Eine berufliche Rehabilitation für 1 Jahr ist bald vorgesehen,wie wird dann der Kindesunterhalt berechnet?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

TobiSonnenschein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2010
Beiträge
58
Bewertungen
16
Hallo zusammen! Hier ein Thema, wo ich nicht weiß, in welches Forum ich es stellen soll:
Derzeit bin ich krankgeschrieben und erhalte als Aufstocker Geld vom JC. Habe ein Kind, welches ca. 3 Tage/Woche bei mir ist. Kindergeld erhält die Kindsmutter. Den Unterhalt zahlt derzeit das Amt für Soziales.

Bald kann ich eine berufliche Reha, Dauer ca. 1 Jahr, über die DRV starten und erhalte während der Maßnahme von der DRV Leistungen (LTA). Genaue Höhe steht noch nicht fest. Ich nehme an, dass ich während der DRV-Maßnahme Unterhalt für mein Kind (14 Jahre) zahlen kann und muss. Außerdem will ich auch zahlen! Die Frage ist: Wieviel bzw. wie kann ich das berechnen?

Ein paar Zahlen stehen fest (ca. €-Beträge im Monat):
1.250 habe ich derzeit für Wohnung für mich und mein Kind (Krankengeld + Aufstockung JC)
282 zahlt das Amt für Soziales derzeit an die Kindsmutter

Lt. DRV könnten die Leistungen für das Jahr der Reha entweder
a) 1.450 oder
b) 1.700 € mtl betragen. Hängt davon ab, wie die mich dort einstufen.

Jetzt ist die Frage, wie sich der Kindesunterhalt unter a) oder b) berechnet?
Als Laie würde ich so rechnen:
a) 1.450 DRV-Leistung - 1.250 Grundsicherung = 200 zahle ich an Unterhalt und 82 Rest das Amt für Soziales
b) 1.700 DRV-Leistung - 1.250 Grundsicherung = 450 bleiben übrig und ich zahle ... wieviel?
  • Stimmt überhaupt meine Annahme, dass ich das, was ich als Grundsicherung vorher erhalten habe jetzt als Berechnungsbasis nehmen kann?
  • Wer/Welches Amt kann mir so eine Berechnung bestätigen? An welches Amt "darf" ich mich wenden?
Normalerweise würde ich mich an das Amt für Soziales wenden. Allerdings sind die Auskünfte von dort katastrophal schlecht und rechtlich fragwürdig (Was sogar meine Ex-Frau bestätigte.)

Möchte hier natürlich keine Rechtsauskunft erhalten, sondern grundsätzliche Überlegungen, wie ich die Berechnung richtig angehe. Und was ich vielleicht noch beachten/bedenken sollte.
Bin für jeden Tip dankbar.

Vielen Dank schonmal :)
Tobi
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.141
Bewertungen
18.316
Hallo Tobi :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.
Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein
- ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "LTA + DRV + Kindesunterhalt"

sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Und bereits in diesem Faden hat dich @Curt The Cat in Post 22 darauf aufmerksam gemacht eine
aussagekräftige Überschrift zu schreiben.


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 
Zuletzt bearbeitet:

Matt45

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 März 2016
Beiträge
964
Bewertungen
1.988
Kindesunterhalt ist eines der spannendsten Themen in der heutigen Zeit. Jeder "Schimpft" wenn einer nicht zahlt, aber für die Gründe interessieren sich die wenigsten.

Für ein Kind 14 Jahre zahlt man laut DDT 379,- im Monat, je nach Steuerklasse bedeutet es 2500,- Brutto. Soviel zum Thema "Mindestlohn" und Mangelfall bei Unterhalt.

Was meinst du mit Amt für Soziales? Meinst du Jobcenter?

Gibt es eine Unterhaltsurkunde für das Kind?

Wie wirst du eingeordnet in der REHA? Ist es SGB XII?

Nach meinen Wissen(bin kein Anwalt) ist es im SGB XII deutlich anders als im "ALG2-System", freiwillig kann man natürlich immer zahlen. Habe aber Zweifel ob es rechtlich dann einwandfrei ist.

