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Eingliederungsvereinbarung ü50

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anca50

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27 Apr 2009
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#1
Hallo zusammen,

ich habe eine Eingliederungsvereinbarung von meiner Sachbearbeiterin zugeschickt bekommen, welche ich ihr unterschrieben zurück schicken soll. Vorab wollte ich jedoch hier im Forum mal fragen, ob diese EGV so in Ordnung ist, oder ob man da noch etwas ändern kann/soll.
Hier mal ein paar Angaben zu meiner Person vorab.
Ich bin am 02.01.1950 geboren und somit leider einen Tag zu spät für die "58 Regelung" auf die Welt gekommen :rolleyes:

In jungen Jahren habe ich Bürokauffrau gelernt, habe aber dann vor 11 Jahren eine Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin absolviert.
Leider bin ich im Jahr 2006 arbeitslos geworden und hatte seitdem keine Chance mehr in meinem Beruf zu arbeiten.
Eigentlich liegt es nur daran, dass ich keinen Führerschein habe und ich somit mögliche Arbeitsstellen nicht erreichen kann. Nacht- und Spätschichten sind aufgrund der schlechten Verkehrsanbindung eigentlich gar nicht möglich und ohne Auto bin ich halt aufgeschmissen.
Jetzt soll ich aber bei der DAA an dem Projekt "50 TOP" teilnehmen.
Ganz ehrlich muss ich sagen, dass dieses Projekt einfach nur lächerlich ist und es mich in keinster Weise weiterbringen wird.

Ich habe mir die Präsentation zu diesem Projekt angehört und es wurden mögliche "Aktivitäten" genannt, wo die Teilnehmer eingesetzt werden können/sollen.
Es wurden so Dinge genannt wie "Städteführer durch den Ort", oder "gesundes Kochen".
Also ich möchte gerne wieder in meinem Beruf arbeiten, jedoch möchte ich mich nicht zum Kasper machen.
Muss ich wirklich an diesem Projekt "50 TOP" teilnehmen, oder kann man das irgendwie verhindern/umgehen?
Außerdem würde mich mal interessieren, ob es überhaupt zulässig ist, dass ich eine EGV bekomme von der ARGE aus einem ganz anderen Ort.
Die "gute Frau", die dieses Projekt betreut und mir die EGV geschickt hat, kommt nämlich gar nicht von der ARGE unseres Landkreises.
Vielen Dank für eure Meinungen und Tipps im Voraus!
 

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Gast
#2
Nein, sie ist nicht in Ordnung. Nicht nur wegen der Standardsätze (Ortsabwesenheit etc.), sondern wegen der Maßnahme Ganzil. Diese Maßnahme ist eine Aktivierungsmaßnahme. Da schickt man Leute hin, die schon lange nicht mehr, oder noch nie richtig gearbeitet haben. Das ist ja für dich völlig überflüssig. Du benötigst die Übernahme der Kosten für einen Führerschein, weil man in deinem Beruf Altenpfleger das heute auf den häuslichen Bereich übergegangen ist. In den Altenheimen findest du inzwischen lauter EEJobber. Ich würde hier die die Maßnahme Ganzil durch "Übernahme der Kosten für einen Führerschein der Kl. III zwecks Erhöhung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt (privater Pflegedienst)" reinsetzen. Zusätzlich würde ich noch einen formlosen Antrag auf Übernahme der Kosten für einen Führerschein stellen und sehr gut argumentieren, weswegen du ohne dem nicht in Arbeit kommen kannst. So z.B. "Da ich in meinem Beruf ohne Führerschein nicht arbeiten kann, bitte ich Sie - unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit - mir die Kosten dafür zu erstatten. Mit einem Führerschein könnte ich mit als gelernte und erfahrene Altenpflegerin problemlos in einem privaten Pflegedienst bewerben, der händeringend gute, gelernte Arbeitskräfte benötigt. Dann werden sich auch ausreichend Vermittlungsmöglichkeiten für mich finden.". Oder so ähnlich.

Auch sonst ist die EGV nicht korrekt:

Das Ziel sollte lauten: "Vermittlung auf den 1. Arbeitsmarkt durch Übernahme der Kosten für einen Führerschein".

Bei der Aufnahme des Bewerberprofiles müsstest du noch "anonym" reinschreiben.

Statt: "Bewerbungskosten können bis ...." schreibe bitte "Bewerbungskosten werden....."

Der gesamte Text, der sich unter Punkt 2 befindet, muss gelöscht werden. Die nachfolgenden Sätze: "Halten Sie sich innerhalb..... " bis einschl. den Satz im Kästchen der Rechtsfolgebelehrungen, der lautet: "Solte aufgrund von....." muss ebenfalls weg.

Unter Punkt 2 kannst du reinschreiben:

"Frau ...... verpflichtet sich, sich auf geeignete Stellen zu bewerben und den Führerschein Kl. 3, der ihr erstattet wird, zu erwerben."

und danach kommen die Rechtsfolgebelehrungen.

Die Ablehnung der Aktivierungsmaßnahme müsstest du begründen, dass du als langjährig Berufserfahrene, die noch nicht so lange arbeitslos ist, nicht "aktiviert" werden brauchst. Die Maßnahme bringt dich ja nicht in Arbeit. Du hattest vor in Arbeit zu kommen, du benötigst dazu auch keine WEiterbildung, sondern nur einen Führerschein.

