Eine Freundin hat eine Zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit gem. §16d als Betreuungskraft/Alltagsbegleiter erhalten. Ein-Euro-Jobs müssen doch zusätzlich sein. Was haltet ihr davon?

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Hannes63

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Hallo,

eine Freundin hat die angehangene Zuweisung erhalten.
Das kann doch nicht ernstgemeint sein oder etwa doch?

Ich dachte 1 Euro Jobs müssen immer zusätzlich sein und dürfen keine Arbeitsplätze vernichten.

Was haltet ihr davon?
 

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Couchhartzer

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Das kann doch nicht ernstgemeint sein oder etwa doch?
Offensichtlich = Doch.

Ich dachte 1 Euro Jobs müssen immer zusätzlich sein und dürfen keine Arbeitsplätze vernichten.
Es ist mit so wenig Infos nicht ansatzweise ersichtlich, ob da die Zusätzlichkeit fehlt.

Was haltet ihr davon?
Ohne mehr und genaue Infos kann dazu gar nichts eingeschätzt werden.
 

Hannes63

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Es ist mit so wenig Infos nicht ansatzweise ersichtlich, ob da die Zusätzlichkeit fehlt.

Ohne mehr und genaue Infos kann dazu gar nichts eingeschätzt werden.

Welche Infos werden denn noch benötigt?

Also wenn jemand als Betreuungskraft eingesetzt werden soll (für die übrigens ein Mindestlohn von 11,05 EUR gilt)
und diese Arbeit jemand für 1,00 EUR machen soll, also ich weiß ja nicht ....
 

Seepferdchen 2010

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Hannes63

mal eine kurze Frage, was mir auffällt "Betreuung und Begleitung" das setzt ja mitunter voraus, das auch zumindest
englisch Kenntnisse vorhanden sein sollte und was genau versteht man unter Betreuung, gibt es für die AGH
noch etwas ausführliches ausser dem Anhang was du reingestellt hast?
 

Hannes63

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Genauere Infos soll sie morgen erhalten und dann sicher auch den entsprechenden Vertrag dazu.
Ich versuche diesen dann hier zur Verfügung zu stellen.

PS: Englischkenntnisse sind 0 vorhanden, aber das scheint denen egal zu sein.
Hauptsache man fliegt wieder aus der Statistik.
 

Frank71

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In wie fern soll denn Beratung stattfinden,was ja auch in der Zuweisung zu lesen ist, das sollte das Mobbcenter mal beantworten, aber hier wiederum gibt das Mobbcenter die Verantwortung an den Träger ab.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64517

Gast
Und das wurde vorab nie besprochen?

Für das Thema sollte doch eine gewisse Affinität vorhanden sein. Es gibt Menschen die der Flüchtlingspolitik ablehnend gegenüberstehen, in der Praxis würde man allen Beteiligten keinen Gefallen tun, wenn man hier wahllos Leute zuweist.

Das gleiche gilt für die Arbeit mit Alten, Kindern, Behinderten, eigentlich überall im sozialen Bereich. Eine gewisse intrinsische Motivation sollte da schon vorhanden sein.
 

gila

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Also hier in der Gegend gibt es sowas auch, hier werden ehrenamtlich immer Leute gesucht die Flüchtlinge betreuen die z.b. schon eine Wohnung zugewiesen habe bekommen haben und denen hier auch ein bisschen hilft sich im Alltag und auch mit der Situation wie organisiere ich mich in Wohnung in Haushalt und tralala zur Seite steht, Sinn der Sache ist es vordringlich Leute zu unterstützen die vielleicht auch mit den Gegebenheiten hier was Hausordnung, Hausgemeinschaft, Mietvertrag... Einrichtung und so weiter nicht wirklich aus ihrem Land Kenntnisse mitbringen wie sich das in Deutschland verhält.