Du solltest dich auf keinen Fall im "Amt für Soziales" beraten lassen. Die wenigsten wissen, dass es bei titulierten Unterhaltsurkunden andere Berechnungen bei "Hartz" gibt. Bei Unterhaltsvorschuss wird man ein ganzes Leben extrem verschuldet, es sei denn man verdient "7000" im Monat.

Wende dich notfalls an einen Anwalt.
 

MichaelBelek

Elo-User*in
Mitglied seit
8 April 2018
Beiträge
171
Bewertungen
197
Möchte hier natürlich keine Rechtsauskunft erhalten, sondern grundsätzliche Überlegungen, wie ich die Berechnung richtig angehe. Und was ich vielleicht noch beachten/bedenken sollte.
Bin für jeden Tip dankbar.
Hallo Tobi, wie häufig ist denn Deine Tochter bei Dir in der Betreuung? Gehe ich recht in der Annahme, dass Du mit Amt für Soziales die Unterhaltsvorschusskasse meinst? LG
 

TobiSonnenschein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2010
Beiträge
58
Bewertungen
16
Was meinst du mit Amt für Soziales? Meinst du Jobcenter?
Das "Amt für Soziales und Wohnen" zahlt "Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz UVG". Es ist nicht das Jobcenter.

Gibt es eine Unterhaltsurkunde für das Kind?
Nein

Wie wirst du eingeordnet in der REHA? Ist es SGB XII?
Das weiß ich nicht. Es handelt sich um eine LTA = Leistung zur Teilhabe am Arbeitleben und wird von der DRV = deutschen Rentenversicherung gezahlt. Die Höhe der LTA bestimmt sich nach dem Lohn, der vor der Krankheit gezahlt wurde.

Du solltest dich auf keinen Fall im "Amt für Soziales" beraten lassen.
Deshalb bin ich ja hier im Forum ;-)

Wende dich notfalls an einen Anwalt.
Man sollte meinen, dass man nicht wegen alles und jedes zum Anwalt rennen muss. Es ist zum ko .... kompliziert!
 

TobiSonnenschein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2010
Beiträge
58
Bewertungen
16
Hallo Tobi, wie häufig ist denn Deine Tochter bei Dir in der Betreuung? Gehe ich recht in der Annahme, dass Du mit Amt für Soziales die Unterhaltsvorschusskasse meinst? LG
Mein Kind ist durchschnittlich drei Tage/Woche bei mir. Es ist somit deutlich von der 50% Grenze entfernt. Da sind die Ämter wohl recht streng mit der Beurteilung.
 

TobiSonnenschein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2010
Beiträge
58
Bewertungen
16
Anbei der Schrieb vom Amt für Soziales hinsichtlich der Leistungen nach dem UVG

Was bedeutet darin genau der Satz: "Sie können Zahlungen an das Kind mit befreiender Wirkung nicht mehr leisten und sind vorbehaltlich Ihrer bürgerlich-rechtlichen Leistungsfähigkeit von dem o.g. Leistungsträger auch für die Vergangenheit in Anspruch zu nehmen."?

Bedeutet dies, dass ich, sollte ich wieder in eine Arbeit kommen (oder selbständig werden/im Lotto gewinnen) jede Menge Schulden am Hals habe, die ich zurückzahlen muss? Oder darf ich ab dem Start in einem neuen Job nur normal den laufenden Unterhalt zahlen?

So sehr ich auch meinen Unterhalt zahlen will und auch mache, wenn der Job da ist: Einen beruflichen Neustart mit erheblichen Schulden zu beginnen graust mir...
 

