Eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, in welchem ich mich zu kostenlosen Praktikas erzwinge.

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DasInternet

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Guten Tag,

ich habe dieses Forum leider zu spät gefunden und einen furchtbaren Fehler gemacht. Leider habe ich eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, wo ich nun weiß, dass es gleich zu setzen ist mit Selbstmord.

Es tut sehr weh und ich habe auch nun daraus gelernt, nie wieder etwas vom Jobcenter zu unterschreiben, ohne es vorher mitzunehmen.

Ich habe mal meine EGV hochgeladen und ich bitte euch wirklich sehr, einmal einem Blick darüber zu werfen.

Ich habe einen Minijob und arbeite 10 Stunden die Woche. Dazu folgende Fragen:

1. Ist ein Minijob nicht bereits im 1. Arbeitsmarkt?
2. Ist durch Punkt 1 nicht bereits die unterschriebene EGV erfüllt und somit ungültig?
3. Muss ich aufgrund der Unterschriebenen EGV nun jegliche kostenlose Praktikas annehmen, wenn es dazu kommt?
Muss ich dadurch meinen Minijob aufgeben?
4. Komm ich da noch irgendwie aus der EGV raus?

Ich bin wirklich am Ende, denn eines was ich gar nicht leiden kann, ist das kostenlose Arbeiten für irgend Jemanden...

Hoffe sehr, dass ihr mir helfen könnt.
 

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DasInternet

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Besonders Seite 3 macht mir zu schaffen. Würde denn ein sozialversicherungspflichtiger Job (15 Stunden) mich auf den "ersten Arbeitsmarkt" wie im Ziel der EGV vereinbart, bringen? :(
 

atasteofbunny

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Einen "furchtbaren Fehler" hast du m. E. nicht gemacht. Da habe ich hier schon weitaus schlimmere EGV gesehen. Deine ist ziemlicher Standard.

Deinen Minijob musst du selbstverständlich nicht für ein unbezahltes Praktikum aufgeben!

Ich habe bei zahlreichen Vorstellungsgesprächen eher Arbeitgeber getroffen, die gar keine Praktikanten wollen. Der Papierkram mit dem Jobcenter schreckt ab. Falls es tatsächlich mal dazu kommen sollte (!), dass ein - vermutlich unseriöser - Arbeitgeber dich zu etwas drängen will, was du nicht willst, findest du hier zeitnah Hilfe :). Ich habe das durch, da lässt sich schon was machen.

Immerhin bist du nicht verpflichtet, eine bestimmte Anzahl an Bewerbungen zu schreiben.

Könntest du deinen Minijob nicht ausbauen?
 

DasInternet

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Danke für deine Antwort. In der Tat könnte ich meinen Minijob ausbauen auf einen 15 Stunden Job, aber mein aktueller Job ist auch nicht besonders schön. Meine Vorgesetzte versucht mich bei jeder Gelegenheit über den Tisch zu ziehen.

Als ich sie für mehr Stunden bat und über das Jobcenter und Praktikas berichtete, schlug Sie mir allen ernstes vor, doch bei ihr ein Praktikum zu absolvieren, gratis natürlich.


Gehört denn ein sozialversicherungspflichtiger Job (15 Stunden) nun auch in den 1. Arbeitsmarkt? Ich erhoffe mir dadurch, dass zumindest diese fiese EGV erneuert wird und ich dann natürlich nicht mehr sofort unterschreibe.
 

DasInternet

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Gut ich werde es nochmal überdenken.

Ist die EGV denn nichtig wenn ich nun 15 Stunden arbeite und einen sozialversichungspflichtigen Job annehme?
Das Ziel der EGV ist doch dann erreicht.
 

DasInternet

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Schade, hatte mir etwas mehr Feedback erhofft :/
Ps. Mit einem sozialversicherungspflichten Job kann man doch auch eine Kündigung/Änderung der EGV bewirken oder nicht (§ 59 SGB X) ?

Andernfalls muss ich mit dieser EGV nun leben ... Hoffe wenigstens dass in 6 Monaten mein Berater wechselt.
 

TazD

Super-Moderation
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Schade, hatte mir etwas mehr Feedback erhofft :/
Du darfst auch etwas mehr Geduld haben. Hier sitzen zu 100% ehrenamtliche Helfer an den Rechnern und die sind auch nicht 24/7 online, um gleich auf jede Frage anzuspringen. Dein Thema ist keine 24 Stunden alt, also immer mit der Ruhe. Da kommen schon noch Antworten.
 