Dass man dieses nun in Arbeitsgelegenheiten kleidet und Betreuer zwangsrekrutiert, ist mir auch neu.
Ich fürchte fast dass man hier keinen regulären Job draus stricken kann, jedenfalls hier im bayerischen Umkreis sind das alles ehrenamtliche Aufrufe von Helferkreisen

Zunächst einmal ist vielleicht auch die Frage interessant warum der Sachbearbeiter auf die Idee kommt deiner Bekannten so etwas zuzuweisen... Wie ist denn hier die Vorgeschichte... Ist sie langzeitarbeitslos hat sie Vermittlungshemmnisse ist sie unwillig oder welchen Grund mag der SB haben sie jetzt hier nun beschäftigen zu wollen?

Andererseits sollen ja schon seit längerem Arbeitsgelegenheiten nicht mehr so großzügig verteilt werden sondern nur noch in konkreten Ausnahmefällen. Hier würde ich mal fragen inwiefern diese AGH geeignet ist, ihr danach einen Arbeitsplatz zu besorgen!
 

Hannes63

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Sie ist schon einige Jahre arbeitslos und hat immer wieder mal solche Sinnlosen Maßnahmen absolvieren müssen.
In Arbeit hat sie das natürlich nie gebracht.
 

gizmo

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Ich dachte 1 Euro Jobs müssen immer zusätzlich sein und dürfen keine Arbeitsplätze vernichten.

Die beschreiben diese Tätigkeit als Betreuungskraft/Alltagsbegleiter """""""" 83142-100"""""""""", verdammt clever:icon_neutral:

Dazu mal diesen Link:

und

Mehr Info bei google mit: 83142-100
 

gila

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Lest doch mal genauer!
Jeder schmeißt hier sofort mit Wissen und mit Paragraphen um sich, ohne wirklich mal genau zu lesen... das ist einfach nur ärgerlich

Es geht doch gar nicht um Betreuungskräfte und Alltagsbegleiter im Gesundheits und Sozialwesen, womit meistens dann die Altenheime und Krankenhäuser gemeint sind.

Auf dem Foto was zu lesen ist geht es um Betreuung für Geflüchtete. Und hättest du meinen Post dazu gelesen wüsstest du dass es z.b. in Bayern eine ehrenamtliche Geschichte ist und hier um ganz andere Dinge geht und nicht um den Pflegebereich

Also kann man auch nicht über diese Thematik weiter diskutieren wenn es darum gar nicht geht
 

xena

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dem link gefolgt und gegoogelt, auch nach der Ausbildung... man bin ich froh, das ich mir später kein Pflegeheim leisten kann.
2 Tage 120 Flocken und dann ran an den Patienten...
Wobei ich denke, das aus ethischen Gründen, wenn man das nicht kann, ablehnen könnte.
Weil allein die Sache mit der Sprache es ordentliche Probleme geben könnte. Wer haftet denn da, bei falscher Beratung?
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Es ist mit so wenig Infos nicht ansatzweise ersichtlich, ob da die Zusätzlichkeit fehlt.

Die Flüchtlinge kann man sicher 2 Jahre allein wuscheln lassen aber es findet auch eine reguläre Suche auf dem Arbeitsmrkt nach diesen Kräften statt und die werden nach Tarif bezahlt siehe link, demnach würde ich den entsprechenden Lohn/Gehalt verlangen.

 

Hannes63

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Die Flüchtlinge kann man sicher 2 Jahre allein wuscheln lassen aber es findet auch eine reguläre Suche auf dem Arbeitsmrkt nach diesen Kräften statt und die werden nach Tarif bezahlt siehe link, demnach würde ich den entsprechenden Lohn/Gehalt verlangen.


Je nachdem was morgen rausgekommt, das mit der entsprechenden Nachzahlung vom Tariflohn habe ich mir auf jeden Fall schon mal vorgemerkt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Je nachdem was morgen rausgekommt, das mit der entsprechenden Nachzahlung vom Tariflohn habe ich mir auf jeden Fall schon mal vorgemerkt.
Mal grundsätzlich, die AGH ist somit nicht wettbewerbsneutral und man sollte dem MT direkt mitteilen, das Gehalt gefordert wird, wie es andere Träger in Sachen Flüchtlingsbetreuung tun.

