Ein von Hartz-IV-Leistungen angespartes Vermögen dürfen Arbeitslose nicht behalten! (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

TazD

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Aus rein rechtlicher Sicht hätte mich jede andere Entscheidung sehr verwundert, da es hinsichtlich der Freigrenzen nun mal keine Unterscheidung gibt, wann das Vermögen entstanden ist.

Und mal ganz ehrlich:
Für welche "Massen" an Leistungsempfängern hat dieses Urteil denn überhaupt eine Relevanz?
Welche "Massen" an Leistungsempfängern schaffen es über 18.000 Euro aus dem Regelsatz anzusparen?
 

Allimente

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Und wenn man was ansparen kann, dann sollte das schön unter dem Kopfkissen wandern und nicht auf irgendwelche Konten. :icon_evil:
 
E

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Gast
Und wenn man was ansparen kann, dann sollte das schön unter dem Kopfkissen wandern und nicht auf irgendwelche Konten. :icon_evil:
Und bei einem Einbruch oder Feuerchen ist alles futsch...

Dann schon lieber ein kleines Schließfach für ca. 30-40 Euro im Jahr bei seiner Bank mieten wo die Wahrscheinlichkeit das dort ausgeräumt wird bedeutend geringer ist als Zuhause...

Oder man stellt sich einen Tresor mit mindestens 300 Kilo hin welcher nicht so einfach weggehuckt werden kann, wobei allerdings die Möglichkeit besteht das die bösen Buben warten bis man nach Hause kommt und dann freundlich aber bestimmt den Schlüssel oder die Kombination verlangen...:biggrin:

liesa
 

Gemcitabine

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Und bei einem Einbruch oder Feuerchen ist alles futsch...
Naja, wie wahrscheinlich ist das beides denn? Brand im Haus heißt auch nicht gleich, dass die eigene Bude runterbrennt (habe schon einen nachbarschaftlichen Brand miterlebt - da war bei mir außer Rauch und Qualmschäden gar nix).

Ist auch eine Abwägung von Nutzen/Risiken unter Einbezug der eigenen Lebensgewohnheiten.
Wer eh kaum mal rauskommt, nicht in Urlaub oder sonstwie öfter und länger unterwegs ist und außerdem noch in einer relativ sicheren Gegend residiert, bei dem vermindert sich das Einbruchsrisiko schon drastisch.
Wer natürlich im Bahnhofsbrennpunkt wohnt und dazu noch regen Besucherverkehr pflegt, öfter mal besoffen ist (womöglich mit fremden Leuten in der Wohnung o.ä.), und oft & lange auf Tour ist bzw in Urlaub fährt, bei dem würde sich das eher lohnen.
Käme auch auf die Summe an. Bei der o.g. würde ich auch auf Nummer sicher gehen, bei tausend Euro nicht unbedingt.

wie sieht das denn mit dem Bankgeheimnis aus, das Schließfach ist ja prinzipiell schon registriert und der jährliche Betrag fürs Anmieten wird auch abgebucht, oder? Ich könnte das über Vertrauensperson machen, doch nicht jeder hat diese Option.

Im Wald verbuddeln wäre auch noch ne Möglichkeit - wer auf den Kick fürs gewisse Etwas steht :biggrin:
 

Maxirub

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Moderation:

Du solltest sorgfältiger mit der Auswahl Deiner Quellen sein ...!


Aus der ********* zitiere ich einmal folgendes:

Soweit aus den Hartz-IV-Leistungen Ansparungen möglich sind, seien diese für größere Ausgaben gedacht, etwa den Ersatz kaputter Haushaltsgeräte. Hierfür könne der Arbeitslose einen Vermögensfreibetrag von 750 Euro geltend machen, zudem den Grundfreibetrag von 9000 Euro.
Heißt das konkret: Man darf (theoretisch) einen Grundfreibetrag von 9000 Euro auf seinen Konto haben. (Nicht durch ein vorheriges Schonvermögen, sondern durch angespartes Geld aus dem ALG 2-Leistungsbezug) Dieser muss, anders als der Vermögensfreibetrag von 750 Euro, nicht für kaputte Haushaltsgerät eingesetzt werden?
 

erwerbsuchend

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Heißt das konkret: Man darf (theoretisch) einen Grundfreibetrag von 9000 Euro auf seinen Konto haben.
Dieser Freibetrag bezieht sich auf das Lebensalter. Einmal kurz den Taschenrechner gezückt und du wirst feststellen, dass diese 9000,00 EUR das Produkt aus den Faktoren 60 Jahre Lebensalter und 150,00 EUR Freibetrag/Lebensjahr sind.

