zusatz Arbeitsmarktrente.

Im Endeffekt beginnt bei allen Spielen der Rentenzeitpunkt aber ab dem Antrag und demzufolge eben immer mit Abschlägen.

In deinem Fall eben wegen dem neuen Rentenrecht halt mit dem Vorteil das jetzt nicht mehr bis 60 Jahre (fiktiv) hochgerechnet wird, sondern eben bis 62 Jahre, was bei einem immer durchschnittlichen Einkommen entsprechend der Berechnungsbasis der DRV dann ggf. 56,-€/mtl. (komplizierte Berechnung) mehr ausmachen könnte.

Verlust machst du auf jedenfall, weil du ja nicht bis zum regulären Renteneintritt arbeitest.

Es liegt also an dir.

ich persönlich würde mich der Arbeitsvermittlung weiter zur Verfügung stellen um so lange wie möglich ALG-I zu erhalten, sofern die AfA da überhaupt mitspielt.

Spätestens mit 63 Jahren und eben 45 Berufsjahren könntest du dann in die vorzeitige Altersrente ohne Abschläge (ist ja neues Gesetz) gehen.

Du solltest es dir also überlegen ob mit Abschlägen(10,8%) oder eben ohne, es bleibst dir überlassen.

Wenn deine Rente wirklich nur knapp 556,-€ abzüglich der Sozialbeiträge ausmacht, dann dürftest du eh noch zusätzliche Unterstützung vom Amt bedürfen und wohl auch auf Antrag erhalten.

Hier wäre wohl jeder Tag länger Arbeiten (eben für eine etwas bessere Rente) ggf. übers ALG-I sicherlich kein falscher Weg. Allerdings würde ich an deiner Stelle vor einem ALG-II Bezug auf jedenfall den Weg in die Rente gehen.

Es kommt eben darauf an, wie bei dir jetzt die AfA SB mitspielt. Mit etwas Glück verlangt man dann dort keinen Rentenantrag von dir und lässt dich so mitlaufen.

Solltest du allerdings an einen schlechten SB geraten sein, dann könnte es ohne weiteres passieren das man von dir binnen 4 Wochen einen Rentenantrag verlangt.


Gruss saurbier
 

erdmännchen

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#15
Liebe/r ? Saurbier - und danke für Deine Antwort

ich glaube, Du hast da was falsch verstanden:

Ich habe auf Aufforderung der KK bereits am 01.07.14 einen Antrag auf EMR über den VDK gestellt!

Seit 21.07. bin ich aus dem KG ausgesteuert;
am 14.07. habe ich mich bei der AfA persönl. zum 22.07. arbeitslos gemeldet;
am 15.07. habe ich den Gesundheitsfragebogen beim ÄD persönl. abgegeben;
am 23.07. habe im im persönl. Termin den Leistungsantrag abgegeben.

Für 13.08. hab ich eine Vorladung zum Gespräch "über meine berufliche Situation erhalten und hab extrem Angst davor!!

Bin ich nun eigentlich krankenversichert i.S. der Nahtlosigkeit nach § 145 ???
Erhalte ich wirklich Leistungen oder hängt das vom Ergebnis des ÄD ab ???

Der Rentenantrag läuft ja schon seit 01.07.
Natürlich sage ich der SB bei der AfA am 13.08., dass ich mich "mit meinem Restleistungsvermögen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stelle".

Du schreibst, dass Du die volle EM(-Arbeitsmarkt-)Rente bekommen hast. Darf ich Dich fragen, wie alt Du bist?
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der vollen EM- und Arbeitsmarkt- Rente?

Vielen Dank für Deine Antwort im voraus
Erdmännchen
 

Doppeloma

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#16
Hallo erdmännchen,

Ich bin zum 21.07. ausgesteuert und habe mich am 14.07. mit Wirkung zum 22.07. persönlich bei der AfA arbeitslos gemeldet.
Du bist nicht "arbeitslos" sondern ausgesteuert und die SB vom Med. Dienst sieht das völlig richtig, dass dieses "GA" mit deinem grundsätzlichen Anspruch nach § 145 SGB III nichts zu tun hat.

Für den 23.07. hab ich dann einen pers. Termin bei der Leistungsabteilung bekommen, wo mir die dortige Dame erklärte, wer mir den "so nen Quatsch" erzählt hätte, natürlich müsse man das Ergebnis des ÄD abwarten, aber sie behalte meinen Leistungsantrag samt Unterlagen bei sich auf WV, damit ich nicht deswegen extra nochmal kommen müsste.
Diese "Dame" hat dir Quatsch erzählt und den Antrag anzunehmen ist ihre verdammte Pflicht, erst Recht wenn der bereits komplett ist mit allen notwendigen Bescheinigungen ... hast du denn inzwischen den leistungsbescheid bekommen und das fällige Geld für die Juli-Tage ...

Wenn nicht solltest du dich umgehend darüber per Mail in Nürnberg beschweren, der Verweis auf Hartz 4 ist eine Frechheit, sie kennt doch deine persönlichen Verhältnisse gar nicht, dort bekommt man zunächst kein Geld, wenn noch Anspruch auf ALGI besteht, zumindest das sollte ihr bekannt sein ... :icon_neutral:

Beim ÄD könnte ich ja mal telefonisch nachfragen, wie lange eine Stellungnahme dauern würde, ansonsten müsste ich halt einstweilen Hartz IV beantragen.
Warum tut sie das nicht (beim ÄD nachfragen) sie arbeitet doch bei der AfA ???

Nein, du musst kein Hartz 4 beantragen, die AfA hat dein ALGI auch ohne GA vom ÄD pünktlich zu zahlen, darauf hast du einen Rechtsanspruch ...
Wenn sie meint, dass du statt dessen zum JC sollst, hätte sie dir gleich mal die Bescheinigung ausstellen sollen, warum du (trotz Anspruch) von der AfA dein zustehendes Geld nicht bekommst ... das wollen die beim JC nämlich dann schriftlich sehen.

Am letzten WoEnde kam nun die Vorladung zum Gespräch über meine künftige berufliche Situation.
Wann soll dieses Gespräch denn nun stattfinden ???

Es stimmt, ich werde nächsten Monat 62 J. und hab nen GdB von 60.
Den EMR-Antrag musste ich stellen, weil ja die Rehaaufforderung der KK vorangegangen war.
Blödsinn, die KK kann nur die Antragstellung auf Reha verlangen und danach ist deren Zug abgefahren, zur Antragstellung auf EM-Rente dürfen die dich gar nicht auffordern.

jetzt brauchst du das zwar für die "Wirkung" der Nahtlosigkeit bei der AfA aber die haben dich ja offenbar nicht (per schriftlichem Bescheid) dazu aufgefordert ... jetzt hat dir die KK gar nichts mehr vorzuschreiben ...

Wann genau hast du denn jetzt den EM-Renten-Antrag gestellt, die "Vorteile" der neuen Rentenberechnung (bei EM-Rente) gelten frühestens ab Bewilligungen vom 01.07.2014 an und was soll man dir denn noch "mehr" hochrechnen, wenn du bereits (fast) 62 Jahre alt bist ...

Das macht doch nur Sinn für Leute die noch deutlich jünger sind bei der Antragstellung auf EM-Rente ...

