Einkommenssteuererklärung Nachforderung vom Finanamt bei ALG II (1 Betrachter)

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Jana1972

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Hallo,

ich habe mal eine Frage: Ich arbeite in Teilzeit und beziehe aufstockendes ALG II. Ich wurde vom Finanzamt aufgefordert eine Jahreseinkommenssteuererklärung abzugeben - dies habe ich getan.
Jetzt düe Überraschung: Ich soll 329 EUR nachzahlen. Weiß jemand, ob das die Arge übernimmt?
Ich habe nicht einfach so mal eben 329,- EUR rumliegen....
Was soll ich tun?

Bin dankbar für jeden Tipp.
 

Rosarot

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Du bist sicher, dass der Einkommenssteuerbescheid auch korrekt ist?
Bist du als Angestellte tätig oder selbstständig?
 

Rosarot

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Verstehe ich dann nicht.
Haben die dir das ALG II unter dem sog. Progressionsvorbehalt voll angerechnet auf das zu versteuernde Einkommen?

Ich denke, du solltest zunächst einmal den Einkommenssteuerbescheid prüfen lassen.
 

Holger01

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Ja, Einkommenssteuerbescheid prüfen lassen.

Möglicherweise hast du deine Alg2-Leistungen unter "Sonstige Einnahmen" oder als "Lohnersatzleistungen" eingetragen.
Dies wäre falsch gewesen, weil Alg2 nicht dem Progressionsvorbehalt unterliegt.

Kannst du den FA-Bescheid anonymisiert hier einstellen?
 

Jana1972

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Hm, ich habe nicht angegeben, dass ich überhaupt ALG II beziehe....muss ich das denn? Von wem soll ich den Bescheid prüfen lassen?
 

Rosarot

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Es wäre eher ungewöhnlich, wenn dein Arbeitgeber zuwenig Lohnsteuer für dich abgeführt hätte. Also muss das Finanzamt ja annehmen, dass du irgendwo zusätzliches Einkommen hast und das auch angerechnet haben auf das steuerlich anzusetzende Jahreseinkommen. Dazu müsste ja auch etwas im Einkommensteuerbescheid stehen.
Mit deinen wenigen Angaben können wir hier ja auch nur raten...

Günstiger als ein Steuerberater sind z.B. sog. Lohnsteuerhilfevereine, die einem auch beim Lohnsteuerjahresausgleich helfen.
 
E

ExitUser

Gast
Es wäre eher ungewöhnlich, wenn dein Arbeitgeber zuwenig Lohnsteuer für dich abgeführt hätte.
So einen Fall habe ich im Bekanntenkreis. Jedes Jahr massive Nachzahlungen, weil die in der Buchhaltung des Arbeitgebers anscheinend auf dem Schlauch stehen.

Dazu müsste ja auch etwas im Einkommensteuerbescheid stehen.
Richtig. Sollte man da nachlesen können.
 

Solanus

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Hallo,

ich habe mal eine Frage: Ich arbeite in Teilzeit und beziehe aufstockendes ALG II. Ich wurde vom Finanzamt aufgefordert eine Jahreseinkommenssteuererklärung abzugeben - dies habe ich getan.
Jetzt düe Überraschung: Ich soll 329 EUR nachzahlen. Weiß jemand, ob das die Arge übernimmt?
Ich habe nicht einfach so mal eben 329,- EUR rumliegen....
Was soll ich tun?

Bin dankbar für jeden Tipp.
Interessant für die Antwort wäre auch folgendes:

Verheiratet ja oder nein?

Kinder ja oder nein? Kinderfreibetrag richtig?

Steuerklasse? Wenn verheiratet, wer hat welche Steuerklasse mit dem höheren und mit dem niedrigeren Einkommen?

Wenn nicht verheiratet, welche Steuerklasse hast Du?

Wurdest Du eventuell im Laufe des letzten Jahres geschieden?

All das kann sich in einer Nachzahlung auswirken.
 
R

Rounddancer

Gast
Dazu kann noch z.B. erhaltener Unterhalt, bzw. erhaltener Kindesunterhalt beitragen. Nämlich dann, wenn der Unterhaltspflichtige den geleisteten Unterhalt von seiner Steuer absetzt. Das kommt vor, wenn der Unterhaltspflichtige dadurch Steuervorteile hätte. Dann muß die Unterhaltsberechtigte diesen Unterhalt auf ihrer Steuererklärung versteuern. (Und in der Regel wird dann die Steuerersparnis des Unterhaltspflichtigen mit der Unterhaltsberechtigten geteilt)

Schon daß das Fi-Amt die TE zur Steuererklärungsabgabe aufforderte zeigt, daß da irgendwas besonders ist,- also z.B. ein eingetragener Freibetrag, oder eben das mit der Unterhaltsabrechnung wie oben erwähnt. Denn Alg II-Empfänger müssen weder ihr Alg II an der Einkommensteuer angeben, noch werden reguläre Arbeitnehmer zur Steuererklärung aufgefordert.

Zur eigentlichen Frage der TE: Wenn der Anspruch des Fi-Amts z.B. aus einem der oben erwähnten Gründe heraus zurecht bestehen sollte, dann kann auf Antrag beim Fi-Amt die Nachzahlung sicher in einigen Raten geleistet werden. Das JobCenter gibt ganz sicher keinen Zuschuß und zahlt den Betrag auch nicht. Da könnte, aber nur wenn der Anspruch des FiAmts berechtigt ist und dieses Teilzahlung verweigert, ein Darlehn erbeten, und, falls genehmigt, dann dort abgestottert werden.
 
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