Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu versenden

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wayne023

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Hey Leute,

ich hab mich jetzt schon nen bisschen länger mit Fax beschäftigt. Es gibt viele Meinungen uber die Rechtsgültigkeit, der eine sagt Ja der andere Nein. Ich bin der Meinung wie es auf Wikipedia steht das es vom Richter abhängt ob er es als Beweis anerkennt.

Also ich habe hier oder wo anders einen Thread gesehen wo drüber geredet wurde, finde den aber nicht mehr. Er war ziemlich nervig zu lesen und gefüllt mit Beträge wie "ich bin bei xxxxx" ohne auf die Frage des TS einzugehen ob die Anbieter nun eine Qualifizierten Sende-bericht senden oder nicht.

Ich bitte hier also um einen Kurzen Erfahrungsbericht wie ihr Faxe versendet. Es gibt Onlinedienste die von Sendebericht sprechen, hab auch einen gesehen der von einem Sendebericht mit kleiner Version des versendeten Fax aber nix explizit von "qualifiziertem Sendebericht"

Hat es irgend nen Vorteil einen bezahlten Anbieter zu wählen, denn die post bietet Fax auch kostenlos an. Zu Sendebericht hab ich aber nix gefunden. Kriegt man da einen. Vielleicht ist die Post für nen Richter ja mehr vertrauenswürdig ...

Sollte ich mir ein Fax kaufen? Faxmodem? Geht das über Alice DSL? Denn mein Telefon geht nur über Ich weiß garnicht ob ich also nen

Ich weil auch das Fritzboxen es erlauben Fax über das internet zu versenden, ich hab aber keine hab nen Zwangs gerät von Alice und müsste also die Fritz-Box vor meine jetzige schalten das würde ich ungern machen.

Ist das ganze per Software möglich? Ich hab nämlich nen mini Linux PC, könnte ich den irgendwie zu nem Onlinefaxmodem machen per Software?

Also bitte kein Offtopic, kurz und knapp wie/wo krieg ich nen qualifizierten Sendebericht und eure kurze Meinung über Faxversand in Hinblick auf der potenzielle Gerichtliche Verwertbarkeit.
 

hartaber4

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AW: Einfachste und Konstengünstigste Art Faxe mit Qualifizietem Sendebericht zu Verse

Ich hatte bei der Verwendung von Faxen (mit so einem Sendebericht Ablichtung der ersten Seite) noch NIE ein Problem... noch nicht mal das sonst sehr dreiste JC kam hier auf den Trichter ein Beweiss-Fass aufzumachen.....

Sollte ein Gericht auf den Trichter kommen da rumzudeuteln..... erreicht man mich postalisch dann nur noch mit PZU (Retourkutsche)
 
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ExitUser

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Surfing

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Ich nutze Faxmitteilungen aus Nachsweisgründen auch ab und zu. Die Kosten sind tragbar, für 1 DIN A4 Seite 15 Cent. Der Sendebericht wird per E-Mail zugestellt. Den drucke ich mir aus. Das Fax wird als PDF-Datei ebenfalls im Sendebericht mitgesendet.

Man kann bei dem Anbieter auch eine eigene Faxnummer beantragen um selbst Faxe empfangen zu können. Das kostet aber extra.

Es sind Online-Faxe. Ein klassisches Faxgerät nutze ich nicht.

https://www.fax-senden.de/index.php?&sid=4df22f132bd4d25a46577102e86a7d36
 

JulieOcean

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Diese Seite finde ich ganz interessant:

Zur-Beweiskraft-eines-OK-Vermerkes-im-Fax-Sendebericht-

Im "Fazit" des Textes steht, dass immer mehr Gerichte den "OK"-Vermerk des Sendeberichtes als Zugangsbeweis gelten lassen.

Dieses PC-Fax hier: cospace

ist kostenlos, du kannst mehrere Fax-Nummern anlegen und diese auch so einstellen, dass Faxe nur gesendet, aber nicht empfangen werden können. Praktisch also, wenn man von ganz bestimmten Stellen keine Antwort haben möchte :cool:

Ein Sendebericht mit allen Daten sowie verkleinerter erster und letzter Fax- Seite ist natürlich auch dabei.
 