Man sagte mir auch beim VDK, über den ich den Rentenantrag gestellt habe, dass wegen der Aufforderung der KK nur die EMR möglich sei und nach dem neuen Rentenpaket durch die Hochrechnung auf 62 Jahre dies auch ein paar € mehr ausmachen würde.
Das ist doch Unsinn, du bist nicht verpflichtet eine EM-Rente zu beantragen, wenn du eine andere Renten-Art bereits in Anspruch nehmen könntest ... das "neue Rentenpaket" bringt keinem mehr Vorteile dabei, der schon fast 62 Jahre alt ist ... Hilfe, was erzählen die dir denn alle für einen Schwachsinn ...

Natürlich hätte ich die 45 Beitragsjahre und Anspruch auf die SchwB-Rente, aber halt mit Abzügen.
Mit 35 Jahren hast du bereits Anspruch auf die Schwebi-Rente und mit 63 kannst du die sogar OHNE Abzug in Anspruch nehmen ... aktuell würde man dir noch die Monate bis 63. Geburtstag (pro Monat 0,3% Abzug) abziehen, die ganze "Rechnung" vom VDK stimmt doch vorne und hinten nicht ...

bei 12 Monaten wären das ganze 3,6 % ...

Niemand hat mir bisher gesagt, dass man bei der EMR lebenslang 10 % Abzüge hat!!! Das hat mich ganz schön geschockt.
Das bleibt dann auch so bis zum Ende deines Lebens, besonders gut scheint ja die "Beratung" da überall nicht gewesen zu sein , bei der DRV nicht und beim VDK auch nicht ... ich dachte eigentlich, dass die wenigstens von Renten ein wenig Ahnung haben ...

Im Mai d.J. war ich hier bei der Rentenberatung und habe ein Vergleichsberechnung machen lassen - und auch dort sagte man mir, dass ich mit der EMR "besser fahren" würde, weils ein paar € mehr sind.
Ich kenne deine genauen Zahlen nicht, aber in deinem Alter "fährt" man mit der EM-Rente (und lebenslang 10,8 % Abzug) ganz sicher finanziell nicht "besser" als mit einer Rente wo man nur weniger als 4 % Abzug lebenslang in Kauf nehmen muss , falls du den Antrag auf die Schwebi-Rente erst zur Wirkung an deinem 63. Geburtstag beantragst, hast du davon (außer KV und Pflege) überhaupt keine Extra-Abzüge mehr ...

Ich glaube auch nicht, dass du von der DRV noch eine EM-Rente bewilligt bekommst, wenn du bald eine Rente ohne Abzüge bekommen könntest ... ich weiß nicht was die da gerechnet haben ...

Die SchwB-Rente würde p. 20.05. 537,10 € betragen haben unter Berücksichtigung eines Abschlags von 6,3 % aus 21 Kalendermonaten für vorzeitige Inanspruchnahme; die Rente wegen voller EM hätte (v.d. 01.07.) 556,02 betragen, jeweils noch abzügl. KV + PV.
Wie kommen die denn bitte auf die 21 Monate und die 6,3 %, bis du 63 wirst (und die Schwebi-Rente völlig OHNE Abzüge bekommen kannst) sind es doch gar keine 21 Monate mehr ...

Die EM-Rente wird auch nach dem 01.07. nicht mehr höher für dich und die Monate bis du 63 wirst zählen erst ab dem Monat wo du die Schwebi-Rente vorzeitig beantragst, für je einen Monat VOR dem 63. Geburtstag ... ansonsten gehen da nur noch die Versicherungen ab.

Was würdest Du nun an meiner Stelle tun ???
Was du tun solltest ???

Wann wirst du denn 63 Jahre alt ??? (nach der neuen Regelung könntest du da auch mit 45 Beitragsjahren in die vorgezogene (normale) Altersrente OHNE Abzüge ... ???

Lass den EM-Antrag laufen, weil du den für die Zahlungen bei der AfA noch brauchst ...

Ca. 6 Monate vor deinem 63. Geburtstag solltest du (parallel dazu !!!) die vorzeitige Altersrente beantragen, mit Beginn im Monat nach deinem Geburtstag und fertig, bis dahin muss die AfA dann schon noch zahlen und dann machst du den Sack zu ...

Wenn du keine weiteren Einkünfte hast neben deiner Rente später, dann wird es im Zweifel nicht reichen davon zu leben, egal ob man dir was abzieht wegen EM-Rente oder Schwebi-Rente oder auch nichts, weil du das noch bis zum 63. hinziehen kannst ...

Außerdem sind auch die Abzüge (vom Betrag her) höher für die Versicherungen, je höher die Rente dann letztlich sein wird ... denn dafür zählt ja immer die Brutto-Rente als Ausgangsbasis.

Was du nun tun wirst weiß ich nicht, ich wüsste was ich an deiner Stelle machen würde ... auf keinen Fall mehr aktiv versuchen die gekürzte EM-Rente zu erreichen, bevor ich mit 63 eine ohne Abzüge bekommen könnte ...

Du hattest bisher sehr schlechte und uninformierte "Berater" ...:icon_neutral:

Aktuell solltest du erst mal die AfA-Beschwerde auf den Weg bringen, damit du endlich das Geld bekommst, was dir aktuell zusteht ...

MfG Doppeloma
 

saurbier

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#17
Hallo erdmänchen,

oh nein, ich hab deine Ausführungen sehr wohl verstanden, auch deine Probleme.

Doppeloma hat hier ja wieder einaml sehr passend informiert.

Ich bin ü55.

Eine volle EMR Arbeitsmarktrente auf Zeit erhalten Personen, welche bereits Teil-EMR sind und für die es keine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nach aktueller Auskunft der AfA aktuell gibt.

Das ganze Spiel wird dann immer wieder kurz vor auslaufen der Rente aufs neue geprüft und ggf. gibt es dann eine neuerliche Verlängerung (in der egel 3 Jahre). Eine Arbeitsmarktrente kann immer wieder verlängert werden, bis zum erreichen der Regelaltersrente, bzw. zur Möglichkeit einer vorgezogenen Schwerbehinderten Rente (63 Jahre).

Ich persönlich würde an deiner Stelle versuchen, sofern eben machbar in den Genuss der ab dem 01.07.2014 eingeführten neuen Rente (mit 63 Jahren nach 45 Berufsjahren) zu kommen.

Da deine Rente eh zu gering ist, musst du eh noch aufstocken.


Gruss saurbier
 

erdmännchen

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#18
Hallo Saurbier + Doppeloma,

erst mal möchte ich mich bei euch nochmals für euere Bemühungen bedanken!

Ich habe heute erneut beim VDK angerufen und dort wurde mir Folgendes erklärt:

1.
sei ich noch krankenversichert über die KK, weil auch nach Aussteuerung eine Nachversicherung von 4 Wo bestünde - und die endete dann am 21.08.;

2.
hätte ich keine Wahl bezüglich des EMR-Antrags gehabt, weil dem eine Reha-Aufforderung mit 10 Wo-Frist der KK vorausgegangen sei und von daher gesetzlich nur die EMR möglich wäre;

3.
wenn ich bis Ende/Anfang nächster Woche noch immer nichts von der Leistungsabteilung AfA gehört/gekriegt habe, soll ich bei dem Termin bei der AfA nächste Wo am 13.08. die für mich zuständige SB bitten, kurz bei der Leistungsabteilung anzurufen, um nach meinem Bescheid und der Zahlung zu fragen. Nach dem Termin soll ich erneut beim VDK anrufen, um zu berichten, wie es gelaufen ist und falls es nötig wäre, würde man sich für mich bei der AfA einschalten.