Dieser muss, anders als der Vermögensfreibetrag von 750 Euro, nicht für kaputte Haushaltsgerät eingesetzt werden?
Das Schonvermögen ist zwar als Rücklage für den Lebensabend gedacht, solltest du jedoch während des Bezuges von ALG 2 einen Ausstattungsbedarf haben, der nicht über die Erstausstattung gedeckt ist, dann wirst du für die Deckung jenes Bedarfes auch das Schonvermögen verwenden müssen. Schließlich gibt es Darlehen vom JC nur dann, wenn der Bedarf nicht durch eigene Mittel gedeckt werden kann oder kein Rechtsanspruch auf Deckung jenes Bedarfes durch das JC besteht.
 

Maximus Decimus

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Anscheinend scheint der Regelsatz mehr als ausreichend zu sein, wenn man sich so ein Vermögen ansparen kann. Interessant wäre mal zu wissen, wieviel pro Monat eingezahlt worden sind und wielange derjenige schon LE ist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Für welche "Massen" an Leistungsempfängern hat dieses Urteil denn überhaupt eine Relevanz?
Welche "Massen" an Leistungsempfängern schaffen es über 18.000 Euro aus dem Regelsatz anzusparen?
Alle, die sich von Leitungswasser und Fensterkitt ernähren sowie sich mit Kartoffelsäcken o.ä. kleiden. :biggrin:
Übrigens hätte der sich nur rechtzeitig ein gebrauchtes Auto kaufen brauchen, dann wäre der Drops gelutscht gewesen, und zwar ganz legal.
 
E

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Gast
Naja, wie wahrscheinlich ist das beides denn?
Na dann schau mal in die Polizeistatistik wie Einbrüche in den letzten Jahren drastisch zunehmen und gerade auch in den von dir genannten relativ sicheren Gegenden!

Ein Schließfach kann man am einfachsten bei der Bank mieten wo man auch sein Konto führt bei vielen ist das auch Voraussetzung um eins zu bekommen und wo vielerorts auch schon Wartelisten existieren weil die Nachfrage z.Z. sehr hoch ist...

Zwar weisen die meisten Banken darauf hin das Bargeld in Schließfächern nicht versichert ist, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit das jemand in den Tresorraum einer Bank einbricht und Schließfächer knackt doch weitaus geringer einzustufen als schnell mal eine Wohnungstür aufzubrechen und die Wohnung zu durchwühlen.

Am sichersten ist eben das Konto und nur eine geringe Summe Bargeld zu hause, eine bestimmte Summe z.B. bis 500 Euro erstatten viele Hausratversicherungen auch bei Einbruch darüber hinaus gibts aber meistens nix...


liesa
 

Gemcitabine

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Alle, die sich von Leitungswasser und Fensterkitt ernähren sowie sich mit Kartoffelsäcken o.ä. kleiden. :biggrin:
oder alle, die anderweitig ein bisschen unterstützt werden, zb durch einen großzügigen Liebhaber oder auch die lieben Eltern, Großeltern usw :wink:
Außerdem gibt es durchaus auch Leute, die gewisse Nebeneinkünfte haben, ich kenne solche Leute und staune da immer wieder über deren Kreativität (und Risikofreude).
 

swavolt

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Was ich mich immer frage, gehört der Hausrat zum Vermögen?
Und wie berechnet man das?
Z.B. die ganzen Klamotten, die Möbel und die elektrischen Geräte.
Wenn man diesen Hausrat nimmt, dann müßte jeder über seine Vermögensfreigrenze sein.
Der eine hat billige Klamotten und Hausrat, der andere teure.
 

