Ein unmoralisches Angebot, was beabsichtigt die Gegenseite?

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Hopefull

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Hallo an alle,
ich hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt.

Folgendes Problem:
Mein Vermögen aus dem Verkauf einer Immobilie ist als Sicherheit für eine andere Immobilie in Form einer Verpfändungsurkunde ( Verpfändung von Vermögen) bei meiner Bank auf noch unbestimmte Zeit festgelegt.
Aus meiner ehemaligen Selbstständigkeit sind noch Schulden zu begleichen, die bis zum 15.12. in Form eines notariellen Schuldanerkenntnisses (mit sofortiger Zwangsvollstreckung )von mir anerkannt wurden.
Meinem Gläubiger ist der Umstand bekannt, dass dieses verpfändete Vermögen besteht.
Er ist jedoch nicht bereit, wie ich es nach tel. Rücksprache herausgehört habe, einen Gerichtsvollzieher rauszuschicken, wohl aus den besagten Gründen, dass er dann evtl. leerausgehen könnte.

Er ist mir seinerzeit durch dieses Schuldanerkenntnis mit einem jährlichen Zinssatz von 4 % entgegengekommen, um mir höhere und weitere Kosten durch das gerichtliche Mahnverfahren zu ersparen, doch nun kann ich die Frist zur Zahlung aus besagten o.g. Gründen nicht einhalten.



Es sieht so aus, dass die Gegenseite nun einen Vorschlag in folgender Form vorsieht:
Ich soll an meine Bank herantreten und sie schriftlich bestätigen lassen, dass diese sich dazu bereit erklärt, die Summe X plus Jahreszinsen an meinen Gläubiger zum Tage X der Freigabe meines Vermögens, auszuzahlen.
Soweit so gut. Dazu wäre meine Bank und ich auch bereit.

Jetzt hat die Sache m.E. aber einen Haken.

Der Anwalt der Gegenseite will einen "präzise festgelegten" Betrag, der im Jahre 2017 angelaufen sein würde ( also bereits incl. der Zinsen bis 2017) bestätigt haben.
Will sagen, dass es meinerseits zu einer Überbezahlung kommen könnte, wenn nämlich bereits in 2013 mein Geld frei werden würde(bankabhängig)
Auch da hat die Gegenseite bereits einen festen Plan und zwar dahingehend, dass sie mir für diesen Fall, die zuviel gezahlte Differnz umgehend ausbezahlen will. ( soll schriftlich belegt erfolgen)
Aber was soll denn dieser Hickhack?
Weiß ich bspw. ob nicht zwischenzeitig die Kanzlei bzw. meine Gläubigerfirma in die Insolvenz gegangen sind. In dieser Hinsicht bin ich schon sehr skeptisch, denn in dem Falle würde mir auch kein Schriftstück, in dem mir die Auszahlung zugesichert wird, etwas bringen.

Bin gerade sehr ratlos.

Wie soll ich mich verhalten?

Hopefull
 

FAR2009

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Hi Hopefull,

Der Anwalt der Gegenseite will einen "präzise festgelegten" Betrag, der im Jahre 2017 angelaufen sein würde ( also bereits incl. der Zinsen bis 2017) bestätigt haben.
Hört sich tatsächlich so an, als ob sich dein Gläubiger eine Art Pfand "erkaufen" will, für den Fall dass er finanzielle Probleme bekommt, oder evtl. schon hat. Im Falle einer Abtretung (auch an einen Insolvenzverwalter - die Jahreszahl 2017 von Heute aus betrachtet macht mich stutzig, will er hier etwas an einer evtl. anstehenden Insolvenz vorbeimauscheln?) hättest Du dann tatsächlich den Hickhack mit der Rückforderung des Überschusses an der Backe.
Warum bestehst Du im Vertrag nicht auf eine Sondertilgungsklausel, in Höhe des tatsächlichen Betrags inkl. Zinsen, am Tage deiner Zahlungsfähigkeit? Natürlich ohne Vorfälligkeitsentschädigung.
 

Hopefull

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Hallo Martin,
danke,
da wollte ich es auch unterbringen, hab es aber vor lauter Aufregung nicht richtig hinbekommen.

lg
Hopefull
 

HajoDF

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Warum überhaupt die Rückzahlungszusicherung?
Genau so gut könnte man die Zinssumme bei vorzeitiger Zahlung entsprechend niedriger (abzügl. des ersparten Jahreszins) ansetzen.
 

Hopefull

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Hi Hopefull,


Hört sich tatsächlich so an, als ob sich dein Gläubiger eine Art Pfand "erkaufen" will, für den Fall dass er finanzielle Probleme bekommt, oder evtl. schon hat. Im Falle einer Abtretung hättest Du dann tatsächlich den Hickhack mit der Rückforderung des Überschusses an der Backe.
Warum bestehst Du im Vertrag nicht auf eine Sondertilgungsklausel, in Höhe des tatsächlichen Betrags inkl. Zinsen, am Tage deiner Zahlungsfähigkeit? Natürlich ohne Vorfälligkeitsentschädigung.
@ Far 2009,
das ist ein wirklich interessanter Anhaltspunkt, den du hier gerade angibst.
Unter dem Aspekt der Vorfälligkeitsentschädigung hatte ich das noch garnicht betrachtet.

Danke, es hat gerade Klick gemacht.

Edit: Wie ich schon für mich entschieden habe, werden sie "nur" die, zum jeweiligen Zeitpunkt anstehende Forderung, bestätigt bekommen, ansonsten sollen sie mir den GV schicken.
P.S. Ich gehe sogar noch davon aus, dass mein eigener Gläubiger nichts von dieser Angebotsunterbreitung des/seines eigenen Anwaltsbüros weiß.

Hopefull
 

Inkasso

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Ein komplexer Fall
Da müsste man entsprechende Schriftstücke sehen um einigermasen vernünftige Kommentare abzugeben.
Nicht vergessen : der RA vertritt die Interessen der Gegenseite

lg
 

Hopefull

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Ein komplexer Fall
Da müsste man entsprechende Schriftstücke sehen um einigermasen vernünftige Kommentare abzugeben.
Nicht vergessen : der RA vertritt die Interessen der Gegenseite

lg
Danke schon mal vorab

Sowie mir die schrifliche Auflage der Gegenseite vorliegt, werde ich es hier mal einstellen.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass die lange Zeitplanung bis ins Jahr 2017 mit den Verjährungsfristen (jeweils 3 Jahre) zusammenhängt??? Damit hätte man gleich 6Jahre festgemacht.

Gruß
Hopefull
 
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