Einige Fragen wg. Alg1, VVs, Online-Jobbörse, ÄD, Zumutbarkeit

eloole

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Hallo.
Ich werde zum 1.6. arbeitslos und habe es daher nach gut 16 Jahren mal wieder mit Alg und der Afa zu tun.
Beim letzten Mal hieß es seinerzeit noch Arbeitsamt und man hatte entweder persönlich oder per Brief Kontakt.
Dass das Ganze mittlerweile immer mehr über Internet und "Online" abgewickelt wird, überfordert mich derzeit scheinbar etwas bzw. stellt mich vor Probleme, wo ich eure Hilfe bräuchte.

Vorab zu meiner Person/Situation:
War in der Vergangenheit über zehn Jahre bei einer Zeitarbeitsfirma als "Helfer", also "Mann für alles bei unterstem Lohnniveau" beschäftigt.
Vor einigen Jahren wurde bei mir eine chronische Atemwegserkrankung festgestellt. Seitdem muss ich Medikamente nehmen, war aber kaum bis gar nicht beeinträchtigt und konnte meinen Arbeiten nachgehen.
Die Firma bei der ich zuletzt über die Zaf mehr als 2 Jahre bereits im Einsatz war, hat mich dann (wohl wg. der Änderungen im AÜG, Höchstüberlassungdauer) vor etwas mehr als einem Jahr übernommen.
Leider hat sich vor gut 3 Monaten aufgrund einer Entzündung meine chronische Krankheit schlagartig drastisch verschlimmert.
Ich war eine Woche im Krankenhaus, erstmalig auch bei einem Facharzt und bis Ende letzter Woche vom meinem Hausarzt durchgehend AU geschrieben.
Mein Hausarzt sagte mir in der AU-Zeit auch 2mal, ich könne nicht mehr in dem Bereich meiner bisherigen Tätigkeit arbeiten und er würde mir raten, den Job zu wechseln.
Ich arbeitete in einem holzverarbeitenden Betrieb mit entsprechender Staubentwicklung und körperlicher Belastung.
Ich habe es innerhalb der AU-Zeit nochmal probiert, meine Arbeit dort wieder aufzunehmen.
Musste aber dann feststellen, dass ich mit dem "allgegenwärtigen" Staub, der beim Bohren, Sägen, Schleifen... trotz Absauganlagen unvermeidlich in der Luft "liegt", überhaupt nicht mehr klar komme.
Nach gut 2 Stunden musste ich die Arbeit abbrechen und erkennen, dass mein Arzt mit seiner Einschätzung Recht hatte und ich dort nicht mehr arbeiten kann.

Wie oben erwähnt, ist meine Krankheit chronisch, also "unheilbar", und mein Gesundheitszustand wird sich auch nicht mehr bessern, eher noch im Laufe der weiteren Zeit wahrscheinlich verschlechtern.
Selbst im "normalen" Alltag merke ich die Einschränkungen der Krankheit.
Treppensteigen, längere Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad, schwerere Einkaufstaschen tragen..., ich muss öfters pausieren, da mir einfach die Luft wegbleibt.
Bin auch laut Facharztunterlagen in meiner "Belastbarkeit deutlich eingeschränkt" und habe vom Hausarzt ein Attest, wonach ich nur leichte bis mittelschwere Arbeit (was immer das genau bedeuten soll) ausführen kann und nicht in Räumen mit Stäuben und Dämpfen arbeiten darf.

Tja, und jetzt stand (bzw. stehe ich immer noch) da, und fragte mich, wie es weitergeht, was überhaupt noch geht, was meine weitere Vorgehensweise sein sollte.
Habe mittlerweile beim zuständigen Amt einen Antrag wg. Schwerbehinderung gestellt, allerdings soll es wohl noch mindestens 2-3 Wochen dauern, bis ich Bescheid bekomme, ob und welcher Gdb anerkannt wird.
Ebenfalls habe ich vor einigen Wochen Erstkontakt zur Afa aufgenommen, um mich dort beraten zu lassen und zu erfahren, ob mir im Falle der "Eigenkündigung auf ärztlichen Rat" Sperrzeit oder andere Probleme drohen.
Da von mir bei der Afa keinerlei Akten/Daten mehr vorhanden waren, musste mich dort vor Ort am PC mit einem mir ausgehändigtem Benutzernamen und Kennwort einlogen und ein "Profil" erstellen, wo Name, Adresse, Beruf,etc. anzugeben waren.
Der Sachbearbeiterin, die wohl im entsprechenden Bereich (Behinderung, Beeinträchtigung) zuständig ist, habe ich meine Situation grob umrissen.
Sie meinte eine Eigenkündigung sei in diesem Fall möglich, und für die Beurteilung der Vermittelbarkeit würde dann der Ärztliche Dienst eingeschaltet werden.
Allerdings könne ich mich derzeit weder arbeitssuchend noch arbeitslos melden, da ich ja krank geschrieben sei.
Irgendwie eine paradoxe Situation (Fehler im System ?), ich brauche die AU damit die Krankenkasse mir Krankengeld zahlt, kann aber bei der Afa nichts erreichen, da ich ja eben diese AU habe.
Letztlich hat mir aber nun mein Arbeitgeber gekündigt, nachdem ich in einem Gespräch mit diesem die ganze Problematik (Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses krankheitsbedingt nicht möglich, leidensgerechter Arbeitsplatz nicht vorhanden, mögliche Probleme bei Eigenkündigung...) angesprochen habe.

Mittlerweile bin ich bei der Afa als arbeitssuchend und arbeitslos gemeldet und habe endlich auch den Fragebogen für den ÄD erhalten.
Diesen habe ich bereits ausgefüllt, noch 3 Seiten mit ausführlicheren Äußerungen meinerseits zu meiner Krankheit / Beeinträchtigung, Krankenhausentlassungs- und Facharztbericht sowie die Schweigepflichtsentbindungen beigefügt und im verschlossenen Umschlag Ende letzter Woche bei der Afa eingereicht.
In dem Schreiben an den ÄD habe ich auch erwähnt, dass ich gerne einen persönlichen Termin dort hätte, damit nicht nur Aktenlage entschieden wird.