Allimente

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Am sichersten ist eben das Konto und nur eine geringe Summe Bargeld zu hause, eine bestimmte Summe z.B. bis 500 Euro erstatten viele Hausratversicherungen auch bei Einbruch darüber hinaus gibts aber meistens nix...


liesa
Eben nicht, kannst Du doch leicht beim TE nachlesen :wink: Es gibt nun wirklich hunderte von Möglichkeiten sein Geld sicher unterzubringen, das Konto ist für einen H4-Empfänger nicht die beste Wahl.
 
E

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Gast
Was ich mich immer frage, gehört der Hausrat zum Vermögen?
Und wie berechnet man das?
Z.B. die ganzen Klamotten, die Möbel und die elektrischen Geräte.
Wenn man diesen Hausrat nimmt, dann müßte jeder über seine Vermögensfreigrenze sein.
Der eine hat billige Klamotten und Hausrat, der andere teure.

Das ist eine interessante Fragestellung...! Wenn dem so wäre müsste ja eigentlich bei jedem eine Wertermittlung der vorhandenen Einrichtungsgegenstände durchgeführt werden...

liesa
 

Merkur

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Eben nicht, kannst Du doch leicht beim TE nachlesen :wink: Es gibt nun wirklich hunderte von Möglichkeiten sein Geld sicher unterzubringen, das Konto ist für einen H4-Empfänger nicht die beste Wahl.
Genau so und durch solche Leute wird dann der Regelsatz nicht mehr Erhöht !
H4 in Kapitalvermögen anlegen ist schon blem-blem !
 

Gemcitabine

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Eben nicht, kannst Du doch leicht beim TE nachlesen :wink: Es gibt nun wirklich hunderte von Möglichkeiten sein Geld sicher unterzubringen, das Konto ist für einen H4-Empfänger nicht die beste Wahl.
Das ist die irrationale verquere Angst - ähnlich der Flugangst.
Die Wahrscheinlichkeit, vom Flieger fallengelassen zu werden, ist im Vergleich zum Autounfall viel geringer, und trotzdem kann die Flugangst lebenslang vom Betreten eines Flugzeuges abhalten. Irrational.

@ liesa

Du erzählst Unsinn. Und schürst damit irrationale Ängste (bei dir selbst und bei anderen).
Laut Kriminalstatistik Zahl der Wohnungseinbrüche seit 2016 rückläufig.
Aber selbst, wenn man die alten Zahlen nähme, ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruches zu werden geringer als die Wahrscheinlichkeit, dass es Ärger mit zuviel Kohle auf dem Konto gibt. Und sei es nur, dass man beim Amtsgericht abgewiesen wird wegen eines Beratungsscheines, weil zuviel Geld da.

Auch sonst scheint mir das Bankschließfach unter Umständen ein Verlustgeschäft. Bei 500 Euro angenommener Notgroschen, wäre man nach sechs Jahren bei gleichbleibenden jährlichen Gebühren (40 Euro) ja schon bei einer Summe, die der Hälfte des ausgelagerten Geldes entspräche.
Hinzu käme bei mir die Sorge, dass das Bankgeheimnis immer löchriger würde und das Jc mir am Ende noch eine Klage wegen Sozialbetruges angedeihen lässt.
Bei einem niedrigeren Betrag lohnt sich das Ganze nicht so wirklich, bei einem höheren gibt es ein umso höheres Risiko.

Das muss natürlich jeder für sich selbst wissen, der ein Polster für Notfälle unterhält (ich könnte sonst auch gar nicht mehr ruhig schlafen).
 

Allimente

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Das ist die irrationale verquere Angst - ähnlich der Flugangst.
Die Wahrscheinlichkeit, vom Flieger fallengelassen zu werden, ist im Vergleich zum Autounfall viel geringer, und trotzdem kann die Flugangst lebenslang vom Betreten eines Flugzeuges abhalten. Irrational.
Totaler Quatsch! Das hat doch rein gar nichts mit Angst zu tun, das ist gesunder Menschenverstand und Anpassung an die momentane Situation - sonst nichts.
 
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