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  Th.Starter/in   
#1
hallo zusammen erstmal.

ich habe, wie soviele andere hier, ein kleines problem mit einer zugewiesenen maßnahme. es handelt sich um um eine befrisete stelle bei der LOWTECk GmbH in berlin. ich habe die stelle nicht abgelehnt und wurde auch eingestellt. das problem ist, das es sich bei der arbeit um eine art beschäftigungs "tehrapie" hadelt (zusammen mit 20anderen langzeit arbeitslosen von 7.00 bis 15.30 in einem raum sitzen und warten bis die zeit vergeht). daher habe ich vor diese stelle nicht anzutreten und heúte meinen arzt auf zu suchen. hatt jmd ahnung oder erfahrungen gesammelt was passiert wenn ich die stelle nicht antrete???
danke
 
E

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  Th.Starter/in   
#2
... wäre schön, wenn du uns detailierte Angaben machen könntest. Nutze am besten unser Kontaktformular.

Bis dann ...
 

Martin Behrsing

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#3
Also wenn Du dafür 1000 EUR im Monat erhalst verstehe ich nicht, wo das Problem ist, dass Du dich halt mal 2 1/2 Monate wo hjinsetzt und tätgl. 8 Stunden Bücher, Zeitungen etc. liest.

Genau auf solche Reaktionen, wie bei dir hier warten doch Clement und Konsorten. Damit haben die ihre Bestätigung. Also nimm die 1000 EUR und bilde dich halt in der Zeit weiter (lesen, etc). Besser wie ein EEJ allemahl
 
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  Th.Starter/in   
#4
@Martin Behrsing

erstens erhalte ich nicht 1000euro im monat, da wir ja immer noch sozialabgaben und seuern zu zahlen haben. also bleibt ca 700-750euro übrig. deiner meinug nach sollten also einfach mehr gezahlt werden um arbeitszwag zu legetimieren, wo ist es für dich ok 2ero die stunde, 5euro oder wieviel????? ich habe mich richtig über deine antwort geärgert, gerade von angergierten menschen hätte ich erwartet das sie mal etwas ihren kopf benutzen. deiner meinung nach geht es uns allen nur ums geld oder verstehe ich falsch. es geht mir um den arbeitszwag dem ich mich ausgesetzt sehe, ich bin nicht gewillt als handwerksgeselle mir vor schreiben zulassen das ich 8stunden meines tages mit rumsitzen zuverbringen habe.

das grundgestz lautet
§1 Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt
§11 Freizügigkeit
§12 Berufsfreiheit; Verbot der Zwangsarbeit
 
E

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  Th.Starter/in   
#5
Hallo Anti,

ich an Deiner Stelle wäre froh, wenn ich einen derartigen Job bekäme, denn dann hätte ich etwa 30 Eur. mehr als jetzt.

Zusätzlich könnte ich noch Wohngeld beantragen ( was dann etwa 70 Euro wären) und ich könnte eine geringfügige Beschäftigung ausüben und davon mir nochmal 3 bis 400 Euro ohne sie angerechnet zu bekommen auf die Tasche tun.

Nur leider hat mir noch niemand so nen Job angeboten von meinen Vermittlern hier. Im Gegenteil, die kommen nur mit EEJ für Beträge zwischen 91 Cent und der Zweite war für 1,50 Euro je Stunde.

Insofern stehe ich übrigens voll hinter Martins Aussage: Nimm die Kohle!
 

listche

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#6
Wenn ich für 8 Std. lesen auch noch Geld bekommen würde, dann hätte ich als erster für angestanden. :p

Gruß Listche
 

Turan

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#7
geiler Job

Super Job! Vernüftige Arbeitszeiten und dazu absolut freie Zeiteinteilung bei "nackter" Anweseheitspflicht.

Gibt es sowas auch im Kölner Raum?
Dann könnte ich 5-7 Tageszeitungen lesen, Kontakte knüpfen und und ...
 
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  Th.Starter/in   
#8
Für 700,-- bis 750,-- Euro netto im Monat arbeite ich sofort! Das wären nämlich ca. 50 % mehr als ich im Moment zur Verfügung habe.

Deine Entscheidung, die Stelle womöglich nicht antreten zu wollen, ist falsch.

Durch derartige Verhaltensstrickmuster bekommt die Parasiten-Diskussion in den Medien zusätzlichen Nährboden.
 