Claus.

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Ich versende Faxe schon seit gut 10 Jahren direkt vom PC aus.
Und über meine geliebte Faxkonfiguration lasse ich nichts kommen. Funktioniert einfach; läuft und läuft und läuft. Noch nie Probleme damit gehabt, was ich vom Rest der Computer- Hard- und Software nicht unbedingt behaupten kann.
Hatte deswegen auch noch nie irgendwelche Nachweisprobleme, trotz dem daß ich alles damit mache incl. WBA, "Diskussionen" mit sonstigen halbscharrigen Firmen, und genauso den Befreiungsantrag bei der GEZ (die haben zwar Anfangs 2x gezuckt, aber seitdem läuft das auch mit denen einwandfrei).

Wie eine vernünftige Software ausschauen kann, hab ich dir mal als (pdf-bedingt etwas unscharfen) Screenshot angehängt. (Ist immer noch die gleiche 10 Jahre "alte" Version von WinFax Pro, hat noch nie irgendwelche Updates oder sonstige Spielereien gebraucht und hat mittlerweile auch schon mehrere Umzüge auf neue PCs mitgemacht, incl. aller Daten).
Linux kann sowas natürlich auch. Im professionellen (teilw. sogar Behörden-) Umfeld ist dort z.B. HylaFax+ unterwegs. Mit dem habe ich allerdings keine Erfahrung; könnte für den Privatanwender u.U. auch etwas oversized sein.

Dazu braucht es nur noch irgendein mittelalterliches Modem (das ist Quasi der Dolmetscher PC-Sprache zu Telefonleitungssprache). Standard ist da immer noch 14.4 kbps; 9.6 kbps ist aber ebenfalls noch gängig, und 33.3 kbps hat sich nie wirklich durchgesetzt. Die Dinger handeln ihre Geschwindigkeit jeweils untereinander aus. Dazu sind Telefonleitungen über VoIP sowieso eher wieder ein Rückschritt in die Steinzeit.
Geben tut es Modems mit seriellem PC-Anschluß, USB-Anschluß und als Einbaukarte. Wobei ich von USB überhaupt nichts halte, dessen Plug&Play-Funktion sorgt zumindest bei mir alle 3 Monate wieder für irgendwelche Probleme. Seriell bzw. PCI installiert man einfach einmal händisch, und dann funktioniert das auf ewig; da fummelt eben nicht ständig irgendein Betriebssystem an den Treibern rum.
 

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  • 2013-10-09 Screenshot FaxMgr.pdf
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Claus.

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Faxe empfangen könnte man übrigens mit dem PC natürlich auch. Mache ich aber nicht.
Dafür müsste ja dann der PC ständig laufen oder das Modem ein eingehendes Fax zwischenspeichern können.

Für meine handvoll Faxe die ich pro Jahr bekomme (wobei die meisten davon auch noch von mir selbst kommen), hab ich ein kostenloses "PIA" -Faxkonto bei Arcor eingerichtet. Da empfängt dann Arcor das Fax für mich und schickt es mir anschließend als Email zu.
Ab und zu muß man dann halt mal wieder jemandem erklären, daß die für solche Zwecke vorgesehene Vorwahl 03221 (mit daran anschließenden nochmals 7 Zahlen) sehr wohl in Deutschland liegt und nicht irgendwo in der Südsee...

Meine Standardbehauptung ist da mittlerweile einfach: ist eine Telefonnummer in der Nähe von Berlin und für die Länge kann ich nichts (ist auch nur halb gelogen; Berlin hat 030, Potsdam 033 - und dazwischen ist VoIP- Computerland).
 
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Rounddancer

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Nun, die einfachste Art des Faxversandes ist immer noch die per Faxgerät.
Als vor zwei, drei Jahren das Buch Leitfaden Alg-II /Sozialhilfe erwähnte, daß Faxe an die Behörde dann Sinnmachten, wenn sie auf der Bestätigungsseite die erste Seite des Faxes verkleinert ausgäben, da kaufte ich mir für kleines Geld ein Faxgerät von HP.