Was ich noch sagen wollte:
Den Antrag für die EMR habe ich extra (mit Genehmigung der KK durch Verlängerung der 10-Wo-Frist) erst am 01.07. gestellt, weil ja vorher diese Rente nur bis zum 60. LJ berechnet wurde und die Berechnung bis zum 62. erst ab Antragstellung 01.07. vorgenommen wird.

Die neue Rente ab 63 kriege ich leider noch nicht - ich habe zwar die 45 Jahre aber werde im Sept. erst 62 und müsste bis zur Rente mit 63 noch 1 Jahr warten.

Tatsache ist, dass bei mir sowohl die Alters- als Schwebi-Rente wirklich nicht hoch ausfallen, weil ich erst wegen der Kinder, dann aus eigenen gesundheitlichen Gründen und dazu schlimmen familiären Schiksalsschlägen immer nur halbtags arbeiten konnte - und in den letzten Jahren eben nur mehr 16 Std/Wo.; andererseits hoffe ich, dass ich dann trotzdem keine Aufstockung brauche, ich hab ja noch meine (zwar auch kleine) Witwenrente.

Und nun stecke ich in dem für mich schlimmen Theater mit der AfA und muss halt versuchen, auch da irgendwie durchzukommen.

Was ich euch nochmal fragen wollte:
Soll ich beide AU-Bescheinigungen - auch die für die KK - zuhause sammeln?

Ansonsten werde ich es machen, wie Doppeloma es gesagt hat: Ich werde wegen der AfA den EMR-Antrag laufen lassen, aber aktiv nichts mehr dafür tun. Ich hoffe nur, dass die AfA mich dann erst mal ein wenig in Ruhe lässt, denn die wissen sicher auch, dass man schwer vermittelbar ist mit einem nur Restleistungsvermögen, einem laufenden Rentenantrag, einem Alter von 62 und GdB von 60, oder ???

Ich werde berichten, wie das Gespräch mit meiner SB bei der AfA in der nächsten Woche dann gelaufen ist.

LG Erdmännchen
 

Doppeloma

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#19
Hallo erdmännchen,

Ich habe heute erneut beim VDK angerufen und dort wurde mir Folgendes erklärt:
1.
sei ich noch krankenversichert über die KK, weil auch nach Aussteuerung eine Nachversicherung von 4 Wo bestünde - und die endete dann am 21.08.;
Es zahlt aber keiner mehr Beiträge dafür und sobald du den Leistungsbescheid der AfA (zum ALGI) vorliegen hast, bekommt die KK auch ab dem ersten Tag nach der Aussteuerung deine Versicherungsbeiträge von der AfA ...

Bitte höre damit auf dir solche unsinnigen telefonischen Auskünfte zu holen, man fordert überall ALLES nur schriftlich ein, auch was der VDK erzählt entspricht nicht immer der geltenden Rechtslage ... von KK (SGB V) und AfA (SGB III) haben die selten viel Ahnung.

Diese "Nachversicherung" bedeutet nur, dass du noch zum Arzt gehen kannst und deine Rezepte bekommst, auch wenn es etwas dauert bis ein nachfolgender Leistungsträger (wie aktuell die AfA) "aus dem Quark kommt" ...

2.
hätte ich keine Wahl bezüglich des EMR-Antrags gehabt, weil dem eine Reha-Aufforderung mit 10 Wo-Frist der KK vorausgegangen sei und von daher gesetzlich nur die EMR möglich wäre;
Ich könnte echt gerade die Krise bekommen wenn ich solchen Unfug lese, das wäre nur gültig wenn die DRV diese Reha in eine EM-Rente "umgedeutet" hätte (weil die Reha dich nicht mehr Erwerbsfähig machen konnte) ... bisher erkenne ich aus deinen Beiträgen nicht, dass eine solche Aufforderung (in diesem Falle durch die DRV) tatsächlich erfolgt ist ...

Der Aufforderung eine Reha zu beantragen bist du ja offenbar gefolgt, hat man dir dort bereits die volle Erwerbsminderung bescheinigt ???
Offenbar ja nicht, sonst hätte die DRV dir das sicher schon mitgeteilt ... kennst du den Reha-Bericht, steht da drin, dass du am "allgemeinen Arbeitsmarkt" nur noch weniger als 3 Stunden arbeiten kannst ???

Dann hätte die KK (theoretisch) noch das Recht dich "zu zwingen" diese EM-Rente anzunehmen, aber wahrscheinlich kaum, wenn es dir dauerhaft nur finanzielle Nachteile bringen würde in der aktuellen Konstellation.

Da würde ich es jedenfalls drauf ankommen lassen, den Antrag auf EM-Rente brauchst du aktuell nur noch für die AfA, weil du sonst keinen Anspruch auf die Anwendung der Nahtlosigkeit nach § 145 SGB III hast.

3.
wenn ich bis Ende/Anfang nächster Woche noch immer nichts von der Leistungsabteilung AfA gehört/gekriegt habe, soll ich bei dem Termin bei der AfA nächste Wo am 13.08. die für mich zuständige SB bitten, kurz bei der Leistungsabteilung anzurufen, um nach meinem Bescheid und der Zahlung zu fragen. Nach dem Termin soll ich erneut beim VDK anrufen, um zu berichten, wie es gelaufen ist und falls es nötig wäre, würde man sich für mich bei der AfA einschalten.
Du brauchst nicht um dein zustehendes Geld "zu bitten", aber wenn es dir egal ist ... dann warte weiter anstatt eine Mail nach Nürnberg zu schicken und dein Recht einzufordern ...:icon_neutral:

Den Antrag für die EMR habe ich extra (mit Genehmigung der KK durch Verlängerung der 10-Wo-Frist) erst am 01.07. gestellt, weil ja vorher diese Rente nur bis zum 60. LJ berechnet wurde und die Berechnung bis zum 62. erst ab Antragstellung 01.07. vorgenommen wird.
Die 10-Wochen-Frist gilt für einen Reha-Antrag, die KK darf dich gar nicht auffordern eine EM-Rente zu beantragen ... das hast du offenbar noch immer nicht verstanden ...

Du hast auch leider nicht verstanden, dass dir diese Antragstellung ab dem 01.07. gar nichts nützt, deine Rente wird nicht höher berechnet ... das gilt nur für Antragsteller, die noch lange nicht 62 Jahre alt werden ... also z.B. wenn Jemand mit 30 Jahren so krank ist, dass er EM-Rente bekommen muss ... dann wird zukünftig die EM-Rente berechnet, als hätte er bis zum 62. Lebensjahr weiter arbeiten können (bisher wurde das eben nur bis zum 60. Lebensjahr "hochgerechnet").

