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Einer der Täter,Ulrich Kelber, MdB

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wolliohne

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#1
Sehr geehrter Herr,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre Email vom 16. Juli und Ihr Kompliment für meine Website. Allerdings weise ich Ihre Behauptung, dass ich Menschen in Bonn in die Armut treiben würde, entschieden zurück. Ihre Vorwürfe sind nämlich unbegründet.

Die Fahrgastbetreuer wurden bei den Bonner Stadtwerken in enger Abstimmung und mit Zustimmung (!) der Gewerkschaft ver.di eingeführt.
Die Tätigkeit als Fahrgastbetreuer ist freiwillig, was bedeutet niemand wird dazu gezwungen. Und ganz im Gegenteil: Diese Stellen sind so sehr begehrt, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt.
Gerade Menschen, die nur gering qualifiziert sind, können ihre Vermittlungschancen entscheidend verbessern. Denn mit der Tätigkeit als Fahrgastbetreuer ist ein hoher Anteil an Qualifizierungsmaßnahmen verbunden, die die Arbeitssuchenden (wieder) fit für den ersten Arbeitsmarkt machen. Die Stadtwerke erzielen durch die aufwendige Einarbeitungszeit und die Qualifizierungsmaßnahmen keinen Gewinn mit der Beschäftigung von Fahrgastbetreuern.

Mit freundlichen Grüßen
 

Bruno1st

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#2
Denn mit der Tätigkeit als Fahrgastbetreuer ist ein hoher Anteil an Qualifizierungsmaßnahmen verbunden, die die Arbeitssuchenden (wieder) fit für den ersten Arbeitsmarkt machen. Die Stadtwerke erzielen durch die aufwendige Einarbeitungszeit und die Qualifizierungsmaßnahmen keinen Gewinn mit der Beschäftigung von Fahrgastbetreuern.
bedeutet dies, das der 1. Arbeitsmarkt dann Fahrgastbetreuer aufnimmt? Aber das sind ja doch genau die "Ausbildungsbetriebe" die mit 1€J überschüttet werden. Also ein Widerspruch in sich.

Kein Gewinn ?
Einnahmen - Ausgaben = Gewinn
Einnahmen - höhere Ausgaben (z.B. kalulatorische Kosten bei den Ausbildern) = kein Gewinn
Das die 1€J Schmarotzer keinen Gewinn machen dürfen, hat sich doch vermutlich bis in die letzte Hütte rumgesprochen - also erhöht man einfach die Kosten.
Leider merken dies unsere Abgeordneten nicht oder übersehen es absichtlich.
 

gerda52

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#3
Die Stadtwerke erzielen durch die aufwendige Einarbeitungszeit und die Qualifizierungsmaßnahmen keinen Gewinn mit der Beschäftigung von Fahrgastbetreuern.
Mich würde die genaue Spezifizierung der Einarbeitung (wie läufts ab) und der Qualifizierungsmaßnahme (Inhalte, Schulungsaufwand usw.) mal interessieren. Ist es nicht eher so, dass die Leute direkt (nur meine Spekulation) nach kurzer Dienstanweisung ins Wasser müssen?

Die guten Taten der MdB's und ihre abgedroschenen Werbesprüche:

Gerade Menschen, die nur gering qualifiziert sind, können ihre Vermittlungschancen entscheidend verbessern.
Und wie wäre es mal mit Einstellung, natürlich mit Einarbeitungs- und Probezeit?
 

Kaleika

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#4
Mich würde es auch mal brennend interessieren, WORIN genau eigentlich die vermeintliche Qualifizierung nun bestehen soll!!!
Aber doch wohl nocht im frühen, regelmäßigen Aufstehen oder einer Strukturierung des Tages!!???
Oder lernen die Fahrgastbegleiter das Sprechen?
Kaleika
 

Kerstin_K

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#5
Mich würde die genaue Spezifierung der Einarbeitung (wie läufts ab) und der Qualifizierungsmaßnahme (Inhalte, Schulungsaufwand usw.) mal interessieren. Ist es nicht eher so, dass die Leute direkt (nur meine Spekulation) nach kurzer Dienstanweisung ins Wasser müssen?

