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ein paar Fragen zur OrtsAbwesenheit

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vikenza

Elo-User/in

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11 Aug 2009
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#1
Hallo an alle!
Ist zwar noch nichts passiert, möchte mich aber schon jetzt für alle Fälle vorbereiten :icon_smile:

Mein Sachverhalt:

Mein Großvater ist 81 Jahre alt und sehr krank, er lebt in Russland. Ich und meine Mutter möchten im Oktober für 20 Tage hinfliegen, um ihn zu besuchen, weil keiner weiß, wie lange er noch durchhalten wird. Vor einer Woche stellten wir persönlich schriftlichen Antrag auf OrtsAbwesenheit, doch am Schalter wurde uns gesagt, dass wir uns erst 1 Woche vor Reiseantritt abmelden können/dürfen. Ok. Unser Antrag wurde genommen und an den Arbeitsvermittler weitergeleitet. Heute habe ich von ihm ein Schreiben bekommen, wo über 1-Woche-Abmeldefrist drin steht und noch das: Beachten Sie dazu bitte die Vereinbarungen und Rechtsfolgen aus der am *Datum* geschlossenen Eingliederungsvereinbarung. Was bedeutet das? (Ich habe diese Vereinbarung durchgelesen, steht aber nicht viel drin, außer Warnungen und Gesetzesauszügen und dass ich bei den Integrationsbemühungen des Reha-Teams mitwirke)
Vor Kurzem wurde mein Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben genehmigt. Ich war schon in der Reha-Beratung, aber es kam zu keinem Entschluss über meine berufliche Zukunft. Die Sachbearbeiterin hat mir vorgeschlagen, dass ich mir bis Ende September (sie ist bis dahin im Urlaub) überlege, was ich für eine Ausbildung machen möchte und wenn überhaupt, dann werden wir uns telefonieren.

Die Frage ist jetzt, ob diese offengebliebene Frage über Reha als Hindernis für OA-Zusage sein würde?
Und meine Mutter ist seit letztem Jahr krankgeschrieben (für sie wurde eine Betreuerin bestellt), könnte sie trotzdem OA-Antrag genehmigt bekommen?
Müssen wir dem Arbeitsvermittler / oder am Schalter den o.g. Grund schildern? Ist das „OrtsAbwesenheit aus persönlichen Gründen“?

Würde mich freuen, wenn sich jemand dazu äußern könnte.
 

blinky

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#2
Solltet ihr ohne Erlaubnis der ARGE verreisen und die ARGE erhält davon Kenntnis, ist die ARGE berechtigt euch nach § 7 Abs 4a SGB II für die unerlaubte Ortsabwesenheit das ALG II zu 100% zu streichen. Geld würde es erst dann wieder geben wenn ihr wieder zuhause seit und euch ggf. persönlich bei der ARGE zurückgemeldet habt. Da ihr einen Antrag auf Ortsabwesenheit gestellt habt, kann ich mir sogar gut vorstellen, dass die ARGE den Aussendienst zur Prüfung vorbeischickt ob ihr zu hause seit, falls die ARGE eure Reise nicht erlaubt.

Sollte eine EGV bestehen besteht sogar die Gefahr das ihr zusätzlich mit 30 % für drei Monate wegen einer EGV-Pflichtverletzung sanktioniert werdet.

Das währen dann in eurem Fall 100% für 20 Tage und 30 % für drei Monate.

Blinky
 

hergau

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#3
Wenn der Aussendienst kommt, braucht niemand aufmachen.
Niemand ist verpflichtet, die Türe zu öffnen, wenn es klingelt.
Es sei denn, man hat sich angemeldet.
 

Speedport

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#4
Ich würde der ARGE per Einschreiben den desolaten Gesundheitszustand des Großvaters/Vaters noch einmal schriftlich mitteilen und darauf hinweisen, daß dies ein dringender Notfall ist. Schließlich ist in Kürze mit dem Ableben zu rechnen.

Fordere eine schnelle Entscheidung mit Fristsetzung, Du hast keine Zeit auf irgendwelche amtsinterne Zeitabläufe Rücksicht zu nehmen.
 

Martin Behrsing

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#5
Ein Fax hicschicken und schreiben, dass du von bis Ortsabwesend bist. Dun gingst davon aus, dass wenn du bis ..... nichts anderes hören würdest, der Ortsabwesenheit nichts im Wege steht. Somit bist Du auf der sichereren Seite.
 
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