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Einfach nur enttäuscht von der WfbM - Wie soll oder kann es weiter gehen?

Trixi2011

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#1
Nach nunmehr fast 8 Monaten in der Behindertenwerkstatt muss ich sagen, dass es einfach nur eine riesige Enttäuschung für mich ist.

Ja, ich wurde gewarnt, auch hier im Forum, aber ich hatte wirklich gedacht, dass die Werkstatt vielleicht doch eine Perspektive für mich wäre, gerade weil ich nicht so extrem behindert bin, wie viele andere Personen in einer Werkstatt.

Aktuell habe ich für einige Monate die Werkstatt (Standort) gewechselt, um famiiläre Verpflichtungen besser wahrnehmen zu können und heute kam es dort zum Eklat...

Es ging darum, dass es dort außer Kontakte stecken ähnlich wie: https://www.google.com/search?q=Kontaktrohlinge+schwarz,+l%C3%A4nglich&hl=de&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=qzNLUpLTBcbO0QWcx4CQCg&ved=0CAcQ_AUoAQ&biw=1366&bih=643&dpr=1#hl=de&q=Kontakte+stecken&tbm=isch&facrc=_&imgdii=_&imgrc=9rGagW7pjh2NxM%3A%3BQxfJoJ_Qr-S7gM%3Bhttp%253A%252F%252Fwww.sequencer.de%252Fsynth%252Fimages%252Fa%252Faf%252FBuild1.jpg%3Bhttp%253A%252F%252Fwww.sequencer.de%252Fsynth%252Findex.php%252FMCV876_Controller_Update%253A_Hardware_bauen%3B600%3B400 keine andere Arbeit gab und Kontakte stecken, habe ich von Anfang an, als Arbeit für mich abgelehnt. Es ist eine langweilige Arbeit, die mich müde und aggressiv macht.

Wirklich, in einer anderen Abteilung, wo ich das vorher auch machen sollte, stand ich kurz davor einen ganzen Korb mit diesen Teilen gegen die Wand zu werfen und jetzt sollte ich in der neuen Abteilung WIEDER diesen Mist machen, weil es keine "vernünftige" Arbeit (Abfüllen von Gewürzen, Etiketten kleben...) gab.

Seit zwei Wochen wollte mich die Gruppenleiter, mal mit mehr, mal mit weniger Druck, immer wieder dazu bringen die verhassten Kontakte zu stecken und ich habe NEIN gesagt und auch erklärt warum ich diese "Arbeit" als EINZIGE Arbeit ablehne. Alle anderen Aufgaben, die man mir gab (Etiketten kleben, Abfüllen, Verpacken...) habe ich ohne Widerspruch gemacht und ich empfand diese Aufgaben als für mich angenehm, auch wenn sie ebenfalls nur nach Schema F verlaufen. Hauptsache, ich fühlte mich gut dabei!

Heute dann wieder das gleiche Spiel und heute ist mir dann... naja der Kragen geplatzt! Ich habe ganz laut gemeint, dass ich nicht um 4:45 Uhr aufstehe um mich nötigen zu lassen eine Arbeit zu machen, die mich frustriert und aggressiv macht - Schon gar nicht in einer Behindertenwerkstatt! Ich habe meine Sachen gepackt und wollte einfach gehen, bevor ich vor Wut - Ich habe wirklich gezittert vor Zorn - irgendwas durch die Gegend werfe. Dann wurde ich aber zurückgehalten und man meinte, man würde den begleitenden Dienst informieren, der mit mir sprechen will.

Das Gespräch verlief dann natürlich so, dass die olle Hackfre$$e vom begleitenden Dienst gemeinsam mit der Pi§§nelke von Gruppenleiter auf mich einredete, dass das SO nicht ginge, dass Kontakte stecken eine Arbeit wäre, die der Werkstatt viel Geld einbringt und ich daran denken müsse, ja dass ich gerade zu verpflichtet wäre die Arbeit vom wirtschaftlichen Aspekt her zu betrachten.

Ich blieb stur, meinte, dass ich diese Teile nicht mehr anrühre und dass ich keine Arbeit machen werde, die dafür sorgt, dass ich mich schlecht fühle und das meine Gesundheit mir wichtiger wäre, als der wirtschaftliche Erfolg der Werkstatt.

Jetzt wurde es unschön:

Man stellte mich vor die Wahl, entweder ich setze mich jetzt raus und stecke Kontakte oder ich nehme meine Sache, gehe nach Hause und es gäbe einen negativen Vermerk der Arbeitsverweigerung in meine Akte und die Meldung an die Agentur für Arbeit, die als Finanzierungsorgan es bestimmt nicht gut findet und entsprechend reagieren würde.

Weriterhin, wenn mir die Arbeit seelisch zu schaffen mache und meine Psyche negativ beeinträchtigt, solle ich mich darum bemühen einen Psychologen zu finden, der mir hilft meine Probleme in den Griff zu bekommen.

Letztlich haben sie mich dann mit der Drohung klein bekommen. Heulend habe ich mich dem Schicksal gefügt und angefangen Kontakte zu stecken. Ich war sooooo wütend, ein falsches Wort hätte genügt und ich wäre Amok gelaufen, hätte die ganzen Körbe mit den Kontakten vom Tisch gefegt.

Es war für mich eine Nötigung oder gar "Vergewaltigung" diese Arbeit machen zu müssen. Arbeitsausführung entstanden durch Zwang und Drohung von zwei Personen gegen mich.... Gott, wie ich diese beiden Personen jetzt hasse!!!!

Verständnis von anderen Leuten aus der Gruppe bekam ich nicht zugesprochen. Im Gegenteil: In der Mittagspause bekam ich zu hören:

Man müsse akzeptieren, dass in einer Werkstatt nicht immer Arbeit gibt, die einen schmeckt und ich solle doch überhaupt froh sein, "Arbeit" zu haben. Seinen Unmut über Arbeiten, die einen nicht behagen offen kund zu tun, so wie ich es mache, würden immer negative Konsequenzen haben, dass solle mir doch mittlerweile bewusst sein, nachdem es wegen meiner offenen Kritik, bezüglich der gleichen "Arbeit" in der anderen Gruppe bereits Ärger gab. Es wäre besser den Mund zu halten und die Aufgaben stillschweigen zu akzeptieren.

"Befehlszombies!" dachte ich nur bei mir, ohne auf den Verhaltenshinweis einzugehen, den man mir für die Zukunft nahe legte.

Beim heutigen Feierabend, habe ich jedenfalls alle meine persönlichen Sachen mitgenommen, weil ich es nicht zu lassen werde mich weiterhin der Order "Schnauze halten und arbeiten!" unterordnen zu müssen.

Vielleicht bin ich für eine Frau zu selbstbewusst erzogen worden, vielleicht ist es meine Behinderung, die ein solches Selbstbewusst sein notwendig macht, dass dafür sorgt, dass man den Mut hat NEIN zu sagen.

Ist es möglich, die Werkstatt (generell den Träger nicht nur den Standort) binnen des Berufbildungsbereiches zu wechseln und wenn ja, wie stelle ich das an?
 
E

ExitUser

Gast
#2
Ich kann dir leider nicht wirklich helfen.

Aber warum wehrst Du Dich nicht grundsätzlich gegen die Arbeit in einer Behindertenwerkstatt? Vom Schreiben her wirkst Du auf mich nicht sehr behindert. Mich wollte man auch mal in so eine Werkstatt stecken, aber das habe ich erfolgreich verweigert. Ich bin zwar psychisch krank, aber nicht doof. Und in solchen Werkstätten gibt es ja leider meist nur Arbeiten, für die man nicht so clever sein muss. Für wirklich ganz schwer Behinderte mag so eine Werkstatt gut sein.