Seit Beginn dieser Woche bin ich von meinem Hausarzt nicht mehr krank geschrieben worden und "feiere" derzeit meine angesammelten Urlaubstage bei meinem Noch-Arbeitgeber bis zum Monatsende ab.
Den Antrag auf Alg1 gibts hier angeblich nicht mehr in Papierform und so war ich gezwungen, hier am heimischen PC das Ganze online zu erledigen.
Habe den zwar soweit ausgefüllt, aber noch nicht "abgesendet", da mir von meinem Noch-Arbeitgeber derzeit sowieso noch keine abschließende Bescheinigung ausgestellt werden kann, und ohne diese ja noch keine Berechnung möglich ist.
Habe mich nach dem Ausfüllen des Alg1- Antrag, soweit ich mich erinnere, auch nicht mehr im Afa-System eingeloggt.
Bin immer über die Hauptseite der Afa direkt zur Suchmaske der Jobbörse und habe dort ohne Eingabe eines Berufes sämtliche Stellenanzeigen in meiner Stadt durchgeforstet.
Aus meinem eigentlich mal erlernten Beruf bin ich seit 16 Jahren raus.
Habe auch nach der Ausbildung nur 3-4 Jahre im Beruf gearbeitet und war nach der letzten Beschäftigung in dem Bereich seinerzeit über 1 Jahr arbeitlos, weswegen im damals überhaupt zur Zeitarbeit gekommen und geblieben bin.
Meine Chancen im erlernten Beruf werden über die Jahre nicht besser geworden sein, und ich möchte auch nicht mehr in den Bereich zurück.
Wird also wohl wieder auf den Bereich Anlern- und Helfertätigkeiten u.ä. hinauslaufen, und das Ganze wahrscheinlich über Zeitarbeit.
Solange ich finanziell über die Runden komme und die jeweiligen Tätigkeiten mir gesundheitlich und körperlich möglich sind, wäre das auch erstmal o.k. für mich.

Jetzt erhielt ich plötzlich gestern (auf dem AB) einen Anruf von einer Zeitarbeitsfirma:
"Hallo Herr ..., hier Frau ... von Firma ..., wir haben ihre Kontaktdaten von der Afa bekommen, wir suchen derzeit Mitarbeiter für den Ort ..., bitte rufen sie uns doch mal zurück".
Mein erster Gedanke war "wieso gibt die Afa meine Daten weiter" und "hat der ÄD vielleicht doch nach Aktenlage und im Schnellverfahren bereits ein Gutachten erstellt" ?
Da ich mir sicher war meine Telefonnummer längst wieder im Afa-System gelöscht zu haben und Telefonate mit der Afa (Hotline) nur vom Handy ausgeführt hatte, habe ich mich nochmal im Afa-System eingeloggt und dort nachgeschaut, ob meine Festnetznummer irgendwo vermerkt ist.
Erst da sind mir dann so Sachen wie "Ihr Bewerberprofil" oder "Ihre Stellenangebote" usw. aufgefallen.
Unter Stellenangebote haben sich beginnend mit dem letzten Tag meiner AU, also seit 7 Tagen, schon einige "Angebote" angesammelt, allesamt wohl Zeitarbeitsfirmen.
Habe mein Profil beim Erstbesuch der Afa seinerzeit mit Unterstützung einer wohl speziell für den Bereich abgestellten Afa-Mitarbeiterin ausgefüllt.
Leider können ja einige Daten im Profil nicht frei formuliert, sondern nur aus vorgegebenen Listen ausgewählt werden.
Dass z.b. auch bei Beruf bzw. Tätigkeiten, und so konnte ich nicht einfach "Helfer" reinschreiben, sondern musste mangels anderer Möglichkeiten notgedrungen "Helfer/Metallbearbeitung" auswählen, da dieses die einzig verfügbare Helfer-Variante war.
Daher drehen sich scheinbar alle obengenannten "Stellenangebote" um den Bereich Metallverarbeitung/-bearbeitung.
Habe noch nicht alle durchgeschaut, aber die die ich durchgelesen habe, beschreiben Tätigkeiten wie Schleifen, Bohren, Oberflächenbearbeitung, etc.
Ich habe in meiner Zeit bei der Zaf bereits in solchen Bereichen gearbeitet und weiß daher, dass dort auch Staub, Dreck, Chemieausdünstungen möglich bis wahrscheinlich sind.
Auch weiß ich, dass gerade bei einer Zaf die Tätigkeitsbeschreibungen nicht unbedingt mit den wirklichen Tätigkeiten übereinstimmen.
Würde daher die bisherigen Stellenangebote im Bezug auf die Zumutbarkeit (Krankheit) kritisch sehen.
Desweiteren habe ich in meinem Profil unter "Termine" entdeckt, dass ich nächste Woche zu der Sachbearbeiterin kommen soll, bei der ich seinerzeit das Beratungsgespräch hatte. Worum es nun bei diesem Termin geht, ist nicht vermerkt.

Bin nun komplett verunsichert, was diese ganze Online-Geschichte angeht, und habe Angst Fehler zu machen, die evtl. zu einer Sperrzeit führen.
Die Sachbearbeiterin die dort Online bei mir als "Vermittlerin" steht, habe ich noch gar nicht getroffen, geschweige denn gesprochen, und eine EGV wurde auch noch nicht gemacht.
Ich bin daher gestern nochmal zur Afa hingegangen, um zu erfahren, ob ich mich jetzt wirklich schon da bewerben soll/muss, ohne auf die Beurteilung seitens des ÄD zu warten, und ich die Stellenangebote wg. meiner Krankheit kritisch sehe.
Ich wolle daher gerne mit der (mir noch unbekannten) Vermittlerin das Ganze besprechen, da ich keine Fehler machen wolle, die möglicherweise zu einer Sperrzeit führen.
Die SB am Empfang hörte sich meine Schilderungen an und tippte alles in ihren Computer.
Mit dieser SB am Empfang hatte ich bei einem meiner vorherigen Besuche schon mal zu tun und keine gute Erfahrung gemacht.
Auch seinerzeit tippte sie meine Äußerungen in den PC und gab mir zum Abschluß einen Verbis-Ausdruck.
Da nichts zu unterschreiben war, habe ich diesen Ausdruck nur eingepackt und erst zu Hause gelesen.
Leider musste ich dann feststellen, dass die SB meine Angaben an mindestens 2 Stellen im Text verfälscht oder sogar ins Gegenteilige meiner eigentliche Aussage eingetippt hatte.
Bin daraufhin am nächsten Tag erneut zur Afa und die gleiche SB aufgefordert entsprechende Korrekturen vorzunehmen.
Ich hoffe mal, dass es sie auch wirklich geändert hat, einen erneuten Ausdruck gabs nicht und selber ins Verbis kommt man ja nicht rein.
Und auch bei unserem zweiten Aufeinandertreffen gabs mit besagter SB und Verbis wieder Schwierigkeiten.