Wer bis dahin sowieso schon gearbeitet hat, bei dem ergibt sich da keine "Zurechnungszeit" mehr ... es ändert sich "NUR" diese Zurechnungszeit, mehr nicht ...
Bei dir wird das bisher erzielte Erwerbseinkommen genommen und das war es dann auch ... wo soll da noch was mehr herkommen ... wenn du schon fast 62 Jahre alt bist inzwischen ... :mad:

Die neue Rente ab 63 kriege ich leider noch nicht - ich habe zwar die 45 Jahre aber werde im Sept. erst 62 und müsste bis zur Rente mit 63 noch 1 Jahr warten.
Die Schwebi-Rente könntest du aber (im Prinzip) ab sofort in Anspruch nehmen, da machen die paar % den "Kohl doch auch nicht mehr fett" oder welchen Zuwachs an Rente erwartest du noch aus deinem ALGI ... da wäre ja deine Schwebi-Rente (trotz Abzug) noch höher ... worauf wartest du eigentlich noch ??? :confused:

Tatsache ist, dass bei mir sowohl die Alters- als Schwebi-Rente wirklich nicht hoch ausfallen, weil ich erst wegen der Kinder, dann aus eigenen gesundheitlichen Gründen und dazu schlimmen familiären Schiksalsschlägen immer nur halbtags arbeiten konnte - und in den letzten Jahren eben nur mehr 16 Std/Wo.;
Daran kannst du jetzt aber auch nichts mehr ändern, wenn du noch wartest und die Schwebi-Rente wegen ein paar wenigen Euro nicht beantragen willst, das wird nicht mehr wenn du noch wartest ...

andererseits hoffe ich, dass ich dann trotzdem keine Aufstockung brauche, ich hab ja noch meine (zwar auch kleine) Witwenrente.
Es kommt darauf an wie hoch z.B. deine Miete ist, du könntest dazu Wohngeld beantragen, wie machst du das denn jetzt mit dem geringen KK und /oder ALGI, da wäre doch jede Rente trotzdem aktuell schon höher ???

Und nun stecke ich in dem für mich schlimmen Theater mit der AfA und muss halt versuchen, auch da irgendwie durchzukommen.
NÖÖÖ, musst du nicht, du brauchst nur sofort den Antrag auf die richtige Rente zu stellen, dann kannst du schon ab ca. September deine Ruhe haben, es wird auch nicht wesentlich mehr, wenn du das AfA-Theater noch durchziehst ...
Für weniger Geld als du aus der vorgezogenen Schwebi-Rente bekommen könntest, wenn du die (z.B.) mit Beginn September beantragen würdest ...

Du kannst aktuell ALGI wegen der Aussteuerung beziehen, du musst es aber nicht, wenn es eine bessere Lösung für dich geben kann ...also ich würde lieber rund 500 Euro monatlich auf dem Konto haben (aus der Schwebi-Rente) als rund 300 Euro ALGI ... :icon_kratz:

Soll ich beide AU-Bescheinigungen - auch die für die KK - zuhause sammeln?
In deinem Falle dürfte das egal sein, da du mit Sicherheit wohl nie wieder Krankengeld beziehen wirst, Altersrentner (Rentner überhaupt) haben keinen Anspruch mehr auf Krankengeld ...

Ansonsten werde ich es machen, wie Doppeloma es gesagt hat: Ich werde wegen der AfA den EMR-Antrag laufen lassen, aber aktiv nichts mehr dafür tun. Ich hoffe nur, dass die AfA mich dann erst mal ein wenig in Ruhe lässt, denn die wissen sicher auch, dass man schwer vermittelbar ist mit einem nur Restleistungsvermögen, einem laufenden Rentenantrag, einem Alter von 62 und GdB von 60, oder ???
Was die wissen und was die tun werden sind oft zwei verschiedene Dinge, schließlich tönen die Politiker überall rum wie "begehrt die ältere Generation doch bei den AG ist", warum sollten die dich in Ruhe lassen, die wollen dir kein Geld mehr zahlen müssen, da ist denen egal wie sie dieses Ziel erreichen ...

Denn auch der AfA ist durchaus bekannt, dass die meisten Anträge auf EM-Rente am Ende abgelehnt werden ...

Du kannst einen anderen Weg gehen, viele Andere können das nicht ... meine Entscheidung wäre längst gefallen und der Antrag auf Schwebi-Rente (mit 3,6 % Abzug ab 01.09.2014) gestellt.

MfG Doppeloma
 

saurbier

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#20
Hallo liebes erdmächen,

nach dem letzten Absatz, den Doppeloma in bester Form ausgeführt hat, komme ich auch zu dem Entschluss, dass ein Antrag auf SchwerB-Rente das beste wäre.

Nimm die SchwerB-Rente plus dann deine kleine Witwen-Rente und schaue was dabei raus kommt.

Sollte dies unter dem Satz der Grusi sein, dann könntest du versuchen ein paar € Wohngeld zu erhalten. Da kann man über den Daumen auch übers Internet vorab ausrechnen, wie hoch die ca. wäre.

Sollte dich deine SchwerB-Rente plus Witwen-Rente plus eben Wohngeld nicht über deinen Anspruch auf Grusi bringen, nun dann müsstest du eben beim Sozialamt weitere Hilfe beanspruchen, leider.

Aber hier gäbe es vielleicht jedoch die Möglichkeit, dass du ja noch einen Minijob nachgehen kannst, damit wärst du dann die Heinis vom Amt entgültig los und hättest endlich deine Ruhe.

Übrigens du schreibst hier was von Kindern, ab dem 01.07. gibt es ja auch dafür wieder mehr Geld, dass sollte eigentlich deine Rente ja noch etwas höher ausfallen, sofern dies bei der damiligen Berechnung nicht breits eingeflossen ist (pro Kind ca. 28,-€ im Westen, leider etwas weniger im Osten).


Gruss saurbier
 

Doppeloma

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#21
Hallo saurbier,

Aber hier gäbe es vielleicht jedoch die Möglichkeit, dass du ja noch einen Minijob nachgehen kannst, damit wärst du dann die Heinis vom Amt entgültig los und hättest endlich deine Ruhe.
genau so ist es, diesen Aspekt hatte ich ganz aus dem Blickfeld verloren ... :icon_daumen:

Vor Allem kann die DRV bei Schwebi-Rente dann keine "Zicken" mehr machen wegen dem Zuverdienst, was bei EM-Rente (womöglich noch befristet, die bringen das ja auch noch fertig) schon wieder ein "Risiko" wäre ...

Die Schwebi-Rente kann keiner mehr wegnehmen und Rentner werden in vielen Firmen gerne für ein paar Stunden die Woche eingestellt, weil die AG mit denen nicht so viel Papierkram haben wie mit den Arbeitslosen ...

Ich würde es an Stelle der TE gar nicht mehr riskieren wollen, dass die DRV mir (noch) eine EM-Rente bewilligt, denn da sind die 10 % minus lebenslang dann sicher (vielleicht hält die DRV ja diese Ersparnismöglichkeit auch mal für ganz passabel???) und bei der Schwebi-Rente wären es nur noch 3,6 % für 12 Monate ...

Keine Sekunde hätte ich letztes Jahr gezögert, um dem zermürbenden Kampf um die EM und mit dem JC aus dem Wege gehen zu können ... leider hat mir dafür immer noch der Schwerbehinderten-Ausweis gefehlt, mein Versorgungsamt hat das auch nicht so "verbissen gesehen", dass ich wegen der Psyche eigentlich mehr GdB hätte bekommen müssen ...

das hätte dann insgesamt auf die Erhöhung von 40 auf 50 hinauslaufen müssen, aber ich hatte dann nach Bewilligung der EM-Rente am Gericht auch die Nase voll vom Kämpfen, es hätte ja dann keine finanziellen Vorteile mehr bewirken können.

