Eingeschränkte Erwerbsfähigkeit nach Herzinfarkt?

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Michael

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Hallo zusammen.

Ich beziehe Hartzvier ,habe mich bei einer Zeitarbeitsfirma beworben.
Sie schickten mir einen Fragebogen zu ,auf dem anzugeben ist,ob eine eingeschränkte Erwerbsfähigkeit besteht.

Ich hatte vor sechs Jahren einen Herzinfarkt,bin aber seit fünf Jahren nicht mehr in ärztlicher Behandlung - ich habe unter anderem Lipobay verschrieben bekommen ,was bekanntermassen nach Todesfällen vom Markt genommen wurde.
Anspruch auf Rente oder Behindertenstatus habe ich nicht.

Deshalb meine Frage,ob ich da überhaupt den Infarkt angeben darf - nachher meinen die noch,ich wolle mich drücken....

Vorsichtshalber habe ich deshalb den Infarkt nicht angegeben.

War das korrekt so ?

Schönen Dank schonmal,

M.
 

Rote Socke

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@Michael,
das könnte auch mein "Lebenslauf" sein. Bin aber noch ALG1.
Hatte auch 2000 einen Herzinfarkt. am Anfangöfter zum Kardiologen. alles bestens. Ich musste auch die Lipobay schlucken und auch heute noch einen anderen Cholesterinsenker.
Mit Sicherheit musst Du auch diese Betablocker nehmen. Und damit ist körperliche Arbeit so gut wie unmöglich.
Einen Arbeitgeber und vor Allem eine ZA solch eine gravierende Krankeit zu verschweigen ist fast wie Selbstmord.
Ob Du nun ein Atest hast oder nicht spielt keine Rolle. Fakt ist, das Du vorbelastet bist. Und Wenn die ZA das als unwillig auslegt ist das ihre Sache.
Ateste sollen Geld kosten. Wenn die Arge ein Atest haben will, soll die das auch bezahlen.
 

Michael

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@Michael,
das könnte auch mein "Lebenslauf" sein. Bin aber noch ALG1.
Hatte auch 2000 einen Herzinfarkt. am Anfangöfter zum Kardiologen. alles bestens. Ich musste auch die Lipobay schlucken und auch heute noch einen anderen Cholesterinsenker.
Mit Sicherheit musst Du auch diese Betablocker nehmen. Und damit ist körperliche Arbeit so gut wie unmöglich.
Einen Arbeitgeber und vor Allem eine ZA solch eine gravierende Krankeit zu verschweigen ist fast wie Selbstmord.
Ob Du nun ein Atest hast oder nicht spielt keine Rolle. Fakt ist, das Du vorbelastet bist. Und Wenn die ZA das als unwillig auslegt ist das ihre Sache.
Ateste sollen Geld kosten. Wenn die Arge ein Atest haben will, soll die das auch bezahlen.


Hallo Socke.

Ja- das war so ne geschichte,na issi ja immer noch.
Die ein zwei jahre vor dem Infarkt war ich immer mal wieder wegen Schmerzen im Brustbereich beim Halsnasenohrenarzt ,
welcher mir dann ein Antibiotikum verschrieb.

Eines tages wurden die Schmerzen aber so stark,dass auch dolmin nix mehr half - ich rief den notarzt an ,sie(eine ärztin aus stgt-feuerbach)
gab mir zwei scherztabeltten,
die genauso nix halfen.
wenn ich damals schon aspirin genommen hätte,wär die sache anders gelaufen.
naja ,blöd war halt auch,dass ich damals dachte,ich hätte zecken-borreliose,wo man ja anscheinend auch manchmal schmerzen im brustbereich hat.
ein paar tage später ,nach der durchschmerzten nacht,
ging ich zu einem allgmeine arzt,und schilderte ihm mein problem.
er machte ein ekg un ab da war die sache dann klar: verdacht auf herzinfarkt.
ich dann ab ins kh,nach zwei wochen aber ausgebüchst,hatte einfach keine lust auf ein katheter - das ich später dann nachholte,ohne negatives resultat.

ein jahr lang macumar genomen mit den regelmässigen blutabnahmen.

als die sache mit lipobay dann offiziell wurde,habe ich mich dann mehr oder weniger inoffiziell von allen ärzten verabschiedet,die schnauze voll,auf deutsch.

heute nehme ich nur noch aspirin ,wenn shcmerzen auftauchen und nicht regelmässsig,da es anscheinend die gefässwände angreift und damit infarkte verursachen kann.

Ausserdem helfe ich mir mit homöopathischen Mitteln über schwere Zeitabschnitte (Lachesis D12,Globuli zur Gefässerweiterung,Secale Cornutum/C6 zur Blutverdünnung).
Ich hoffe ,ich bin mit meiner Geschichte nicht allzusehr auf die Nerven gegangen.

M.
 