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Muss leider mal eben hier abbrechen,
das Ganze wird doch mehr Text und dauert viel länger als gedacht.
Ich habe jetzt stundenlang vom Smartphone aus geschrieben und leider geht mittlerweile der Akku zur Neige.
Bevor gleich alles bisher Geschriebene verschwindet, muss ich daher erstmal meinen Beitrag unvollendet eröffnen.
Nachdem ich erstmal was gegessen habe und zum PC gewechselt bin, folgt der Rest.
Sorry.
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eloole

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Musste gerade erfahren, dass eine Bearbeitung eines Threads nur innerhalb von 60 Minuten möglich ist. Daher geht mein obiger Beitrag nun hier weiter.
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Nachdem ich ihr alles geschildert hatte, gab sie mir dieses mal keinen Ausdruck, sondern fing an vorzulesen, was sie eingetippt hatte.
Schon nach dem ersten Satz der da lautete "Der Kunde beschwert sich dass...", habe ich sie unterbrechen müssen und ihr gesagt, dass ich mich doch nicht beschwert habe, sondern nur um Aufklärung gebeten habe, wie ich jetzt weiter handeln soll.
Sie fragte mich dann tatsächlich, wie sie es denn sonst formulieren sollte, und meinte dann "Na gut, ich nehm es raus".
Den Termin nächste Woche hat sie immerhin in ihrem System auch gefunden, konnte mir aber auch nicht sagen, warum es dabei geht.
Auch sagte sie mir, dass wohl auch VVs per Post rausgegangen seien.
(War eben mal am Briefkasten, bis jetzt ist noch nichts angekommen., obwohl die Post nur 5 Häuser weit weg und die hiesige Afa nur knapp 5 Fahrrad-Minuten entfernt)
Weiterhin sagte sie, ich solle jetzt erstmal den Termin am Mittwoch abwarten.
Auf meine Frage, ob ich eben zur (mir noch ubekannten) Vermittlerin könne, die mir die Stellenangebote online und nun wahrscheinlich auch dieses VVs per Post zukommen ließe, war ihre Antwort: "Nein, das geht nicht".
Daraufhin habe ich sie aufgefordert mir einen Ausdruck des Verbis-Eintrags, den sie geade verfasst hat, zu geben.
Der Betreff dieses Eintrags lautet "PV am Empfang, Frage zu den zgesandten VVs"
(Es sei angemerkt, dass dies den Grund meines Besuchs der Afa nicht wirklich wiedergibt. Dass VVs an mich unterwegs sind, habe ich ja erst bei meinem Besuch erfahren)
Der Text lautet "kann diese (gemeint sind wohl die noch nicht angekommenen VVs) aus gesundheitlichen Gründen nicht machen, deswegen sollte der ÄD eingeschaltet werden, Unterlagen sind bereits eingereicht, auf Wartezeit beim ÄD und auf Termin am ... hingewiesen.
Das ganze ist "Mit Fallabschluß" (was immer das heißt) gekennzeichnet.
(Auch der Text gibt, wenn überhaupt, nur ansatzweise das wieder worum es mir ging)
Vor allem beim Teil "auf Wartezeit beim ÄD hingewiesen" könnte ich ausflippen.
Seitdem bei meinem damaligen Beratungsgespräch die SB darauf hinwies, dass in meinem Fall wegen meiner Krankheit der Ärztliche Dienst einzuschalten sei, und an die entsprechenden Unterlagen zu kommen, da mir natürlich bewußt ist, dass sowas seine Zeit braucht.
Ich bin etliche Male zur Afa hin gegangen oder habe mit der Hotline telefoniert, um alles, speziell die Sache mit dem ÄD, irgendwie voranzutreiben, und immer wieder wurde ich abgewiesen, "Nein, das geht nicht,sie sind ja AU (krank geschrieben)".
[Meine Fresse, ich bin unheilbar, dauerhaft krank, es wird nicht mehr besser, ich bin mit knapp 50 Jahren noch zu jung für Rente (wahrscheinlich werde ich das entsprechende Alter eh nicht mehr erreichen), muss aber doch von irgendwas leben und bin daher "offiziell" eben AU damit die KK zahlt, aber ob mit AU oder ohne es muss irgendwie weiter gehen, der nächste Schritt getan werden, blablabla...]
Habe ich jetzt nicht so wortwörtlich bei der Afa gesagt, aber egal... immer wieder zu hören bekommen, Nein AU, wir können nix tun.
Dass es überhaupt vorwärts ging in Bezug auf Arbeitssuchend- und Arbeitslosmeldung sowie der Aushändigung des Fragebogens für den ÄD trotz seinerzeit noch bestehender AU verdanke ich ironischerweise besagter SB vom Empfang.
Nachdem ich sie wegen ihrer falschen Eingaben ins Verbis-System den nächsten Tag erneut "nervte", nannte sie mir im Anschluß eine Zimmernummer, in welchem dann ein Gespräch mit einer weiteren SB (welche Funktion/Position diese auch immer hatte?) stattfand, und endlich meine Arbeitssuchendmeldung aufgenommen wurde, mir die nötigen Unterlagen für den ÄD, meine letzten Arbeitgeber und die zu der Zeit mein Ersatzentgelt zahlende Krankenkasse ausgehändigt wurden.
Die Arbeitslosmeldung solle ich online erledigen, eine Änderungsmitteilung fand sich immerhin auf Papier in den ausgehändigten Unterlagen.
Das verstehe wer will, wir machen auf "Online", aber irgendwie immer noch in "Papier".
Ich hätte es lieber wie früher, alles auf Papier und gut ist.
Da hätte ich dann z.B. reinschreiben können " Antrag auf Schwerbehinderung ist zwar gestellt, aber noch kein Bescheid bekommen" - ich musste nun online ankreuzen, Schwerbehinderung JA/NEIN - was kreuzt man da an !?
Naja, aber das ausgerechnet nunmehr diese "Problem"-SB vom Empfang mir quasi "mitgeteilt hat", dass es beim ÄD "Wartezeit" gibt, empfinde ich persönlich als "einen Schlag ins Gesicht" nachdem ich zuvor mehrfach erfolglos versucht habe, das Ganze rechtzeitig in Gang zu bringen, aber diesbezüglich immer "gegen eine (AU-)Wand gerannt bin".
Tja, wirklich weitergeholfen hat mich dieser letzte Besuch bei der Afa nicht, telefonisch oder persönlich ist "meine" Vermittlerin nicht zur Klärung des Ganzen zu erreichen, die SB am Empfang hat bei mir, obwohl ich prinzipiell an das Gute im Menschen glaube, jegliches Vertrauen in sie und ihre "Kompetenz" verloren, meine Skepsis bezüglich des Verbis-Systems ist gestiegen und ich bin letztendlich genauso verunsichert wie zuvor.
Da meine bisherige Suche im Netz und auch hier im Form keine "Erleuchtung" brachte, stelle ich nun (endich) meine eigentlichen Fragen an euch.