Und mit dem Ausweis (ganz ohne Merkzeichen) kann man als Vollrentner auch nicht mehr viel anfangen, der von meinem Männe verstaubt auch nur noch im Schrank ... na gut ich will nicht ungerecht sein :biggrin:... er brauchte letztes Jahr im Urlaub 10 CENT Kurtaxe (pro Tag!!!) weniger bezahlen als ich ... :icon_lol:

Jetzt leben wir dort, wo wir sonst Urlaub gemacht haben ... nun zahlen wir beide auch keine Kurtaxe mehr :icon_klatsch:

Schönes Wochenende und

MfG Doppeloma
 

erdmännchen

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#22
Hallo Doppeloma,
danke für die Standpauke :)

Also verstanden hab ich jetzt die Sache mit der Zurechnung bei der EMR bis zum 62. LJ - frag mich bloß, warum die DRV selbst mir im persönlichen Beratungstermin und bei einer Vergleichsberechnung so ne blöde Auskunft gegeben hat!

Die DRV hat mich natürlich nicht aufgefordert, den Rehaantrag in einen Rentenantrag umzuwandeln, weil ich den von der KK erhaltenen Rehaantrag zwar fertig ausgefüllt kurz vor Fristablauf dann doch nicht weggeschickt habe - ich wollte auf keinen Fall eine Reha machen - und die KK mir deshalb aufgrund ihres Gutachtens des dortigen MDK, dass die Leistungsfähigkeit auch durch eine Reha nicht wiederhergestellt werden könnte, angeboten hat, dann eben gleich selbst einen Antrag auf EMR zu stellen. Dazu hat die KK mir dann die 10-Wo-Frist verlängert.

Es gab also keine Reha und dementsprechend auch keinen Bericht. Einzig und allein der MDK der KK hat eine Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für die Zukunft verneint und auf die Umwandlung in den Rentenantrag hingewiesen.

Natürlich würde ich nach all der "Falschberatung durch die Ämter" und eueren Ausführungen liebend gerne die Schwebi-Rente beantragen und ansonsten von KK und AfA meine Ruhe haben und dabei wissen, dass ich ordentlich krankenversichert bin.

Muss ich dazu den EMR-Antrag zurücknehmen oder nur den Antrag für die Schwebi-Rente nachschieben oder wie sollte ich das machen ohne dass ich es mir erneut schwieriger mache, als es für mich ohnehin schon ist ??? Denn einen Termin bei der hiesigen DRV-Beratung werde ich auf die Schnelle auch nicht bekommen.

Vielen Dank
Erdmännchen

PS: Was Saurbier schreibt, dass ich mir lieber minijob-mäßig ein paar Std. etwas dazuverdienen soll und dafür von allem meine Ruhe habe, das wäre ja das, was ich ohnehin vorhatte, nämlich mir hier etwas zu suchen.
 

Doppeloma

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#23
Hallo erdmännchen,

Die DRV hat mich natürlich nicht aufgefordert, den Rehaantrag in einen Rentenantrag umzuwandeln, weil ich den von der KK erhaltenen Rehaantrag zwar fertig ausgefüllt kurz vor Fristablauf dann doch nicht weggeschickt habe - ich wollte auf keinen Fall eine Reha machen -
Habe ich mir doch gedacht, dass da Einiges auch nicht so gelaufen ist wie es hätte laufen sollen ... ;-)))

und die KK mir deshalb aufgrund ihres Gutachtens des dortigen MDK, dass die Leistungsfähigkeit auch durch eine Reha nicht wiederhergestellt werden könnte, angeboten hat, dann eben gleich selbst einen Antrag auf EMR zu stellen. Dazu hat die KK mir dann die 10-Wo-Frist verlängert.
Vergiss doch einfach mal dieses MDK-"Gutachten", sowas schreiben die da immer rein, das interessiert aber die DRV nicht wenn sie eine EM-Rente bewilligen soll was die KK da so gerne hätte, die prüfen (beim MDK) ob die aktuelle AU gerechtfertigt ist und suchen einen Grund die Leute zur Reha schicken zu können in der vagen Hoffnung, dass die DRV dann feststellen könnte, dass der "Beglückte" vielleicht eine EM-Rente daraus bekommen könnte ...

Dafür hätte aber die DRV-Reha-Klinik zunächst mal die "Vorahnung" deiner EM (vom MDK) bestätigen müssen, da eine Reha gar nicht erst stattgefunden hat, bist du auch deiner KK zu GAR NICHTS mehr verpflichtet ...

Es gab also keine Reha und dementsprechend auch keinen Bericht. Einzig und allein der MDK der KK hat eine Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für die Zukunft verneint und auf die Umwandlung in den Rentenantrag hingewiesen.
Ja, das ist zwar gesetzlich eine Möglichkeit aber die Entscheidungen dazu hätte eben die DRV treffen müssen, ich nehme mal an den großzügigen Verzicht auf die Reha und den "Wunsch" nach einem Antrag auf EM-Rente hat man dir von der KK aus nicht schriftlich gegeben ???

Selbst dann hätte es jetzt (und überhaupt) keine verbindliche Bedeutung für dich, weil die KK dazu gar nicht berechtigt ist gesetzlich von dir einen Antrag auf EM-Rente zu verlangen ...

Das hätte nur funktioniert wenn du eine DRV-Reha gemacht hättest oder die DRV eine Reha (per schriftlichem Bescheid) abgelehnt hätte mit der Begründung, dass deine Erwerbsfähigkeit dadurch nicht wieder hergestellt werden kann ... erst dann ist das auch rechtswirksam ...

Dann kommt aber von der DRV der Hinweis/die (schriftliche) Aufforderung den offiziellen Antrag auf EM-Rente zu stellen.

Zumindest dieser Ablauf sollte auch beim VDK nicht unbekannt sein, ich verstehe nicht warum die meinen, dass die KK da irgendwelche Ansprüche an dich stellen könnte, wenn die sogar selber auf den Reha-Antrag verzichtet haben ... jetzt ist der Zug dafür sowieso abgefahren.

Muss ich dazu den EMR-Antrag zurücknehmen oder nur den Antrag für die Schwebi-Rente nachschieben oder wie sollte ich das machen ohne dass ich es mir erneut schwieriger mache, als es für mich ohnehin schon ist ???
Den EMR-Antrag solltest du aktuell lieber nicht zurücknehmen, die DRV ist auch verpflichtet eine "Günstigerprüfung" vorzunehmen, wenn du eine andere Rentenart bereits problemlos in Anspruch nehmen könntest.

Du kannst letztlich nur selber die Entscheidung treffen wie du jetzt vorgehen willst um möglichst schnell aus der AfA-Mühle raus zu kommen, um die KK brauchst du dich nicht mehr kümmern, das ist "gegessen" durch die Aussteuerung, im Moment ist nur noch die AfA "dein Chef" und da musst du den Antrag auf EM-Rente aufrechterhalten bis du den Bescheid zur Schwebi-Rente in der Hand hast, sonst bekommst du von der AfA kein Geld mehr.