Die andere Möglichkeit ist Widerspruch Maßnahme auf der Grundlage "nicht wettbewerbsneutral"
 

0zymandias

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Genauere Infos soll sie morgen erhalten und dann sicher auch den entsprechenden Vertrag dazu.
[...]
Von wem, bitte?

Zwar können EGV/EGVA und Zuweisung eine Einheit bilden, aber mit der Zuweisung muss die Maßnahme
schriftlich durch das JC bestimmt sein.
Der MT hat ein Vetorecht, ob er sich jemandem aufs Gesicht setzen möchte, aber sonst keinen Anspruch
auf Unterschriften, Lebensläufe, Telefonnummern, etc.

Die Zuweisung selber, soweit man sie lesen kann, macht die Maßnahme nicht bestimmt.
Die zeitliche Verteilung der Nichtarbeitsstunden ist nicht festgelegt.
Die Inhalte bleiben offen ("z. B." macht die Inhaltsbeschreibung offen und nicht abschließend) und sind
in Teilen nicht zusätzlich (vgl. § 16d SGB II), denn "Beratung, Betreuung und Begleitung im Lebensumfeld"
ist eine Aufgabe von Sozialarbeitern.

Eine (stundenweise pauschalierte) Erstattung des Mehraufwands ist nicht erkennbar, also ist das entweder
ein Null-Euro-Job oder ein entscheidender Teil fehlt.

Ein Integrationskonzept muss irgendwo glasklar und ausdrücklich und richtig schriftlich vorliegen.
Es muss die Frage "Wie könnte das meine Eingliederungschancen verbessern?" unmissverständlich
beantworten.

Analogiemöglichkeit:
Kinder- und Seniorenbetreuung nicht für jedermann zulässig in 1-€-Job

Der Senat hat erhebliche Zweifel daran, dass der Antragsteller aufgrund seiner Vorbildung und seinen sich in seinen bisherigen beruflichen Tätigkeiten gezeigten Interessen und Neigungen in der Lage ist, solche Betreuungstätigkeiten in einem Kooperationsbetrieb eigenständig auszuüben.
Der Antragsgegner geht offenbar davon aus, dass für die konkreten Tätigkeiten keinerlei Vorbildung oder sonstige Voraussetzungen erforderlich sind, so dass jede Person unabhängig von ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit oder Erfahrung in diesem Bereich (eigenständig) eingesetzt werden kann. Dieser Auffassung schließt sich der Senat nicht an. Neben den hohen fachlichen Voraussetzungen, wie sie sich zum Beispiel im Studiengang Soziale Arbeit oder in der Ausbildung zum Erzieher/in widerspiegeln, sind auch erhebliche persönliche Voraussetzungen, wie zum Beispiel Einfühlungsvermögen, Toleranz, erforderlich, um in dem gesellschaftspolitisch so wichtigen und vielfältigen Bereich tätig sein zu können. Bei der Betreuung von Senioren und behinderten Menschen spielen geistige, psychische und/oder körperliche Beeinträchtigungen eine Rolle. Der Betreuer muss die speziellen Bedürfnisse der Betroffenen erkennen, sie begleiten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten fördern.
Im Bereich Kinderbetreuung ist die ganzheitliche Entwicklung der Kinder entscheidend. Dazu zählen sprachliche, geistige und motorische Fähigkeiten, das Sozialverhalten und die Persönlichkeit. Die Betreuer müssen den Alltag alters- und situationsgerecht mit geleiteten Abschnitten und freiem Spiel, Einzel- und Gruppenaktivitäten gestalten und den Kindern ermöglichen, vielfältige Lernerfahrungen zu machen, sich individuell zu entfalten und gleichzeitig in der Gruppe zurechtzufinden.
LSG Rheinland-Pfalz, L 3 AS 99/15 B ER, 28.04.2015
LSG ordnet aufschiebende Wirkung meines Widerspruchs gegen EinV-VA vom 15.01.2015 an.

Im Gespräch mit dem MT keine persönlichen Daten herausgeben außer dem Namen und der Postadresse.
Kein Lebenslauf, keine Unterschrift, keine Telefonnummer, ...

Aber ruhig viel fragen, wie z. B., ob der Zoll mit dem Geschäftsmodell einverstanden ist, wie es mit Arbeitskleidung aussieht, ...
 

0zymandias

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Ist immer noch wie beschrieben unbestimmt.

Du/Ihr solltet auch mal ausrechnen, ob die Mehraufwandsentschädigung hinsichtlich der Fahrtkosten aufwandsdeckend ist (20 ¢ pro km ansetzen).

Das kann man hier nur abschätzen, da rein theoretisch die Fahrt drölfzehnmal täglich stattfinden könnte, aber man kann mal grob abschätzen.
(Das wäre auch ein Argument gegen die Zuweisung, dass man die finanzielle Seite der Zumutbarkeit nicht abschätzen kann.)

"Sich in Verbindung setzen" in Verbindung mit einer Anschrift würde für mich einen Brief an den MT bedeuten, in dem ich mich mit ihm
in Verbindung setze. Punktum. Kein weiterer Text.
 
E

ExitUser 55598

Gast
Die AGH ist in Teilzeit aber Arbeitszeiten von 8 bis 16 Uhr ....HÄ??? Also 20 Stunden sind das ganz sicher nicht. Und Alltagsbegleiter ist auch eine geschützte Berufsbezeichnung, was zeigt, dass die AGH ganz sicher nicht zusätzlich ist.

Hat deine Bekannte denn diesen Beruf Alltagsbegleiter gelernt?
 
E

ExitUser 55598

Gast
Da steht: Teilzeit SCHICHT,

Also für mich liest sich das so, dass in Teilzeit gearbeitet werden soll aber halt in Schichtdienst.
Teilzeit spricht für mich auch, da dort 20 Arbeitsstunden steht. Aber halt Arbeitszeit von 8-16 Uhr, also Arbeitszeit auch zu unbestimmt. Da müsste schon genau stehen, wie sie diese 20 Stunden in der Woche zu arbeiten hat, und keine pauschalen Arbeitszeiten
 

verona

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Dachte, diese Eurojobs dürften erstmal nur ein halbes Jahr Anwendung finden. Steht aber 12 Monate. Was ist mit Rechtshilfebescheid? Wo ist die Tätigkeit genauer definiert? Die Arbeitszeiten sind nicht eindeutig.
Dann muss man auch soziale Kompetenzen haben, um in einem solchen Bereich zu arbeiten. Wie bringt die Ausübung der Tätigkeit mit Migranten beruflich weiter? Würde schriftlich dagegen begründen.
 

Spiegelsaal

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Für das Thema sollte doch eine gewisse Affinität vorhanden sein. Es gibt Menschen die der Flüchtlingspolitik ablehnend gegenüberstehen, in der Praxis würde man allen Beteiligten keinen Gefallen tun, wenn man hier wahllos Leute zuweist.
Gerade im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit soll das nicht gerade selten vorkommen, aber solange nie was passiert in solchen Einrichtungen, wird auch nicht darüber nachgedacht. Gewisse soziale Kompetenzen und Emphatie sind in diesem Umfeld mehr als nötig und gerade deshalb ist es fahrlässig, da einfach wahllos Leute zuzuweisen. Da diese Zuweisung aber wie bereits von anderen geschrieben - eh mehr als unbestimmt ist,(kein fest zugewiesener Arbeitsbereich, keine genauen Tätigkeitszeiten, unbestimmte Netzwerkpartner - Datenschutz) lässt sich die Sache sicher ziemlich schnell aus der Welt schaffen.
 
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