E

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  Th.Starter/in   
#9
Also wie ich es sehe, geht es hier um zwei Sachen:

1. Die eine Seite: Ich möchte, wenn ich schon einen so geringen Lohn kriege, wenigstens eine Arbeit, die mich fordert, und nicht eine, wo ich mich zu Tode langweile und mir absolut überflüssig vorkomme. Weiterhin will ich nicht zu dieser Arbeit gezwungen werden sondern sie mir selbst (aus-)suchen.

2. Die andere Seite: Ich will Arbeit um jeden Preis, egal, was für eine, sei sie auch noch so schlecht bezahlt, entwürdigend, menschenverachtend und entfremdet, und egal, ob ich mich dabei wie in einer Beschäftigungstherapie fühle, also meiner Ansicht nach eine absolut sinnlose Arbeit verrichte.

Ich persönlich stehe auf dem Standpunkt, dass Menschen

a) nicht zu einer bestimmten Arbeit, die man als unpassend oder entwürdigend erlebt, gezwungen werden dürfen, zumal, wenn es sich um reine Beschäftigungstherapie und Schönung der Statistiken handelt (auch dann, wenn die Arbeit bezahlt wird)

b) dass nicht jede Arbeit für jeden Menschen passt. Der eine fühlt sich bei sinnloser, entfremdeter Arbeit wohl, weil er seinen Gedanken nachhängen kann oder sonstige Dinge tun, oder auch nur, weil er sich über die paar Plüch freut, die er am Monatsende dafür bekommt, der andere ist todunglücklich, weil er ein Verständnis von Arbeit hat, dass das eine Tätigkeit sein soll, mit der er sich identifizieren kann, und die er gern tut.

Wenn man mich zu einer sinnlosen, entwürdigenden Arbeit zwingen würde, ich würde alle Möglichkeiten ausschöpfen, das nicht tun zu müssen, weil ich ansonsten nach einiger Zeit krank werden würde. Ich hab schon mal aus diesem Grund eine Arbeit gekündigt, ohne eine neue Stelle zu haben.

Letztendlich ist es die Aufgabe der BA, passende Jobs für die arbeitslosen Leute zu finden, und nicht die Menschen in Arbeit zu zwingen, egal in welche.

LG
Luna
 
E

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  Th.Starter/in   
#11
Catweazle sagte :
Traumjobs gibt es wohl noch wie Sand am Meer? :lol:
Nein, Cat, das meine ich nicht. Es geht mir nicht darum, einen Traumjob auszuüben. Aber eine Tätigkeit, für die ich geeignet bin, die ich gern mache, und die mir nicht das Gefühl gibt, etwas sinnloses oder überflüssiges zu tun oder nur dazu eingerichtet worden zu sein, damit die BA ihre Statistiken schönen kann, hat für mich auch viel mit Menschenwürde zu tun.

LG
Luna
 
E

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Gast
  Th.Starter/in   
#12
Letzendlich beisst sich auch hier die Katze selbst:
Wenn man Menschen zu einer Arbeit zwingen muss, werden sie über kurz oder lang krank werden und / oder schlechte Arbeit abliefern, weil sie einfach dafür nicht geeignet sind.
Das belastet unsere Krankenkassen nur mehr , als es endlich der Gemeinschaft nützt.
 
E

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#13
Ich bin gelernter Verwaltungsangestellter und Industriekaufmann.

Ich finde in diesen Berufen aber keine Stelle mehr.

Ergo: Ich bin auch dazu bereit als Produktionshelfer zu arbeiten.

Diese Arbeit entspricht natürlich nicht meinen Fähigkeiten - aber was bleibt mir denn anderes übrig?
 

achim2

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#14
Luna sagte :
Letztendlich ist es die Aufgabe der BA, passende Jobs für die arbeitslosen Leute zu finden, und nicht die Menschen in Arbeit zu zwingen, egal in welche.
Seh' ich allerdings genauso, sonst macht das ganze Profiling keinen Sinn!

Und wir sind eben genau bei dem tollen Werbeslogan der "Christlich" Demokratischen Union:
"Sozial ist, was Arbeit schaftt"

Im Umkehrschluß:
"Asozial ist, wer nicht arbeiten geht", egal was!
 
E

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  Th.Starter/in   
#15
Asozial ist , was KEINE Arbeit schafft.- also unsere Wirtschaft, die lieber EEJ einstellt, als reguläre Beschäftigte,- ausser natürlich im Billiglohnländern :twisted:
 
E

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  Th.Starter/in   
#16
Catweazle sagte :
Ich bin gelernter Verwaltungsangestellter und Industriekaufmann.