Anhänge

  • 190430-Amt für s+w_UVG anonym.pdf
    492,5 KB · Aufrufe: 28

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.100
Bewertungen
21.748
Beim unterhaltsvorschuss hat es ja kürzlich eine neue Regelung gegeben, es wird auch nun an Kinder über dem zwölften Lebensjahr gezahlt, hier in dem Link steht alles wichtige drin, auch wie es mit einer Rückzahlung von Unterhaltsvorschuss gehandhabt wird


Das mit der befreienden Wirkung... So wie sie es ausgedrückt haben dass du nicht mehr leistungsfähig bist mit befreiender Wirkung ist natürlich ziemlich umständlich ausgedrückt, heißt unterm Strich aber nur, solange du zahlen kannst bist du "befreit" von Forderungen und auch Rückforderungen von einem unterhaltsvorschuss der ja dann in der Zeit wo du zahlst nicht geleistet wird. Grundsätzlich ist der Unterhaltsvorschuss ja ein Recht des Kindes, die Mutter muss ihn dann stellvertretend beantragen.
Ich habe den umgekehrten Fall gerade hier mit einer Freundin, die Unterhalt zahlen muss, aber demnächst ins Krankengeld kommt und dann definitiv nicht mehr zahlen kann ... bei nachgewiesener Leistungsunfähigkeit muss man auch für diese Zeit keine Rückzahlungen befürchten.
für die Berechnung von Unterhalt ist grundsätzlich das Jugendamt zuständig, zumal wenn ein Unterhaltsvorschuss beantragt werden muss für die Zeit wo du nicht leistungsfähig bist. Weil das Jugendamt in diesem Falle dann auch deine Einkünfte bezüglich der Leistungsfähigkeit prüft.

Du müsstest also jetzt bekannt geben dass deine Verhältnisse sich demnächst ändern und um eine Neuausrichtung des Unterhalts bitten dann wird anhand deiner Einkünfte geprüft inwiefern du leistungsfähig bist und bis zu welcher Höhe der unterhaltsvorschuss hier flankierend gewährt werden müsste.
 

TobiSonnenschein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2010
Beiträge
58
Bewertungen
16
Danke für deine Infos! Ich brauche also keine Angst zu haben, dass ich jetzt monatlich Schulden anhäufe?

Grundsätzlich ist der Unterhaltsvorschuss ja ein Recht des Kindes, die Mutter muss ihn dann stellvertretend beantragen.
Mal angenommen, ich kann ab dem Beginn der Reha meinen vollen Unterhalt zahlen (282€ plus x - wie auch immer ich das richtig berechne?), dann könnte doch meine Exfrau den Unterhalt beim Amt für Soziales "abmelden".
Ich nehme aber an, dass das natürlich nicht so einfach geht und das Amt mehr wissen will?
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.100
Bewertungen
21.748
Hier zu deiner Frage noch eine weitere aktuelle Info

Der Unterhalt wird neu ausgerechnet werden müssen, dazu musst du die Einkünfte auch erst einmal wissen und belegen können.

Dein Kind ist 14, zwischen 12 und 18 ist der Mindestunterhalt 476 € bei einem monatlichen bereinigten Nettoeinkommen bis 1900 Euro. Das heißt natürlich nicht, wenn du nur 1300 Euro Einkommen hast, dass du dann 476 € abdrücken musst, denn der Selbstbehalt liegt bei 1080 € für einen Erwerbstätigen. Für einen Nichterwerbstätigen ist er etwas niedriger... wie das genau läuft mit Sozialleistungen oder bei dir demnächst mit Leistungen von der Deutschen Rentenversicherung, kann ich jetzt nicht genau sagen.
 

TobiSonnenschein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2010
Beiträge
58
Bewertungen
16
Danke für die Info! Dass ich den Unterhalt nicht nachzahlen muss, beruhigt mich wirklich!

Trotzdem nochmal zu meiner Frage eingangs:
Wenn ich einen vom JC festgestellten Grundbedarf von 1.250 € habe (inkl. Miete usw.), dann ist doch dieser Bedarf von der Höhe her in der Reha mindestens genauso hoch? Sollte dann plötzlich von einem Selbstbehalt von 1.080 € ausgegangen werden, schaffe ich das finanziell möglicherweise nicht.

