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Ein paar dringende Fragen zur Erwerbsminderung

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#1
Hallo an alle,

am Freitag habe ich einen Termin bei meinem Doc, der mich seit fast einem halben Jahr auf Bandscheibenvorfall behandelt. Seit der Zeit bin ich auch krankgeschrieben. Ich möchte dem Arbeitsmarkt aber unbedingt wieder zur Verfügung stehen. Ich möchte am Freitag mit meinem Doc darüber reden, dass er mich wieder gesund schreibt, allerdings erwerbsgemindert (3-4 Std. täglich), weil ich Vollzeit gesundheitlich noch nicht schaffen kann.
Was genau muss ich denn jetzt beachten?
1. Erstellt der Arzt ein Gutachten/Attest?
2. Was muss denn da alles drinstehen?
3. Darf der Arzt auch aufführen, welchen Tätigkeiten ich nicht nachgehen darf, bzw. dass ich überwiegend sitzen müßte?
4. Ist es erlaubt, auch aufzuführen, wie weit meine Gehstrecke (z.B. von einer Haltestelle zu einem Arbeitsplatz) höchstens sein darf? Dazu muss ich noch anmerken, dass ich noch eine zweite Krankheit habe (Fersensporn), der von einem anderen Arzt behandelt wird. Von dieser Krankheit weiß das Jobcenter nichts, da ich ja nur von einem Arzt krankgeschrieben werden kann (der Fersenporn steht aber mit dem Bandscheibenvorfall in Verbindung bzw. ist durch Falschverlagerung daraus entstanden). Wäre es angebracht, ein zweites Gutachten auch von diesem Arzt zu haben?
Abschließend würde mich noch interessieren, ob ich - nachdem ich gesund geschrieben wurde, aber erwerbsgemindert bin, diese Angaben schriftlich beim Jobcenter einreichen darf, oder ob ich am ersten Tag persönlich bei meinem FM vorstellig werden muss, auch wenn kein Meldetermin am Tag meiner Krankschreibung vorlag?

Entschuldigt bitte die vielen Fragen, aber ich würde mich sehr über eure Antworten freuen.

LG
Die gute Fee :)
 

sindytomlea

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#2
Hallo Fee,

ich hab eine ähnliches Krankheitsbild wie Du und antworte Dir mal hierauf - allerdings plagen mich meine Bandscheiben nich erst ein halbes Jahr sondern 7 Jahre - meine ERahrungen über die Jahre halt

1. Erstellt der Arzt ein Gutachten/Attest?

kann er tun, wird aber zu 99% nicht anerkannt - musst zum med. Dienst

(aus eigner Erfahrung kann ich Dir nur sagen, pass genau auf wie der Dich untersucht bzw. ordnungsgemäß untersucht, damit du nich wie ich hinterher als Notfall in der KLinik landest!)

2. Was muss denn da alles drinstehen?

ist ein weiter Begriff - ich habe bei einem Krankheitsbilder mitllerweile von 2 unterschiedlichen Personen genauso verschiedene Gutachten gesehen - gegen meines bin ich damals vorgegangen und es wurde geändert in Zusammenarbeit mit meinem Neurochirugen!

3. Darf der Arzt auch aufführen, welchen Tätigkeiten ich nicht nachgehen darf, bzw. dass ich überwiegend sitzen müßte?

sowas sollte logischerweise drin stehen was man darf und was nicht - bei mir z.b. ständig wechselnde Positionen und keine langen Laufstrecken, kein Treppensteigen ......

4. Ist es erlaubt, auch aufzuführen, wie weit meine Gehstrecke ...

gut Wegstrecke hab ich nicht drin stehen im Gutachten, aber ich hab einen SChwerbeschädigtenausweis mit dem Merkmal G - derzeit läuft des Verfahren zum aG....

nachdem ich gesund geschrieben wurde, aber erwerbsgemindert bin

mal lapidar gefragt, ohne das Du mir böse wirst, sind halt reelle Fragen für die Du Rede und Antwort stehen müsstest ... wer sagt das du automatisch erwerbsgemindert bist - sowas erfolgt meist erst mit Begutachtung bzw. beim Amt für Fam. und Soziales im Rahmen eines Feststellungsverfahrens zum Grad der Behinderung oder hast Du entsprechende Unterlagen vom Rententräger?

Prinzipiell kann ich aus eigner Erfahrung sagen, das wenn der Rententräger sich mit reinhängt doch so einiges leichter ist. Anfänglich hatte ich auch meine 30% ohne OP, da hatte ich nur Probleme beim Amt. Seit ich aber den Ausweis und 2 Op´s später gehen die freundlichen Meinungen der FM beim Amt in eine andere Richtung.