Ich finde in diesen Berufen aber keine Stelle mehr.

Ergo: Ich bin auch dazu bereit als Produktionshelfer zu arbeiten.

Diese Arbeit entspricht natürlich nicht meinen Fähigkeiten - aber was bleibt mir denn anderes übrig?
Also, Thomas, ich wäre dazu nicht bereit. Auch wenn viele das vielleicht anstössig finden, aber ich würde dabei auf Dauer krank werden. Ich würde dann eher versuchen, über eine ehrenamtliche Tätigkeit (die ich mir selbst gesucht habe und daher als passend empfinde) irgendwie in einen bezahlten Job zu kommen. Oder ansonsten mit so wenig Geld wie möglich auszukommen.

LG
Luna
 
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#17
Luna sagte :
Also, Thomas, ich wäre dazu nicht bereit. Auch wenn viele das vielleicht anstössig finden, aber ich würde dabei auf Dauer krank werden. Ich würde dann eher versuchen, über eine ehrenamtliche Tätigkeit (die ich mir selbst gesucht habe und daher als passend empfinde) irgendwie in einen bezahlten Job zu kommen. Oder ansonsten mit so wenig Geld wie möglich auszukommen.

LG
Luna
Hallo Luna,

wie Du es sagst: Das muß jeder für sich selbst entscheiden. Die Konsequenzen trägt dann natürlich auch jeder für sich alleine.
 

listche

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#18
@ achim 2
Das Profiling macht doch eh keinen Sinn. Oder sind die Fallmanager alle Psychologen?

Gruß Listche
 
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#19
Catweazle sagte :
wie Du es sagst: Das muß jeder für sich selbst entscheiden. Die Konsequenzen trägt dann natürlich auch jeder für sich alleine.
Ja, das stimmt. Selbstverständlich kann ich auch die andere Seite verstehen.

Liebe Grüße
Luna
 

darkblue

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#20
also ich würd die stelle nehmen, zeitungen mitschleppen und die stellenanzeigen durchwühlen. hätte nebenher noch leute die mir bei bewerbungsschreiben etc aufsetzen helfen könnten und mit entsprechend auf evtl vorstellungsgespräche einstellen. hab ja immerhin leute dabei, die mit mir so eine situation durchspielen könnten. und das alles für 700 - 750 netto :) :D das ist doch ein jackpot auf dem arbeitsmarkt :pause:
 

narssner

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#21
nicht antreten wird wie ablehnen von der Behörde behandelt. Früher bedeutete das 8 Wochen Sperre bei Arbeitslosengeld und -hilfe. Und bei Sozialhilfe Kürzung um mindestens 25 Prozent beim erstenmal.
Vor gericht besteht kaum eine chance, daß der Nichtantreter Recht bekommt.
Einen freundlichen gruß
narssner
 
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#22
Ich geh zum Doc....

eine Aussage, ein Handling, das immer öfters vorkommt.
Dabei sollte man aber bedenken, dass dadurch für die Kassen Kosten verursacht werden. Des weiteren ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die Ärzte dadurch auch auf Dauer in eine Zwisckmühle gebracht werden. Denn sehen wir es mal ehrlich - manche(r) sieht es als Chance, einen ungewollten Job nicht anzutreten.
Es wäre viel wichtiger, die Gesetze auseinander zu nehmen und da die Lösungen zu finden, einen Job nicht übernehmen zu müssen.
"Dienst nach Vorschrift" oder "Arbeit nach Fähigkeiten" - keiner kann einem normalerweise daraus einen Strick drehen.
Nehme man den passiven Widerstand!
Ich bin ja da - aber ich kann's nicht.
Und die 20 "sinnlos rumsitzenden" Leutchen sind doch eine Menge Menschen, die sich den ganzen Tag lang nicht nur anschweigen werden!
Austauschen und gemeinsam nach Lösungen für Probleme suchen.
Steht auf, macht euch gemeinsam stark! Lernt voneinander.
Wissen ist Macht - und davon können doch gerade wir nicht genug haben, oder?
Gruß pixelschuber
 

narssner

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#24
2006 sind Betriebsratswahlen. Da könnt Ihr Eure Widerstandswut produktiv umsetzen.
Und wer nicht den ganzen Tag dort herumsitzen und Micky Maus lesen will, lädt sich halt mal die örtlichen Abgedordneten und den Vertrauensmann von die Jewerkschaft ein. Nur hat dann das Herumsitzen fix ein Ende. Und das könnte dann vielleicht auch wieder nicht das gewollte sein.
narssner
 
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