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Eingliederungsvereinbarung vor Eintritt der Arbeitslosigkeit

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Nicht offen für weitere Antworten.

Randle

Elo-User/in

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19 Aug 2009
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#1
Hallo,

ich bin gerade auf dieses Forum gestoßen und habe mit großem Interesse den ersten Beitrag des folgenden Threads gelesen
http://www.elo-forum.org/einglieder...ehren-gegen-eingliederungsvereinbarungen.html

Der bezog sich allerdings auf ALG II. Gilt das 1:1 auch für ALG I (SGB III)?

Hier meine Situation:

23.06.09 - Betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen zum 30.09.2009

26.06.09 - Telefonische Meldung an die AfA Dortmund

03.08.09 - "Beratungs""gespräch" mit SB in Dortmund (ohne Beistand/Zeugen)
Die SB hat mir einige Zettel ausgedruckt in denen ich dann meine Fähigkeiten angeben und benoten (0-3) sollte. Diese hat sie dann in ihren Rechner gehackt (konnte ihr nicht auf den Schirm schauen). Wahrscheinlich sollte das das Profiling sein.
Am Ende hat sie mir eine Eingliederungsvereinbarung mit den Worten, das müsse ich jetzt unterschreiben, unter die Nase gehalten. Im Grunde genommen stand da jetzt nichts Wildes drin. Eigentlich Selbstverständlichkeiten (qualifiziertes Arbeitszeugnis vom letztem Arbeitgeber, aussagefähige Bewerbungsunterlagen, die sie nebenbei gesagt von mir schon vorab per Post bekommen hatte, mind. 5 Bewerbungen im Monat usw.)
Als Ziel steht die Vermeidung von Arbeitslosigkeit, Arbeitsaufnahme als .... im Umkreis 2,5 Stunden Pendelzeit.

Von einer Beratung, einer 3stufigen wie im oben verlinktem Thread, kann nicht die Rede sein. Die SB war weder fähig noch Willens mir zu helfen, geschweige denn mich zu beraten. Das was mir da als Beratung verkauft wurde (z.B. zum Thema Existenzgründung) bekommt man auch nach 2 Minuten googleln.

Später hat sich noch (z.B. beim Termin zur Abgabe meines ALG I Antrags) stellte sich heraus das sie mir noch andere Dinge (z.B. Vermittlungsbudget, Fristen zur Meldung beim Arbeitsamt nach einem Umzug) verschwiegen hat. Also lebend nicht zu gebrauchen!

Mich würden jetzt folgende Dinge interessieren:

1. Gelten die Rahmenbedingungen aus dem oben verlinktem Thread auch für ALG I?

2. Ist die Eingliederungsvereinbarung schon jetzt gültig,? ich befinde mich ja noch in einem Beschäftigungsverhältnis bis zum 30.09.2009. Ich habe zwar den kompl. September Urlaub aber sollte doch irrelevant sein.

3. bzw. ist Sie bei diesen Rahmenbedingungen nach generell bindend für mich? (Ich will mich nicht vor Arbeit drücken, sondern nur vor der Beschränktheit einiger AfA Mitarbeiter schützen. Abgesehen davon bin ich 37 Jahre alt und durchaus in der Lage mich selbstständig um Arbeit zu kümmern. Das habe ich in der Vergangenheit immer gemacht und habe das auch weiterhin vor.)

4. Da ich jetzt wieder von Dortmund zurück nach Bremen ziehen werde, habe ich natürlich im Rahmen meiner Termine bei der AfA auch diesbezgl. nach evtl. Verpflichtungen meinerseits gefragt. Da habe ich immer wieder widersprüchliche Aussagen bekommen.

Version 1:
Sie müssen sich innerhalb von 5 Tagen nach dem Umzug mit einer gültigen Meldebestätigung bei der AfA melden.

Version 2:
Sie brauchen sich nicht melden. Sie melden sich in Bremen am ersten Tag ihrer Arbeitslosigkeit (1.10.2009) bei der AfA.


Meiner Auffassung nach habe ich bereits meine (aktuellen) Pflicht erfüllt.
1. Meldung über meine Kündigung innerhalb von 3 Tagen nach meiner Kenntnisnahme
2. Meldung über meinen Umzug (vor dem Umzug)
3. Erscheinen bei der AfA am ersten Tag meiner Arbeitslosigkeit (steht halt noch aus)

Alles darüber hinaus ist meiner Meinung nach ein freiwilliges Zugeständnis meinerseits. Ich bin auch durchaus bereit mit der AfA zusammen zuarbeiten, aber bitte auf Augenhöhe. Es geht immerhin um mein Leben.

Ich habe mittlerweile bereits Post von der AfA Bremen bekommen, in der Sie mich zu einem Beratungsgespräch einladen. Allerdings liegt der Termin vor meinen Umzugstermin, den ich dem Dortmunder Arbeitsamt telefonisch mitgeteilt habe. Habe der AfA Bremen auch ein entsprechendes Antwortschreiben geschickt, bin mir aber nicht sicher ob die das jetzt auf die Kette kriegen.

Ich bekomme so langsam den Eindruck, dass das Schlimmste an der Arbeitslosigkeit gar nicht der finanzielle Verlust ist oder evtl. Mangelerscheinungen beim Selbstwertgefühl, sondern sich mit der Beschränktheit der AfA konfrontieren zu müssen.
So wurde mir bei der telefonischen Meldung über meinen bevorstehenden Umzug, mitgeteilt das ich durch mein schnelles Handeln (z.B. vollständige Abgabe und Bewilligung meines Arbeitslosengeldantrags) die Dinge komplizierter gemacht habe als notwendig. (Es tut mir ja wahnsinnig leid, dass ich die AfA durch mein Engagement überfordert habe)

Möchte gar nicht wissen, was bei der ARGE abgeht. Man muss ja zwangsläufig zum Hobbyjuristen werden, um nicht über den Tisch gezogen zu werden.

Ich bin gespannt auf eure Antworten und bedanke mich schon mal vorab für eure Mühen.

Danke und Gruß
Randle
 
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