Eine weitere Frage:
Der Unterhalt für ein 14-jähriges Kind bis zu einem Netto von 1.900 € beträgt ja 379 € (nicht 476 € - ich glaube, hier wird das halbe Kindergeld abgezogen?).
Wenn hier das Kind/die Kindsmutter Recht auf 379 € hat, warum zahlt das Amt dann nur 282 € an Unterhaltsvorschuss nach dem UVG? Kann mir das einer erklären? Ist das Kind dem Staat weniger wert, als ich im Normalfall zu zahlen hätte?
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.100
Bewertungen
21.748
Frage 1 wie das mit deiner Geschichte rentenversicherung etc ist kann ich dir leider nicht beantworten.
Letzte Frage ob unserem Staat die Kinder weniger wert sind... beim unterhaltsvorschuss findet das Kindergeld ja keine Berücksichtigung. Das kommt noch oben drauf von der Familienkasse. Das sind halt zwei verschiedene Zahlstellen
 

Matt45

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 März 2016
Beiträge
964
Bewertungen
1.988
Du(TE) scheinst aus NRW zu kommen.

Angefügt ein Link mit Leitlinien, wie setzt sich das unterhaltsrelevante Einkommen zusammen.


Ist sehr umfangreich, allerdings ist Unterhalt auch nicht erklärt in zwei Sätzen.

Ein Jugendamt berechnet den Unterhalt neu, dass ist richtig. Allerdings ist ein Jugendamt auch der "Anwalt des Kindes". >>>> Ich habe nichts gegen Kinder! Auch wenn der Text sich blöde anhört. Habe selbst Kinder.

Du solltest die Berechnung trotzdem einmal überprüfen lassen.

Es gibt auch Unterhaltsverbände, wenn du nicht zum Anwalt gehen möchtest.
 

MichaelBelek

Elo-User*in
Mitglied seit
8 April 2018
Beiträge
171
Bewertungen
197
Das "Amt für Soziales und Wohnen" zahlt "Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz UVG". Es ist nicht das Jobcenter.
Hallo, liebe Forumsmitglieder, entschuldigt, hier herrscht Chaos, gerade weil auf Unterhalt nach dem Unterhaltsvorschussgesetz andere Regelungen anzuwenden sind als beim Unterhalt nach dem BGB. Hier wird eine Menge durcheinandergebracht! Als Betroffener, in einer ähnlichen Situationen, wie Tobi, ist festzustellen, dass der gewährte Unterhaltsvorschuss:
1. sehr wohl zurückzuzahlen ist und
2. innerhalb des Jugendamts gibt es auch eine spezielle Abteilung Unterhaltsvorschuss. An diese Abteilung solltest Du Dich persönlich wenden Tobi um die Angelegenheit vor Ort zu besprechen. Hier gibt es öffentliche Sprechstunden.

Der Vorteil der Unterhaltsvorschussabteilung ist, dass hier keine Beistandschaft für die Kindesmutter besteht und Du somit auf neutralem Terrain bist und Dich auf Augenhöhe mit der Sachbearbeiterin besprechen kannst.

Zugleich ist es wichtig, Deine Betreuungszeiten mitzuteilen, weil Du eventuell nicht unterhaltspflichtig, nach dem Unterhaltsvorschussgesetz, bist. Überrascht? evtl. der ein oder andere Leser? Unterhaltspflicht beim Unterhaltsvorschuss (UhVG) ist nicht gleichzusetzen mit Kindesunterhalt nach BGB! Ich betreue meine beiden Kinder anteilig mit ca. 40 % der Zeit. Mithin scheint es neue Rechtssprechungen im Unterhaltsvorschuss zu geben. Das Ergebnis war, dass mir die Rückzahlung von Unterhaltsvorschuss erlassen wurde und zukünftiger Unterhalt ebenfalls. Solange der Betreuungsanteil sich nicht reduziert! Auch Väter kümmern sich um ihre Kinder und das ist gut so! Viel Erfolg. LG
 

gila

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Dezember 2008
Beiträge
14.100
Bewertungen
21.748
lieber Michael Belek, hier herrscht überhaupt kein Chaos, sondern die Ausführungen sind ja alle belegt siehe auch hier wie oben in dem Link angegeben. Da wird auch nichts durcheinander gebracht... das Thema kindesunterhalt ist einfach nur sehr vielschichtig.