Denn einen Termin bei der hiesigen DRV-Beratung werde ich auf die Schnelle auch nicht bekommen.
Letztlich gibt es die Anträge auch zum Ausdrucken im Internet, das kann man auch alleine ausfüllen und du solltest den Antrag wirklich schnellstens stellen, denn man muss trotzdem mit ca. 3 Monaten Bearbeitung rechnen.

Das wird dir dann aber nachgezahlt, wenn die Rente zum Beginn 01.09.2014 beantragt ist ... kannst du irgendwie ein paar Wochen "überbrücken" falls die AfA früher einstellen sollte (August haben wir ja schon), du musst den Antrag auf die Schwebi-Rente ja nicht "melden" aber wenn der Bescheid kommt musst du das natürlich der Afa mitteilen und dann bekommst du direkt den Aufhebungsbescheid.

Keine Sorge, zurückzahlen brauchst du kein ALGI, die AfA bekommt dann aber auch keine Erstattung von der DRV, das gilt nur bei EM-Rente ...

Solange die AfA zahlt bist du über das ALGI versichert und wenn du ab 01.09. die Schwebi-Rente beantragst dann bist du ab dem 01.09. auch gleich darüber wieder weiter versichert, denn aus der Rente werden die Beiträge ja gezahlt ... es kann also nicht viel passieren deine Krankenversicherung betreffend.

Also mach Dampf bei der AfA, dass du deinen Bescheid und dann wenigstens noch das Geld bekommst für den Rest Juli und den August ...

Die AfA bist du sofort komplett los, wenn du die Schwebi-Rente bekommst, da hast du sowieso keinen Anspruch mehr auf ALG ... du bist aber auch nicht verpflichtet das in Anspruch zu nehmen, wenn du eine Rente bekommen kannst, die dir zusteht und problemlos von der DRV bewilligt werden MUSS ...

PS: Was Saurbier schreibt, dass ich mir lieber minijob-mäßig ein paar Std. etwas dazuverdienen soll und dafür von allem meine Ruhe habe, das wäre ja das, was ich ohnehin vorhatte, nämlich mir hier etwas zu suchen.
Na also, wenn du dir das zutraust und du das sowieso vor hattest, dann versuche was zu finden, auch neben ALGI darf man was dazu verdienen aber nur bis 165 Euro im Monat sonst wird das ALGI gekürzt ... aber es reicht ja, wenn du im September anfangen könntest.

Dann sind bis zu 450 Euro im Monat rentenunschädlich möglich, du musst aber die DRV informieren, dass du einen Zuverdienst erzielst und achte darauf, dass es für den Anspruch auf die Witwenrente nicht zu viel Einkommen wird ...

Sind das nicht recht gute Aussichten und Möglichkeiten ???

Zögere nicht mehr, greif zu und sehr bald werden dich alle in Ruhe lassen (müssen !!!) ... manchmal kann es so einfach sein, wenn man nicht überall nur Unsinn erzählt bekommt ...

Ich wünsche dir alles Glück dieser Welt und wenn du Fragen hast ... dann hab keine Scheu und frage ...

MfG Doppeloma
 

erdmännchen

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#24
Hallo Doppeloma,
ich würde Dich ja mal knuddeln wollen, schon alleine deshalb, weil Du Dir so viel Zeit für meine vielen Fragen nimmst!!

Also: den großzügigen Verzicht auf die Reha und den Wunsch nach einem Antrag auf EM-Rente hat man mir von der KK aus natürlich nicht schriftlich gegeben. Es war einfach so, dass ich aufgrund meiner seit über einem Jahr anhaltenden sehr großen persönlichen Sorgen auf keinen Fall zu einer Reha wollte, das hätte mich nur noch kränker gemacht; außerdem will/kann ich meinen kranken erwachsenen Sohn (GdB 100) nicht alleine lassen, ich würde vor Angst eingehen.

Es war halt so: Die KK hat in Abständen mehrmals angerufen wegen der Reha, ich habe stets abgelehnt (auch mit Attest meiner Psychiaterin) und dann kam halt per Einschreiben die schriftliche Reha-Aufforderung der KK mit der 10-Wo-Frist sowie danach die von mir angeforderte Kopie des MDK GA.

Schon die ständigen Rehaaufforderungen telefonisch und dann das Einschreiben waren für mich eine zusätzliche enorme psychische Belastung. Nur deshalb habe ich mich letztendlich bereit erklärt, auch aufgrund der Ausführungen im GA, selbst einen Rentenantrag zu stellen. Von all dem, was Du / ihr über das Forum mir nun erklärt habt, hatte ich ja leider keine Ahnung, ich glaubte fest daran, dass der Rentenantrag schnell durchginge und ich dann endlich wenigstens diesbezüglich meine Ruhe hätte ... Wie blöd und in diesen Dingen unerfahren ich bin, weiß ich erst jetzt. Und die nervigen Telefonate mit der KK kann ich auch nicht beweisen; dort wird man natürlich sagen, der Rentenantrag sei "mein eigener Wunsch" gewesen.

Dass ich nur den Antrag auf EMR stellen dürfte, und zwar wegen dem Erstattungsanspruch der KK an die DRV, der gesetzlich vorgeschrieben sei, das wurde mir mehrmals sowohl von der KK, als auch über die Beratungsstelle der DRV und letztendlich auch vom VDK gesagt - und ich habe es halt geglaubt.

Von der KK habe ich daraufhin am 27.05. (die 10-Wo-Frist wäre am 30.05. abgelaufen) eine Mail bekommen mit dem Inhalt: "... wie besprochen ist mit der Stellung Ihres Rentenantrags die Aufforderung zur Beantragung einer Rehamaßnahme bis spätestens 30.05.2014 hinfällig." Daraufhin "durfte" ich am 01.07. den EMR-Antrag stellen und hab dies am selben Tag per Mail dem SB der KK mitgeteilt. Ich hab den ganzen Druck der Kasse ohnehin nicht verstanden, weil ich ja kurz darauf sowieso das Schreiben mit der Aussteuerung zum 21.07. erhalten habe und mich bei der AfA hätte melden müssen. Also Krankengeld hätten sie so und so nicht mehr zahlen müssen.

Natürlich möchte ich so schnell wie möglich aus der AfA-Mühle wieder raus! Ich traue mir auch zu, mir den Antrag für die Schwebi-Rente aus dem Netz zu holen und selbst an die DRV zu schicken.

Hier dann wieder meine Frage: Dann hätte ich ja zwei verschiedene Rentenanträge laufen - geht das überhaupt?

Oder soll / muss ich dann ein Anschreiben dazulegen mit der Bitte, eine "Günstigerprüfung" vorzunehmen?

Oder machen die das, wenn man einen zweiten Antrag mit anderer Rentenart hinterherschickt, automatisch?

Und krieg ich dann wirklich nicht wieder Stress mit der KK?

Ach Mensch, liebe Doppeloma, sag es mir, wenn ich Dir / euch inzwischen auf die Nerven gehe! Ich wollte, ich hätte das ganze Theater schon hinter mir und hätte nur noch meine anderen Sorgen am Hals ...

Nochmal ein dickes Dankeschön für Deine Antwort im voraus.