Aber warum lässt Du das überhaupt mit Dir machen???????? Ich habe das verweigert erfolgreich. Ich wär da schon am ersten Tag ausgeflippt und nicht erst nach etlichen Monaten.
 

Paolo_Pinkel

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#3
Ich kann dir leider nicht wirklich helfen.

Aber warum wehrst Du Dich nicht grundsätzlich gegen die Arbeit in einer Behindertenwerkstatt? Vom Schreiben her wirkst Du auf mich nicht sehr behindert. Mich wollte man auch mal in so eine Werkstatt stecken, aber das habe ich erfolgreich verweigert. Ich bin zwar psychisch krank, aber nicht doof. Und in solchen Werkstätten gibt es ja leider meist nur Arbeiten, für die man nicht so clever sein muss. Für wirklich ganz schwer Behinderte mag so eine Werkstatt gut sein.


Aber warum lässt Du das überhaupt mit Dir machen???????? Ich habe das verweigert erfolgreich. Ich wär da schon am ersten Tag ausgeflippt und nicht erst nach etlichen Monaten.
Warum erzählst du nicht allen, wie du dich erfolgreich zu Wehr gesetzt hast. Das wäre nützlich(er) für den TE.
 
E

ExitUser

Gast
#4
Naja, viel habe ich da nicht gemacht. Ich habe einfach meiner Rehafrau erklärt, dass ich zwar krank bin, aber so behindert dann doch nicht. Und dass mir mehr geholfen wäre mit einer Umschulung, statt mit einer Behindertenwerkstatt. Und dann hat sie mir eine Maßnahme gegeben, wo ich das "beweisen" sollte. Arbeitserprobung/Berufsfindung, kennt man ja. Aber da waren all meine Ergebnisse eben so gut, dass die Werkstatt vom Tisch war. Aber auf die Umschulung warte ich leider trotzdem immer noch:-(
 

gelibeh

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#5
Ich hab fast befürchtet, dass das kommt.

dass das SO nicht ginge, dass Kontakte stecken eine Arbeit wäre, die der Werkstatt viel Geld einbringt und ich daran denken müsse, ja dass ich gerade zu verpflichtet wäre die Arbeit vom wirtschaftlichen Aspekt her zu betrachten.
Ich bekomme das :icon_kotz2:
Das ist nur widerlich.
 

Kuhle Wampe

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#6
Liebe Trixi, ich sags mal so, und mit ist bewusst, dass ich mich auf dünnem Eis bewege und Du es falsch verstehen könntest:


...Mit was will Dir diese merkwürdige Person in der Behindertenwerkstatt drohen?
Sie fing an, falls Du nicht diese Kontakte steckst, könnte man Dich "melden" beim Arbeitsamt und wahrscheinlich "rauswerfen".

Du aber bist doch schon mit der ganzen Kraft am Ende. Du machst Dich kaputt, seelisch.

Darauf stütze Dich doch. Gehe nicht mehr hin, gehe aber zum Arzt, der Dich aus dem Verkehr ziehen kann, für immer.

Da man Dich ja offensichtlich auch für "erkrankt" hält (ich finde, Du bist hier im Foren ganz schön vielen Personen echt was voraus), kannst Du nicht sanktioniert werden, weil Du ja "erkrankt" bist.

Im Grunde können das leeere Drohungen sein, aber lass einen Doc ran, der Dich da sicher rausholen kann.

Was da stattfindet, geht gar nicht und Du machst es richtig. An Deiner Stelle hätte ich genau so gehandelt.

Was ist schon ein "negativer Vermerk bezüglich Deiner Arbeitshaltung"?? Ein Furz einer überkandidelten Schreckschraube, nicht mehr. Also gar nichts.
 

JürgenK

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#7
@Trixi2011

Also denke es wäre an der Zeit...seine Sachen zu packen und zu gehen.

Wenn es deinem Gesundheitszustand schadet allemal !!!!!Wer zwingt dich dazu so einen Käsemist zu machen.
Könne ich an einer Hand abzählen,und es würde nicht lange dauern...und die Sachen wären wirklich geflogen bei mir.
Da kannste Sicher sein.:biggrin:

Also die hätten echt Spaß an mir.


Also mich wollten und hätten sie auch gerne in so was reingesteckt.:icon_kotz:Ich habe von anfang an gesagt NEIN...Niemals lieber sterbe ich.
 

Kuhle Wampe

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#8
@Trixi2011

Also denke es wäre an der Zeit...seine Sachen zu packen und zu gehen.

Wenn es deinem Gesundheitszustand schadet allemal !!!!!Wer zwingt dich dazu so einen Käsemist zu machen.
Könne ich an einer Hand abzählen,und es würde nicht lange dauern...und die Sachen wären wirklich geflogen bei mir.
Da kannste Sicher sein.:biggrin:

Also die hätten echt Spaß an mir.


Also mich wollten und hätten sie auch gerne in so was reingesteckt.:icon_kotz:Ich habe von anfang an gesagt NEIN...Niemals lieber sterbe ich.
Du hast das richtig gemacht. Wirklich richtig.Und Trixi auch.
 

Anna B.

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#9
Hallo Trixi,

ab sofort mußt du nun vorsichtig sein...lass dir von einem beh. Arzt bestätigen, dass du geistig vollkommen normal bist....

es ist nämlich durchaus möglich, dass die Damen und Herren Laienpsychologen nun in einer Kaffeepause - Mitarbeiterbesprechung - über dich reden und dann "nur zu deinem Besten" davon ausgehen, dass du psychisch ziemlich angeschlagen bist und sie dann den Sozialpsychiatrischen Dienst einschalten...
du wärest nicht die erste, die dann unter Zwang eingewiesen wird.

Lass dir von deinem Arzt bestätigen, dass du völlig normal bist und halte mit dem Arzt zusammen fest, dass du dich weigerst, in eine psych. Klinik zu gehen...

dann können sie dich eigentlicht nicht einweisen.

ich habe größe Befürchtungen, dass in diese Richtung was geplant wird...

die lassen sich das nicht gefallen, die "schlagen" zurück....eben weil du so wütend warst und sie womöglich gemerkt haben, dass du fast angefangen hast, Dinge durch die Gegend zu werfen..

pass auf dich auf...

und schau dir das noch einmal an und bereite die Verfügung mit deinem Arzt vor...

PatVerfü | Die schlaue Patientenverfügung

diese Pat.Verfügung schützt vor unberechtigter Einweisung und Psychiatrisierung...

Alles Gute
 
E

ExitUser

Gast
#10
eine WfbM ist doch in erster Linie für geistig- und mehrfachbehinderte Menschen gedacht.

als meine Tochter damals vom Kiga in die Schule kam, hiess es von seiten der Frühförderung (bei der mein Jüngster war, aber nicht lange, weil die völlig inkompetent war) sie solle doch in die Schule für geistigbehinderte. ich lehnte das natürlich ab, FF meinte denn, ja meine Tochter wäre ja so still und zurückhaltend, ich: nein. sie ging dann ganz normal zur Grundschule usw. mittlerweile geht sie ganz normal an eine Fachhochschule und studiert.
diesen Einrichtungen geht es oft darum, ihre Plätze zu besetzen und natürlich ist denen ein Kind/Erwachsener lieber, der nicht ganz so schwer betroffen ist, wenn er überhaupt betroffen ist, die machen ja meist auch weniger Arbeit, als ein wirklich schwer geistig Behinderter. dafür mehr Profit. und wie schon Trixi auch schrieb, es geht hier um wirtschaftliche Interessen der Werkstatt.
und auch was AnnaB. schreibt würde ich berücksichtigen.
 