Es gibt bestimmte Situationen, wo der UV nicht zurück gezahlt werden muss.
Bei 3 Tagen Betreuung die Woche kann TE hier versuchen, Betreuungszeiten geltend zu machen. Ob das ausreicht, muss er dann sehen.
das es auch Verpflichtungen nach BGB gibt, weiss ich persönlich nur zu gut, aus meinen Zeiten in div. Väterforen und meinen Einsatz für Vater und kindrechte im Zusammenspiel sehr oft mit Gerald Emmermann, der dir vielleicht bekannt ist, ist es mir auch gelungen für meinen jetzigen Ehemann aus der Unterhaltspflicht gänzlich zu Entkommen, nachdem wir hier ein älteres Urteil nach einem OLG Beschluss durchsetzen konnten, da die Ehefrau mit einem mehr als zweieinhalb fachen Einkommen hier laut BGB in der Pflicht war. Ist also nicht so als hätte ich keine Ahnung.

Aber der erste Schritt ist einfach jetzt wie du auch schon sagtest Jugendamt und sich das neu berechnen lassen mit allen Gesichtspunkten die es zu beachten gibt.
 

TobiSonnenschein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2010
Beiträge
58
Bewertungen
16
Grundsätzlich wende ich mich auch an das Jugendamt/Amt für Soziales. Da diese Leute aber a) in der Vergangenheit aber bereits falsche Auskünfte erteilten und ich b) keine Fakten dort schaffen möchte, die zu Lasten meines Kindes (und mir und meiner Ex-Frau) gehen, würde ich gerne voher die rechtliche Lage einschätzen können.

Die Aussage von Michael, dass der Unterhaltsvorschuss doch zurückgezahlt werden muss, obwohl ich vom JC lebe (Krankengeld+Aufstockung), ist schon ziemlich krass, während Gila es konträr anders darstellt. Ersteres hätte weitreichende Folgen für mich. Welche Aussage stimmt bzw. kann bestätigt werden? Lt. dem Link oben von Gila (Danke hierfür!) ist ja keine Rückzahlung zu erwarten.

Ist vielleicht die Regelung, dass die Betreuung eines Kindes genau 50:50 sein muss, aufgeweicht worden?
 

MichaelBelek

Elo-User*in
Mitglied seit
8 April 2018
Beiträge
171
Bewertungen
197
Die Aussage von Michael, dass der Unterhaltsvorschuss doch zurückgezahlt werden muss, obwohl ich vom JC lebe (Krankengeld+Aufstockung), ist schon ziemlich krass, während Gila es konträr anders darstellt. Ersteres hätte weitreichende Folgen für mich. Welche Aussage stimmt bzw. kann bestätigt werden? Lt. dem Link oben von Gila (Danke hierfür!) ist ja keine Rückzahlung zu erwarten.
Ist vielleicht die Regelung, dass die Betreuung eines Kindes genau 50:50 sein muss, aufgeweicht worden?
Hi Tobi, die 50/50 Betreuung i.S. eines paritätischen Wechselmodells gilt beim BGB-Kindesunterhalt, nicht beim UhVG. Bezüglich Unterhaltsvorschuss bekommst Du regelmäßig mitgeteilt wieviel Unterhaltsvorschuss für Deine Tochter geleistet wird. Solange Zahlungen erfolgen bist Du Rückzahlungspflichtig. Ich habe die Problematik in den vergangenen Monaten gleichfalls gehabt und bin daher sehr gut im Bilde. Wie hoch ist denn Dein Betreuungsanteil? LG

Die Aussage von Michael, dass der Unterhaltsvorschuss doch zurückgezahlt werden muss, obwohl ich vom JC lebe (Krankengeld+Aufstockung), ist schon ziemlich krass, während Gila es konträr anders darstellt. Ersteres hätte weitreichende Folgen für mich. Welche Aussage stimmt bzw. kann bestätigt werden? Lt. dem Link oben von Gila (Danke hierfür!) ist ja keine Rückzahlung zu erwarten.
Ich lebe auch von ALG II, i.S. Jobcenter! Unterhaltsvorschuss wird dann gezahlt, wenn der Leistungspflichtige nicht dazu in der Lage ist. Hier handelt es sich um einen Vorschuss der zurückzuzahlen ist. LG



Moderationshinweis...

