Eine Reform, die sich als Anleitung zur Auflösung einer Gesellschaft lesen lässt

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wolliohne

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Doch die Hartz-Reform insgesamt ist wohl unbestreitbar der schwerwiegendste Angriff auf den Sozialstaat (und zugleich die abhängig Beschäftigten) in der Geschichte der Bundesrepublik. Sie hat – im Verbund mit den umfassenden Steuersenkungen für Wohlhabende und Unternehmen, sowie der Demontage der gesetzlichen Rente (alles Agenda 2010) – das Machtgefüge noch einmal überdeutlich in Richtung der Kapitalseite verschoben. Dabei wurde das politisch-gesellschaftliche Klima willentlich vergiftet, schließlich war ein derartiger Angriff auf die sozialen Grundrechte der Menschen nur möglich, indem die geeigneten Bilder in den Köpfen der Bevölkerungsmehrheit hervorgerufen wurden, um Gruppen gegeneinander auszuspielen (z.B. Niedriglöhner gegen Menschen in Sozialhilfe), Gegenkräfte zu fragmentieren und Menschen mit Falscherzählungen zu lähmen. Man sollte die „Reformer“ mit ihrer Version der Realität jedoch nicht so davon kommen lassen, da wir heute sehen, wie tiefgreifend die Veränderung ist. (…) Kürzlich hatte ich im Rahmen einer Lehrveranstaltung die Gelegenheit einen Vortrag zur Hartz-Reform zu halten. Zu diesem Zweck hatten wir unsere Folien von 2014 etwas aktualisiert. Wir wollen auch die neue Version verlinken. Die darin enthaltenen Informationen liefern vielleicht eine nützliche Grundlage dafür, mit anderen, bislang skeptischen Menschen, ins Gespräch zu kommen, um sie davon zu überzeugen, dass es einen grundlegenden sozialfortschrittlichen Wandel in diesem Land braucht und ein entscheidender Hebel dafür eben die Sozialgesetzgebung wäre. Kurzfristig wäre das Sanktionsregime in Hartz IV abzuschaffen, langfristig müsste die gesamte Reform rückgängig gemacht werden, da nicht nur ihre Begründungen erwiesenermaßen falsch sind, sondern eben auch ihre ökonomischen und sozialen Konsequenzen verheerend. Dazu muss es jedoch zunächst gelingen, mit den Propagandastories von der „Notwendigkeit“ und dem „Erfolg“ der Reformen aufzuräumen, sie beherrschen immer noch weite Teile der öffentlichen Meinung und lassen viele Menschen stillhalten, auch weil sie nicht als „unvernünftig“ gelten wollen.
Quelle: Maskenfall
 

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Sehe ich auch so "die Reformer nicht davon kommen lassen" , gerade wenn man sieht wie tiefgreifend die Refom war.

Meiner Meinung nach können wir als HR der JC und GEfangene des Hartz4 Verbrechens an der Menschlichkeit auch helfen, aber wir müssen uns organisieren und uns gegenseitig Netze spannen, die uns auffagen, wenn es zu äußersten Bedrohungen kommt, so kann man der alltäglichen ungerechten und entmenschlichten Praxis die wir hier täglich lesen können durch nicht greifbare Masse von innen aushöhlen.

Da beginnt das Werk!


Es ist höchst unanständig was mit den Menschen u. dere Gesellschaft gemacht wird.
Höchst unanständig.

Man muß den Reformern und den Partizipierern die Masse entziehen.
Dann ist ruckzuck aus mit diesem Mist.

Wenn Menschen wie wir immer wieder deren Ungerechtigkeit als Einzelfälle vor deren Gerichte vertreten, dann unterstützen wir dieses System!

Die Lösung ist dieses System aus zu bekommen.

Dafür müssen wir entziehen!

Anders geht das nicht! Wird mir keiner erzählen!

Ich persönlich bin schon länger her aus Versicherungen ausgestiegen, weil ich gesehen habe, dass mir das ncihts bringt.

Ich steige aus allem aus, was möglich ist.

Meine Vision ist die Selbstversorgergemeinschaft als weiterer Schritt das System der Menschenunwürde zu untergraben, auszuhöhlen, durch entziehen und nicht mehr Rad zu sein.
 