Allerdings ist das ein Tintenstrahl-Fax,- das möchte beschäftigt werden, sonst trocknet die den Druckkopf enthaltende Patrone aus.
Da ich nicht so arg viel Faxe versende oder empfange, wurde es dem Gerät bald langweilig.
Das war blöd, denn das Gerät merkt zwar, wenn kein Papier drin, oder Papierstau ist,- aber nicht, wenn die Patrone trocken ist und man so das Geschriebene nicht lesen kann.

So kaufte ich für kleines Geld ein Thermotransfer-Fax. Dem wird es auch nicht langweilig, wenn länger mal kein Fax rein oder rauskommt. Ok, wer so geheime Formeln übertragen oder empfangen will, sollte nicht gerade ein Thermotransferfax nehmen. Aber für das bißchen Schriftverkehr zur Fristwahrung mit dem Amt reichts ewig.

Dazu kaufte ich mir bei einem der Amazon-Händler zwei Rollen Thermotransfer-Folie und dabei war ein Chip,- dieser Chip ist auf eine riesengroße Zahl von Kopien eingestellt,- kann also für etliche Rollen der Folie benutzt werden. Manchmal kommt das dem Faxgerät etwas nicht koscher vor, dnn schimpft es kurz, ich solle doch bitte originale Rollen nehmen, schafft aber weiter.
Auch dieses Fax durckt nun die Empfangsbestätigung zusammen mit der Verkleinerung der Seite 1 aus.
 

ZynHH

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Ab und zu muß man dann halt mal wieder jemandem erklären, daß die für solche Zwecke vorgesehene Vorwahl 03221 (mit daran anschließenden nochmals 7 Zahlen) sehr wohl in Deutschland liegt und nicht irgendwo in der Südsee...

Meine Standardbehauptung ist da mittlerweile einfach: ist eine Telefonnummer in der Nähe von Berlin und für die Länge kann ich nichts (ist auch nur halb gelogen; Berlin hat 030, Potsdam 033 - und dazwischen ist VoIP- Computerland).


Die gesamte DDR fängt mit 03 an... ist leichter abzuhören. :popcorn:
Ausserdem für die paar verbliebenen People dort drüben, lohnt es sich nicht ausserhalb von Berlin ein weiteres Vermittlungs-Abhör-Zentrum zu etablieren....:icon_mrgreen:
 

Fritz Fleißig

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

So kaufte ich für kleines Geld ein Thermotransfer-Fax. Dem wird es auch nicht langweilig, wenn länger mal kein Fax rein oder rauskommt. Ok, wer so geheime Formeln übertragen oder empfangen will, sollte nicht gerade ein Thermotransferfax nehmen. Aber für das bißchen Schriftverkehr zur Fristwahrung mit dem Amt reichts ewig.

Dazu kaufte ich mir bei einem der Amazon-Händler zwei Rollen Thermotransfer-Folie und dabei war ein Chip,- dieser Chip ist auf eine riesengroße Zahl von Kopien eingestellt,- kann also für etliche Rollen der Folie benutzt werden. Manchmal kommt das dem Faxgerät etwas nicht koscher vor, dnn schimpft es kurz, ich solle doch bitte originale Rollen nehmen, schafft aber weiter.
Auch dieses Fax durckt nun die Empfangsbestätigung zusammen mit der Verkleinerung der Seite 1 aus.
Hoffentlich wirst du die derart ausgedruckten Faxe oder Bestätigungen nicht später noch brauchen. Thermopapier ist licht- und wärmeempfindlich. Nach einiger Zeit ist der Ausdruck verblichen und nicht mehr lesbar. Zwar nicht schon nach ein paar Tagen, aber man kann sich darauf verlassen, auch bei anderen Ausdrucken auf Thermopapier. Im Grunde genommen müßte man für Nachweiszwecke Thermopapierquittungen umgehend nach dem Ausdruck nochmal auf herkömmliches Papier fotokopieren.
 
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Rounddancer

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Hoffentlich wirst du die derart ausgedruckten Faxe oder Bestätigungen nicht später noch brauchen. Thermopapier ist licht- und wärmeempfindlich. Nach einiger Zeit ist der Ausdruck verblichen und nicht mehr lesbar. Zwar nicht schon nach ein paar Tagen, aber man kann sich darauf verlassen, auch bei anderen Ausdrucken auf Thermopapier. Im Grunde genommen müßte man für Nachweiszwecke Thermopapierquittungen umgehend nach dem Ausdruck nochmal auf herkömmliches Papier fotokopieren.


Das stimmt für Thermopapier, ja. Aber das Thermotransfer-Fax schafft mit Normalpapier, uf das dann die Buchstaben per Hitze geklebt werden.
Das hebt schon deutlich besser.
 

Pixelschieberin

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Da die Gegenseite dreist behaupten kann, es sei nur ein leeres Blatt im Umschlag gewesen und um mir die Kosten für Einschreiben zu sparen, kam ich auf die Idee, doppelt gemoppelt zu versenden.

Fax (mit ausgedrucktem Sendebericht - auf Normalpapier) plus normale Briefpost.

Zuvor weise ich die Fritzbox an, Faxe von DER Nummer abzuweisen.
Unerwünschte Telefonnummern lasse ich von Fritz auf eine mir geeignet erscheinende Hotline umleiten (Netz und Flatrate beachten, damit man nicht draufzahlt).

Bei beiden Schreiben jeweils einen fetten Rahmen oben, in dem sinngemäß steht:
A) Vorab als Fax, der selbe Inhalt dieses Schreibens wird Ihnen heute gesondert als Brief zugesandt.
Antwort nur per Briefpost, da dies nicht mein Gerät ist.

B) Der selbe Inhalt dieses Schreibens wurde Ihnen bereits am dd.mm.yy XX:XX Uhr per protokolliertem Fax übermittelt.

Falls es sehr wichtige Post ist, mache ich noch ein Foto vom Einwurf. Irgendeiner, der bestätigt, daneben gestanden zu haben, findet sich zur Not auch noch.

Daß beide Sendungen nicht angekommen sein sollen, hat sich noch niemand zu behaupten gewagt und sollte im Ernstfall keinen Richter zweifeln lassen, wenn Brief UND Fax mit Protokoll vorliegt.

Selbst das JC reagiert mit der Methode "zeitnäher" als zuvor.
 

Claus.

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Was ein "Anruf" bei einer 032xx-Nummer kostet, kann mir eigentlich herzlich egal sein - zahlt ja der Anrufer (glaube aus dem dt. Festnetz ohne irgendeine Flat 14ct pro Minute).

Versenden tue ich meine Faxe trotzdem weiter über einen normalen Analog-Festnetzanschluss mit einer 08xx-Nummer. Da behauptet lediglich die Faxsoftware und mein Briefpapier, daß das Fax von der 03221 xxxx xxx käme und dorthin auch zu antworten ist wenn jemand umbedingt meinen würde. Macht aber sowieso niemand; JC ect. schickt als Antwort auf ein Fax immer schön ein Brieflein zurück.
 

Texter50

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Da die Gegenseite dreist behaupten kann, es sei nur ein leeres Blatt im Umschlag gewesen und um mir die Kosten für Einschreiben zu sparen, kam ich auf die Idee, doppelt gemoppelt zu versenden.
Ich wollte eigentlich nur Danke sagen. Das funktioniert aber gerade wieder einmal nicht. Also:

:danke:
 

Fritz Fleißig

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Da die Gegenseite dreist behaupten kann, es sei nur ein leeres Blatt im Umschlag gewesen...
Mich würde wirklich interessieren, ob jemand mit so einer Behauptung vor Gericht tatsächlich mal durchgekommen ist oder ob es eine eher theoretische Überlegung ist. Der Empfänger bestreitet hier ja nicht, den Brief überhaupt erhalten zu haben (was wesentlich einfacher wäre), sondern nur dessen Inhalt.

Wie ist die Zustellung eines Briefes mit einem leeren Blatt möglich, wenn ein Fensterbriefumschlag verwendet wurde, also bei einem leeren Blatt als Einlage gar keine Adresse sichtbar wäre?

Wenn er sich auf einen "anderen Inhalt" beruft: Wo ist der tatsächlich angekommene Brief? Der muß ja schließlich da sein. Einen "anderen Brief" per Totalfälschung vorzutäuschen, wäre schon ein starkes Stück und mit einigem Risiko für den Empfänger verbunden.

Und schließlich: ist das überhaupt glaubhaft? Ich habe in vielen Jahren noch nie einen Brief mit einem leeren Blatt als Inhalt bekommen. So etwas halte ich allenfalls bei einer Panne bei automatischem Massenversand für denkbar, aber nicht, wenn jemand seine Post per Hand kuvertiert. Ein Richter dürfte ähnlich denken.

Fax (mit ausgedrucktem Sendebericht - auf Normalpapier) plus normale Briefpost.

Zuvor weise ich die Fritzbox an, Faxe von DER Nummer abzuweisen.
Unerwünschte Telefonnummern lasse ich von Fritz auf eine mir geeignet erscheinende Hotline umleiten (Netz und Flatrate beachten, damit man nicht draufzahlt).

Bei beiden Schreiben jeweils einen fetten Rahmen oben, in dem sinngemäß steht:
A) Vorab als Fax, der selbe Inhalt dieses Schreibens wird Ihnen heute gesondert als Brief zugesandt.
Antwort nur per Briefpost, da dies nicht mein Gerät ist.

B) Der selbe Inhalt dieses Schreibens wurde Ihnen bereits am dd.mm.yy XX:XX Uhr per protokolliertem Fax übermittelt.

Falls es sehr wichtige Post ist, mache ich noch ein Foto vom Einwurf. Irgendeiner, der bestätigt, daneben gestanden zu haben, findet sich zur Not auch noch.

Daß beide Sendungen nicht angekommen sein sollen, hat sich noch niemand zu behaupten gewagt und sollte im Ernstfall keinen Richter zweifeln lassen, wenn Brief UND Fax mit Protokoll vorliegt.

Selbst das JC reagiert mit der Methode "zeitnäher" als zuvor.
Das halte ich grundsätzlich für eine gute Methode.
 
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Rounddancer

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Wenn er sich auf einen "anderen Inhalt" beruft: Wo ist der tatsächlich angekommene Brief? Der muß ja schließlich da sein. Einen "anderen Brief" per Totalfälschung vorzutäuschen, wäre schon ein starkes Stück und mit einigem Risiko für den Empfänger verbunden.

Und schließlich: ist das überhaupt glaubhaft? Ich habe in vielen Jahren noch nie einen Brief mit einem leeren Blatt als Inhalt bekommen. So etwas halte ich allenfalls bei einer Panne bei automatischem Massenversand für denkbar, aber nicht, wenn jemand seine Post per Hand kuvertiert. Ein Richter dürfte ähnlich denken.

Nun, wir haben da das Problem:
Der Gesetzgeber bestimmte im SGB I (das ja eigentlich das wichtigste SGB I, weil es das Fundament darstellt), daß Sozialbehörden zugunsten des Hilfsempfängers beurteilen, ihm helfen sollen (wobei "sollen" ja, extra definiert, "müssen" bedeutet).

Nur leider fehlen in den Gesetzen SGB II und SGB XII (und möglicherweise auch in anderen SGBs) die klaren Verweise auf diese Vorgabe in SGB I.

Und so kriegen die, die den Verwaltungsjob bei SGB II und/oder XII nicht wie früher über mehrere Jahre lernten, sondern in einer Schnellbleiche plus "Learning by doing" nur das Nötigste mitkriegten (immer den eigenen "Überleben in der Behörde-Gedanken" im Kopf (=entweder "Nix wie raus auf eine ruhigere, entfristete Stelle im Öffentlichen Dienst", oder "gute Beurteilung kriegen und entfristet werden") ) ,
gar nicht wirklich mit, daß es das SGB I gibt und sie das gefälligst beachten sollten.

Was dann dazu führt, daß bei manchen von ihnen nicht mal der XMV greift. Dann jedoch denkt der Mann/die Frau im Amt dann automatisch, daß er/sie nicht den Hilfsbedürftigen helfen, sondern die Steuergelder vor den unersättlichen Wünschen der Leistungsempfänger schützen müßten. Vor Leistungsempfängern, die alles dafür täten, illegal an möglichst viel dieser Gelder zu kommen.

Will sagen: Der Gesetzgeber sagt dem Amt: Helft den bedürftigen Menschen. Zu ihren Gunsten. Aber das Amt ignoriert das und
ieht jeden Hilfsbedürftigen erstmal als Feind, als potentieller Räuber der öffentlichen Kassen an.

Darum auch solche Unterstellungen, der Hilfsbedürftige habe ein leeres Papier geschickt, damit im Posteingangsbuch der Eingang eines Briefes oder Faxes gefunden werden könne.

Dabei gehen ja wirklich viele Akten, etc. verloren, eben weil da nicht wie früher jeder die Verwaltung drei oder dreieinhalb Jahre lernte, und damit auch eine einheitliche Ablagemethode. Sondern weil da jeder kommt, bloß gesagt kriegt: "Leg das mal ab!" Aber nicht wie und wo, und erst recht nicht, warum so. Und dann legt der das halt ab, so, wie er es im alten Job, z.B. als Schleusenwärter, bei der Telekom, oder eben gar nie lernte.

Es ist dabei nicht ausgeschlossen, daß einer auch manches in den Papierkorb ablegt,-
oder nach der Methode "An Müller" wie der, der immer dafür gelobt wurde, seinen Schreibtisch so aufgeräumt zu haben. Der einmal gefragt wurde, wie er das denn schaffe. Seine Antwort war: "Oh, ich packe alles, was kurz vor Feierabend noch da liegt, in ein internes Postkuvert,- und schicke das an "Herrn Müller"." "Wo ist Herr Müller?", wurde er daraufhin gefragt, und antwortete: "Ich weiß es nicht, aber irgendwo in dem großen Amt wird es schon einen Herrn Müller geben!"

Gerichte schließlich denken, daß, weil sie selbst ja den Überblick über die Gesetze haben, alle Behörden diesen Überblick auch hätten und auch so handeln würden, wie der Gesetzgeber das eigentlich vorsah.

Was Telefongebühren angeht: Heute geht fast jeder von sich selbst aus und denkt, daß jeder eine Festnetzflatrate hätte. Und daß alles, was wie eine normale Festnetz-Nummer auch aussähe, vom Telefonprovider auch so berechnet würde.

Doch: Was schon zur Zeit der Mailboxen so war, wo die Telekom den Anruf bei solchen Nummern wie die der Mailboxen, etc. zu einem anderen, teureren Tarif abrechnete, geht mittlerweile weiter.
Gerade die Telekom hält sich da an ihre AGB, bei der sie Anrufe bei Servicerechnern wie Mailboxen, Internet-Zugängen, Faxdiensten, Telefonkonferenz-Servern nicht mit der Festnetz-Flatrate, sondern teurer abrechnet.

Jedenfalls ab dann, wenn sie merkt, daß eine insgesamt häufig angerufene Nummer kein normales 1:1-Festnetz-Telefonat, sondern irgendwas anderes ist.
So haben wir in der Energieagentur von Montag-Freitag die Möglichkeit, an einer Telefonkonferenz (mal Schulung, mal Neues, mal weitere Infos) teilzunehmen, so auch direkten Kontakt zur Geschäftsleitung zu halten, und aus Problemen und Erfahrungen von Kollegen zu lernen. Ich bin bei Alice und die rechnet mir diese Anrufe unter die Festnetz-Flatrate (die ich gegen Aufpreis von fünf Euro monatlich habe). Aber Kollegen, die mit ihrem Telefonanschluß samt Flatrate bei der Telekomm sind, sie kriegen seit einigen Monaten die Anrufe bei dem (eine eigentlich normal aussehende Festnetznummer tragenden) Telefonkonferenz-Zugang mit 9 cent/Minute extra berechnet. (So eine Telefonkonferenz geht normal mit Fragerunde selten kürzer als 45 Minuten... )
 

Fritz Fleißig

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Darum auch solche Unterstellungen, der Hilfsbedürftige habe ein leeres Papier geschickt, damit im Posteingangsbuch der Eingang eines Briefes oder Faxes gefunden werden könne.
Heinz, deine ganzen Ausführungen haben leider nicht viel mit meiner Frage zu tun.

Ich habe aus Interesse gefragt: sind tatsächlich Fälle bekannt, in denen sich eine Behörde auf einen angeblich angekommenen Brief mit einem leeren Blatt Papier als einzigem Inhalt berufen hat, und in denen diese Behauptung hinterher vor dem Sozialgericht standgehalten hat? Oder ist das eher eine theoretische Überlegung von rein akademischem Interesse?

So eine Argumentation erscheint aus den genannten Gründen doch reichlich weltfremd bis unmöglich, und ich könnte mir vorstellen, daß sie beim zuständigen Richter im Streitfall eher zur Belustigung beiträgt.

Wenn, dann würde man doch behaupten, es sei gar kein Brief angekommen (weil man dann nichts weiter zu beweisen hätte).
 

Fritz Fleißig

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Ja, solche Fälle sind bekannt.
Dann bitte konkrete Urteile und Aktenzeichen angeben, wo man das im einzelnen nachlesen kann.

Ich meine hierbei nur tatsächlich ausgeurteilte Fälle - keine theoretischen Überlegungen, wie man sie vielfach als Gedankenspiele von Juristen im Internet findet nach dem Motto: "es könnte ja sein, daß jemand behauptet...".

Vielen Dank.
 

Pixelschieberin

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

Mich würde wirklich interessieren, ob jemand mit so einer Behauptung vor Gericht tatsächlich mal durchgekommen ist oder ob es eine eher theoretische Überlegung ist.
Ich kann gar nicht so dumm denken, wie es dann passieren kann. Diese Methode verwende ich nicht nur im Zusammenhang mit Ämtern.
Unsinnige Drücker- oder Versicherungsverträge, die ich im Auftrag meiner betagten Eltern kündige, stößt gelegentlich auf heftige Gegenwehr.
Unter Kündigung – Anwalt für Arbeitsrecht Berlin
fand ich folgende Passage
(Die darin angesprochene Kündigung setze ich mit wichtigem zu übermittelnden Inhalt gleich):
Besser ist es Kündigungen mittels Einwurfeinschreiben zu übersenden. Allerdings hat auch diese Vorgehensweise Risiken.
Als Kündigender kann man zwar beweisen, dass man der anderen Vertragspartei ein Schreiben zugesandt hat (aber selbst dies wird von eigen Gerichten anders gesehen).
Sofern die Gegenseite jedoch beispielsweise behauptet, einen leeren Briefumschlag erhalten zu haben, wird man wiederum den Zugang der Kündigung nicht nachweisen können.
Verkürzt kann man sagen, dass man durch das Einwurfeinschreiben zwar darlegen kann, dass man der Gegenseite etwas übersandt hat, nicht jedoch was sich in dem Brief befunden hat.
Mit dieser Info im Hinterkopf, dachte ich, daß ich mir DAS Geld auch sparen kann und ersann die vorgetragene - kostengünstigere Verfahrensweise.
(Das Threadthema regte mich zur Nebenbemerkung an - da Kostenminimierung gefragt war)
Der Empfänger bestreitet hier ja nicht, den Brief überhaupt erhalten zu haben (was wesentlich einfacher wäre), sondern nur dessen Inhalt.
Weder weiß ich was die Gegenseite machen wird, noch habe ich darauf Einfluß.
Ich will nicht groß gegenargumentieren - ich will eine Situation schaffen, die die Glaubwürdigkeit meiner Aussage - ich habe den und den Inhalt tatsächlich an XY versandt - untermauert und dem Richter einleuchten sollte.
Das Ganze mit geringst möglichen Kosten.
Wie ist die Zustellung eines Briefes mit einem leeren Blatt möglich, wenn ein Fensterbriefumschlag verwendet wurde, also bei einem leeren Blatt als Einlage gar keine Adresse sichtbar wäre?
Good point! Werde unverzüglich Fensterumschläge beschaffen.
Die finde ich A) häßlich und hatte B) keine Lust, X mal umzufalten, bis alles "paßt" und keiner reinlinsen kann.
Wenn er sich auf einen "anderen Inhalt" beruft: Wo ist der tatsächlich angekommene Brief? Der muß ja schließlich da sein.
Nö, nur der Umschlag. Und der war angeblich leer. (Sry, war noch einer ohne Fenster :icon_wink:)
Eine bekleckerte Chinaimbiß-Lieferservice-Speisekarte ließe sich auch noch auftreiben...
Einen "anderen Brief" per Totalfälschung vorzutäuschen, wäre schon ein starkes Stück und mit einigem Risiko für den Empfänger verbunden.
In der Tat.
S. o. Es geht zunächst um keinen oder Katalogblatt-ähnlich-gefakten Inhalt, was mit Chuzpe vorgetragen, durchgehen kann.
Dein Szenario wäre "noch krimineller" und eröffnete neue Baustellen. (Wir schweifen ab...)
Und schließlich: ist das überhaupt glaubhaft?
NEIN. Bei normal denkenden natürlich nicht.
Aaaaaaber: Aussage steht gegen Aussage. Der Absender bleibt in der Beweispflicht.
Deshalb ersann ich die Doppel-Moppel-Strategie. (Ich arbeite halt gerne mit Netz.)
Vergessen wir nicht das Fax.
Damit wird die leere-Umschlag oder Brief-nicht-angekommen-Mär richtig unglaubwürdig - und das begreift der Empfänger (wahrscheinlich) auch sofort.
Ich habe in vielen Jahren noch nie einen Brief mit einem leeren Blatt als Inhalt bekommen.
Mach dich in dem Zusammenhang kurz von seriösem Geschäftsgebaren frei.
Klar will Autohaus XY dir seinen neuen Geländewagen andienen und wird die Infos rollen lassen...
Aber wenn ich was von der Gegenseite will und anzunehmen ist, daß die das lieber verhindern möchte, rechne ich mit kreativer Gegenwehr.
Deshalb versuche ich im Vorfeld so zu agieren, daß meine Darlegung schwer bis gar nicht hinterfragt/erschüttert werden kann.
So etwas halte ich allenfalls bei einer Panne bei automatischem Massenversand für denkbar, aber nicht, wenn jemand seine Post per Hand kuvertiert.
D'accord...
Nur - alles ist möglich, die Richter müssen auch die Möglichkeit in Betracht ziehen.
Ein Richter dürfte ähnlich denken.
Klar, denken wird er sich "seins", nur im Zweifel:
Beweislast beim Absender - Aussage gegen Aussage - Pech gehabt?

@Fritz Fleißig
Die selben Gegenargumente habe ich auch im Hirn geschaukelt - (bis auf den Fensterumschlag - Ha! Man sollte immer mal drüber geredet haben :icon_wink: )
- halte die Vorgehensweise für abschreckend genug, mich Lügen zu zeihen.
Sich aus DER Zwickmühle - ohne "Gefahren" eingehen zu müssen - zu befreien - auf die Spontan-Kreativ-Lösung bin ich sehr gespannt.
 

Fritz Fleißig

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AW: Einfachste und kostengünstigste Art Faxe mit qualifiziertem Sendebericht zu verse

@Pixelschieberin

Stimme dir im Grunde völlig zu, und halte auch deine Vorgehensweise für richtig.

Nur würde ich wirklich mal gerne die konkret ausgeurteilten Fälle sehen (und zwar möglichst nicht nur vom Provinz-Amtsgericht X), wo eine Behörde vorgetragen hat, einen Brief mit lediglich einem leeren Blatt erhalten zu haben und mit dieser Argumentation vor Gericht durchgekommen ist.

Ich kenne verschiedene Internetseiten von Rechtsanwälten, wo auf diese ganze Problematik eingegangen wird, freilich mit durchaus unterschiedlichem Ergebnis. Der eine sieht beispielsweise ein Einwurfeinschreiben als die beste Lösung an, der andere hat hier Bedenken.

Diese Überlegungen klingen alle sehr nach theoretischen Gedankenspielen von Juristen ("sollte eine Partei vortragen, daß es so gewesen sei, würde ein Gericht wahrscheinlich so urteilen, daß..."). Ich kenne aber keinen einzigen Fall aus dem wirklichen Leben. Sollte dies mit dem "leeren Blatt im Umschlag" vielleicht lediglich ein sich verselbständigt habendes Internet-Gerücht nach bekanntem Muster sein - der erste stellt ein Gedankenspiel an, der zweite behauptet es, der dritte gibt es als bewiesene Tatsache weiter, der vierte zitiert den dritten,...?
 
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