Beiträge zusammengeführt. Bitte nicht mehrere Beiträge in kurzer Zeit posten. Man kann das eigene Posting innerhalb der Editierzeit (60 Minuten) jederzeit ändern oder erweitern. Bitte in Zukunft beachten :) LG @HermineL



 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
9.114
Bewertungen
9.589
So wie sie es ausgedrückt haben dass du nicht mehr leistungsfähig bist mit befreiender Wirkung ist natürlich ziemlich umständlich ausgedrückt, heißt unterm Strich aber nur, solange du zahlen kannst bist du "befreit" von Forderungen und auch Rückforderungen von einem unterhaltsvorschuss der ja dann in der Zeit wo du zahlst nicht geleistet wird.

Das ist nicht gemeint. Das Jugendamt (oder Amt für Soziales) meint damit, dass es nicht schuldbefreiend ist, wenn er an das Kind selbst zahlt, weil der Unterhaltsanspruch an die Behörde übergegangen ist.
 

TobiSonnenschein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2010
Beiträge
58
Bewertungen
16
Konkret? von wann bis wann? tag und uhrzeit? danke!

Geht so nicht! So wollen es auch die Behörden. Das Leben sieht aber anders aus! Kind grundsätzlich von Do bis Sa hier; Ausnahmen immer möglich (Familienfeiern in 300 KM Entfernung, Elternteil krank, unterwegs mit Freundin, ...); in den Ferien 50:50; Zu wem zählt das Kind, wenn es Donnerstags in der Schule ist? Zu mir? Zur Ex-Frau? Was ist, wenn Donnerstags Feiertag ist oder das Kind ist krank? Fragen über Fragen ... An diesen Fragen hängt sich ja auch das JC auf: Ist das Kind mind. 12 h/Tag bei mir, gibt es Geld für Verpflegung; bis 12 h nix. Kann schon makaber sein: Papa Donnerstags zu Kind: "Heute darfst du bei mir nicht trinken und essen! Es sei denn, du kommst vor 12 Uhr ..." (Ist natürlich ein Scherz! Es gibt reichlich!)

Ich habe es über ein Jahr lang nachgehalten: Es sind im Durchschnitt 3 Tage/Woche.
 

MichaelBelek

Elo-User*in
Mitglied seit
8 April 2018
Beiträge
171
Bewertungen
197
Geht so nicht! So wollen es auch die Behörden. Das Leben sieht aber anders aus! Kind grundsätzlich von Do bis Sa hier; Ausnahmen immer möglich (Familienfeiern in 300 KM Entfernung, Elternteil krank, unterwegs mit Freundin, ...); in den Ferien 50:50; Zu wem zählt das Kind, wenn es Donnerstags in der Schule ist? Zu mir? Zur Ex-Frau? Was ist, wenn Donnerstags Feiertag ist oder das Kind ist krank?
Hi, es geht grundsätzlich beim Unterhaltsvorschuss, um tatsächlich stattgefundene Betreuungszeiten. Hälftige Ferienregelung ist in den meisten Fällen, zwischen getrennt lebenden Elternteilen gegeben. Solltest Du Deine Tochter Donnerstags von der Schule abholen oder Deine Tochter kommt nach der Schule zu Dir, war aber noch vor der Schule im mütterlichen Haushalt, dann zählt die Schulzeit am Donnerstag nicht in Deine Betreuungszeit. Wichtig ist der Unterhaltsvorschussabteilung auch, dass der Umgang verlässlich stattfindet. Sollte Deine Tochter in Deiner Betreuung von Donnerstag nach der Schule bis Samstag sein wird die Unterhaltspflicht (Unterhaltsvorschuss), aus meiner Sicht, leider nicht entfallen.