Wie sind diese "Stellenangebote" die ich da online in meinem "Profil" gefunden habe zu bewerten ? Muss ich mich auf diese tatsächlich bewerben, also haben die die gleiche Bedeutung wie ein VV mit RFB per Post und droht bei Nichtbewerbung eine Sperrzeit ?
Muss ich überhaupt diese ganze "Online-Geschichte" nutzen und mich tagtäglich einloggen und mein Profil durchforsten ?
Müsste nicht erst einmal das Gutachten des ÄD abgewartet werden, um die "Zumutbarkeit" festzulegen, bevor ich von der Afa Stellenangebote bekomme ?
Ebenso wäre doch auch erst der Abschluß einer EDV oder ersatzweise eines VA nötig, um mich bei "Vergehen" gegen meine Mitwirkungspflicht (Nicht Bewerben auf Stellenangebote oder mangelnde Eigenbemühungen) sanktionieren zu können, oder sehe ich das falsch ?
Kurzum, muss ich mich gezwungenermaßen auf die bisherigen Angebote bewerben, weil mir sonst eine Sperrzeit droht, oder kann ich auf die noch ausstehende Beurteilung vom ÄD und die noch nicht abgeschlossene EGV verweisen ?

Ich sehe mich nach der Erfahrung mit der oben erwähnten Empfangs-SB und der Tatsache, dass ich die wohl für mich zuständige Vermittlerin weder persönlich noch telefonisch direkt erreichen kann, auf jeden Fall dazu gezwungen, "irgendwie" zu handeln und werde daher versuchen zumindest postalisch "meine" Vermittlerin zu erreichen und ihr mein Anliegen/Handeln (Nichtbewerben) zu schildern.
Dafür brauche ich halt euer "Schwarmwissen", um das Ganze vernünftig zu formulieren.
Es ist ja nicht so, dass ich nicht mehr arbeiten wil, aber es muss für mich machbar sein.
Es bringt mir (und sonst keinem) was, wenn ich mich jetzt in irgendwelche Arbeit stürze, um dann nach wenigen Stunden/Tagen festzustellen, dass ich dem (gesundheitlich) nicht gewachsen bin, daraufhin wieder beim Arzt/AU lande und letztlich immer wieder aufs neue arbeitslos werde. Wäre eine nicht endend wollende Dauerschleife.
Vielen Dank für eure Geduld beim Lesen meines "Romans" und noch mehr Dank für hilfreiche Antworten.
 

Zeitkind

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Willkommen im Forum. :welcome:
Rezeption
Dafür brauche ich halt euer "Schwarmwissen", um das Ganze vernünftig zu formulieren.
Schwarmwissen findet sich hier im Forum zur Genüge. Einfach mal (auch im Leitfaden) umschauen.
Aber es werden sich nur wenige finden, die Lust und Laune haben, ganze Bücher zu lesen.
Vielleicht wäre es besser, den Sachverhalt kurz zu schildern und entsprechend gezielte Fragen zu stellen. :icon_wink:
 

eloole

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Danke fürs Willkommen heißen.
In der Tat stellen sich mir wirklich nur 2 oder 3 Fragen, und diese wären auch schnell, kurz und präzise zu formulieren.
Zumindest stellt sich das " in meinem Kopf" so dar, da ich das Ganze ja schließlich erlebt habe bzw. noch erlebe, also quasi "mittendrin statt nur dabei" bin.
Damit aber auch Andere die Sache einschätzen und beurteilen können, muss ich nunmal das Ganze "aus meinem Kopf" heraus und irgendwie zum Ausdruck bringen.
Bitte jetzt nicht falsch verstehen, aber auch zu Beginn des von dir verlinkten Leitfadens findet sich (sinngemäß) unter Punkt 7 der Hinweis, beim Erstellen von Themen möglichst umfassend die Angelegenheit zu schildern, damit andere User von Anfang an ausreichend informiert sind.
Ich hatte garantiert nicht geplant einen solchen " Roman" zu schreiben, aber irgendwie ergab ein Wort das nächste Wort... und zugegebenermaßen tut es auch mal gut, sich das Ganze "von der Seele" zu schreiben.
Habe mir in den letzten Wochen hier schon einige Threads durchgelesen und zu meiner Problematik auch die Suche bemüht.
Allerdings war, wie ich weiter oben bereits ausführte, nichts wirklich zielführend.
Teils sind Informationen veraltet wg. geändeter Rechtslage, teils führen Verweise/Links auf externe/andere Quellen/Seiten ins Leere ("404", "Wir sind umgezogen"...).
Leider ist auch oft, sei es in diversen Beiträgen oder auch im verlinkten Leitfaden, - zumindest für mich - eine Abgrenzung oder Unterscheidung der entsprechenden Regelungen zw. Alg 1 und Alg 2 nicht klar erkennbar.
Laut dem von dir verlinkten Leitfaden kann man nicht verpflichtet werden, einen Afa-Online-Account zu erstellen - was aber ist, wenn dieser eben bereits besteht und man nunmehr darüber Stellenangebote oder Termine erhält ? Wie verbindlich / verpflichtend sind solche "Online-Infos" dann ?
Es ergeben sich eben Fragen, die ich (auch nach dem Durchstöbern deines Leitfadens) nicht eindeutig und zweifelsfrei abklâren kann.
Hoffe daher, dass sich doch noch einige "Leseratten" einfinden.....
 