Anna B.

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#11
Hallo,

wie gesagt, pass auf dich auf...

wenn die schon zu zweit auf dich eingeredet haben, die deine Abwehr gemerkt haben....dann werden die sich zusammen setzen und überlegen, wie sie am besten mit dir weiter vorgehen...

da wird deren Küchenpsychologie aus dem Schrank geholt und dann werden sie über dich entscheiden...und womöglich in eine Richtung, aus der du nur schwer wieder raus kommst...

sei vorbereitet....die Patientenverfügung kann nur ein Vorteil für dich sein...
wenn du sie nicht benötigst, ist es ja noch besser...
aber wenn jemand dich, während der Arbeit möglicherweise, einweisen will...dann zücke die Pat.Verfügung..sie werden es sich überlegen..

du solltest auch Angehörige oder Freunde informieren..nicht das du plötzlich "weg" bist und keiner weiß genau, wo du dich aufhälst..
 

gila

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#12
Trixi: Du hast RECHT und "darfst" auch enttäuscht sein.
Du bist ja freiwillig bemüht gewesen, und wolltest erproben, was du machen kannst und wie du deinem Leben noch etwas
Sinnvolles hinzufügen kannst.
Wenn dein Bemühen aber dazu führt, dass du unter deinem Niveau und geistigen Leistungsvermögen eingesetzt wirst,
und am Ende "verblödest" und unterfordert bist, macht das KRANK.

Wenn das betreuende "Fachpersonal" hiermit nicht umgehen kann und dich zusätzlich noch unter Druck setzt,
als dich da aufzufangen, wo es dir grad weh tut, stellt sich die Frage nach der Qualifikation dieser Leute ...
und der blöde Gedanke "wie gehen die dann mit Leuten um, die sich nicht so artikulieren können?" drängt sich auf.

Vielleicht denkst du mal darüber nach, dein Potenzial, was du ja augenscheinlich hast, anderweitig einzusetzen?
Vielleicht machst du dir Gedanken über ein "persönliches Budget" und versuchst erst einmal irgendwo "ehrenamtlich" eine Aufgabe zu finden, wo du für andere Menschen wert und "nützlich" bist?

Wenn man so jung ist, ist das bitter - du kennst aber sicher auch "unsere" Story mit meiner jüngsten Tochter, die sich nun erst einmal
da einrichten muss, wo sie gerade steht und hier ihre eigene Basis finden muss.

Nur Mut! Du musst nicht jeden "gaga" machen und vielleicht ist gerade auch die Zeit, darüber nachzudenken, was mehr Sinn macht ...
Sicherlich findest du einen Weg, wenn du den Groll überwunden hast und ein wenig Muße zulässt, um nachzudenken und Neues zuzulassen!

:icon_hug:
 

hartaber4

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#13
eine WfbM ist doch in erster Linie für geistig- und mehrfachbehinderte Menschen gedacht.
Man beachte:

Eines der primären Ziele der WfBM soll sein (natürlich rein theoretisch) : Den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu schaffen....

Ich vermute (eher befürchte), dass das in über 90% der Fälle nicht gelingt....

Die großen Träger der Wohlfahrtsindustrie wären ja auch schön blöd sich diesen milliardenschweren Ast abzusägen.....

@TE:

Guck da mal in Ruhe nach Infos:

kobinet-nachrichten
 

JürgenK

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#14
Ja ich bin damals ja auch gefragt worden,ob ich dahin möchte?

Ich habe aber klar gesagt NEIN ,lieber sterbe ich.Und schon war es vom Tisch und es wurde auch nie mehr angesprochen.
Kenne einige Bekannte,die ich noch aus der Klapse her kenne...sie sind in der WFB...und sie fühlen sich dort echt nicht wohl.

Sie erzählen auch davon...wie elend es ihnen dort geht.:confused:

Und mal ehrlich...für eine Monatsfahrkarte die sie bekommen für ihre sogenannte Arbeit ,wo sie machen dürfen...ja das muss ich mir wirklich nicht auch noch antun.

Und wie Anna B. sagte...:icon_daumen:pass bitte bloss auf...so wie Anna B. sagte kann der Verlauf sein...so schnell kannste nicht schauen wie das passiert.

Schau das du dort nicht mehr hingehen musst...weil es dir einfach nur schadet.

Versuche doch mal was Ehrenamtliches zu machen...im Tierheim,Altersheim oder so?
Die Tiere würden sich freuen...und ne einsame alte Oma die niemanden hat,oder Opa freut sich bestimmt auch wenn sie jemand besucht...1-2 mal die Woche.

Und davon hättest du mehr...als in der WFB...die verdienen sich ne goldene Nase...und du bekommst fast nichts dafür.
Was wohl mehr als nur Sklavererei ist:icon_kotz:
 

ethos07

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#15
Hallo Trixi, es tut mir so leid, dass es bei dir so kommen ... musste. Aber DU HAST DICH, so wie ich dich kennenlernte, auch HEUTE SEHR SEHR GUT ZUR WEHR GESETZT!

Kein Mensch braucht - und das in einer Behindertenwerkstatt - Idiotenarbeit zu machen, nur damit die Ausbeutung weiter läuft. :icon_dampf:

-----------
Würde dir vorsvchlagen, bevor du deine nächsten Schritte festlegst: erst einmal heute 'Bäume treten gehen' und dann drüber 1x schlafen - so gut es geht. Und dann erst danach weiter überlegen, was als Nächstes Sinn macht.

...Ok. Das Problem was du - und wir, die wir nun nach dem besten Weg hier suchen - haben, ist: du wolltest deinerseits dahin. Weg von ALg II. Verständlich. Aber es kam wie es kam: Vom Regen in die Traufe...

Und nun willst Du also 'nur' den Träger wechseln, wenn ich deine Frage, richtig verstanden habe, aber vorerst in diesem Behinderten-Ausbeutungs-Sumpf bleiben?

Hmm, bist du dir sicher, dass das die optimale Strategie für eine Kämpferin wie dich ist?

Ich kenne mich in dem Bereich Behinderte, wie du ja weisst, kaum aus und kann Dir daher zu den nun wichtigsten nächsten Schritten keinen konkreten Rat geben.

Das du unbedingt eine Patientenverfügung machen solltest - zwecks Vorsorge gegen weitere Psychiatriesierung deiner sehr gesunden Regungen, habe ich auch öfters schon gehört - das macht m.E. auf jeden Fall Sinn!

Das einzige was mir im Moment auch noch einfällt:

Frag mal bei Anne Allex nach, ob sie alternative Wege parat hat.
Sie ist auch eine alte und sehr erfahrende Kämpferin und kennt sich mit vielem bestens aus.

Kürzlich machte sie einen Workshop, der wie die Faust auf's Auge mir auch auf deinen 'Fall zu passen scheint:
Workshop: Schutz von Menschen mit Handicaps durch Inobhutnahme in Werkstätten? Tatsachen, Mittel, Hintergründe, Kritik, Alternativen
10:00 Uhr – 13:00 Uhr mit Anne Allex (Sozialpolitische Wegeweiserin, Berlin), Manfred Müller (L.E.O Köln), Barbara Viehweg (ISL e.V.)

Es gibt bestimmt in Berlin mehrere leicht behinderte aber sehr kluge Menschen, wie dich, die dem ganzen Behinderten-Unwesen ihre 'gutdosierte Faust' zeigen... Mein Rat für dich wäre: Schau, dass du dortin Kontakte bekommst und dort eine superguten Fähigektien nicht unter deiner Würde, mit diesen Menschen zusammen, GEGEN das Behinderten-Unwesen einsetzen kannst.

MACH WEITER AUF DEINEM WEG!:icon_daumen:
 

Muzel

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#16
Trixi, vielleicht hilft dir ein Behindertenbeauftragter? Zuständig wäre hier das Arbeitsministerium. Du solltest deinem vorgesetztem Amt die Zustände schildern und das möglichst so, dass du ernst genommen wirst, denn das ist unser großes Problem. Wenn man psychisch behindert ist, nimmt einen keiner für ernst und mich kannst du gratulieren. Ich bin dauerhaft von 70 auf 80 heraufgesetzt worden. Den Bescheid habe ich heute bekommen.
Lass dir nichts gefallen.
 

Trixi2011

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#17
Danke für eure Ratschläge :icon_daumen:

Bin jetzt bis Ende nächster Woche krankgeschrieben und mein Arzt hat mir auch gesagt, er würde mir wenn gewünscht attestieren, dass ich diese Arbeit nicht machen kann, weil sie negative Auswirkungen auf meine Psyche hat.

Mitte bis Ende Oktober bin ich dann sowieso erstmal in Spanien und kann mich hoffentlich erholen und Batterien aufladen. Die kulturelle Vielfalt von Barcelona wird mir helfen auf andere Gedanken zu kommen :biggrin:

Dann habe ich ein Gespräch bei der Frau vom begleitenden Dienst vereinbart, aber in der Werkstatt, wo ich eigentlich ursprünglich bin. Mal gespannt, was die dazu sagt. Wahrscheinlich wird sie schon Rücksprache mit der anderen Werkstatt halten und die werden natürlich die Sache so darstellen, dass ich als "Störenfried" dargestellt werde.

Eigentlich ist es mir sehr unangenehm, dass ich ein "Problemkind" bin um das man sich immer kümmern muss, aber auf der anderen Seite, bin ich auch stolz, dass ich nicht stillschweigend bereit bin jeden Mist zu schlucken, den man mir vorsetzt.

Ganz allgemein bin ich auch nicht die einzige Person in dieser Gruppe mit psychisch kranken Menschen gewesen, die DIESE Arbeit eigentlich abgelehnt haben, das konnte ich an der gelangweilten Körperhaltung vieler Mitarbeiter erkennen. Unmotiviert und genervt, haben sie Rohling um Rohling fertig gemacht... :icon_neutral:

Und dennoch, haben sie es getan. Sie waren praktisch wirklich wie "Befehlszombies", nicht in der Lage ihre innere Ablehnung dieser Arbeit dahingehend umzusetzen, sie zu verweigern.

Vielleicht lag es aber auch nur an den Medikamenten, die diese Leute nehmen müssen. Teilweise waren die ja stehend K.O gewesen und mussten jeden Tag zwischendurch sich für 2 Stunden hinlegen und ausruhen.

Sollte mir bei dem Gespräch kommende Woche suggeriert werden, dass ICH das Problem bei der ganzen Sache bin, bzw. mein Denken, dass ich nicht genötigt bin alles zu tun, was man von mir verlangt, dann weiß ich dass es mit meiner Einstellung wirklich besser ist, wenn mit der ganzen Sache Schluss mache.

Wieder bis 8 Uhr schlafen können, gemütlich mit meiner Nachbarin Kaffee am Vormittag trinken, nicht Erledigungen immer am Nachmittag und Abend machen müssen... Diese Gedanken sind gar nicht mal so übel...:icon_twisted:
 

Muzel

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#18
Trixi, lass dich gut beraten. Wenn du jetzt in Rente gehst dann bekommst du die Bezüge für immer. Für mich ist dass ziemlich naja.... Bei einer Behindertenwerkstatt kannst du die Rente noch erhöhen. Aber du musst entscheiden, was du ertragen kannst und willst, dabei würde ich immer die aktuellen Rentenbezüge im Auge haben. Meine Rente liegt knapp über 200 Euro, womit ich immer abhängig sein werde. Das gefällt mir nicht.
 

counselor

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#19
Bin jetzt bis Ende nächster Woche krankgeschrieben und mein Arzt hat mir auch gesagt, er würde mir wenn gewünscht attestieren, dass ich diese Arbeit nicht machen kann, weil sie negative Auswirkungen auf meine Psyche hat.
Hast Du genau richtig gemacht! Gut so!

Die Vorgesetzten in der Werkstatt haben sich bis auf die Knochen blamiert. Denn sie haben zugegeben: Uns geht es nicht um Trixi2011 oder die anderen Behinderten und ihre berufliche Rehabilitation, sondern nur um den Gewinn, den die Betreiber der Werkstatt mitnehmen. Wenn die das so offen aussprechen und mit Drohungen kommen, dann sind sie in der Defensive und ihre Drohungen sind ihr letztes Mittel, den Gewinn einzutreiben, den der Betreiber der Werkstatt sich sichern möchte.

Mit dem Attest hast Du sie komplett geschlagen.

Ich würde die Typen noch wegen versuchter Nötigung und versuchter Körperverletzung anzeigen und ggfs auf Schmerzensgeld verklagen. Immerhin haben die versucht, deinen Willen zu brechen und es war ihnen völlig egal, ob Du durch das Weiterarbeiten leidest. Strafe würde die disziplinieren, Schmerzensgeld würde deinen Geldbeutel etwas entlasten und Du könntest Dir vielleicht was anschaffen, was Du brauchst.

Ferner solltest Du den Namen der Werkstatt an eine ELO-Ini weitergeben, damit die Anderen vor einer Arbeitsaufnahme dort gewarnt werden können. Dann können andere sich künftig vor denen schützen.

Eigentlich ist es mir sehr unangenehm, dass ich ein "Problemkind" bin um das man sich immer kümmern muss, aber auf der anderen Seite, bin ich auch stolz, dass ich nicht stillschweigend bereit bin jeden Mist zu schlucken, den man mir vorsetzt.
Darauf kannst Du stolz sein! Du bist eben -im Gegensatz zu den Anderen selbstbewusst- und kannst jetzt erhobenen Hauptes aus der Sache rausgehen und die Erfahrung mitnehmen. Denn Du hast Dich gewehrt und deine Peiniger bezwungen.

Mitte bis Ende Oktober bin ich dann sowieso erstmal in Spanien und kann mich hoffentlich erholen und Batterien aufladen. Die kulturelle Vielfalt von Barcelona wird mir helfen auf andere Gedanken zu kommen
Die Flucht der Deutschen vor der Kulturlosigkeit hierzulande. Dieses Land reduziert sich mehr und mehr auf das Ausnutzen seiner Bewohner durch Arrrrbeit. So was wie Genuss oder Spaß bei der Arbeit dürfen wir in Deutschland nicht mehr haben.

Ich wünsche Dir alles Gute für Dein Gespräch mit der Frau vom begleitenden Dienst und viel Freude in Spanien!
 

hartaber4

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#20
Trixi, vielleicht hilft dir ein Behindertenbeauftragter? /QUOTE]

Realität:

Leider ist dieser NICHT weisungsbefugt.... in der Regel beschränkt sich das auf ein paar nette mahnende Worte (und das wissen auch Leistungsträger wie Erbringer).
 
E

ExitUser

Gast
#22
Ich habe mir das alles noch mal genau durchgelesen. Falls ich was falsch verstanden habe, bitte korrigieren und nicht übel nehmen!

Ich lese nun aus dem ersten Beitrag, dass es an diesem Standort leider wirklich keine andere Arbeit gibt, dass man sich bereits einige Zeit verweigert hat - und dann dort untätig einfach rumsaß? - und der Druck seitens der Mitarbeiter, die Arbeit zu machen, immer größer wurde? Dann verstehe ich die Mitarbeiter, denn die sind ja dazu dort angestellt, sich a) um die Leute zu kümmern, aber b) eben auch sie zu motivieren, dort zu arbeiten. Was hätten die denn machen sollen? Sagen: ist ok, wenn Sie täglich kommen und hier nur rumsitzen? (Wie gesagt, nach dem zweiten Lesen habe ich das so aufgefasst, dass beim besten Willen an diesem Standort keine andere Tätigkeit hätte gefunden werden können für Dich.) Und da sind die Mitarbeiter natürlich in einer Zwickmühle, denn die können natürlich nicht sagen: ist total ok, wenn Sie einfach täglich herkommen und nichts tun.

Trixi: ich an Deiner Stelle würde mich um was anderes bemühen. Du bist doch intelligent und in meinen Augen in der Behindertenwerkstatt ganz fehl am Platz. In meiner Schulzeit habe ich da mal ein Praktikum gemacht, ein paar Jahre lang hatte ich einen Freund, der als Heilerziehungspfleger dort arbeitete. Und mich selbst wollte man auch mal dorthin schicken. Und daher kann ich guten Gewissens, ohne wen abwerten zu wollen, sagen: solche Werkstätten sind wirklich nur hilfreich für Schwerstbehinderte. Die sind sogar stolz auf ihre Arbeit da und freuen sich, dass sie sagen können: ich gehe arbeiten. Das gibt denen Selbstbewusstsein. Aber jemand wie Du. Der muss doch da kaputt gehen. Und nein, die Werkstätten sind leider nicht verpflichtet, jedem die Arbeit zu beschaffen, die für ihn gut ist. Wenn man da freiwillig hingeht, muss man schon das machen, was dort eben an Arbeit vorhanden ist. Oder sich verweigern - und dann aber das Ganze komplett abbrechen, denn auch wenn man sich da ausgenutzt fühlt und auch ist, das Ganze kostet auch eine Schweinegeld, dass man da überhaupt hin "darf". Denn so viel Gewinn machen die nun sicher nicht, jemand, der sich bemüht, aber krankheitsbedingt nicht kann, der ist da willkommen, selbst wenn er pro Tag nur 3 Kontakte gesteckt kriegt.

Man darf nicht zu viel erwarten von solchen Werkstätten. Die können nicht auf jeden einzeln eingehen. Und wenn sie das könnten, dann hätten sie Dir vermutlich am dritten Tag gesagt: Sie sind hier falsch.

Ich weiß nicht, welche Krankheit Du hast. Aber es gibt andere Hilfen. Berufliche Reha z.B. für psychisch Kranke mit Umschulungen in Einrichtungen, wo Rücksicht genommen wird auf die Erkrankung.

Und die Drohung, man melde Deine Arbeitsverweigerung dem Amt - die solltest Du als Segen nehmen. Dann kannst Du da nämlich aufhören in der Werkstatt und hoffentlich, das wünsche ich Dir von Herzen, findest Du dann was Geeigneteres.

Aber eins ist für mich klar: Du musst da nicht hin! Das kostet Geld und ist freiwillig! Du kannst also jederzeit aufhören! Und wenn es Dir dort verständlicherweise so gar nicht zusagt, dann solltest Du genau das auch tun.
Es gibt andere Rehamöglichkeiten.
 

Sonntagsmaja

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#23
Bei Drohungen wäre auch bei mir Schicht im Schacht, Eingangsverfahren hin oder her.

Ich wollte ja auch eigentlich in eine WfbM, nur die Amtsärztin und auch der BA-Psychologe haben mir gesagt dazu wäre ich wohl psychisch nicht stabil genug. Erklären konnte ich mir das nicht; der Umgang mit anderen Behinderten hat mir noch nie was ausgemacht.
ABER Druck und Drohungen!:icon_dampf:

Ergo wußten die beiden wohl was in solchen Werkstätten abgeht, aber gesagt haben sie nix dazu! Statt dessen wird das dann lieber als Negativum aus meinem Leistungbild herausgekramt :icon_motz:
Typisch! Schuld hast nur immer du selbst:danke:

Trixie, höre auf die anderen und versuche einen eigenen Weg zu finden.
Hilfe von Ämtern und solchen Einrichtungen?? Das ich nicht lache!:icon_neutral::icon_lol:
 

hartaber4

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#24
Bei Drohungen wäre auch bei mir Schicht im Schacht, Eingangsverfahren hin oder her.

Ich wollte ja auch eigentlich in eine WfbM, nur die Amtsärztin und auch der BA-Psychologe haben mir gesagt dazu wäre ich wohl psychisch nicht stabil genug. Erklären konnte ich mir das nicht; der Umgang mit anderen Behinderten hat mir noch nie was ausgemacht.
ABER Druck und Drohungen!:icon_dampf:

Ergo wußten die beiden wohl was in solchen Werkstätten abgeht, aber gesagt haben sie nix dazu! Statt dessen wird das dann lieber als Negativum aus meinem Leistungbild herausgekramt :icon_motz:
Typisch! Schuld hast nur immer du selbst:danke:

Trixie, höre auf die anderen und versuche einen eigenen Weg zu finden.
Hilfe von Ämtern und solchen Einrichtungen?? Das ich nicht lache!:icon_neutral::icon_lol:
Oft ist das was in den "Leitbildern" solcher (oft christlichen) Einrichtungen steht ein starker Gegensatz zur Realität....
 

Sonntagsmaja

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#25
Oft ist das was in den "Leitbildern" solcher (oft christlichen) Einrichtungen steht ein starker Gegensatz zur Realität....
So isses. Obwohl meine Tante (Mehrfachbehindert) den Holocaust dankt der Kirche überstanden hatte. Meine Oma brachte sie damals in ein Kloster als massenhaft die Vernichtung "unwerten" Lebens begann. Dort erlernte sie einen Beruf und war später in der Lage etwas selbst zu verdienen.
DAS war noch Hilfe wie ich sie mir unter dem Wort "christlich" vorstelle.

Heute gehts nur noch um Geschäfte und Gewinne, egal wo:icon_dampf:
Von wahrhafter "Hilfe" keine Spur.
 
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#29
Ich verstehe das Problem nicht ganz, Trixi. Die Arbeit in einer WfbM ist freiwillig.

Es entstehen dir doch keine Nachteile, wenn du dort einfach aufhörst.
 

hartaber4

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#30
Mal auf´s Datum und Normwerk geguckt?


Niedersächsisches Finanzgericht 8. Senat, Urteil vom 04.09.2003, 8 K 627/02
§ 32 Abs 4 S 1 Nr 3 EStG 2002, § 33b Abs 3 EStG 2002, § 40 Abs 1 Nr 7 BSHG




Weiß jemand was aus dem Vorhaben geworden ist ?

Rentenbeiträge Von der Leyen will nicht mehr für Behinderte zahlen

23.05.2011 · Bundesarbeitsministerin von der Leyen will bei den von Ausgaben für Behinderte sparen. Nach F.A.Z.-Informationen sollen die Bundesanstalt für Arbeit und Rentenversicherungen die Rentenbeiträge der Behinderten in Werkstätten übernehmen.




