Eine Episode aus dem Thema: JobCenter vereiteln, verweigern, "tarnen und täuschen"...

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Nach der Entscheidung des Arbeitsministeriums und den Berichten in der Presse, haben sich viele Familien, Schulen und Schulsozialarbeiter hoffnungsvoll an das Jobcenter gewandt. Das Ergebnis ist leider ziemlich ernüchternd.

Man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, dass im Jobcenter Wuppertal viel unternommen wird, um die Umsetzung der Ansprüche zu erschweren, zu verkürzen oder gar zu vereiteln.

Uns haben Beratungsanfragen erreicht, in denen die Ansprüche aktuell ganz oder mit dem Hinweis, digitale Endgeräte würden nur von den Schulen zur Verfügung gestellt, verneint wurden. In einem Formular, das vom Jobcenter Wuppertal aktuell benutzt wird, wird abgefragt, ob im Haushalt ein internetfähiges Smartphone zur Verfügung stünde. An anderer Stelle wurde der Anspruch auf ein Gerät pro Haushalt begrenzt oder nur ein Betrag von 150 Euro zugestanden.

Da darf ich mich selbst etwas angepasst zitieren:

Traurig aber wahr, man braucht schon ein dickes Fell wenn man als "Normalbürger" den JCs hilflos ausgeliefert ist.
Da rächt sich die Ansicht vieler, es gäbe im SGB*.* Wohltaten und da wäre eine soziale Hängematte verfügbar.

Dazu spricht mir folgendes Zitat aus dem offenen Brief aus der Seele:
Sehr geehrter Herr Lenz, Sie stehen als Leiter in der Verantwortung, es muss sofort etwas passieren. Hier helfen keine schönen Worte, sondern Ihr Fachreferat Recht muss angewiesen werden, das Gesetz umzusetzen, nach dem die „Leistungsträger dafür Sorge zu tragen haben, dass die sozialen Rechte möglichst weitgehend verwirklicht werden“, wie § 2 Abs. 2 SGB I es vorschreibt. Die bisherige Realität orientiert sich eher daran, wie Ansprüche maximal verkürzt werden können.

Man muss als Behörden, behördenintern erst dazu auffordern rechtskonform zu werden und sich an Gesetze zu halten,
anstatt sich seine Macht missbrauchend, darum herum zu mogeln.
Wenn dieses Sozialsystem also mit denen, die darauf angewiesen sind, fertig ist füttert man nur noch folgende Statistik mit sich selbst.

Nun fragen Politik und Medien regelmäßig scheinheilig wie "Langzeitarbeitslosigkeit" zustande kommt.
Die Antwort gibt der Anfang dieses Postings, der ja wiederum auch nur ein kleiner Auszug aus der Masse der "Erlebnisse" mit Sozialbehörden ist, die man in diesem System erleben darf.
 
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