Ottokar

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Fanngen wir mal an:
1.) Sei nur per Post für das Amt erreichbar.
Höre auf mit denen zu telefonieren und/ oder zu mailen. Lösche dort Deine Telefonnummer und Emailadresse.
(Anleitung dazu Suche im Forum)

2.) Die Nutzung der Jobbörse ist freiwillig.
Dort das Profil auf annonym stellen reicht meist aus um die ZA u.ä. auszubremsen wenn Sie Dich nur noch schriftlich
über das Afa erreichen können.
 

eloole

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Hallo Ottokar.

Email-Adresse habe ich nie hinterlegt, Telefonnummer hatte ich beim Erstellen meines Profils zwar erst angegeben, aber nachher wieder gelöscht.
Allerdings stehe ich im Telefonbuch, und wenn die Zaf von der Afa meinen Namen erhalten, kommen sie so natürlich auch an meine Telefonnummer ran.

Ob die Nutzung der Jobbörse ausschließlich freiwillig ist, erscheint mir nach dem Lesen des aktuellen "Merkblatt für Arbeitslose 1" (Stand: März 2019) fraglich.

"2.4 Pflichten aus EGV, Eigenbemühungen
...
Aktivitäten im Rahmen der EGV bzw. Eigenbemühungen können z.B. ... die Nutzung der Jobbörse und des Serviceportals ... sein"

Wenn also meine Vermittlerin/SB mir entsprechendes zur Jobbörse und/oder Serviceportal in die EGV reinschreibt, wäre ich gezwungen, diese auch zu nutzen.
Allerdings habe ich bis jetzt ja "meine" Vermittlerin überhaupt noch nicht kennengelernt, geschweige denn eine EGV abgeschlossen.

Als "Jobbörse" verstehe ich diese Suchmaske unter der man Beruf und Ort eingibt, um Stellenangebote zu finden.
Unter den Begriff "Serviceportal" dürfte der ganze Rest dieser "Online-Sachen" zu verstehen sein. Also auch sämtliche Sachen die irgendwie mit meinem Profil zu tun haben, wie eben jene bereits aufgelaufenen "Stellenangebote" und "Termine".
Ist ja auch praktisch für die SBs, kein lästiger Papierkram, keine VVs mehr per Post verschicken müssen - einfach ein, zwei Klicks am PC und das "Stellenangebot" gilt als "zugestellt" und ist für den "Kunden" verpflichtend.
Bei per Post zugestellten VVs muss ja, wie ich hier im Forum gelernt habe, eine RFB enthalten sein.
Online ist mir eine entsprechende "Belehrung" zumindest noch nicht aufgefallen.

Würde auch gerne wissen, wie genau diese "Stellenangebote" in meinem Profil (virtuellem Postfach) landen.
Laufen die jeweils über meine Vermittlerin und diese fügt die explizit jeweils einzeln ein ?
Oder kommen die "Stellenangebote" direkt von den Arbeitgebern/Firmen, weil die bei der Nutzung der Jobbörse mein Profil entdecken, meinen ich sei geeignet für ihre Stelle/n und mir dann das Angebot ins Postfach legen?
Oder läuft da einfach im Hintergrund ein Algorithmus ab, der dann automatisch Bewerber und Stellen zusammenbringt ?

Wegen der Anonymisierung muss ich noch mal nachschauen, bin mir aber eigentlich sicher, dass ich jeweils "Nicht veröffentlichen" angeklickt hatte.
 

Ottokar

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Falls Du in einer EGV dazu DIch verplichtet hast (wie auch immer) die elektronische Jobbörse zu nutzen ist das etwas anderes.
Dann hast Du dem in freier Willensentscheidung zugestimmt.

Du kannst die Jobbörse auch nach gusto ohne Login benutzen.

Ansonsten müssen VV mit RFB per Post zugestellt werden um Rechtskraft zu entfalten.
Der Aufwand der damit verbunden wird sollte Dir egal sein.
Bezüglich der Zumutbarkeit von VV lies Dich bitte in § 140 SGB III ein, der dies regelt.
 

Kerstin_K

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eloole,

Du bist virl zu hektisch, da ist viel zu viel Aktionismus. Bleib mal ruhig. Warum machst Du soviel Druck? Neue Arbeit suchst Du dir am besten selber, von der AfA ist d aicht wirklich etwas zu erwarten, jedenfalls nichts nachhaltiges abseits von Zeitarbeit und Co.

Dass es den Papierantrag auf ALG I nicht mehr gibt, war schlicht gelogen.

Wenn ein Verbis Eintrag einmal gespeichert ist, dann kann ein SB den nicht mehr ändern, jedenfalls nicht ohne dass der Administrator eingreift.

Wann der äD Deine Leistungsfähigkeit beurteilt, kann Dir egal sein. FAkt ist, bis dahin kann Eigentlich keine Vermittlung stattfinden, denn SB weiss jaoch agr nicht, in was Du vermittelt werden kannst und in was nicht. Das hat aber nichts mit Deinem nspruch auf ALG I zu tun, das Gutachten des äD ist nicht leistungserheblich. Das heisst, dass sobald Du Deinen vollständigen Antrag bei der AfA abgegeben hast, kann Dein ALG berechnet werden und ALG I gezahlt werden.

Auch Einladungen zu Terminen sind erst dann wirksam, wenn sie dir zugehen. Dabei trifft die AfA die Beweispflicht, ob eine Einladung diech erreicht hat oder nicht.

Übrigens hat die Postlaufzeit nichts mit der Entfernung zur Post oder zur AfA zu tun. Alle Postsendungen gehen erst in ein Postverteilzentrum und erst danach in die Zustellung.
 

eloole

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Eine EGV habe ich ja noch nicht abgeschlossen oder erhalten.
Ob die Jobbörse in der EGV drin stehen wird, und wenn ja, ich diese ggf. im Gespräch mit der SB ausklammern kann, bleibt noch abzuwarten.

Die Jobbörse habe ich bisher immer ohne Login genutzt.
Sich erst unnötigerweise einzuloggen, ändert ja nichts an der Funktionalität der Jobbörse und führt höchstens dazu, dass die Afa die Nutzung mitverfolgen und dokumentieren kann.

Habe mir nun auch nochmal genauer meine Online-Stellenangebote angeschaut.
Drei dieser Angebote sind etwas abgesondert in einem mit "Vermittlungsvorschlag ihrer Afa" betitelten Feld, die anderen Angebote werden daher wohl automatisch vom System zugeordnet oder doch von den Firmen selber eingefügt worden sein.