Der Antrag auf den Führerschein wird vermutlich abprallen. DAnn kannst du Widerspruch und Klage einreichen.

Mit dem Antrag auf den Führerschein gehst du aber erstmal auf Angriff gegen deren Maßnahme, die ja auch Geld kostet. Du hast sehr gute Argumente.
 
E

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Gast
#3
Nur eine kleine Verbesserung am Rande: die Führerscheinklassen mit Nummern gibt es schon seit Jahren nicht mehr. Der Führerschein (offiziell: die Fahrerlaubnis) für Pkw wäre jetzt die Klasse B.
 
E

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Gast
#5
Und vor allem, einfach nur zuschicken, wat soll das denn ?
Da hat die dich einzuladen, damit du deine Vorschläge auch einbringen kannst.
Ist ja schließlich ein öffentlich rechtlicher Vertrag.
Wenn sie partout auf eine Unterschrift besteht, ist das Nötigung.
 
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#6
Besorge Dir einen Arbeitgeber der es Dir schriftlich gibt, dass er Dich einstellen würde wenn Du einen PKW Führerschein hast.
Den Zettel gibst Du beim Arbeitsamt ab und beantragst die Kostenübernahme für einen Führerschein.

Zu der Maßnahme bzw. der EinV verlangst Du erstmal ein Eingliederungskonzept vom Arbeitsamt.
 
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Gast
#7
Hallo anca50,
willkommen bei den Geknechteten. Ich persönlich würde mich bei der Tante über haupt nicht melden. Ich stelle mich blöd und weiß von nichts.:icon_twisted:
Solltest du aber nicht die Nerven für so ein Spiel haben, wir Ü 50 sind ja schon genug gebeutelt, so halte dich an das was Mobydick dir geschrieben hat.
Ich selbst habe von seinen Ausführungen und Vorschlägen schon des öfteren profitiert.:icon_klatsch::icon_klatsch:
 

Dora

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12 Feb 2007
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#8
...
Ich habe mir die Präsentation zu diesem Projekt angehört und es wurden mögliche "Aktivitäten" genannt, wo die Teilnehmer eingesetzt werden können/sollen.
Es wurden so Dinge genannt wie "Städteführer durch den Ort", oder "gesundes Kochen".
Also ich möchte gerne wieder in meinem Beruf arbeiten, jedoch möchte ich mich nicht zum Kasper machen.
Muss ich wirklich an diesem Projekt "50 TOP" teilnehmen, oder kann man das irgendwie verhindern/umgehen?
Außerdem würde mich mal interessieren, ob es überhaupt zulässig ist, dass ich eine EGV bekomme von der ARGE aus einem ganz anderen Ort.
Die "gute Frau", die dieses Projekt betreut und mir die EGV geschickt hat, kommt nämlich gar nicht von der ARGE unseres Landkreises.
Vielen Dank für eure Meinungen und Tipps im Voraus!
Bei uns heisst das Programm "50 PLUS" ode so. Wer da ein Angebot wahrnehmen will, soll eine EGV unterzeichnen. Da ich für unseren Verein den Trägerverbund der die Maßnahmen Koordiniert und anbietet angesehen habe, kann ich gut verstehen, dass du dich nicht "nicht zum Kasper machen" lassen willst.
Eine EGV muss und sollte niemand unterschreiben. Von uns verlangt schon lange keiner mehr, dass wir mit dem Abschluss einer EGV unserer eigenen Entrechtung und der ersatzlosen Kürzung unseres Existenzminimums zustimmen. Und eine Maßnahme wie "50 TOP" ode "50 PLUS" muss auch niemand machen - schon gar nicht über eine Rechts- und Verfassungswidrige EGV.
.
 

anca50

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#9
Hallo,

leider komme ich erst jetzt zum antworten, da ich die letzten Tage im Krankenhaus verbracht habe.
Mir geht es zurzeit garnicht gut und ich habe auch noch einige Termine bei Fachärzten in der nächsten Zeit vor mir.
Zu irgendwelchen Maßnahmen bin ich derzeit nicht in der Lage und ich könnte noch nichtmal einer Einladung der ARGE nachkommen.
Trotzdem möchte ich mich für eure Antworten bedanken und ganz besonders bei Mobydick für den Gegenvorschlag! :icon_daumen:

Den Gegenvorschlag wollte ich morgen per Einschreiben inkl. Rückschein der ARGE zuschicken.
Allerdings frage ich mich, ob das wirklich die beste Idee ist, da ich meinen (dann) Pflichten in der EGV ehrlich gesagt garnicht nachkommen könnte.
So wie es zurzeit aussieht, werde ich mich wohl in nächster Zeit (so schnell wie möglich) einer Nieren-Op unterziehen müssen. Das wird aber noch am Freitag vom Facharzt entschieden.

Sollte ich den Gegenvorschlag jetzt trotzdem abschicken um einem Verwaltungsakt vorzubeugen, oder wie sollte ich mich am besten verhalten?
 
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ExitUser

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#10
Solange du krankgeschrieben bist, brauchst du das nicht. Du bist nicht "erwerbsfähig".
 
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