E

ExitUser

Gast
Ich hatte Ende 99 einen schweren Infarkt, bin nach der Reha dann aus kardiologischer Sicht erwerbsfähig mit Einschränkungen (leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, Vermeidung von starken Stress).

Mit Sicherheit musst Du auch diese Betablocker nehmen. Und damit ist körperliche Arbeit so gut wie unmöglich.
Wieso das, Rote Socke?

Ich nehme auch Beta-Blocker, das beeinflusst aber nicht meine erwerbsfähigkeit, in meinem Fall Bürobereich.

@Michael, genaues wird dir nur dein Kardiologe sagen können, regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind übrigens nach einem Infarkt unbedingt notwendig.

Libobay wird übrigens nach den Vorfällen nicht mehr verschrieben, ich habe aber schon immer andere cholesterinsenkende Mittel erhalten.

Es kommt auch auf den individuellen Verlauf nach dem Infarkt an, sodass man hier im Forum wohl keine allgemeingültigen Aussagen treffen kann. Ich halte das sogar für sehr gefährlich.
 

Rote Socke

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Ne, gar nicht.
Also bei mir kam das plötzlich am Arbeitsplatz. Schmerzen im li. Arm. Hab noch selber die 112 angerufen.
Bin dann auf Intensivstation aufgewacht, Ich dachte schon ich wär im Elektronikerhimmel. Alles voll Geräte :icon_biggrin:

Zurück zu Sache. Mich hatte beim Erstkontakt bei der AA der Vermittler nach Gebrechen gefragt. Ich habe biheute auch nichts in der Hand.
Da ich jetzt mehr Zeit habe werde ich versuchen so viel wie möglich heraus zu holen. Herzinfakt, Schwerhörigkeit, ...

Wird man als Behinderter eingestuft, hat man evtl. bessere Chancen.
+++ Firmen, die Behinderte einstellen werden unterstützt.
--- Firmen lehnen sowas ab.

Muß wohl jeder für sich selbst entscheiden was er will und was er dann tut.
 

Rote Socke

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@ Rüdiger_V,
"Ich nehme auch Beta-Blocker, das beeinflusst aber nicht meine erwerbsfähigkeit, in meinem Fall Bürobereich."
Also einen Bleistift stemmen kann ich auch noch.:icon_wink:
Ich meinte eher wenn das AA einen zu körperich schwerer Arbeit verdonnert bei ZAs. Dann ist auf Grund der Medikamente schnell die Puste raus.
 

peramos

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Hallo Leute
@ Rüdiger_V schön, dass man noch solche Arbeitsstelle hat:icon_klarsch:. Ich habe vor meinem Herzinfarkt schwer körperlich gearbeitet (Akkordarbeit). Ich habe voriges Jahr zwei schwere Hinterwand Infarkte erlitten und bin bis dato AU vom Arzt gestellt. Ab dem 1.12 werde ich arbeitslos. Ich habe mich telefonisch bei einer [FONT='Verdana','sans-serif']Zeitarbeitsfirma beworben mit Eingabe meiner Krankheit und sofort am Telefon ein "NEIN" bekommen. Also wenn eine ZA-Firma solche Leute wie ich nicht mehr brauch, wer wird mich denn schon haben wollen.:icon_neutral:[/FONT]
LG Peramos
und besucht auch meine Homepage.
 

Sieghelm

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Trotz Infarkt Topfit

Meine Eltern haben beide viel zu früh durch einen Infarkt das Zeitliche gesegnet.
Januar 98 erwischte es mich plötzlich auch schwer. ich bin nicht der Typ der gerne über dieses dunkle Kapitel berichtet, fühle mich aber als
" Leidensgenosse ".
Kurz nach Silvester 98 (mit gerade mal mitte 40) dachte ich das war es, ende der Vorstellung. Diagnose: Schwerer Infarkt, der Arzt im Krankenhaus meinte später "Es war eine Minute vor Zwölf ". Inzwischen
lebe ich fast 10 Jahre mit 3 Stents in meiner Brust und fühle mich Top.
Natürlich schlucke ich sämtliche Pillen und versuche alle Risikofaktoren
in Grenzen zu halten, aber mit dem Rauchen kämpfe ich immer noch.
Ich möchte nur Sagen, daß man auch mit diesem schweren handikap volle Leistung bringen kann. Wenn die Regeln und das Hineinhorchen in seinen Körper eingehalten werden. Mit Regeln meine ich alle Risikofaktoren, z.B.Gewicht, Blutdruck, Rauchen, Cholesterin, Alkohol usw. Im Job bemerkte es keiner. Der Vorteil ist, daß man nicht jeden Job
annehmen muß, sondern nur die man sich körperlich noch zutraut.
 

peramos

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Für was ich noch zu gebrauchen bin, hat mir keiner gesagt und ich glaube, dass nach zwei Herzinfarkten langsam Schluss sein sollte, eh man sich selber in das Grab stürzt. Es soll auch nicht heissen, dass ich nicht will sondern nicht kann.


 
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