Die 3 Vorschläge der Afa habe ich auch eben per Brief erhalten.
2mal Helfer Metallbearbeitung, 1mal Helfer Lagerwirtschaft/Transport, allesamt über Zaf.
Wie erwartet sind die Angaben zur jeweiligen Stelle/Arbeit recht ungenau und die sonstige Beschreibung in den Angeboten ist "Zaf-typisch" formuliert.

So ist in 2 Angeboten als Arbeitsort der Firmensitz der Zaf und nicht die tatsächliche Arbeitstelle angegeben, der Kunde (also der Betrieb, wo ich dann wirklich arbeiten würde) ist dann 1x in meiner Stadt und 1x immerhin "namhaft".
Beim 3. Angebot sei der Kunde in einem etwas weiter entfernten "Ort und Umgebung", daher findet sich bei Arbeitsort auch nur die Angabe "verschiedene Standorte möglich"
Auch sind alle 3 Angebote nicht im Singular, sondern im Plural formuliert.
Es wird also nicht ein Helfer, sondern mehrere Helfer gesucht.
Ob hier jeweils wirklich eine konkrete Stelle zu besetzen ist, oder nur der Bewerberpool weiter ausgebaut werden soll, ist fraglich.
Der Lohn ist beim AG zu erfragen oder beträgt 9,79-15,66 oder 9,79 + ggf. Prämie / Fahrgeld.
Die Arbeitszeit ist in 2 Fällen 40 Std., obwohl bekanntermaßen die üblicherweise verwendeten Tarif- und Arbeitsverträge eine "garantierte" Arbeitszeit von 35 Std. beinhalten.
Also wieder soviel arbeiten wie der Einsatzbetrieb verlangt (40+), jedoch nur max. für 35 Std. Lohn bekommen, damit die Zaf die "Überstunden" aufs Zeitkonto packen und sich im Falle eines Nichteinsatzes daran "bedienen" kann.
Immerhin nennt der 3. Vorschlag direkt 35 Std. als Arbeitszeit, wobei allerdings auch hier die tatsächlich zu leistende Arbeitszeit drüber liegen dürfte.
Interessant klingt auch Bewerbung: ab 20.03.2019 - 15.09.2019.
Scheinbar hat der tatsächliche Einsatzbetrieb hier entweder unendlich Geduld oder aber nicht wirklich Bedarf.

Wie erwähnt war ich über 10 Jahre bei einer, oder besser über eine Zaf beschäftigt, und kenne daher die "Gepflogenheiten" der Branche. Habe auch nicht grundsätzlich ein Problem wieder bei/über eine/r Zaf zu arbeiten, solange ich über die Runden komme und der auszuübenden Arbeit (gesundheitlich) gewachsen bin.
Und genau da ist der Haken.
Da mich meine chronische Krankheit ja schon im normalen Alltag einschränkt und ich seit über 3 Monaten nicht mehr arbeiten, also keiner Arbeitsbelastung und -stress ausgesetzt, war, kann ich absolut nicht einschätzen, welche Arbeiten mir überhaupt noch möglich sind.

Gerade deswegen habe ich ja auch so frühzeitig wie möglich Kontakt zur Afa aufgenommen und dort um Beratung bez. meiner Situatuan gebeten.
Im Beratungsgepräch wurde der ÄD genannt, woraufhin ich ja dann dauernd versucht habe, die ganze Prozedur möglichst schnell in Gang zu bringen, dabei aber von Afa (wegen AU) mehr behindert als unterstützt wurde.

Dass mir jetzt schon Vermittlungsvorschläge zugeschickt und Bewerbungen abverlangt werden, obwohl

- der ÄD noch nicht untersucht/beurteilt hat
- noch kein auf dieses ÄD-Gutachten basierende Vermittlungs- und Beratungsgespräch stattgefunden hat
- ich noch keine EGV oder VA erhielt
- ich ja noch nicht mal "meine" Vermittlerin getroffen oder gesprochen habe,

kann ich absolut nicht nachvollziehen
Wofür wird der ÄD überhaupt eingeschaltet, wenn das Ergebnis erst gar nicht abgewartet wird ?

Ich habe mir auch den besagten Paragraphen 144 SGB lll nochmal angeschaut.
Mein (hoffentlich) gesunder Menschenverstand sagt mir das "Zumutbar" auch bedeutet, dass man einer Arbeit auch körperlich/gesundheitlich gewachsen sein sollte und daraus keine (weitere) Gefährdung der Gesundheit resultieren darf.
Begriffe wie Krankheit oder Beeinträchtigung / Behinderung werden dort nicht explizit genannt, gehören aber nach meinem Verständnis zu den "personenbezogenen Gründen" für die Bewertung der Zumutbarkeit.
Es wäre in meinen Augen geradezu paradox, wenn ein geringerer Verdienst oder längere Arbeitswege zur Ablehnung eines VV berechtigen, jedoch das sog. "höchste Gut", die Gesundheit keinerlei Bedeutung hätte.

Hallo Kerstin.
Keine Ahnung, ob ich zu hektisch bin oder zuviel Aktionismus an den Tag lege.
Unter Druck stehe ich auf jeden Fall und kann daher nicht ruhig bleiben.
Ich sehe es zwar genauso wie du, und fühle mich daher in meinen obigen Erwägungen bestätigt, dass erst das Ergebnis des Gutachtens vom ÄD abgewartet und erst daraufhin entsprechende VVs erfolgen dürften - aber du kennst ja den Spruch "Recht haben und Recht bekommen".
Ich will ja auch nicht gleich "mit der Tür ins Haus fallen" oder "das Kriegsbeil ausgraben".
Wer weiß, wie die noch zu erstellende EGV und die sonstige "Gangart" meiner Vermittlerin ausfällt, wenn ich von vornherein mit irgendwelchen Paragraphen und Einwänden meinerseits komme.
Möchte nicht direkt als penetranter, widerspenstiger Problemfall abgestempelt werden.

Dass dieses Gutachten vom ÄD gar nichts mit meinem Arbeitslosengeld 1 bzw. dem Antrag/Anspruch darauf zu tun hat, meine ich aber mal anders gelesen zu haben.
Anspruch auf ALG1 hat nur, wer in Arbeit vermittelbar ist, und das für mindestens 15 Std./Woche.
Sollte also der ÄD der Meinung sein, ich sei nicht zur Arbeit von mind. 15 Std./Woche fähig, gibt es kein ALG 1.