Wichtig ist auch, dass es um die grundsätzliche Frage geht, inwieweit ein Elternteil als alleinerziehend betrachtet werden kann. In Deinem Fall überwiegt die Betreuungszeit der Kindesmutter, Deine Betreuungszeiten erheblich. Abgesehen davon, stellt die Unterhaltsvorschussabteilung beim Thema Alleinerziehung jedoch nicht die hohen Maßstäbe an, die etwa beim Kindesunterhalt nach BGB vorliegen. 2-3 Betreuungstage dürften jedoch nicht ausreichend sein. In meinem Fall sind es 6 Tage, so dass die Alleinerziehung, und damit der Unterhaltsvorschuss, meiner geschiedenen Frau aberkannt worden ist. VG


Die Information aus dem vorgenannten Link ( Anspruch auf Unterhaltsvorschuss 2019 muss der Unterhaltsvorschuss zurückgezahlt werden ) ist FALSCH!!!!!!
"muss Unterhaltsvorschuss zurückgezahlt werden?
Der Unterhaltspflichtige muss den Unterhaltsvorschuss nur zurückzahlen, wenn er zahlungsfähig war aber nicht gezahlt hat. Wenn ein Unterhaltstitel vom Jugemdamt oder vom Gericht vorlag, nach dem er hätte zahlen müssen und sich dennoch geweigert hat. War er aber auf Grund von geringem Einkommen oder Arbeitslosigkeit nicht zahlungsfähig, dann muss er den gezahlten Unterhaltsvorschuss, den das Jugendamt an die Mutter gezahlt hat, nicht an das Jugendamt zurückzahlen."

Diese Information von "datentransfer24" ist falsch!!! Bitte stimme Dich mit der Unterhaltsvorschussabteilung beim Jugendamt ab. Viel Erfolg! LG



Moderationshinweis...

Beiträge zusammengeführt. Bitte nicht mehrere Beiträge in kurzer Zeit posten. Man kann das eigene Posting innerhalb der Editierzeit (60 Minuten) jederzeit ändern oder erweitern. Da du schon mehrfach darauf hingewiesen wurdest wird in Zukunft jeder Folgebeitrag während der Editierzeit kommentarlos gelöscht. Bitte in Zukunft beachten :) LG @HermineL



 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
6.065
Bewertungen
18.870
Wenn du schon diese Behauptung das dies falsch ist aufstellst dann bringe auch bitte den Nachweis dafür. Die Seite "datentransfer24" ist nicht die einzige die diese Information gibt. Hier ein paar Beispiele wobei man die Liste beliebig erweitern kann:




§ 7a Übergegangene Ansprüche des Berechtigten bei Leistungsunfähigkeit UVG

Solange der Elternteil, bei dem der Berechtigte nicht lebt, Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch bezieht und über kein eigenes Einkommen im Sinne von § 11 Absatz 1 Satz 1 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch verfügt, wird der nach § 7 übergegangene Unterhaltsanspruch nicht verfolgt.

Es ist nicht damit getan einfach zu behaupten die Information wäre falsch sondern dann muss man das auch entsprechend belegen. Derzeit kann ich für deine Argumentation Adhoc keine Belege finden. Wenn du also bei deiner Behauptung bleibst belege diese bitte auch.
 

TobiSonnenschein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 Mai 2010
Beiträge
58
Bewertungen
16
Wenn du schon diese Behauptung das dies falsch ist dann bringe auch bitte den Nachweis dafür.
Da dies für mich auch wichtig wäre, freue ich mich hier auch über Hinweise sehr!