Die guten Taten der MdB's und ihre abgedroschenen Werbesprüche:



Und wie wäre es mal mit Einstellung, natürlich mit Einarbeitungs- und Probezeit?
Also hier in hannover werden die nichtmal ansatzweise eingearbeitet. Diese Lewute sollen hier z. B. Rollstuhlfahrern beim Ein- und Aussteiegen helfen. Leider haben die meisten noch niemals vorher einen Rolstuhl angefasst. Wenn ich nicht eingegriffen hätte, wäre der Rollstuhl umgekippt, ich rausgefallen und das gante auf den Helfer drauf. Wennich da an weniger beweglich Behinderte denke, die in dieser Situation nicht reagieren können, kriege ich das Grausen.
 

wolliohne

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#6
lt. eines Bekannten

werden diese Leute wie am Fliessband innerhalb 3 Wochen geschult,und dann auf die Fahrgäste u.a. losgelassen,oder regeln z.B. den Fussgängerverkehr an städt. Baustellen.
I.d. Regel findet man sie in der Strassenbahn wo einer vorne und der andere im hinteren Teil der Bahn an den Türen stehen muss (hinsetzen verboten)

Neuerdings,schult sogar ein Erfahrener Ein Euro Jobber seine neuen KollegInnen.

Was dort genau geschult wird ist mir leider nicht bekannt.

Übrigens,offiziell heißen sie im Amtsjargon "Gemeinwohlarbeiter" (welch ein (Un) Wort)
 

gerda52

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#7
Schulung

Was dort genau geschult wird ist mir leider nicht bekannt.
Vielleicht Anleitung zum Waschen und Rasieren, das muss ja schließlich geübt werden. Und 'wie streiche ich die Bügelfalten an der Diensthose glatt', :icon_kinn: dann vielleicht noch: Was ist Bus- / Straßenbahnfahren überhaupt, wie geht das? :icon_idea: Weiter: Wie halte ich mich am effektivsten fest (hinsetzen ist ja nicht) mit der Übung verschiedener Handgriffe. Das fällt dann unter Unfallverhütung. :icon_razz: Und die 3 Wochen sind im Nu um. :icon_rolleyes:
 

edy

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#8
Übrigens,offiziell heißen sie im Amtsjargon "Gemeinwohlarbeiter" (welch ein (Un) Wort)
Naja, mit den "Unworten" haben' die Specialdemokraten es halt, so. (Wer hat uns verraten.....?)

Schaun wir mal, ob es der kleine Dicke aus dem Saarland besser bastelt. Rethorisch wäre er dazu in der Lage......
 
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#9
Mich würde es auch mal brennend interessieren, WORIN genau eigentlich die vermeintliche Qualifizierung nun bestehen soll!!!
Aber doch wohl nocht im frühen, regelmäßigen Aufstehen oder einer Strukturierung des Tages!!???
Oder lernen die Fahrgastbegleiter das Sprechen?
Kaleika

Bei uns in Leipzig ist das ähnlich. Es fahren immer 2 Fahrgastbegleiter mit. Bis sie mal erkennen, daß jemand Hilfe braucht...
 

Bruno1st

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#10
Mich würde es auch mal brennend interessieren, WORIN genau eigentlich die vermeintliche Qualifizierung nun bestehen soll!!!
Aber doch wohl nocht im frühen, regelmäßigen Aufstehen oder einer Strukturierung des Tages!!???
Oder lernen die Fahrgastbegleiter das Sprechen?
Kaleika
Sicher nicht - wer reden kann, wird für die ARGE ja gefährlich. Sie sollen sicher eher Dankbarkeit lernen - Dankbarkeit gegenüber dem Unternehmen, der ARGE, der Gesellschaf, usw. und die Klappe halten. Auch sollen sie sicher lernen, sich prügeln zu lassen, zumindest verbal. So eine richtige Anmache am Arbeitsbeginn hilft über den Tag.

Wenn die Stadtwerke aber überhaupt keine hauptberuflichen Begleiter einstellen, dazu zählen Alibi-Einstellungen nicht, dann ist das ganze Paket ein staatlich geförderter Betrug bei den Leistungsträgern. Denn nur Schulungen ohne realistische Übernahmechance in einem speziellen Bereich und die Querfinanzierung öffentlicher Unternehmen (ARGE stützt Verkehrsbetriebe) sind mehr wie Geldverschwendung.
Wer sitzt eigentlich in den Aufsichtsräten der Verkehrsbetriebe ? Vermutlich auch die, die in der Bürokratie die ARGE unterstützen, also am Ende sich selbst finanzieren und subventionieren.
 
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