So oder so muss ich handeln.
Entweder Brief an die SB warum keine Bewerbung auf die VVs möglich/sinnvoll oder Pro-Forma-Bewerbungen oder zumindest Kontaktaufnahme zu den Zafs der VVs.
Kann finanziell keine 3monatige Sperrzeit verkraften.
Moderation:

Beiträge zusammengeführt. Bitte nicht mehrere Beiträge in kurzer Zeit posten. Man kann das eigene Posting innerhalb der Editierzeit (60 Minuten) jederzeit ändern oder erweitern. Des Weiteren lassen sich auch mehrere und auch verschiedene Zitate in einen Beitrag einfügen. Bitte in Zukunft beachten :) LG @HermineL
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Ottokar

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Bist Du AU und wenn nicht warum?
 

eloole

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Hallo Ottokar.
Nein, ich bin seit Anfang dieser Woche nicht mehr AU (habe also keine vom Arzt ausgefüllte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung), aber dennoch ist mein Gesundheitszustand weiterhin unverändert.
Es wird auch nicht mehr besser werden und ich muss nun halt schauen, was noch wie mit meiner "Restgesundheit" möglich ist.
Seit der drastischen Verschlechterung meiner chronischen Krankheit war ich bis letzten Freitag durch meinen Hausarzt krank geschrieben (also AU).
In der 2. Woche dieser knapp 3-monatig durchgängigen AU-Zeit war ich für eine Woche im Krankenhaus und später auch das erste Mal bei einem Facharzt.
Der Facharztbesuch erschien zuvor nie nötig, da ich mich relativ gesund/fit fühlte, meine Medikamente hatte und auch "normal" arbeiten und leben konnte.
Mit der drastischen Verschlechterung meiner Krankheit wurde das schlagartig anders und mit einer speziellen "Notfall"-Überweisung meines Hausarzes bekam ich überhaupt innerhalb weniger Wochen den Termin bei einem weiter entfernten Facharzt.
Den nächsten Termin bei einem (mir noch unbekannten) Facharzt hier vor Ort habe ich erst Mitte November diesen Jahres bekommen können.
Bei meinem Hausarzt bin ich seit über 20 Jahren, ich war zuvor schon bei den Vorgängern in der Praxis und er hat mich seinezeit quasi mit übernommen.
Bisher fühlte ich mich auch eigentlich recht gut aufgehoben/behandelt dort, in letzter Zeit kommen allerdings gewisse Zweifel auf.
Zumindest war er mir keine große Hilfe, als klar wurde, dass ich meine bisherige Tätigkeit/Arbeit nicht weiter ausüben kann und ich mich bzw. ihn fragte, was denn nun die nächsten Schritte sein sollten/könnten. Hätte gedacht, dass ein Arzt solche Fälle desöfteren hat, und daher Tipps und Ratschläge geben kann. Von ihm kam da leider nichts.
Letztlich hat er mich auch nicht weiter krankschreiben können/wollen, da sonst die Krankenkasse früher oder später Probleme macht und den MKD (deren Ärztlichen Dienst) beauftagen würde.
Die Krankenkasse bzw. deren Gutachter hätten dann die entsprechenden Umstände (Arbeitstelle vs. chronische Krankheit) bewertet und die Schlussfolgerung gezogen, dass die Arbeit bei meinem bisherigen AG zu einer (weiteren) Gefährdung meiner Gesundheit führt, eine sog. "negative Prognose" darstellt und eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht möglich ist.
Mein Arzt müsste/muss eine solche mögliche Gefährdung der Gesundheit auch direkt der Krankenkasse melden, um nicht selber Probleme zu bekommen und z.B. in Regress genommen zu werden.
Ich kann ihm daher nicht wirklich einen "Vorwurf" machen, weil er mich, nach gut 3 Monaten bei unverändertem Gesundheitszustand nicht weiter "AU schreibt".
Auch bin ich ja bei der Afa dauernd abgewiesen worden, weil ich eben "AU war".
Erst als ich erwähnte, dass die AU voraussichtlich nicht fortgeschrieben wird, konnte ich das Afa-System in Gang setzen (Arbeitssuchendmeldung > Arbeitslosmeldung > Ärztlicher Dienst...).

Also kurz und bündig, ich bin zur Zeit nicht AU, also diesbezüglich kein Nichtbewerbungsgrund abzuleiten.

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Hallo Kerstin.
So wie ich das überblicke haben die VVs keine RFB.
Es wird nur gebeten, sich per ... zu bewerben und mit beigefügtem Blatt oder per ... Rückmeldung an die Afa zu machen.
Nur der ebenfalls enthaltene Zettel mit dem Termin bei der SB am Mittwoch hat auf der Rückseite eine entsprechende RFB zum Meldetermin...

Trotzdem werde ich irgendwie agieren/reagieren müssen.
 
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Kerstin_K

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Ich verstehe noch immer nicht, weshalb du so einen Druck machst.

Auf die VVs musst du dich nicht bewerben.
 

eloole

Neu hier...
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Wahrscheinlich könnte ich tatsächlich so argumentieren - ich habe mich nicht beworben, weil ich mangels RFB oder fehlender EGV nicht dazu verpflichtet bin.
Aber meinst du nicht, dass die nächsten VVs dann eine entsprechende RFB enthalten würden und die noch kommende EGV ebenfalls "verschärft" ausgearbeitet ausfällt ?
Ich zumindest würde so etwas mit nahezu 100%-iger Sicherheit erwarten, und würde daher lieber erstmal den Schongang einlegen und das Ganze "zivilisiert" abwickeln.
Mein Problem ist halt nur, dass ich meine Vermittlerin, die mir diese ganzen VVs zustellt, zumindest kurzfristig, scheinbar weder persönlich noch telefonisch erreichen kann, um die Angelegenheit auf dem "kurzen Dienstweg" zu erledigen.
Aber ich als "Kunde" soll möglichst viel/alles "online" machen, damit ich immer, überall und jederzeit erreichbar/verfügbar/kontrollierbar bin.