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Konstruktive Vorschläge?

Meine,die Masse wählt anders,eher uwahrscheinlich.:wink:

Die Masse wählt anders . Ich bitte dich, das ist ein Ammenmärchen! ein Mythos! :))))

Was willste denn wählen? Ist doch nix da!

und: JA! Extrem Unwahrscheinlich!

Meinen Vorschlag habe ich genannt, uns gegenseitig Netze spannen.
Uns unabhängig machen gerade als ersten Schritt vor den Sanktionen und den WUB zw. mal.
Man muß weiter den Widersinn, die Ungerechte und das Rechtswidrige anprangern.

Das passiert ja alles nciht nur HE, es gibt genug Menschen die nichts mit HE am Hut haben und alle laufen vor diese Wand, viele werden dann aber auch HE!

Was soll der exkrement? Wir profitieren davon jedenfalls nicht, im Gegenteil.

Solange der Einzelne Einzelner ist wird auch jeder seine persönliche Angst vorsichhertragen, die ihn hindert sinnvoll gegen die Unrechtsmaschiinerie und die verlogene Umverteilung anzugehen.

Das müssen wir schon so ehrlicherweise betrachten.
 

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Wir brauchen ein Umdenken in unserer Gesellschaft.
Nämlich dahin, dass zuerst mal der Mensch kommt und ein lebenswertes Leben.

Im Moment werden wir alle gegeneinander aufgehetzt und befinden uns mitten im Verdrängungs- und Konkurrenzkampf, das aber nicht unser Werk ist, das ist das WErk der Wirtschaft, wir profitieren aber nciht , es sind die Macher die davon profitieren und mit genug MAcht wissen die auch Gegenwehr zu vermeiden.

Da kommste mit denen nicht weit.

Man muß sich entziehen! Die Grundlage entzeiehn, nämlich die Menschen die von dem exkrement abhängig sind.


Ich kenne keine Partei die ich in der Lage sehe, das zu gestalten.
Sobald die mitreden dürfen egal ob Regierung oder Opposition "passen" sie sich an. Keine Chance mit den Parteien.


Aber ich arbeite gerade an der Gründung des Mütterclubs.
Homepage schon da, nur noch nicht ganz ausgestaltet.

Wenn du Mutter bist, dann kannste beitreten, wir besprechen die Themen die wir Frauen interessant finden und gehen dann damit an die Öffentlichkeit.

Die Page ist demnächst online und dort kannste über Email dich anmelden, kostenlos, es geht rein um die Macht der Frauen in der Gesellschaft und von hier aus die Veränderung einleiten.

Parteilos, unabhängig.

Wir brauchen nur noch medienwirksame Frauen und Mütter, die uns Gehör verschaffen.
Einer Hartz4 Mutter hört keiner zu!
 

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Deswegen können auch als Spezialgruppe die Mütter dieser Welt helfen, sind die Einzigen die was vom echten und wahren Leben verstehen.

Andere Möglichkeit sehe ich nicht. bin nur noch gespannt ob ich genug Idealistinnen finde, die die Macht der Frau und Mutter erkennen und damit "das Andere" lostreten in der Welt.

Und ich spreche nicht von Emanzipation oder von Frauenquote, das ist ja der größte Hirnriss überhaupt.
Ich spreche von Frauen und Mütter als Quelle und Beschützerin des Lebens.

Schreibe schon "prominente und bekannte" Frauen und Mütter an, um sie für dieses Werk zu gewinnen.
 

#HIV#

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Konstruktive Vorschläge?

Leistungsbezieher nehmen ja nicht mal die Rechte in Anspruch, die Ihnen durch das Gesetz gegeben wurden. Solange sich gerade mal 5% der Leistungsbezieher gegen Sanktionen wehren, braucht man hier nicht weiter diskutieren. Die meisten Leistungsbezieher wollen an dem System nichts ändern, das ist zumindest für mich ein Fakt.

Hier nachzulesen:

https://www.elo-forum.org/news-disk...jobcenter-wenige-wehren-gegen-sanktionen.html

Es wär schon ein Anfang wenn sich statt der 5 Prozent mal 10 oder 20 Prozent dagegen zu wehr setzen würden. Einen einfachen Widerspruch schreiben sollte wohl jeder hinbekommen.
 

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Ich stimme euch beiden nicht zu!

Adona:

Obwohl es richtig ist was du anführst, ist es der falsche Ansatz.
Genau an diesem Punkt kann gearbeitet werden.
Eine Vorraussetzung habe ich schon genannt, Das Sicherheitsnetz, alles andere ist gesellschaftliche Veränderung die über das Bewußtsein herbeigeführt werden muß und das es leicht ist, hat keiner behauptet, aber wir wollen doch nicht schon ganz am Anfang aufgeben????? ;)

Jedenfalls ich nicht!

HIV

Da hast du recht, aber auch dir kann ich nur mit dem Vorschlag des Sicherheitsnetzes antworten.

Wer riskiert schon den Totalausfall weil er idealistisch und kämpferisch unterwegs sein will?
Niemand und schon gar nicht Eltern, denn der Ausfall der hat in so einer Gesellschaft extrem böse Folgen. Das kann man nicht erwarten, deshalb braucht es eben das Sicherheitsnetz. Dann sieht das schon besser aus...
 

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Leistungsbezieher nehmen ja nicht mal die Rechte in Anspruch, die Ihnen durch das Gesetz gegeben wurden. Solange sich gerade mal 5% der Leistungsbezieher gegen Sanktionen wehren, braucht man hier nicht weiter diskutieren. Die meisten Leistungsbezieher wollen an dem System nichts ändern, das ist zumindest für mich ein Fakt.

Hier nachzulesen:

https://www.elo-forum.org/news-disk...jobcenter-wenige-wehren-gegen-sanktionen.html

Es wär schon ein Anfang wenn sich statt der 5 Prozent mal 10 oder 20 Prozent dagegen zu wehr setzen würden. Einen einfachen Widerspruch schreiben sollte wohl jeder hinbekommen.

Müsste der richtige Ansatz nicht der sein, dass man sich fragt, warum das so wenige machen?
 

#HIV#

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Da hast du recht, aber auch dir kann ich nur mit dem Vorschlag des Sicherheitsnetzes antworten.

Wer riskiert schon den Totalausfall weil er idealistisch und kämpferisch unterwegs sein will?

Das mit dem Sicherheitsnetz wie bei "sanktionsfrei.de" ist schon mal der richtige Ansatz. Aber keiner wird von seinem Jobcenter mit einer 100% Sanktion belegt, wenn er bei einer Sanktion in Widerspruch geht. Die meisten Leistungsbezieher sind offensichtlich schon mit einfachsten Widersprüchen überfordert. Ich kenne sogar eine Familie welche Heizkosten aus eigener Tasche zahlt, weil dort keiner eine Ahnung davon hat, wie man eine Übernahme im Jobcenter beantragt. Ich hab dann ausgeholfen und seit dem werden die Heizkosten übernommen. Man glaubt nicht wie dankbar die Familie auch heute noch ist, obwohl das ganze schon fast 3 Jahre her ist.

Aufklärung, Aufklärung und noch mal Aufklärung muss geleistet werden. Ich habe mir selbst schon mal überlegt, mich 2 Stunden in der Woche vor ein Jobcenter zu stellen und dort Hilfestellungen zu geben. Allerdings müsste man das regelmäßig machen um auch einen Erfolg zu erzielen.
 

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@HIV

Ja, ich kenne auch solche Fälle und habe auch schon versucht den Weg aufzuzeigen.
Hatte leider das Gefühl, dass es die gar nciht interessiert hat, die wollten die Kohle und gut, nach Erhalt gab´s keinen Grund mehr sich hinzustellen.
Traurig aber wahr.

Offenbar ist es so, das halt auch so einige sich nicht outen wollen und man deshalb auch schlecht rankommt um sich auch evtl. zu organisieren.
Von denen die nix verstehen mal ganz abgesehen.

Ich habe mir auch überlegt vor dem JC Infos zu verteilen.
Aber mach das mal, als Mutter und Oberhaupt von 4 Kindern, neben deiner Arbeit, neben der Familie, neben deinen Sorgen im täglichen Kampf.