LG Erdmännchen
 

Doppeloma

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#25
Hallo erdmännchen,

Es war halt so: Die KK hat in Abständen mehrmals angerufen wegen der Reha, ich habe stets abgelehnt (auch mit Attest meiner Psychiaterin) und dann kam halt per Einschreiben die schriftliche Reha-Aufforderung der KK mit der 10-Wo-Frist sowie danach die von mir angeforderte Kopie des MDK GA.
Schon das hättest du dir nicht bieten lassen brauchen, auch für deine KK (ebenso wie jetzt für die AfA) brauchst du nur auf dem Postwege erreichbar sein, auch Mailverkehr hat aktuell noch keine rechtlich relevante Bedeutung ...

Auch für die Versorgung deines Sohnes hätte man sich was einfallen lassen müssen, denke ich, du kannst ihn ja vermutlich während einer Reha nicht einfach alleine zu Hause lassen, oder ... das war doch deiner KK ganz sicher auch bekannt ...

Schon die ständigen Rehaaufforderungen telefonisch und dann das Einschreiben waren für mich eine zusätzliche enorme psychische Belastung.
Die schriftliche Aufforderung war das einzig Zulässige an der ganzen Geschichte, ob es unbedingt nötig war das per Einschreiben zu "bekräftigen" kann ich nicht beurteilen, aber darin wirst du zum Reha-Antrag aufgefordert und nicht zum EM-Renten-Antrag ...

Nur deshalb habe ich mich letztendlich bereit erklärt, auch aufgrund der Ausführungen im GA, selbst einen Rentenantrag zu stellen.
Das hättest du aber nicht tun brauchen, weil die KK gar kein Anrecht darauf hatte und wenn sie daraus irgendwelche finanziellen "Vorteile" ziehen wollte, dann muss das auch schriftlich erfolgen und rechtlich auch erlaubt sein ...ist es aber nicht und die KK hat auf nichts Anspruch, aus einer Bewilligung von EM-Rente weil du den Antrag völlig "freiwillig" gestellt hast ...

Also kannst du genauso "freiwillig" jetzt auch den Antrag auf die Schwebi-Rente nachschieben, weil du festgestellt hast, dass du darum nicht "betteln" brauchst und es außerdem weniger finanziellen Schaden für dich bringt (weniger Abzug) auf Lebenszeit.

Wann genau hast du denn jetzt den Antrag auf EM-Rente gestellt und warst du da beim VDK oder bei der DRV-Beratungsstelle ???

Von all dem, was Du / ihr über das Forum mir nun erklärt habt, hatte ich ja leider keine Ahnung, ich glaubte fest daran, dass der Rentenantrag schnell durchginge und ich dann endlich wenigstens diesbezüglich meine Ruhe hätte ...
Da brauchst du dir selbst keine Vorwürfe machen, die Behörden legen es ja inzwischen auch darauf an, den Leuten nicht das Richtige mitzuteilen, damit sie keinen Durchblick haben was überhaupt mit ihnen gemacht wird ...

Wenn die KK ernst gemacht hätte, wäre dein Krankengeld ab dem 01.06. eingestellt worden, weil du ja die Frist für den Reha-Antrag versäumt hattest ... es gibt da üblicherweise keine "Gnade", weil mal eben neue Rentengesetze beschlossen wurden ...

Zumal du davon auch gar nicht mehr profitieren kannst ... :icon_neutral:

Wie blöd und in diesen Dingen unerfahren ich bin, weiß ich erst jetzt. Und die nervigen Telefonate mit der KK kann ich auch nicht beweisen; dort wird man natürlich sagen, der Rentenantrag sei "mein eigener Wunsch" gewesen.
Es ist egal was die jetzt dazu sagen könnten, so haben sie auch keine Ansprüche an dich egal welche Rente du letztlich bald bekommen wirst ... das kannst du "abbuchen" unter Lehrgeld gezahlt, die haben dir nichts mehr vorzuschreiben, was Rente betrifft ... es ist doch nicht mal sicher, dass die DRV dir überhaupt eine EM-Rente bewilligen wird ... :-(((

Darauf hast du doch keinen "sicheren Anspruch" (dass dir die DRV eine EM überhaupt anerkennen wird) ... aber auf die Schwebi-Rente hast du einen sicheren Anspruch ... wenn du die JETZT haben möchtest, dann stellst du den Antrag und du musst sie auch ab JETZT bewilligt bekommen ... du hast den Ausweis und du hast das (mindestens) erforderliche Lebensalter und die notwendigen Beitragsjahre .... PUNKT ...

Ich wurde damals auch ausgesteuert, ich weiß was die angestellt haben, um an meinen Reha-Bericht zu kommen (musste tatsächlich auf Bescheid der KK eine machen) man hat mir geschrieben, dass man mir doch nur "helfen wolle, dass es mir bald besser gehen wird" ... ich frage mich wie die SB der KK das machen wollen, wenn es meinen Ärzten nicht wirklich gelungen war bis dahin ...

Die suchten (im Reha-Bericht) nur Gründe das KG beenden zu können, aber sie haben ihn nicht bekommen bis zur Aussteuerung nicht ... und dann wollte mir da nie wieder jemand "so dringend helfen" ... seither herrscht wieder "Burgfrieden" zwischen uns...:biggrin:

Nach der Aussteuerung war denen auch völlig egal wie viele Jahre ich noch weiter AU geschrieben war (es wurden insgesamt fast 4 Jahre) und ob ich irgendwann mal die EM-Rente bekam oder nicht, sie bekamen auch keinen Cent mehr zurück ... wir kommen inzwischen wieder bestens klar ... ich werde ja als Rentnerin auch nie wieder Krankengeld haben wollen ... :icon_hihi:

Dass ich nur den Antrag auf EMR stellen dürfte, und zwar wegen dem Erstattungsanspruch der KK an die DRV, der gesetzlich vorgeschrieben sei, ...
Das gilt aber nur bei einer "Umdeutung" von Reha in eine EM-Rente und dafür wäre zunächst der Reha-Antrag an die DRV notwendig gewesen ... der wurde aber nie gestellt ... :wink:

Von der KK habe ich daraufhin am 27.05. (die 10-Wo-Frist wäre am 30.05. abgelaufen) eine Mail bekommen mit dem Inhalt: "... wie besprochen ist mit der Stellung Ihres Rentenantrags die Aufforderung zur Beantragung einer Rehamaßnahme bis spätestens 30.05.2014 hinfällig."
Und, was wäre wenn dein PC gestreikt hätte und du diese mail niemals gelesen hättest ???
Darum sind Mails nicht rechtswirksam ... es gab darin auch sicher keine einzige Rechtsgrundlage (§§), die das irgendwie begründet hätte was man dir da per Mail geschickt hat ... warum nicht per Post /per Einschreiben wie den Brief wegen der Reha ... war wohl nicht so wichtig ... ;-)))

Daraufhin "durfte" ich am 01.07. den EMR-Antrag stellen und hab dies am selben Tag per Mail dem SB der KK mitgeteilt.
Stand das auch in der Mail, dass du jetzt die EM-Rente beantragen darfst und dann die Reha nicht mehr nötig sei ???

Wichtige Mitteilungen per Mail, dass ich nicht "lache" ... hast du das ausgedruckt, ist das bei der KK auch wirklich angekommen, hast du eine Empfangsbestätigung von der KK bekommen ... nicht jede Mail kommt auch wirklich beim Empfänger an, nur weil man beweisen kann, dass man sie abgeschickt hat ...???

