Eine Frage der Kompetenz: Ökonomen zweifeln an Merkels Expertise

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Woodruff

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Mit ihrer offenen Kritik am Agieren der US-Notenbank in der Finanzkrise brach die Kanzlerin ein Tabu. Experten schlagen die Hände über dem Kopf zusammen - und bescheinigen ihr, schlecht beraten zu sein.

Fachleute zweifeln verstärkt daran, dass Kanzlerin Angela Merkel ökonomisch gut beraten wird. "Das wirtschaftspolitische Auftreten des Bundeskanzleramts wirkt in der aktuellen Krise nicht gerade sehr professionell", sagte Henrik Enderlein, Professor an der Hertie School of Governance.

Jüngster Anlass für die Bedenken der ökonomischen Fachwelt ist die Kritik Merkels an der aktiven Antikrisenpolitik der Notenbanken in den Vereinigten Staaten und Großbritannien. "Diese Äußerungen haben mich doch sehr überrascht", sagte Charles Wyplosz, Professor für internationale Wirtschaft am Graduate Institute in Genf.

[...]

Vielen Ökonomen deckt dieser Fauxpas aber nur einmal mehr die Schwächen in der wirtschaftspolitische Beratung der Bundeskanzlerin auf. "Das Bundeskanzleramt verhält sich in der aktuellen Weltwirtschaftkrise extrem defensiv und passiv. Von einer aktiven Gestaltung, wie sie jetzt angemessen wäre, ist nichts zu sehen", sagte Enderlein. "Das Team um Angela Merkel ist einer orthodoxen Tradition eines sehr defensiven Politikstils verhaftet", kritisierte er.

Schon seit einiger Zeit bemängeln vor allem amerikanische Ökonomen die Krisenpolitik der deutschen Bundesregierung. Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hatte in der Vergangenheit wiederholt ihre Politik als zu zögerlich und international unsolidarisch angegriffen. Ihm waren die deutschen Konjunkturpakete zu klein ausgefallen. Er sprach von "Dummheit bei der deutschen Regierung" und warf ihr wiederholt Versagen vor. [...]

FTD.de - Eine Frage der Kompetenz: Ökonomen zweifeln an Merkels Expertise - Seite 1 von 2 - Deutschland
 
E

ExitUser

Gast
Jaja, wer aus dem System ausscheren will, wird halt gemobbt. Das ist überall so.

Womit ich nicht sagen will, dass ich hinter Merkel stehe. Aber immerhin sind die USA auch dran interessiert, das System so zu erhalten, wie es ist. Und wenn da jemand eine andere Politik fährt, muss der halt gemobbt werden.
 
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