Eine kurze Frage zum Anmieten einer neuen Wohnung bei ALG II

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Emely Erdbeer

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Hallo Zusammen,
wie sich herausgestellt hat, ist das Haus, in welchem ich wohne, in einem maroden Zustand und soll nun Ende des Jahres abgerissen werden, d.h. ich wurde gekündigt und suche nun eine neue Wohnung.
Ich war auch schon bei der ARGE und habe dies kundgetan.
Da ich aber davon ausgehe, nicht unbedingt eine Wohnung zu finden, die
genau den Vorgaben der ARGE entspricht (45 qm für 222 Euro kalt), frage ich mich, ob ich (wenn ich eine Wohnung miete, die unangemessen in der
Qm - Zahl und Miethöhe ist) mit der garantierten Übernahme der angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung rechnen kann.
Wenn ja, in welchem Gesetzbuch ist dies zu finden?
Die Dame bei der ARGE sagte mir, daß ich aufgrund meiner derzeitigen Miete von 226,76 kalt und 50 Nebenkosten auch bei einer unangemessenen Wohnung mit der Übernahme dieses Betrages, wie bisher, weiter rechnen kann.
Schriftlich wollte sie mir dies aber nicht geben.
Kann ich also eine Wohnung mieten, die mir gefällt, wenn ich die Kosten, die über der von der ARGE vorgegebenen Angemessenheit liegen, selber bestreite?
Ich bitte Euch um eine Antwort, mir wächst das langsam hier über den Kopf.
Ich danke Euch,
Eure Emely Erdbeer :icon_redface:
 

mcbarnie

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Die Dame bei der ARGE sagte mir, daß ich aufgrund meiner derzeitigen Miete von 226,76 kalt und 50 Nebenkosten auch bei einer unangemessenen Wohnung mit der Übernahme dieses Betrages, wie bisher, weiter rechnen kann.Schriftlich wollte sie mir dies aber nicht geben.
Kann ich also eine Wohnung mieten, die mir gefällt, wenn ich die Kosten, die über der von der ARGE vorgegebenen Angemessenheit liegen, selber bestreite?
Also auf solche nur mündlichen getätigten Aussagen würde ich mich nicht verlassen. Die Kosten, die für deine jetzige Wohnung übernommen werden, haben nichts mit den Kosten für die neue Wohnung zu tun. Suche dir eine Wohnung, die ungefähr mit den dir vom Gesetz her zustehenden Daten übereinstimmen und lass dir das genehmigen, bevor du den Mietsvertrag unterschreibst.

Wie willst du denn von 347 Euro die Mehrkosten für die Miete bestreiten?
 

Bienchen

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Zitat:

"Wie willst du denn von 347 Euro die Mehrkosten für die Miete bestreiten?"

Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Einige ARGEn sind jetzt schon so raffiniert, dass sie eine Nachweis für die Finanzierung der höheren Kosten haben wollen. Sie gehen nämlich davon aus bzw unterstellen, dass man "schwarz arbeiten" geht und sich so die höheren Kosten nur leisten kann.
Auch wenn du das Geld von den Eltern oder Großeltern oder wem auch sonst bekommst, nützt es Dir nichts, da dieses Geld dann von Deinem Regelsatz wieder abgezogen wird.
Die sorgen schon dafür, dass Du in eine Ghetto-Siedlung ziehst. Wie man dies umgehen kann, weiß ich auch nicht. Dies betrifft nämlich auch meinen Sohn, der in einer sehr schönen Gegend wohnt, welche allerdings "ALG-II-Sauber"
sein soll. Dann gibt es nur Ghettosiedlungen, wo sich viele Assoziale (Drogen und Alkohol, Schlägereien usw.9 befinden.
 

Helga Ulla

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Frage zur Anmietung einer neuen Wohnung bei Allg2

Hallo Emely Erdbeer,
erkundige Dich bitte auf dem Wohnungsamt, ob bei Euch ein Mietspiegel gilt, ansonsten gibt es eine Reglung, dass 100% Erhöhung noch toleiert werden.
Es kann Dir auch der Mieterverein weiterhelfen.
Die Argen machen leider immer wieder ihre eigne Gesetze zu den Kosten der Unterkunft.
Lass Dich nicht auf mündliche Zusagen ein, die haben keinen Bestand.
 

Helga Ulla

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Frage zur Anmietung einer neuen Wohnung bei Allg2

Hallo Emely Erdbeer,
erkundige Dich bitte auf dem Wohnungsamt, ob bei Euch ein Mietspiegel gilt, ansonsten gibt es eine Reglung, dass 10% Erhöhung noch toleiert werden.
Es kann Dir auch der Mieterverein weiterhelfen.
Die Argen machen leider immer wieder ihre eigne Gesetze zu den Kosten der Unterkunft.
Lass Dich nicht auf mündliche Zusagen ein, die haben keinen Bestand.
 

gitta2

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(45 qm für 222 Euro kalt

Die Dame bei der ARGE sagte mir, daß ich aufgrund meiner derzeitigen Miete von 226,76 kalt und 50 Nebenkosten auch bei einer unangemessenen Wohnung mit der Übernahme dieses Betrages, wie bisher, weiter rechnen kann.
Schriftlich wollte sie mir dies aber nicht geben.
Kann ich also eine Wohnung mieten, die mir gefällt, wenn ich die Kosten, die über der von der ARGE vorgegebenen Angemessenheit liegen, selber bestreite?
Eure Emely Erdbeer :icon_redface:

Hallo Emely Erdbeer,
wir haben in einem Widerspruchsbescheid folgendes erhalten:
"Bezüglich der Kosten für Unterkunft und Heizung ist auszuführen, dass der Widerspruchsführer und die Partnerin beide vorher nicht die Zustimmung zum Umzug erbeten haben, daher waren auch nur die angemessenen Kosten für Heizung und Unterkunft zu übernehmen.
Gemäß § 22 SGB II sind bei einem nicht notwendigen Umzug sogar nur die Kosten zu übernehmen, die bislang gezahlt wurden."

Wenn deine vorherige Wohnung also teurer war, kannste ruhig umziehen. Mußt es nur anhand der beiden Mietverträge nachweisen. Da können die doch froh sein, wenn sie einsparen. (War bei uns so!) Aber vorher Zustimmung einholen, ist besser.

Grüße
gitta2
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Zuschuß ?

Schon mal beim Nochvermieter wg. einer anderen Wohnung, auch bei anderen Eigentümern, oder eines Umzugskostenzuschusses nachgefragt?
Für den Eigentümer könnte ein Mißerfolg bei der Wohnungssuche gewaltige wirtschaftliche Konsequenzen haben.

Ansonsten Zusagen der lieben ARGE nur schriftlich auf ARGE-Papier mit Stempel und Unterschrift entgegennehmen, wenn diese auch eindeutig sind.

Vor der Unterschrift unter den neuen Mietvertrag wünscht die ARGE Einsicht in den Vertrag.
 
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