Ich hab den ganzen Druck der Kasse ohnehin nicht verstanden, weil ich ja kurz darauf sowieso das Schreiben mit der Aussteuerung zum 21.07. erhalten habe und mich bei der AfA hätte melden müssen. Also Krankengeld hätten sie so und so nicht mehr zahlen müssen.
Das ist ja das Problem, du machst was sie sagen und verstehst gar nicht warum sie das machen und von dir verlangen ... hinterfrage zukünftig was man von dir verlangt, fordere die Rechtsgrundlagen ein aber das böse Spiel läuft ja bei der AfA auch schon wieder ab ...

Man behauptet du bekommst kein Geld bevor das Gutachten nicht fertig sei, nun wartest du geduldig ...

Natürlich möchte ich so schnell wie möglich aus der AfA-Mühle wieder raus! Ich traue mir auch zu, mir den Antrag für die Schwebi-Rente aus dem Netz zu holen und selbst an die DRV zu schicken.
Dann mach das ganz fix und schicke das bitte unbedingt per Einschreiben, auf keinen fall per Mail ... und vergiss nicht die Rente mit Beginn am 01.09.2014 zu beantragen, hier musst du der DRV konkret im Antrag mitteilen, ab wann du diese Rente haben willst !!!

Hier dann wieder meine Frage: Dann hätte ich ja zwei verschiedene Rentenanträge laufen - geht das überhaupt?
Na und, da wirst du sicher nicht die Erste sein ... die DRV muss das sichten und dir dann auf beide Anträge eine Antwort /einen Bescheid geben ...

Oder soll / muss ich dann ein Anschreiben dazulegen mit der Bitte, eine "Günstigerprüfung" vorzunehmen?
Kannst du machen, musst du aber nicht, normalerweise müssen die das von alleine prüfen ob eine andere Rentenart (die zur gleichen Zeit möglich ist) günstiger für dich wäre ... ich kann mir jedenfalls (schon rein rechnerisch) nicht vorstellen, dass eine EM-Rente mit 10 % Abzügen günstiger (mehr) sein soll, als die Schwebi-Rente mit nur 3,6 % Abzügen ... außerdem gibt es keine Garantie, dass du eine EM-Rente überhaupt jemals bekommen wirst ...

Die grundsätzlichen Berechnungsgrundlagen (für die "volle" Rente) sind ja in beiden Fällen die Gleichen ...

Oder machen die das, wenn man einen zweiten Antrag mit anderer Rentenart hinterherschickt, automatisch?
Sollte man eigentlich annhemen, Erfahrungen habe ich selber damit aber nicht, ich habe nur eine Renten-Art zu diesem Zeitpunkt beantragen können ...

Aber ich hätte die Schwebi-Rente sofort "nachgeschoben", wenn man mir den Schwerbehinderten-Ausweis noch vor der gerichtlichen Entscheidung zur EM-Rente bewilligt hätte ... ich hatte sowas von die Schnau*e voll, von dem ganzen Mist ...

Wäre bei mir zwar noch auf den gleichen Abzug hinausgelaufen (wäre erst 60,5 Jahre alt gewesen) ... aber die Schwebi-Rente hätte man mir dann geben MÜSSEN ohne Kampf ... das wäre es mir Wert gewesen.

Und krieg ich dann wirklich nicht wieder Stress mit der KK?
nein, ganz sicher nicht, die sind dich jetzt soweit los (als Krankengeld-Empfänger) da wird sich die Lage ganz schnell "normalisieren", die haben keinerlei rechtlich gedeckte Ansprüche an dich und nach der Aussteuerung sind die überall wieder "ganz handzahm" ... ;-)))

Wir sind ja kürzlich in ein anderes Bundesland umgezogen und hatten überlegt die KK jetzt zu wechseln ... die haben förmlich auf den Knien gelegen : "Aber Sie bleiben doch trotzdem bei uns, oder ... ???" Ja, wir bleiben ... ohne Krankengeld-Anspruch sind die wieder ganz lieb zu uns ... aus der EM-Rente haben die auch nie was bekommen ...

Ach Mensch, liebe Doppeloma, sag es mir, wenn ich Dir / euch inzwischen auf die Nerven gehe! Ich wollte, ich hätte das ganze Theater schon hinter mir und hätte nur noch meine anderen Sorgen am Hals ...
Ich kann dich sehr gut verstehen, zieh das jetzt durch und dann kannst du bald aufatmen, ich glaube nicht, dass es irgendwelche Probleme geben wird, stehe dir auch gerne weiterhin zur Verfügung, bin ja öfter hier ...

Mein Verlängerungsantrag ging letztes Jahr innerhalb 1 Woche durch und man bewilligte mir nun sogar die EM-Rente bis zur Altersrente ... am Gericht wollte die DRV das 6 Monate vorher noch nicht (bekam Zeitrente mit fast 60 Jahren) ... jetzt habe auch ich endlich meine Ruhe gefunden ... ich kann mir gut vorstellen, wie es dir gerade geht ...

Habe alles durch von 78 Wochen Krankengeld über 1,5 Jahre ALGI bis fast 2 Jahre Hartz 4, und das alles mit einem festen Arbeitsplatz im Hintergrund ... habe fast 40 Jahre gearbeitet und 2 Kinder groß gezogen dabei ... habe mich oft genug gefragt, warum ich "so bestraft werde dafür" ...

Jetzt fange ich langsam wieder an zu LEBEN, mit meinen Einschränkungen aber auch mit enorm viel Erleichterung, das noch erleben zu dürfen, nach all dem Kampf ...

Du kannst das auch schaffen und sogar viel schneller als ich ... du brauchst nicht auf die EM-Rente hoffen, du kannst die Schwebi-Rente verlangen und musst sie auch bekommen !!!

MfG Doppeloma
 

Dark Vampire

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#26
Die schriftliche Aufforderung war das einzig Zulässige an der ganzen Geschichte, ob es unbedingt nötig war das per Einschreiben zu "bekräftigen" kann ich nicht beurteilen,
MfG Doppeloma

Solch eine Aufforderung wird immer per Einschreiben geschickt, haben schon zuviele gesagt sie haben "nix"bekommen, immerhin ist davon ne Frist abhängig.
 

Doppeloma

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#27
Hallo Dark Vampire,

Solch eine Aufforderung wird immer per Einschreiben geschickt, haben schon zuviele gesagt sie haben "nix"bekommen, immerhin ist davon ne Frist abhängig.
kann ich nicht bestätigen, habe selbst diese Aufforderungen auch bekommen und nie per Einschreiben, kenne auch viele Betroffene bei denen das genau so gewesen ist ...

Warum sollte die KK sich auch Gedanken um solche Fristen machen, die stellen die Zahlungen ein wenn die 10 Wochen herum sind und fertig ... bis man dann mal "beweisen" könnte, dass man die Post gar nicht erhalten hat ... kann man schon verhungert sein ...

Auch die KK geben nur sehr ungerne Geld für Porto aus, deswegen rufen sie ja auch so gerne an , obwohl das eigentlich keinerlei Bedeutung hat ... kostet noch weniger als ein normaler Brief und man kann nicht beweisen was gesagt wurde ... :wink:

Im Übrigen ist das kein besonders wichtiger Aspekt (mehr) in diesem Thema ... ob der Wisch nun per Einschreiben kam oder nicht ... spielt doch aktuell gar keine Rolle mehr ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
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