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DasInternet

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Ich habe eingesehen, dass die EGV nicht besonders schlimm ist, ich hoffe nur, dass ich zunächst einmal mit meinem 450 € job möglichst lange ohne ein Angebot für ein "Betriebspraktikum" durchkomme.
Diese sind nämlich meist unvergütet und ich hasse Menschen, die durch Praktikas unaufgeklärte oder freundliche Menschen arbeitstechnisch missbrauchen.

Eine weitere Frage würde ich aber gerne noch aufnehmen:
- Meinen Minijob muss ich doch nur kündigen, wenn der Praktikumsbetrieb mir einen Arbeitsvertrag vor dem Praktikum vorlegt, oder?
Da kann dann ein -unseriöser Betrieb- mich dann theoretisch einstellen und nach dem Praktikum in der Probezeit ohne Grund kündigen, richtig?

Wenn Du >= 15 Stunden die Woche arbeitest, egal wie und was, endet Dein ALg1.

Ich beziehe ALG2.

Du darfst auch etwas mehr Geduld haben. Hier sitzen zu 100% ehrenamtliche Helfer an den Rechnern und die sind auch nicht 24/7 online, um gleich auf jede Frage anzuspringen. Dein Thema ist keine 24 Stunden alt, also immer mit der Ruhe. Da kommen schon noch Antworten.

Alles gut :)
Ich wurde etwas von der Chefin gedrängt und habe mich gestern etwas hilflos gefühlt.


Gehört denn ein sozialversicherungspflichtiger Job (15 Stunden) nun auch in den 1. Arbeitsmarkt?
Ja.
Aber wenn es da nicht so toll ist, ist halt die Frage, ob das Stunden-Aufstocken so sinnvoll wäre - nur, um die EGV vielleicht angreifen zu können.

Einen 15-20 Stunden job würde ich (bei diesem Arbeitgeber) nur annehmen, damit die EGV Ziele (Punkt3) - Eingliederung in den 1. Arbeitsmarkt - , erfüllt sind und dadurch die EGV theoretisch Kündbar/Anpassbar ist, falls so etwas natürlich geht.
 

vidar

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Moin @DasInternet, und :welcome:

Das Hauptziel des JC ist dich komplett aus dem ALG-2 Bezug „zu entfernen“. Hierfür sind alle gesetzlich möglichen Maßnahmen anwendbar, die deinen ALG-2 Anspruch mindern bzw. dich komplett vom ALG-2 Leistungsbezug befreien könnten. Deinen 450 € Job müsstest du nur dann aufgeben, wenn du durch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ein höheres Einkommen als jetzt erzielen könntest. Für ein kostenloses!? Praktikum musst du nicht deinen Minijob aufgeben. Selbiges trifft auch auf jedwede einkommenslose Maßnahme zu, die zeitlich mit deinem Minijob kollidieren sollte.

Aus deiner EGV entnehme ich nicht den Zwang jedwedes kostenlose Praktikum auch tatsächlich annehmen zu müssen. Ein kostenloses Praktikum würde ich höchstens für 2-3 Tage verrichten. Innerhalb dieser Zeit sollte es durchaus für den Arbeitgeber möglich sein deine Eignung für den JOB zu erkennen.

Eine Kündigung oder Anpassung deiner EGV sehe nach der vorliegenden momentanen Sachlage als nicht gegeben an. Die Ausübung (d)eines 450 € Job sehe ich jedenfalls nicht als Grund dafür an. Selbst bei einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung könnten an dich weiterhin Forderungen gestellt werden, die dafür dienen könnten dich vom ALG-2 Bezug zu befreien. Aber auch hier muss dann deine dann aktuelle Beschäftigung vorrangig betrachtet/bewertet werden, bevor man dich zu irgendwelchen Maßnahmen verdonnern könnte. Solange du weiterhin (dann aufstockendes) ALG-2 beziehen solltest, müsstest du aber trotzdem immer noch deinen Bewerbungsverpflichtungen nachkommen.

Wenn Du >= 15 Stunden die Woche arbeitest, egal wie und was, endet Dein ALg1.
Dein Hinweis trifft hier nicht zu, denn der TE bezieht momentan ALG-2!
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