Eingereichte Heizölrechnung wurde plötzlich nur teilweise vom JC übernommen

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Pantau

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Hallo zusammen,

meine Heizölrechnung, die ich Ende 2018 beim Jobcenter eingereicht hatte, wurde nur teilweise übernommen.
Jetzt stellt sich die Frage für mich... kann ich Widerspruch einlegen bzw. habe ich eine Chance auf Übernahme der tatsächlichen Summe?
Leider finde ich für meinen speziellen Fall nirgendwo im Netz eine Antwort dazu. Hier die Details... ich bewohne eine ca. 50 qm große Eigentumswohnung (in Rheinland-Pfalz). Das Gebäude ist ein 2-Familienhaus, welches ich praktisch zu 1/3 bewohne, der andere Eigentümer 2/3. Entsprechend dieser Aufteilung habe ich das JC um die Übernahme meines Drittels gebeten. In der Vergangenheit hatte das über viele Jahre geklappt und ich bekam meinen Anteil immer exakt erstattet. Heizöl wurde immer vom Haupteigentümer nach Notwendigkeit und sinnvollem Ölpreis getankt. Ich hatte nach Rechnungserhalt diese immer dem JC eingereicht und der Betrag wurde erstattet. Mein Anteil ist aktuell 1465,- aber übernommen/erstattet wurden mir nur 828,- . Jetzt stehe ich mit gut 600,- bei dem Miteigentümer in der Schuld und weiß nicht wie bezahlen.
Natürlich ist die getankte Menge nicht nur für das eine Jahr vorgesehen, so wie das in der Vergangenheit auch war. Im Jahr davor habe ich überhaupt keine Heizkosten beantragt/bekommen, weil eine Betankung nicht stattgefunden hatte. Anmerken will ich auch noch, dass es ein älteres Wohnhaus ist mit einer rund 40 Jahre alter Heizanlage.
Vielleicht kann mir hier jemand sagen, ob dieses neue Vorgehen vom JC rechtens ist und warum es plöztlich nicht mehr so gehandhabt wird wie in all den Vorjahren?
Ich wäre sehr dankbar.

Güße an alle
 
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Pantau

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Es gab keine Begründung, außer... "Bewilligung von Heizkosten in Höhe von 828,- € laut Heizspiegel 2018"... und werden im Voraus gezahlt.
 

Pantau

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Ich bekam in der Vergangenheit immer ein individuelles Schreiben mit der Bewilligung. Habe den Betrag direkt weiter zu leiten an den Miteigentümer und dem JC einen Beleg dafür zu senden. Aktuell ist die Bewilligung in Form eines "Änderungsbescheid über Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts"
 

Pantau

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Sollte ich den Widerspruch über ein Formular einlegen oder ist frei verfasst gleichwertig?

Wie groß ist denn die Erfolgsaussicht?
 

gila

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Prinzipiell darf ein tatsächlicher Verbrauch nicht gedeckelt werden - auch nicht so einfach (ohne Prüfung) nach Heizspiegel.
Bei der Anschaffung von Brennstoffen läuft es noch ein wenig anders - siehe hier: Brennstoffbeihilfe - Hartz IV bei selbst beschafften Brennstoffen

Widerspruch einlegen - einmal darauf verweisen, dass du NICHT über Änderungen in der Berechnung informiert wurdest und du
dich daher aufgrund der jahrelang praktizierten Berechnungen und Erstattungen hast darauf verlassen können, dass die bisherige
Vorgehensweise (Erstattung deines Pflichtanteils am Tank) fortgeführt wird.
Logischerweise werden die Brennstoffe nicht "passend" für einen Jahresbedarf angeschafft und außerdem bist du in der Situation,
dass du dich da bei der Anschaffung und Betankung anzupassen hast.
 

gila

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Gerne.
Du brauchst erstmal nicht "dolle" formulieren ... schreib einfach du legst gegen den Bescheid einer anteiligen Übernahme der Heizkosten fristgerecht Widerspruch ein.

Begründung: Wie bekannt und bisher praktiziert bist du aufgrund der Wohn- und Eigentumsverhältnisse verpflichtet, dich zu 1/3 an der Anschaffung von Brennstoffen zu beteiligen. Dies hast du bereits vor Jahren so erklärt, entsprechend beantragt und wurde auch bisher so erstattet. Über eine etwaige Änderung des Procederes wurdest du nicht informiert. Die Übernahme nur eines TEILS der Kosten, zu denen du verpflichtet bist, bringt dich nicht nur in existenzielle Nöte, sondern auch in Konflikt mit dem Haupteigentümer, der die Beschaffung organisiert und vorfinanziert.

Die angenommene teilweise Erstattung nach Heizkostenspiegel entspricht nicht den tatsächlichen Erfordernissen, da die Anschaffung der Brennmittel regelmäßig über einen längeren Zeitraum als 1 angenommene Heizperiode ausreicht - was in der Vergangenheit auch so problemlos übernommen wurde. Dem Widerspruch ist abzuhelfen - die Kosten der Anschaffung von Brennstoffen sind zur Gänze zu übernehmen. Sollte es neuerdings ein Erfordernis geben, hier gesondert und vorab einen Antrag zu stellen, möge man hier seiner Informationspflicht nachkommen und dich benachrichtigen, ggf. die notwendigen Formulare übersenden ... ;-)
 
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