Eingliederungsvereinbarung (ALG1) unterschrieben, war das ein Fehler?

keinbocknix

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Hallo,

hatte heute meinen ersten Termin bei der Agentur. Werde erst ab 1. März arbeitslos. Trotzdem hat mir der Sachbearbeiter eine Eingliederungsvereinbarung hingelegt. Wollte dann nicht direkt als Querulant rüberkommen und hab unterschrieben.

Konkret wurde festgehalten:

1. Dass ich zeitnah Rückmeldung gebe bezüglich der Vorschläge das Amtes.

2. Dass ich mich eigeninitiativ bewerben muss, mindestens 4 Bewerbungen pro Monat

3. Dass ich zum ersten des Monats immer eine Liste mit dem aktuellen Stand der Bewerbungen einschicke.

Auf Nachfrage falls ich z.b. die Liste nicht schicke, hat er gesagt, dass er mir dann eine Erinnerungsmail schickt.


Insgesamt bin ich mir jetzt unsicher ob er mich über den Tisch gezogen hat oder ob das Standard ist, dass man so früh schon unter Kontrolle steht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

HartzVerdient

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AW: Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, war das ein Fehler?

Insgesamt bin ich mir jetzt unsicher ob er mich über den Tisch gezogen hat oder ob das Standard ist, dass man so früh schon unter Kontrolle steht.
Eine Eingliederungsvereinbarung ist ein öffentlich-rechtlichver Vertrag zwischen zwei Parteien.

Ob du dich über den Tisch gezogen fühlst ?

Würdest du ein Haus kaufen, ohne vorher vertraglich alles geklärt zu haben ?

Aber sei froh, dass du erst im ALG1 Bezug bist. Diesen Fehler haben schon viele von uns gemacht.

Lies dich erstmal hier im Forum ein, dann lernst du ganz schnell, worauf es bei EGV ankommt, was es ist, wie man sich wehrt, was in so einem Ding alles drinn sein muss usw.
 

Kerstin_K

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AW: Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, war das ein Fehler?

Hat die EGV eine Rechtsfolgebelehrung?
[>Posted via Mobile Device<]
 

vidar

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Wollte dann nicht direkt als Querulant rüberkommen und hab unterschrieben.
Nur weil man seine Rechte einzusetzen vermag, ist man deshalb noch lange kein Querulant.

Es wäre interessant den Text deiner EGV mal lesen zu können. Lade die Vereinbarung bitte mal hier hoch. Entferne (schwärze) vorher alles was auf deine Person oder der AfA hinweisen könnte.
 
D

Dinobot

Gast
Insgesamt bin ich mir jetzt unsicher ob er mich über den Tisch gezogen hat oder ob das Standard ist, dass man so früh schon unter Kontrolle steht.
Der Sb hat hier wohl einen Totalausfall -was Ermessen betrifft. Und -was die Kennntnis der Weisungen betrifft. Insbesondere diese folgende Weisung sieht erst eine EGV NACH DREI MONATEN vor:

https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/Weisung201512003_ba015743.pdf

Ferner gibt es ergänzende Weisungen, die sich vorrangig an der Kundenzufriedenheit und dem Abbau von Komplexität orientieren.:

https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/Weisung201703010_ba013838.pdf

https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/Weisung201601014_ba015753.pdf

Es entspricht nicht den Vorgaben , wenn der AV sogar schon vor dem Bezug von ALG I Eingliederungsvereinbarungen verteilt. Vollkommen überzogen und fatal in der Außenwirkung. Wozu brauchst du jetzt schon ein "Weisungskorsett"?

Anscheinend hast Du hier einen sb, der zuerst an seiner Abschlussstatistik orientiert ist.

Es ist zudem immer ein Fehler -wenn man etwas ohne vorherige Überprüfung vorschnell unterschreibt.
 

swavolt

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Die ALG I EGV darf nur eins enthalten:
1In einer Eingliederungsvereinbarung, die die Agentur für Arbeit zusammen mit der oder dem Ausbildungsuchenden oder der oder dem Arbeitsuchenden trifft, werden für einen zu bestimmenden Zeitraum festgelegt

1.
das Eingliederungsziel,

2.
die Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit,

3.
welche Eigenbemühungen zur beruflichen Eingliederung die oder der Ausbildungsuchende oder die oder der Arbeitsuchende in welcher Häufigkeit mindestens unternehmen muss und in welcher Form diese nachzuweisen sind,

4.
die vorgesehenen Leistungen der aktiven Arbeitsförderung.
Sperrzeitbewährt sind aber nur
die oder der Arbeitslose trotz Belehrung über die Rechtsfolgen die von der Agentur für Arbeit geforderten Eigenbemühungen nicht nachweist (Sperrzeit bei unzureichenden Eigenbemühungen),
wenn er aufgefordert wird.

Eine unterschriebene EGV mit RFB habe ich aber noch nicht gesehen.
 

Kerstin_K

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Also Sperrzeiten knn es aus dieser EGV nicht geben, da sie keine Rechtsfolgebelehrung enthält.

Trotzedem hätte ich sie nicht unterschrieben.

Die Angabe der Telefonnummer ist freiwillig. Deshalb muss man sich auch nicht verpflichten, änderungen bekanntzugeben.

Auch die Nutzung des JObbörsen Accounts ist freiwillig. Den Status der VVS kan die Vermittlungsfachkraft dort gerne auch selber pflegen. Dafür wird sie bezahlt.
 

keinbocknix

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Also mach ich jetzt einfach so wie ich denke weil eh nix passiert wenn ich mich daran nicht halte?
 

Kerstin_K

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Kannst Du machen. Könnte sein, dass SB beim nächten Gespräch meckert, aber so alnge Du Dich an die gesetzlichen Vorgaben hälst (Bewerbung auf VV, OAW, Meldetermine...) kann er nichts machen.
 
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