Einfluss vorherige Bargeldabhebungen auf Pflichtteil bei Erbe

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Erhardt

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Hallo zusammen,

wie würdet ihr folgende Situation bewerten:

Beteiligte:
- Opa, Mitte 80, mit ca. 90k€ Vermögen auf der Bank
- Sohn, Mitte 50, ist minimalst beschäftigt, Ca. 500€/Monat, bekommt momentan ca. 200€ ALG II 4 pro Monat, noch ca. 10 Jahre bis zur Rente, im Rentenbrief heute: ca. 600€
- Enkelin, Mitte 20, berufstätig
- keine weiteren Personen, die Anspruch aufs Erbe haben

Testament:- 50/50 Sohn und Enkelin

Diskussion/offene Fragen:
- Opa möchte zu Lebzeiten bereits einen Teil seines Geldes an die Enkelin vermachen und zwar in Form von einer Barabhebung, ca. 30k€. Enkelin wird sich davon ein Auto kaufen.
- Auch sonst möchte der Opa in Form von Barabhebungen Sohn und Enkelin unterstützen.

Jetzt eigentlich die Knackfrage. Was passiert wenn der Opa stirbt und vom ursprünglichen Vermögen sind angenommen 20k€ übrig.

Wird zur Bestimmung des Pflichtanteils des Sohnes der 10-Jahres-Horizont betrachet oder unerheblich bzw. werden die Bargeldabhebungen hinterfragt und nachverfolgt, bis hin zur Anrechnung zum Pflichtanteil?

Sohn erhält 10k€, bekommt ein halbes Jahr keine staatlichen Leistungen, danach, sofern Freibetrag fürs Vermögen erreicht, werden die Leistungen wieder bezahlt.

Viele Grüße
Erhardt
 

Erhardt

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Hallo HajoDF,
Danke für die Rückmeldung.

In dem Fall wäre es keine Schenkung, sondern es wären Bargeldabhebungen des Opas, die er in die "warme Hände" der Enkelin gibt, ohne Nachweis.

Wird sowas hinterfragt? Eine offizielle Schenkung wäre es, wenn etwas notariell beurkundet wurde oder wenn z.B. das Geld via Überweisung an die Enkelin gehen würden.
Oder gilt hier der Grundsatz, der Opa kann mit seinem Geld machen was er will?

Mir stellt sich immer noch die Frage, ob Barabhebungen oder Schenkung bei der Berechnung des Erbes berücksichtigt werden, wenn der Erbe nicht auf den vollen 10Jahres-Umfang besteht?

Grüße Erhardt
 

Viktor22

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Hallo TE,

kenne mich ja nicht so gut aus wie HajoDF, aber m. E. kann der Erblasser, auch zu Lebzeiten nicht, die 10- J- Frist aushebeln.

Das ist doch gesetzlich geregelt. Nur die Schenkung, die offiziell keine ist, da sie nirgends urkundlich erwähnt wird, (also die direkte Übergabe von warmer zu warmer Hand) bliebe m. E. unerkannt und mithin auch unberücksichtigt.

Ich frage mich gerade, ob du dir eine Absicherung wünscht, wenn die Enkelin zu Lebzeiten mehr Erbmasse (30T zu 10T) erhalten hat, und am Ende die offiezielle Erbmasse nun ja nicht mehr zu gleichen Teilen (50:50) aufgeteilt werden würde.

Ich denke da hilft nur Vertrauen, was bei Geld meist nicht klappt, oder der Großvater müsste schon zu seinen Lebzeiten so fair sein und seinem Willen (50:50) dadurch Ausdruck und Nachhaltigkeit vermitteln, indem er beiden Erben immer die identischen Summe mit warmer Hand übergibt.
 
E

ExitUser

Gast
Natürlich ist gegenüber dem JC alles über dem Freibetrag anzugeben: ansonsten macht man/Frau sich bei 'Aufdeckung' strafbar-z.B. durch Rückzahlung....

Aber Geldgeschenke so unter der Hand z.B. als Vorab-Erbe: So ein paar tausender - da würde ich es nicht einsehen das als arme Socke anzugeben...Freu dich im stillen :icon_daumen:
 
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