Einige Fragen rund um ALGII und Umgang mit Sachbearbeitern

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Pihsen

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Guten Abend zusammen,

nach dem heutigen Telefonat mit meinem Sachbearbeiter, welches mich auf die Palme brachte, habe ich ein paar offene Fragen, auf die ich bislang keine Antworten finden konnte. Da ich nicht mehrere Threads eröffnen wollte, fasse ich sie hier zusammen. Ich hoffe, dass das in Ordnung ist.

Folgende Situation:
Vom 13.05.2008 - 31.01.2009 war ich im Handwerk beschäftigt. Zwischenzeitlich hatte ich dem zuständigen Jobcenter eine Kopie des befristeten Arbeitsvertrages zukommen lassen. Etwas verspätet am 09.02.2009 meldete ich mich arbeitslos, da ich die Zeit dazwischen psychisch ziemlich am Boden war. Bis zum 23.02. sollte ich meinen Antrag abgegeben haben. Da es etwas dauerte bis die maschinell gefertigten Arbeitsbescheinigungen meines ehemaligen AGs abgefertigt wurden, wartete ich noch etwas, gab die Unterlagen aber dann ohne die Bescheinigung beim Jobcenter am 20.03. persönlich ab.
Ich wartete 4 Wochen und erhielt noch keine Nachricht. Deshalb und weil meine Reserven langsam ausgehen, meldete ich mich am 23.03 zuerst persönlich in der Anlaufstelle. Ich wurde auf den zuständigen Sachbearbeiter und eine Hotline verwiesen. Mein Sachbearbeiter war nicht zu erreichen und mit der Hotline konnte ich vereinbaren, dass sich jemand in den nächsten 48h melden würde. Das war natürlich nicht der Fall. Schließlich rief ich wieder an und mir wurde mitgeteilt, dass mein Sachbearbeiter momentan nicht anwesend wäre, meine Unterlagen aber den Status "In Bearbeitung" hätte. Der Fall würde an einen Kollegen weitergeleitet. Am Donnerstag erhielt ich dann den ersehnten Anruf. Meine Unterlagen liegen auf dem Schreibtisch des abwesenden Mitarbeiters und sind in Bearbeitung. Dieser kommt aber erst am Montag (30.03.) wieder. Der Stellvertreter wollte anschließend noch die Unterlagen durchsehen, ob sie komplett sind und falls nicht, sich nochmal melden. Mehr könne er nicht machen. Ich machte ihm wiederholt klar, dass mir die finanziellen Reserven ausgehen und ich auf Hilfe (Unterkunft, Regelleistung) angewiesen bin. Er informierte mich noch darüber, dass ich dann kurzfristig Bares beantragen könnte. Das sollte ich dann mit meinem Sachbearbeiter klären, wenn er wieder da ist. Die ganze Woche saß ich auf heißen Kohlen und wartete auf die jeweiligen Rückrufe. Heute meldete sich dann nach erneutem Anruf bei der Hotline mein zuständiger Sachbearbeiter. Er würde sich im Laufe der nächsten Zeit die Unterlagen ansehen und mir dann schriftlich mitteilen, ob etwas fehlt und, falls nötig, nach Komplettierung dann die Überweisung einleiten, was auch nochmal knapp eine Woche in Anspruch nimmt. Ich machte ihm klar, dass ich über keine Reserven mehr verfüge und meine Miete am 01.04. nicht mehr bezahlen könne. Ich sprach ihn dann auf den Vorschuss an, woraufhin ich dann die Information bekam, dass das nur Lebensnotwendiges betrifft. Daraufhin entbrannte eine recht lange Diskussion, weil mir das wirklich etwas zuviel mit den halbwahren Informationen und Augenwischereien wurde. In dieser Diskussion wurde ich auch als Pessimist bezeichnet. Wir sind nun so verblieben, dass er mich morgen telefonisch darüber informiert, ob meine Unterlagen komplett sind, damit ich wenigstens ein bißchen verlorene Zeit gutmachen kann, falls etwas fehlt.
So, ich hoffe, ihr seid bis hierhin nicht eingeschlafen oder habt die Lust verloren.
Nun zu den eigentlichen Fragen:
Ich hatte am 14.02.09 mein letztes Gehalt für den Zeitraum vom 01.01. - 31.01. erhalten. Da ich noch Anschaffungen zu tätigen hatte, waren von meinem Gehalt am 01.03. noch knapp 900 € übrig, welche ich auch beim Antrag mit angab und wovon ich den letzten Monat auch noch lebte. Wird dieses wirklich hartverdiente Geld mit angerechnet und muss ich damit rechnen, dass ich für Februar und März keine Leistungen zurückbekomme, das Arbeiten quasi für den Po war ?
Bekomme ich überhaupt Unterkunftszahlungen/Leistungen, da ich mich erst am 09.02. arbeitslos meldete (Zur Erinnerung: Kopien des Vertrages lagen dem Jobcenter vor)?
Ich tätige momentan noch eine Rückzahlung von überbezahlten Leistungen (100 Euro monatlich). Lässt sich diese einfrieren ? Desweiteren zahle ich monatlich knapp 100 Euro für eine Zahn Operation ab. Lässt sich da irgendwas machen ?