Hi, es geht grundsätzlich beim Unterhaltsvorschuss, um tatsächlich stattgefundene Betreuungszeiten.
Meine Betreuungszeiten liegen - je nach Sichtweise - zw. 35 und 42%. Der Umgang findet verlässlich statt. Was auch immer verlässlich hier bedeuten soll? Die Erziehung meines Kindes ist mir jedenfalls sehr wichtig! Ich kümmere mich auch um Schule, Krankzeit, Arzt, lernen usw.
... war aber noch vor der Schule im mütterlichen Haushalt, dann zählt die Schulzeit am Donnerstag nicht in Deine Betreuungszeit
Hm, die Ganze Betreuungszeit müsste - da es ja dann um plötzlich viel Geld geht - stundengenau festgelegt werden. Wer legt diese Betreuungszeiten aus? Wie lief das bei dir? Gibt es da offizielle Regelungen zu?

Wichtig ist auch, dass es um die grundsätzliche Frage geht, inwieweit ein Elternteil als alleinerziehend betrachtet werden kann. In Deinem Fall überwiegt die Betreuungszeit der Kindesmutter, Deine Betreuungszeiten erheblich. .... 2-3 Betreuungstage dürften jedoch nicht ausreichend sein.
Also, ich finde drei Tage die Woche erheblich! Vor allem im Gegensatz zu Vätern, die ihr Kind vielleicht 2 WE im Monat sehen. Ich habe meine Ex-Frau auch nie als alleinerziehend betrachtet. Das macht jeder so gut er kann. Qualitativ wie quantitativ. Der Begriff alleinerziehend wird hier vom Gesetzgeber sowieso völlig antiquitiert ausgelegt und gehört dringend reformiert! Was natürlich einen zivilisierten Umgang der Ex-Partner voraussetzt. Und drei Tage pro Woche: Wenn das nicht ausreichend ist, was dann? Vier Tage? Fünf?? Wie gesagt: Wenn es hierzu Regelungen gibt, wären diese sehr hilfreich!

In meinem Fall sind es 6 Tage, so dass die Alleinerziehung, und damit der Unterhaltsvorschuss, meiner geschiedenen Frau aberkannt worden ist.
6 Tage pro Woche? Na das ist doch wirklich mal ausreichend! Da bräuchte man doch gar nicht drüber diskutieren?!
 

Matt45

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 März 2016
Beiträge
964
Bewertungen
1.988
Vielleicht kann ich noch etwas helfen. Siehe Link.


Ist relativ kurz beschrieben was Alleinerziehend/Vorschuss/Wechselmodell bedeutet. Etwas älter, aber rechtlich einwandfrei.

Aber: Grundsätzlich sollte man jeden Fall anders betrachten, das eine ist Theorie und das eine ist die Praxis.

Es gibt auch noch deutlich mehr Thematik als man sich vorstellen kann, wie z.B. gesteigerte Erwerbsobliegenheit, bereinigtes Nettoeinkommen......Selbst ein Arbeitszeitkonto(meistens bei ZAF) ist rechtlich zu beanstanden,, wenn einer dadurch den Mindestunterhalt nicht zahlt. Das Familienrecht ist sogar "härter" als viele anderen Gesetze. Ich kenne sogar sehr viele in meinem Umfeld(bin auch in einer Gruppe) die keine "Chance" haben eine titulierte Urkunde abzuändern. Selbst die JC müssen mittlerweile in solchen Fällen diese Leute betreuen(Unterhaltspflichtige), zum Glück gibt es aber bei Urkunden entsprechende Gesetze(Absetzbeträge). Eine Urkunde ist beim JC sogar ein Vermittlungshemmnis.
Eine Ehe wird meistens vom Gesetzgeber geschützt, nach Trennung und Scheidung beginnen sehr viele Probleme im Steuerrecht,Sozialrecht und Familienrecht. Habe etliche Gespräche mit Fachanwälten geführt, weil man vieles einfach nicht verstehen kann.

Was mir wichtig ist: Natürlich kosten Kinder Geld! Aber man muss auch die Chance haben Geld für Unterhalt oder Vorschuss zu verdienen. Hier sehe ich den größten Fehler in der Wirtschaft und im Steuersystem. Und noch eins ist mir wichtig: > Die Probleme haben Frauen und Männer!
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten