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eine frage wegen Abfindung

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Rose234

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Hallo zusammen!
Ich habe folgendes Problem:es geht aber nicht um mich,es geht um einen bekannten von mir.

mein Bekannter hat 27jahren bei der Stadt gearbeitet...und wurde gekündigt auf grund zu langer Krankheit.Er hat eine Gerichtliche vereinabarte Abfindung von 12.500Euro bekommen. Er muss jetzt Arbeitslosengeld I beantragen weil sein Krankengeld ausläuft.... und ich wollte jetzt fragen kann die Arge ihn dazu zwingen von den 12.500euro erstmal zuleben und dann kann er erst Arbeitslosengeld I beantragen?Ich hoffe ihr könnt mir helfen.:icon_daumen:

LG Rose234
 

martman

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"kann die Arge ihn dazu zwingen von den 12.500euro erstmal zuleben und dann kann er erst Arbeitslosengeld I beantragen?"

nur 12500 teuros für 27 Jahre?:icon_daumen:super,und das auch noch "gerichtlich":icon_neutral:
 

ronk96

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Hallo

Alg 2 wird nicht bei der Arge sondern beim Arbeitsamt beantragt und ist eine Versicherungsleistung.
Bis dahin spielt Sein Vermögen meines Wissens noch keine Rolle um Anspruch zu haben.

Gruß ron

Edit. sorry ich meinte Alg 1
 

Paolo_Pinkel

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Hallo

Alg 2 wird nicht bei der Arge sondern beim Arbeitsamt beantragt und ist eine Versicherungsleistung.
Bis dahin spielt Sein Vermögen meines Wissens noch keine Rolle um Anspruch zu haben.

Gruß ron
Hi,

ALG-I = BA
ALG-II = ARGE

Abfindung wird meines Wissens bei ALG-I nicht als anrechenbares Einkommen berücksichtigt, da es sich - wie bereits geschrieben - um eine Versicherungsleistung handelt.

Gruss

Paolo
 

biddy

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Es kommt auf den Umstand an, wie es zur Kündigung gekommen ist, ob es einen Aufhebungsvertrag gab und einiges mehr.

Siehe unter anderem hier:
Später hat man sich dann vor dem Arbeitsgericht im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung geeinigt und dadurch den Prozess einvernehmlich beendet. Dabei hat man die vom Arbeitgeber zu beachtenden Kündigungsfristen einvernehmlich verkürzt.

Unter solchen Umständen kann es passieren, dass die Abfindung teilweise auf das Arbeitslosengeld angerechnet wird. Ob und wie das geschieht, ist in § 143a SGB III geregelt. Das Grundprinzip dieser Regelung lautet:

Werden Kündigungsfristen gegen Zahlung einer Abfindung "verkauft", ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Dauer der "abgekauften" Kündigungsfristen.
Quelle: Link unten

Von den näheren Umständen, die Roses Fall betreffen, wissen wir ja nichts.
 

avalon

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Langer Rede kurzer Sinn:

Die Abfindung führt nicht zu leistungskürzungen, wenn

1. Die Kündigung arbeitsrechtlich nicht angreifbar und die Abfindung nicht als Gegenleistung für die ansonsten vermeidbare Beendigung des Arbeitsverhältnisses gezahlt wurde

UND

2. Das AV nicht vor dem Ende der Kündigungsfrist beendet wurde.

Im konkreten Fall habe ich Zweifel, ob das funktioniert, und zwar wegen Bedingung 1!
Eine krankheitsbedingte Kündigung ist nur zulässig, wenn die ZUKUNFTSPROGNOSE über den Gesundheitszustand negativ ist, die bisherige Dauer der Krankheit ist eher unwichtig.
Wenn aber die Zukunftsprognose so schlecht ist, müsste er eigentlich AU sein, und könnte gar kein ALG1 beantrage sondern Krankengeld. Ist er nicht AU, dürfte die Kündigung abwendbar gewesen sein, wenn er dem gerichtlichen Vergleich nicht zugestimmt hätte! Das widerum führt zur Anrechnung der Abfindung!

Und: nicht auf den Richter einhauen! Der ist im Gütetermin verpflichtet, einen Vergleich anzustreben! Wenn hier jemand gepennt hat, dann der Kläger oder sein Anwalt!
 

Rose234

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@avalon mein bekannter hat ein behinderungsgrad von 80% und eine geh behinderung. sein Arbeitgeber hat sich das OK vom Integrationsamt geholt das er gekündigt werden darf .weil seine zukunftprognose schlecht aussah. und wie ich ja schon sagte er muss ALG I beantragen weil sein krankengeld ja ausläuft.und sein arbeitgeber wollte ihm erst gar keine abfindung geben.aber der richter wollte es so haben.
 

avalon

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Ahhh sooo, jetzt hab ich es kapiert!
Er hat die ganze zeit schon Krankengeld bekommen und ist weiterhin AU!
Dann sieht das natürlich anders aus! Sollte kein Problem geben.

Was die generelle Problematik zum ALG1 nach Ablauf des Krankengeldbezugs angeht, findest Du hier eine ganze Menge: musst nur suchen nach entweder "§125 SGB3" oder "Nahtlosigkeitsregelung", falls es Dich interressiert!
 

lopo

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Hallo zusammen!
Ich habe folgendes Problem:es geht aber nicht um mich,es geht um einen bekannten von mir.

mein Bekannter hat 27jahren bei der Stadt gearbeitet...und wurde gekündigt auf grund zu langer Krankheit.Er hat eine Gerichtliche vereinabarte Abfindung von 12.500Euro bekommen. Er muss jetzt Arbeitslosengeld I beantragen weil sein Krankengeld ausläuft.... und ich wollte jetzt fragen kann die Arge ihn dazu zwingen von den 12.500euro erstmal zuleben und dann kann er erst Arbeitslosengeld I beantragen?Ich hoffe ihr könnt mir helfen.:icon_daumen:

LG Rose234
Hi,

vermutlich war der Bekannte aufgrund der langen Beschäftigung bei der Stadt unkündbar.

Dann gibt es besondere Kündigungsfristen zu beachten.

Lies dir mal das Merkblatt Berücksichtigung von Entlassungsentschädigungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufmerksam durch.

klick hier
 

avalon

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Unkündbar gibt es nicht! Nicht betriebsbedingt kündbar gibt's, das wird bisweilen etwas vereinfacht als "unkündbar" bezeichnet. Wer z.B. goldene Löffel klaut oder den Chef KO haut, oder halt wer -wie hier- nicht mehr in der Lage ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen, ist immer kündbar!
 
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