Naürlich schaue ich schon selber in hiesigen Zeitungen (wo jedoch kaum bis keine "einfachen" Helfertätigkeiten inseriert werden) und einigen Online-Jobbörsen nach Arbeit, und verlasse mich nicht ausschließlich auf die Afa.
Bei meiner letztmaligen Arbeitslosigkeit vor gut 16 Jahren, bekam ich vom Arbeitsamt im Laufe von über 13 Monaten sage und schreibe 2 Stellenvorschläge, wurde aber ansonsten, soweit im mich erinnere, auch "in Ruhe gelassen".
Keine Zwangstermine oder -bewerbungen oder EGVs....
Man erhielt sein Arbeitslosengeld und konnte sich gezielt auf Arbeitssuche begeben, ohne irgendwelches "Störfeuer" seitens des AA.
Für mich derzeit also alles "Neuland" und obwohl ich hier seit einiger Zeit im Forum "stiller Mitleser" bin und dachte ich sei daher für den Kontakt mit der Afa "vorbereitet", scheint dem nicht so zu sein.
 

Mona Lisa

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Dass mir jetzt schon Vermittlungsvorschläge zugeschickt und Bewerbungen abverlangt werden, obwohl

- der ÄD noch nicht untersucht/beurteilt hat
- noch kein auf dieses ÄD-Gutachten basierende Vermittlungs- und Beratungsgespräch stattgefunden hat
- ich noch keine EGV oder VA erhielt
- ich ja noch nicht mal "meine" Vermittlerin getroffen oder gesprochen habe,

kann ich absolut nicht nachvollziehen
Wofür wird der ÄD überhaupt eingeschaltet, wenn das Ergebnis erst gar nicht abgewartet wird ?
Ich denke, das ist das Hauptproblem. Du hast Angst, Stellen annehmen zu müssen, die Du aufgrund Deiner gesundheitlichen Einschränkungen gar nicht ausüben kannst.

Bewerbe Dich nur auf Stellenangebote mit RFB. Es ist doch gar nicht gesagt, daß Du eine Einladung bekommst. Und selbst, wenn Du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen würdest, heißt das noch lange nicht, daß sie Dich einstellen.

Also kannst Du es wirklich, wie Kerstin schreibt, gelassener angehen.

LG

Mona Lisa
 

Kerstin_K

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Ich würde schon sagen, dass die VVs gesundheitlich nicht passen.
 

Zeitkind

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Leider ist auch oft, sei es in diversen Beiträgen oder auch im verlinkten Leitfaden, - zumindest für mich -
eine Abgrenzung oder Unterscheidung der entsprechenden Regelungen zw. Alg 1 und Alg 2 nicht klar erkennbar.
Diese sind hier aber eindeutig aufgezeigt; Grundsätzliche Unterschiede bei den Leistungsarten
Laut dem von dir verlinkten Leitfaden kann man nicht verpflichtet werden, einen Afa-Online-Account zu erstellen -
was aber ist, wenn dieser eben bereits besteht und man nunmehr darüber Stellenangebote oder Termine erhält ?
Wie verbindlich / verpflichtend sind solche "Online-Infos" dann ?
Du hast schon die richtige Bezeichnung verwendet. Es sind Informationen zu deren Einsichtnahme Du nicht verpflichtet bist.
Verbindlich gegenüber Behörden ist der Schriftweg. Für den Verwaltungsakt gilt zwar nach Abs.2 § 33 SGB X
neben dem Schriftweg auch elektronisch oder mündlich, jedoch für den Nachweis der Zustellung nach Abs.2 § 37 SGB X
im Zweifel hat die Behörde den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zugangs nachzuweisen
Da sich der Nachweis der Kenntnisnahme einer elektronischen Zustellung schwierig gestalten kann, wird i.d.R. der Schriftweg genutzt.
Ob die Nutzung der Jobbörse ausschließlich freiwillig ist, erscheint mir nach dem Lesen des aktuellen "Merkblatt für Arbeitslose 1" (Stand: März 2019) fraglich.
"2.4 Pflichten aus EGV, Eigenbemühungen
...
Aktivitäten im Rahmen der EGV bzw. Eigenbemühungen können z.B. ... die Nutzung der Jobbörse und des Serviceportals ... sein"
Ich sehe hier keine Verpflichtung. Ggf. kannst Du Deinen dortigen Account auf diese Weise löschen.
Wenn das gelingt, bitte Rückmeldung geben. :icon_wink:
 

eloole

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Hallo Mona Lisa,
Hallo Kerstin,

Ob die entsprechende Arbeit, welche sich hinter diesen Stellenangeboten "verbirgt" von mir zu schaffen oder für mich geeignet ist, kann ich eben leider vorab nicht erkennen.
Vieleicht ist ja sogar der genau für mich passende Job dabei.
Mangels besonderer Qualifikation wird es eh auf Helfertätigkeiten und Zeitarbeit hinauslaufen.
Habe ich jahrelang bereits hinter mir, "so what´s the fu..., why not".
Ich bin ohne "Anhang" und muss nur irgendwie über die Runden kommen.

Ein Arbeitsvertrag bei einer Zaf wird aber leider quasi "blind" abgeschlossen.
Man unterschreibt den Vertrag, ohne zuvor die wirkliche Arbeitsstelle gesehen zu haben, um so zumindest ansatzweise abschätzen zu können, welche Tätigkeit/en auszuführen wären und ob diese "gesundheitlich" überhaupt möglich/geeignet sind.
Und selbst wenn es in einem Moment/Einsatz "passt", kann es kurz darauf beim nächsten "Kunden-Einsatz" (eben Zaf-typisch wechselnde Tätigkeiten und Firmen/Orte) "schiefgehen".
Sollte ich mich also auf die vorliegenden VVs dieser 3 Zaf bewerben und von einer davon auch "unter Vertrag" genommen werden, sich jedoch nach Arbeitsantritt zeigen, dass ich der tatsächlichen Tätigkeit nicht gewachsen bin, wäre ich wohl recht schnell (schätzungsweise 1-2 Versuche) "verbrannt" und vermutlich auf einer "Roten Liste" gelandet.
Und eben genau hierin sehe ich das Problem.
Irgendwann gehen mir dann die "verfügbaren" Arbeitgeber aus...
 
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Kerstin_K

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Auch eine ZAF hat eine Fürsorgepflicht. Fas heisst genau genommen, dass man dich nur leidensgerecht einsetzen darf. Das vor jedem Einsatz etst zu prüfen, die Mühe macht sich keine ZAF. Los wird man dich aber mit Schwetbehinderung aucj nicht mehr so einfach. Deshalb hast du nei ZAF kaum noch Chancen auf Einstellung.
 
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