Jetzt geht´s nimmer, jetzt bin ich krank.
Aber sobald es geht wird da was gestartet.


Man muß auch unbedingt die Menschenrechte stärken.
für Leistungsbezieher ist aber auch die Würde zu wahren ein wichtiger Schritt.

Es will sich keiner zu erkennen geben, das ist auch ein Punkt der überlegt sein muß.
Sonst kommt man nicht dran.

Allein wenn man an Mobbing denkt, welche Mutter will wegen ihres Leistungsbezuges ihre Kinder gemobbt/geoutet sehen und sie so "in Gefahr" bringen?

Die Schulen und Kindergärten heutzutage sind ja auch so eine Baustelle, es reicht ein doofer Blödmann und schon ist dein Kind am NoNo.

Ich kenne so einen Blödmann, schon mit 9 Jahren war der gefährlich und ist es heute noch, die Eltern sind nciht besser und die Quelle dieses Benehmens.
Schlimm!
 

Zeitkind

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@wolliohne
Mir fällt auf, daß Du nach ellenlangen Zitaten zwar die Quelle angibst, diese aber manchmal nicht verlinkst.
Dabei enthalten die Artikel viel mehr aufschlußreiche Informationen, sind also als Gesamtwerk lesenswert.
So wie in Deinem Eingangszitat aus dem Artikel von Maskenfall.

Ich würde mich freuen, wenn Du Deine Quelle regelmäßig mit einem Link versiehst.
Denn als Diskussionsanschub empfinde ich Deine Themen als unverzichtbar. :wink:

Und damit ich nicht ins OT abrutsche, ziehe ich ab Eingangszitat eine gerade Verbindung zu den Protesten in Frankreich.
Die Menschen dort haben sich nicht einlullen lassen und am deutschen Beispiel erkannt,
daß es um direkte Demontage und Auflösung geht.
Auch die Deutschen hätten das und vieles mehr verhindern können. Ist es Mentalität, Bequemlichkeit, Dummheit, Angst?
Ich denke da an eine ungesunde Mischung....
 

flandry

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Ich bin angenehm überrascht, von dem Artikel, dem Vortrag und der Diskussion bisher. :wink:

Eine unbestreitbare Tatsache ist, dass sich die Gesellschaft und alle Gesellschaften der Welt täglich ändern. Menschen sterben und werden geboren, usw. usw. Und damit müssen sich auch die Gesetze ändern, auch Sozialgesetze.
Eine weitere unbestreitbare Tatsache ist, dass die Zahl der Erwerbslosen seit Jahren um ein vielfaches höher ist, als die Zahl der offenen Stellen. Damit ist das Ziel von Sanktionen, Erwerbslose zu einer Aufnahme von Arbeit zu zwingen, hinfällig. Sanktionen sind nur noch Foltermethode. Ebenso klar ist auch, dass die Arbeitsmarktpolitik versagt hat.
Ende der Diskussion, was nun?:icon_razz:

Eine Lösung der Probleme innerhalb der bestehenden Systeme, sei es nun Kapitalismus oder Sozialismus / Kommunismus ist nicht in Sicht. Das verhindern die den Systemen zugrunde liegenden Theorien. Auch das Beharrungsvermögen der bestehenden Verhältnisse verhindert eine Lösung.
Eine Lösung ist deshalb nur jenseits der bestehenden Systeme möglich.:glaskugel:
Das bedeutet weder gewaltsame Revolution, noch Umsturz, noch Diktatur.

Ein neues System muss sich an folgenden Kriterien orientieren:
1) Die Würde des Menschen muss erhalten bleiben.
2) Menschen müssen sich zur Erfüllung größerer Aufgaben zusammenschließen.
3) Das Ansehen von Arbeit muss sich wandeln: Von einer Sicherung des Lebensunterhalts zu einer Beschäftigung, die die Menschen mit Befriedigung erfüllt. Die fortschreitende Technik macht es möglich.

Wer mit mir (außerhalb dieses Forums) darüber diskutieren will ist herzlich eingeladen. Ich freue mich über eine rege Beteiligung. :icon_daumen:

Nachtrag: Betrifft auch den Artikel mit den bettelnden alten Omi's von Gila.
 
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