Ich hoffe es nimmt sich jemand die Zeit das alles durchzulesen. Ich weiß es zu schätzen und danke euch im Voraus für eure Hilfe.

Grüße
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Morgen hingehen und Abschlag, äh Vorschuß geben lassen. Wenn SB Urlaub nimmt, hat das den vermieter nicht zu interessieren.
Für Vorschuss reicht es wenn dem Grunde nach ein Anspruch bestehen könnte.
 

Donauwelle

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Sofern dein Gehalt größer ist als dein ALGII, wirst du für den Februar keine Leistungen bekommen, da das Zuflussprinzip gilt und du ja den Januarlohn im Februar erhalten hast.

Ansonsten - hingehen, sofortigen Vorschuss verlangen, am besten Beistand mitnehmen...
 

Pihsen

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Danke euch trotzdem schon einmal für eure Hilfe.

Ich habe das jetzt erstmal mit meinem Vermieter geklärt, dass die Miete später eintrifft, da ich mir am Samstag den Fuß verstaucht habe und nicht rumspazieren kann wie ich will.

Ich soll für Februar und März kein Geld bekommen, da ich im Februar die 1742 € netto für den Januar bekam.

Nun habe ich noch eine Frage:
Und zwar wurden mir, bevor ich in Arbeit ging, letztes Jahr die Heizkosten anhand der Heizkostenabrechnung berechnet und nicht über die Pauschale. Da ich damals nur sehr wenig heizte und diesen Winter recht viel, ich aber natürlich die Abrechnung dazu noch nicht habe, sehe ich da ein kleines Ungleichgewicht und befürchte, dass die Leistung nicht angemessen ist.
Lässt sich da was machen ?
 

redfly

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Wird der Lohnzufluss im Februar i. H. v. 1742 EUR auf die Bedarfsmonate Februar und März verteilt? Besteht nicht für März voller ALG II-Anspruch?
 

Pihsen

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Genau das ist meine Frage. Laut meinem Sachbearbeiter soll also jetzt meine erste Leistung erfolgen. Ist das nun die Märzzahlung oder wird im Voraus quasi für den April gezahlt ?
 

redfly

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ALG II wird am Monatsanfang im voraus gezahlt. Es ist aber meist am letzten Werktag auf dem Konto, also z. B. heute. Vermutlich besteht bei dir auch für März voller ALG II-Anspruch, da der letzte Lohnzufluss im Februar war.
 

Arania

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Genau das ist meine Frage. Laut meinem Sachbearbeiter soll also jetzt meine erste Leistung erfolgen. Ist das nun die Märzzahlung oder wird im Voraus quasi für den April gezahlt ?
Falls heute etwas gezahlt wird sollte es für den April im vorraus sein, ansonsten ergibt sich das auch aus dem Bewilligungsbescheid
 

sleepy5580

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Also für März besteht voller Anspruch da der Lohn im Februar zugeflossen ist (Zuflussprinzip) und du da noch nicht bedürftig warst ist der "Rest" Schonvermörgen solang dein Vermögen nicht insgesamt deinen individuellen Satz überschreitet. Hast du schon einen Bescheid bekommen? Dort ist steht drauf von wann bis wann der gültig ist. Und auf jeden fall schonmal so Verfahren wie kleindieter und wolliohne gesagt haben
 

Pihsen

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Den Bescheid habe ich noch nicht bekommen, da ich noch eine Mietbescheinigung, die aktuelle Stadtwerketurnusabrechnung und die letzte Lohnabrechnung vom Januar nachreichen "muss".
Es ärgert mich so sehr, dass er mir das erst heute nach über 5 Wochen mitteilte, dass diese Dinge fehlen.

Nur um Missverständnisse zu vermeiden:
Wie gesagt, ich hatte das Gehalt für Januar im Februar erhalten. War aber im Februar schon arbeitssuchend. Am 01. März hatte ich dann noch knapp über 900 Euro übrig, was meinen "Satz" vermutlich übersteigt, wenn mit Satz die monatliche Leistung gemeint ist.
 

sleepy5580

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Der Freibetrag für dein "Erspartes" beträgt 150 Euro pro Lebensjahr.Solang du kein anderes "Vermögen" besitzt und älter als 6 Jahre bist :icon_twisted: dürfte dem wohl nichts entgegenstehen.
 

sleepy5580

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Am besten hingehen mit einem Beistand (Zeugen) bei einreichen der Unterlagen mitnehmen und dann auch nach dem Bescheid ab März fragen, wenn das die einzigen Unterlagen sind die fehlen könnte ein SB (rein zeitlich) das auch direkt beim einreichen machen.
 
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