Ein Sklavenleben" - wie die Putz-Branche Mindestlohn umgeht

Leser in diesem Thema...

R

Ramblin Man

Gast
Ich kenne die Branche. Gab es vor 20 Jahren etwa den Umständen entsprechend relativ angemessene Arbeitsstellen mit ehr wenig Druck, hat sich das Bild komplett gewandelt.

Die Bonzenschlitten wereden immer grösser, so wie die Ausbeutung und die Mitarbeiter immer kränker und verzweifelter.

Die Takte zu den einzelnen Reinigungsobjekten wurden halbiert und müssen von der Hälfte der Leute gemacht werden.

Es ist eine Branche, vor der ich mch hüten würde wie vor blablabla...
 

Ziviler Ungehorsam

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Juli 2010
Beiträge
1.366
Bewertungen
24
Trotz Mindestlohn in ihrer Branche ...

Wer sein Heil in einem Mindestlohn sucht ist selber Schuld.

Viel mehr gilt es, das kapitalistische Abhängigkeitsmodell der Lohnarbeit kosequent zu zerschlagen, denn es gibt keinen gerechten Lohn, Lohnarbeit basiert immer auf Prinzip Ausbeutung, weil der entscheidende vom Lohnsklaven erwirtschaftete Teil immer vorenthalten wird.

Deshalb: Die Arbeit nieder!

https://www.elo-forum.org/news-disk...chluss-okonomisierung-lebens.html#post1502105
 

ladydi12

Super-Moderation
Mitglied seit
22 Juli 2006
Beiträge
2.840
Bewertungen
612
Hallo wolliohne,

im Zustellgewerbe läuft dies ganz genauso. Gerade die Paketboten und die Prospektverteiler werden entweder mit Stückakkordlohn in Höhe von ein paar Cent pro ausgeliefertem Paket (Paketboten vor allem bei der Firma Hermes) oder aber mit Tagespauschalen von ca 20€ pro Tag und Gebiet (Prospektverteiler bei den WAZ Subunternehmen) ganz genauso geleimt und verarscht.:cool:
Die Arbeitszeit kann bei den paketboten als auch bei den Prospektverteilern dabei durchaus mehr als 10 Stunden/Tag liegen.:cool:

meint ladydi12
 
R

Ramblin Man

Gast
Die haben aber auvh bei soviel Hasenfüssigkeit kein Mitleid von mir zu erwarten.
Wer halbwegs bei Triost ist, lässt sich geschickt kündigen und geht in Hartz4.

So schlimm H4 ist,aber mehr als in solche Drecksjobs können die einen auch nicht zwingen, und wer sich ein dickes Fell anschafft,kann auch das umschiffen.
 

Imaginaer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Februar 2011
Beiträge
2.082
Bewertungen
2.548
Vor allem sind es Flickschusterreien und KEIN flächendeckender Mindestlohn. Alles unter 10 Euro lohnsteuerfrei halte ich eh für vorprogrammierte Altersarmut.

Kampfesstarke Gewerkschaften bringen es auch nicht, da sich immer mehr Arbeitgeber aus den Verbänden verabschieden.

Also heißt es den Druck rauszunehmen für seinen Lebensunterhalt arbeiten zu gehen. BGE in angemessener Höhe unter Berücksichtigung der Preisentwicklungen.
 

2010

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
20 März 2010
Beiträge
1.399
Bewertungen
214
Wieder ein Beispiel wie der Mindestlohn umgangen wird. In der Reinigungsbranche gibts ja einen.
Papier ist sowas von geduldig.......
Auch ne Anzeige beim Zoll führt zu nix.
Wenn es ins Eingemachte geht, rafft der Michel nichts mehr. Deutsche Michel raffen nur das was ihnen vorgegaugelt wird.
 

Bambi_69

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Dezember 2007
Beiträge
680
Bewertungen
43
Und die Willkür bei Arbeitszeiten und Löhnen ist nur die eine Seite dieser Ausbeutung, die Arbeitsbedingungen selbst eine andere. Nicole Dietrich erzählt, dass es für die normalen Putzfrauen im Krankenhaus weder bezahlte Hepatitis B-Impfungen gebe, noch weise man sie auf Patienten mit gefährlichen Infektionskrankheiten hin. Feudelnd ziehen sie so von Raum zu Raum, auch wenn dazwischen ein mit dem gefährlich-resistenten MRSA-Keim infizierter Patient liegt. "Wenn ich davon weiß, ziehe ich mir Handschuhe, Mundschutz und Kittel an", sagt Frau Dietrich. Aber wann erführen sie so etwas schon. Einen Schutz für die Schuhe erhielten die Frauen ohnehin nicht.

Gütiger Himmel, da kann man echt froh sein, wenn man gesund bleibt und kein Krankenhaus von innen sehen muss... :eek: :icon_kotz:
 
Oben Unten