Rentenbeiträge: Von der Leyen will nicht mehr für Behinderte zahlen - Wirtschaftspolitik - FAZ








P.S.


"Geschmäckle" hat die "Rentengeschichte" bei WfbM deshalb, weil es diese Subvention nicht in anderen Formen der Teilhabe gab (gibt?).


In Zeiten der viel gepredigten Selbstbestimmung umso befremdlicher......aber wo kein Kläger...da kein Richter....



Ob diese Leistungen für eine Rente über Grusi-Niveau reichen soll jetzt mal aussen vor bleiben.....
 
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#31
Tja en Jordi, Zwang oder nicht, das ist hier die Frage. Hm, du verstehst nach eigenem Bekunden das Problem nicht ganz:
Auf diese Kinder wartet ja nichts anderes als die Werkstatt. Aus Gründen, die ich hier nicht näher erläutern möchte, wollen mein Mann und ich nicht, daß sie dorthin geht. Ist sie gezwungen, in eine Werkstatt zu gehen und wenn ja, warum?
Tacheles Forum: Zwang in die Behindertenwerkstatt?

Die Auffassung des LSG, die Klägerin habe der angebotenen Maßnahme in einer WfbM nicht zur Verfügung stehen müssen, weil diese Tätigkeit nicht zum allgemeinen Arbeitsmarkt zähle und auch nicht der beruflichen Eingliederung diene, trifft in dieser Allgemeinheit nicht zu ... einschlägig nur, solange es sich um arbeitnehmerähnliche Werkstattbeschäftigte iS des § 138 Abs 1 SGB IX handelt,
bei denen nicht die Erbringung der Arbeitsleistung im Vordergrund steht, sondern die Betreuung und Förderung des behinderten Menschen
Tacheles Forum: Re: Zwang in die Behindertenwerkstatt?

Hier BSG, Urteil vom 10. 5. 2007 - B 7a AL 30/06 R in ganzer Länge, zitiert war gerade aus der RN 21

BSG, Urteil vom 10. 5. 2007 - B 7a AL 30/06 R

Fresco11 erkennt, dass es aus Sicht eines Jobcenters verschiedene Grundlagen für das Thema WfbM zu geben hat, dass zwischen Übergang in den ersten Arbeitsmarkt und Betreuung / Förderung des Menschen mit Behinderung unterschieden werden muss:
Für die ARGE dürfte nur der Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt als Grund zur Arbeitsaufnahme Gültigkeit haben
Tacheles Forum: Re: Zwang in die Behindertenwerkstatt?
 

hartaber4

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#32
§ 9 SGB IX Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten

(1) Bei der Entscheidung über die Leistungen und bei der Ausführung der Leistungen zur Teilhabe wird berechtigten Wünschen der Leistungsberechtigten entsprochen. Dabei wird auch auf die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie sowie die religiösen und weltanschaulichen Bedürfnisse der Leistungsberechtigten Rücksicht genommen; im Übrigen gilt § 33 des Ersten Buches. Den besonderen Bedürfnissen behinderter Mütter und Väter bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrages sowie den besonderen Bedürfnissen behinderter Kinder wird Rechnung getragen.


(2) Sachleistungen zur Teilhabe, die nicht in Rehabilitationseinrichtungen auszuführen sind, können auf Antrag der Leistungsberechtigten als Geldleistungen erbracht werden, wenn die Leistungen hierdurch voraussichtlich bei gleicher Wirksamkeit wirtschaftlich zumindest gleichwertig ausgeführt werden können. Für die Beurteilung der Wirksamkeit stellen die Leistungsberechtigten dem Rehabilitationsträger geeignete Unterlagen zur Verfügung. Der Rehabilitationsträger begründet durch Bescheid, wenn er den Wünschen des Leistungsberechtigten nach den Absätzen 1 und 2 nicht entspricht.


(3) Leistungen, Dienste und Einrichtungen lassen den Leistungsberechtigten möglichst viel Raum zu eigenverantwortlicher Gestaltung ihrer Lebensumstände und fördern ihre Selbstbestimmung.


(4) Die Leistungen zur Teilhabe bedürfen der Zustimmung der Leistungsberechtigten.



Der § ist aber bekannt (als Ergänzung zum SGB I) ?

Aber so ist es wohl fast immer in Deutschland (wozu hat Frau Merkel eigentlich die UN-BRK ratifiziert? Ein Versehen ?)

- Behinderte gehören in die WfbM.... (vorher oft in sonderpädagogischen Maßnahmen soweit "gefördert", dass der Zieleinlauf meist klar sein dürfte......hier schaue man sich die Trägerstruktur vieler Einrichtungen an!)

- Pflegebedürftige ins Heim.... (das wird auch deutlich, wenn man sieht mit welchen Beträgen Angehörige für die Arbeit "entlohnt" werden)....

- Menschen mit sogenannten "Defiziten" werden mittels gesetzlicher Betreuung ihrer Mündigkeit beraubt......

usw.

im Ergebnis oft : Klappe zu, Selbstbestimmungs-Affe tot.....



(Das es anders geht beweisen Länder wie Dänemark....dort hatte man Anfang der 90er den Neubau von Pflegeheimen verboten um indirekt ein Umdenken in der Gesellschaft anzustossen....

Im Bereich von Behinderten sei hier an das Beispiel einer Firma erinnert, die Austisten in passende Arbeitsverhältnisse in der freien Wirtschaft vermittelt.... zu üblichen Lohnstrukturen und nicht für ein Taschengeld)
 

hartaber4

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#33
Zwang ?

Man beachte auch hier die Rechtsprechung.... VOR den Zeiten des Rechtsanspruches zum Persönlichen Budget.

Dem "Zwang" könnte man auch mittels dem u.a. § entgegentreten:

§ 159 Abs. 5 SGB IX Übergangsregelung

(5) § 17 Abs. 2 Satz 1 ist vom 1. Januar 2008 an mit der Maßgabe anzuwenden, dass auf Antrag Leistungen durch ein Persönliches Budget ausgeführt werden.
 
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#34
Hallo JürgenK, dein hier im Thread leider zwei Mal geäußertes lieber sterbe ich ist vermutlich ein extrem schlechter Tipp:
Wer Selbsttötung androht oder ankündigt, muss damit rechnen, wegen erheblicher Selbstgefährdung in eine Psychiatrische Klinik zwangseingewiesen und zwangsmediziert zu werden.
Suizid
 

Anarchie79

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#35
Hallo, ich finde dieses Thema Behindertenwerkstadt sehr interessant besonders wenn ich lese was da alles abgeht und wer daran verdient!

Da ich leider auch an einer chron. Depression mit Angst und Anpassungsstörung leide und seit über 10 Jahren in psychatrischer Behandlung bin,habe ich natürlich auch Angst davor das ich mal in so einer Einrichtung landen werde! Ich hab leider den großen Fehler gemacht und auf meinem Psychater und auf meinem Anwalt gehört und habe einen Behindertenausweis beantragt weil mir gesagt wurde das ich dadurch Vorteile auf dem ersten Arbeitsmarkt hätte ( Kündigungsschutz)! Jedenfalls hab ich den Antrag gestellt und er wurde abgelehnt mit der Begründung meine Erkrankung wäre nicht schwer genug um einen Behindertenausweis ausgestellt zu bekommen! Daraufhin hat mir mein Anwalt geraten Wiederspruch einzulegen was ich auch getan hatte und auch der wurde abgelehnt! Jetzt blieb mir nur noch das Klageverfahren und am 19.03. 2013 kam es zur Verhandlung am Sozialgericht und dort bekam ich einen GdB von 40 zugesprochen! Mein Anwalt sagte damals zu mir, das ich das Gerichtsgutachten meiner SB vom JC kopiert geben sollte damit sie weis was Sache ist das hab ich dann auch getan das war am 16.04. 2013 und bei der Gelegenheit handelte sie mit mir gleich noch eine EGV aus wo ich meinen Gesundheitszustand stabilisieren soll! Diese EGV läuft jetzt am 15.10. 2013 aus! Die Frage ist wie ich mich jetzt verhalten soll wenn sie mich zu einem Termin einlädt? Ich habe große Angst davor das sie mich auch in einer Behindertenwerstadt abschieben möchte auch wenn sie bisher noch nicht davon geredet hat! Sie wollte mir bisher einen 1,50 Job anbieten aber das geht bei mir auch nur wenn das Berufsfeld passt und ich keinen Druck habe! Mehr als 4 Stunden geht bei mir sowie so nicht das hat sie jetzt auch eingesehen! Ich bin wohl eingeschränkt durch meiner Erkrankung aber ich bin nicht bekloppt! Ich hab meinen Realschulabschluss geschafft und meinen Führerschein bestanden! Ich sehe meine Zukunft nicht in einer Behindertenwerkstadt weil mich das seelisch kapput machen würde! Ich würde gerne für 4 Stunden auf dem Friedhof arbeiten gehen oder im Tierheim weil ich sehr tierlieb bin und selber einen Hund habe der mir sehr gut tut! Aber da ich aus einer struckturschwachen Region aus Sachsen komme gibt es da nicht viele Möglichkeiten für mich die ich da machen könnte leider! Im Gutachten steht noch das ich unter Druck suizidgefährdet bin und das weis jetzt auch meine SB! Ich hab seit April nichts mehr von ihr gehört ist das gut oder schlecht?


Lg Anarchie79
 

JürgenK

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#36
Hallo JürgenK, dein hier im Thread leider zwei Mal geäußertes lieber sterbe ich ist vermutlich ein extrem schlechter Tipp:


Suizid

Ja und du bist nen absoluter Scherzkeks:icon_evil:

Wenn dus richtig gelesen hättest wüsstest du das sie es bei mir auch mal versucht haben mich in die WFB zu stecken.
Und wenn ich mich dagegen wehre...es mit mir nicht machen lassen werde...fürn Appel un en Ei ,das die sich bereichern können an mir...und ich bekomm nur ne blöde Monatskarte wovon ich nichts habe.

Ja und besonders wenn ich so was sage oder schreibe...es ist nur meine freie Meinungsäusserung ,es ist nur meine Meinung wenn ich das sage.Und nur weil ich offen mit dem Thema umgehe...

ALSO BITTE:icon_kotz:

Ja bin ich den Behindert im Kopf..das ich dahin soll und so was mit mir machen lasse????
Bestimmt nicht !!!!!!!

Und was ich tu...und nicht tu...ist alleine meine Sache.Insbesondere was ich sage...weil es die Wahrheit ist.

die können sich ihr billiges Personal wo anders suchen...aber ich bin keiner davon:icon_kotz2:
 

gila

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#37
Hallo, ich finde dieses Thema Behindertenwerkstadt sehr interessant besonders wenn ich lese was da alles abgeht und wer daran verdient!

Da ich leider auch an einer chron. Depression mit Angst und Anpassungsstörung leide und seit über 10 Jahren in psychatrischer Behandlung bin,habe ich natürlich auch Angst davor das ich mal in so einer Einrichtung landen werde! Ich hab leider den großen Fehler gemacht und auf meinem Psychater und auf meinem Anwalt gehört und habe einen Behindertenausweis beantragt weil mir gesagt wurde das ich dadurch Vorteile auf dem ersten Arbeitsmarkt hätte ( Kündigungsschutz)! Jedenfalls hab ich den Antrag gestellt und er wurde abgelehnt mit der Begründung meine Erkrankung wäre nicht schwer genug um einen Behindertenausweis ausgestellt zu bekommen! Daraufhin hat mir mein Anwalt geraten Widerspruch einzulegen was ich auch getan hatte und auch der wurde abgelehnt! Jetzt blieb mir nur noch das Klageverfahren und am 19.03. 2013 kam es zur Verhandlung am Sozialgericht und dort bekam ich einen GdB von 40 zugesprochen! Mein Anwalt sagte damals zu mir, das ich das Gerichtsgutachten meiner SB vom JC kopiert geben sollte damit sie weis was Sache ist das hab ich dann auch getan das war am 16.04. 2013 und bei der Gelegenheit handelte sie mit mir gleich noch eine EGV aus wo ich meinen Gesundheitszustand stabilisieren soll! Diese EGV läuft jetzt am 15.10. 2013 aus! Die Frage ist wie ich mich jetzt verhalten soll wenn sie mich zu einem Termin einlädt? Ich habe große Angst davor das sie mich auch in einer Behindertenwerstadt abschieben möchte auch wenn sie bisher noch nicht davon geredet hat! Sie wollte mir bisher einen 1,50 Job anbieten aber das geht bei mir auch nur wenn das Berufsfeld passt und ich keinen Druck habe! Mehr als 4 Stunden geht bei mir sowie so nicht das hat sie jetzt auch eingesehen! Ich bin wohl eingeschränkt durch meiner Erkrankung aber ich bin nicht bekloppt! Ich hab meinen Realschulabschluss geschafft und meinen Führerschein bestanden! Ich sehe meine Zukunft nicht in einer Behindertenwerkstadt weil mich das seelisch kapput machen würde! Ich würde gerne für 4 Stunden auf dem Friedhof arbeiten gehen oder im Tierheim weil ich sehr tierlieb bin und selber einen Hund habe der mir sehr gut tut! Aber da ich aus einer struckturschwachen Region aus Sachsen komme gibt es da nicht viele Möglichkeiten für mich die ich da machen könnte leider! Im Gutachten steht noch das ich unter Druck suizidgefährdet bin und das weis jetzt auch meine SB! Ich hab seit April nichts mehr von ihr gehört ist das gut oder schlecht?

Lg Anarchie79
Mach doch damit wenn es soweit ist, ein eigenes Thema auf - hier geht sonst deine Fragestellung unter ...
nur soviel: eine weitere EGV mit "Stabilisierung Gesundheit" solltest du nicht unterschreiben.
Das ist kein "Eingliederungsziel" und auch nicht "sanktionierbar" - das ist SCHMARRN, sonst nix.
 
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ExitUser

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#38
Tja en Jordi, Zwang oder nicht, das ist hier die Frage. Hm, du verstehst nach eigenem Bekunden das Problem nicht ganz:


Tacheles Forum: Zwang in die Behindertenwerkstatt?

Die Auffassung des LSG, die Klägerin habe der angebotenen Maßnahme in einer WfbM nicht zur Verfügung stehen müssen, weil diese Tätigkeit nicht zum allgemeinen Arbeitsmarkt zähle und auch nicht der beruflichen Eingliederung diene, trifft in dieser Allgemeinheit nicht zu ... einschlägig nur, solange es sich um arbeitnehmerähnliche Werkstattbeschäftigte iS des § 138 Abs 1 SGB IX handelt,


Tacheles Forum: Re: Zwang in die Behindertenwerkstatt?

Hier BSG, Urteil vom 10. 5. 2007 - B 7a AL 30/06 R in ganzer Länge, zitiert war gerade aus der RN 21

BSG, Urteil vom 10. 5. 2007 - B 7a AL 30/06 R

Fresco11 erkennt, dass es aus Sicht eines Jobcenters verschiedene Grundlagen für das Thema WfbM zu geben hat, dass zwischen Übergang in den ersten Arbeitsmarkt und Betreuung / Förderung des Menschen mit Behinderung unterschieden werden muss:


Tacheles Forum: Re: Zwang in die Behindertenwerkstatt?
Das ist doch ein sehr komplexer Einzelfall. Von einem generellem Zwang zur Arbeit in einer WfbM kann hier keine Rede sein. Lies das Urteil mal ganz.

Trixi ist ja auch freiwillig dort. Sie möchte halt mitreden, was die Art ihrer Arbeit angeht. Wenn man das weiter verweigert, kann m.E. die Konsequenz nur sein, nicht mehr in einer solchen Werkstatt zu arbeiten.
 

Muzel

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#39
Mein Bruder ist freiberuflicher Betreuer und hat tierischen Ärger mit dem Landschaftsverband gehabt. Der Landschaftsverband wollte nämlich nicht zahlen und er wollte, dass die Betreute meines Bruders in Rente geht, was die Betreute aber nicht wollte. Der Landschaftsverband hat sogar das Amtsgericht eingeschaltet um meinen Bruder in die Knie zu zwingen, damit er den Rentenantrag stellt.
 

Muzel

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#40
Die Betreute hat auch in der Werkstatt für behinderte Menschen jahrelang gearbeitet.
 

hartaber4

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#41
Mein Bruder ist freiberuflicher Betreuer und hat tierischen Ärger mit dem Landschaftsverband gehabt. Der Landschaftsverband wollte nämlich nicht zahlen und er wollte, dass die Betreute meines Bruders in Rente geht, was die Betreute aber nicht wollte. Der Landschaftsverband hat sogar das Amtsgericht eingeschaltet um meinen Bruder in die Knie zu zwingen, damit er den Rentenantrag stellt.
Ich weiß jetzt nicht genau, ob der Landschaftsverband als Leistungsträger dem SGB XII zuzuordnen wäre, vermutet WENN dem so wäre, hätte es sicher nicht dem AG-Kontakt bedurft, denn dem SGB XII LT steht über den § 95 SGB XII ein eigenes Antragsrecht i.S. eines Feststellungsinteresses zu.

Ferner dürfte der Betreuer auch keinen derartigen Pflichten gegenüber Dritten unterliegen (siehe Betreuungsrecht, wobei das meistens nur schöne Theorie bleibt).

Hier wäre es interessant zu wissen, wie die Sache im Gesamten abgelaufen ist....


P.S.

Seit wann zählen denn Betreuer zu den freien Berufen ? Das wäre ja ganz neu....
 
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#42
Völlig korrekt: Betreuer steht nicht im Katalog für Freie Berufe

Freier Beruf (Deutschland)

Viele verwechseln leider Freiberufler und Freier Mitarbeiter. Beide Begriffe haben grundverschiedene Bedeutung.

Freier Mitarbeiter betrachtet nur die Art des Beschäftigungsverhältnisses – in Abgrenzung zum Arbeitnehmer –, besagt aber nichts über den ausgeübten Beruf.

Demgegenüber bezieht sich die Bezeichnung Freiberufler stets auf einen Angehörigen bestimmter wissenschaftlicher und künstlerischer Berufe (Architekten, Ärzte, Rechtsanwälte usw.), wobei sie nichts darüber aussagt, ob der Beruf selbständig oder nichtselbständig ausgeübt wird.
 

Texter50

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#43
Und der Freiberufler arbeitet wieder als Freier Mitarbeiter bei einem anderen Freiberufler.
Freiberufler sind Selbstständige mit teils besonderen Rechten.
Sie besorgen sich nie einen Gewerbeschein und müssen sich nicht bei der IHK / HWK melden. :icon_wink:
 

hartaber4

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#44
Und der Freiberufler arbeitet wieder als Freier Mitarbeiter bei einem anderen Freiberufler.
Freiberufler sind Selbstständige mit teils besonderen Rechten.
Sie besorgen sich nie einen Gewerbeschein und müssen sich nicht bei der IHK / HWK melden. :icon_wink:

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat jetzt erneut entschieden, dass Betreuer verpflichtet sind, bei der zuständigen Ordnungsbehörde ein Gewerbe anzumelden (Urteil vom 27.02.2013, Az.: 8 C 8.12; 8 C 7.12).


Wobei man sich jetzt die Frage stellen könnte, wie es sich bei einem Betreuer der z.B. Rechtsanwalt ist in so einem Fall verhält.....

oder wie der RA dann z.B. seinen Müll trennt (Gewerbemüll....freiberuflicher Müll.....).


Anmerkung:

Betreuung ist immer ein "personengebundenes Amt"..... der bestellte Betreuer kann es nicht "weiterdelegieren" (vgl. auch sog. Delegationsverschulden)
 

Texter50

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#45
Ich kenn das nur als Buchautor / Trainer / Ing.
Der Spass kommt dann im Zweifel bei der Arge auf, die immer nach der Aufgabe des Gewerbes fragt, was nicht angemeldet ist.
Es dauert dann schon ganz schön, bis man das den SBs von der Leiste den Unterschied Selbständiger / Freiberufler erklärt.
 

hartaber4

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#46
Ich kenn das nur als Buchautor / Trainer / Ing.
Der Spass kommt dann im Zweifel bei der Arge auf, die immer nach der Aufgabe des Gewerbes fragt, was nicht angemeldet ist.
Es dauert dann schon ganz schön, bis man das den SBs von der Leiste den Unterschied Selbständiger / Freiberufler erklärt.

Kriegst du die Schulungen vom JC bezahlt?

Ist doch nicht meine Aufgabe dem JC den Job zu erklären.... dafür wäre mir meine Zeit zu schade......

Sachstandsmitteilung und "schönen Tag noch!" - Fertig!
 

Anna B.

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#47
..mich würde jetzt mal interssieren, wie es Trixi jetzt geht....???

vielleicht meldet sie sich ja mal...
 

hartaber4

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#48
..mich würde jetzt mal interssieren, wie es Trixi jetzt geht....???

vielleicht meldet sie sich ja mal...
Wäre ja schön wenn ihr es besser ginge..... da Veränderungen zu Gunsten des Leistungsberechtigten im Sozialrecht meist sehr langsam kommen***.... ist mein Optimismus hier eher etwas verhalten...


*** Wenn man dann noch den Rechtsweg "gehen" muss... kann das ein paar Jahre dauern.....:icon_pfeiff:
 

Muzel

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#49
Die Frau, die mein Bruder betreut hatte ein Down Syndrom und war auch 63 Jahre alt und hat in einer Behindertenwerkstatt gearbeitet. Die RV hat meinem Bruder recht gegeben, weil es keine Zwangsrente eigentlich gibt. Aber der Landschaftsverband musste Zuzahlungen für den Job der Betreuten bezahlen und dazu hatte das Amt keine Lust und hat entsprechend Druck ausgeübt.
 

hansimpech

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#50
Hallo,
mich würde mal interessieren was verdient man in so einer WfbM?
Wird der Lohn angerechnet?
Muss die RV eigentlich der Werkstatt auch was zahlen?
Wie hoch ist das Übergangsgeld?
 
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