Gut, ich habe jetzt nach mehrfacher Empfehlung vom Doc meinen Rentenantrag eingereicht. Mal sehen wie es wird und was rauskommt.

Aber ich denke für deine Fragen sollte Kalle noch bissel was zu sagen!

Tschüß sindytomlea
 

Gute Fee

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#3
Hallo sindytomlea,

erstmal vielen Dank für deine schnelle Antwort. Du sprichst einige Faktoren an, von denen ich keine Ahnung habe. Die Probleme mit der Bandscheibe habe ich seit ca. 1 1/2 Jahren, wird aber erst seit knapp einem halben Jahr behandelt. Vorher war ich nie beim Arzt, bis es sooo schlimm wurde, daß nix mehr ging. Damals bin ich zum Orthopäden. Es wurde CT gemacht und die Diagnose gestellt. Ich bekam weder Medikamente noch wurde einer OP zugestimmt. Stattdessen bekam ich für 3 Monate ein Reizstromgerät nach Hause, Elektrosaugmassagen und Akupunktur. Geholfen hat davon nichts. Da der Orthopäde sehr weit weg war und ich die Taxikosten nicht mehr zahlen konnte, bin ich nach Abschluss der Behandlung zu meinem Internisten, der mich seit 17 Jahren kennt. Dort hab ich Medikamente bekommen und Krankengymnastik. Seit Juni stelle ich meine Ernährung wegen Übergewichtes um. Es geht mir inzwischen besser, aber nicht gut genug.

Ich muss also zum medizinischen Dienst? Wer bestimmt denn das? Da gehe ich doch nicht einfach von mir aus hin oder? Was da auf mich zukommen kann, kann ich mir denken. Außerdem ist man für die sowieso nur krank, wenn man tot ist (eigene Erfahrung vor vielen Jahren).

Einen Schwerbeschädigtenausweis habe ich nicht und was das Merkmal G ist, weiß ich leider auch nicht. Ich habe auch nie einen Rentenantrag gestellt oder irgendwas sonst. Denn ich möchte eigentlich arbeiten. Mein wichtigstes Ziel ist, irgendwann aus dem ganzen Arbeitslosenzwist wieder herauszukommen. Deshalb möchte ich arbeiten, aber ich schaffe derzeit keine Vollzeit, soviel ist sicher.

Ich bin dir keinesfalls böse, daß du mir so direkte Fragen stellst, zumal du mich ja auch darauf hinweist, daß mir diese Fragen von anderer Stelle auch gestellt werden. Ich hoffe, du unterstellt mir keine Naivität, aber wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, bin ich erst dann erwerbsgemindert, wenn ein Amt ein Feststellungsverfahren zum Grad der Behinderung einleitet und dieses dann bestätigt? Bin ich erst mit einem Schwerbeschädigtenausweis erwerbsgemindert?

Sei mir jetzt bitte nicht böse, aber wie leite ich denn sowas alles in die Wege? Ich meine es doch nur gut. Wenn ich mindestens 3 Stunden am Tag arbeiten kann, bin ich doch noch erwerbsfähig und das traue ich mir zu. Ich möchte das ja auch mit der Zeit wieder steigern. Fakt ist, ich kann und möchte arbeiten, nur Vollzeit schaffe ich derzeit nicht. Was muss ich denn jetzt machen? An wen muss ich mich wenden und wem was sagen?

Sorry, aber im Augenblick wächst mir das über den Kopf.

LG
Die gute Fee :)
 

Arania

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#4
Ist richtig, Du bist erst erwerbsgemindert wenn das amtlich festgestellt wurde, warum hier immer alle Angst vor dem Amtsarzt haben weiß ich nicht, ich hatte da nur gute Erfahrungen.

Du erzählst Deinem SB Deine ganzen Einschränkungen, der schickt Dich zum Amtsarzt und wenn der das auch feststellt, dann stellt er ein Attest aus in dem genau drin steht, was Du alles machen darfst, danach kannst Du auch entscheiden ob es sich lohnt einen Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis zu stellen
 

gelibeh

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#5
Bin ich erst mit einem Schwerbeschädigtenausweis erwerbsgemindert?
Der Schwerbehindertenausweis sagt nichts über die Erwerbsfähigkeit aus, der kann aber andere Vorteile haben. Steuererleichterungen etc. Den musst Du also nicht zwingend beantragen. Lies aber mal im Bereich Schwerbehinderte nach.
Deine Erwerbsfähigkeit stellt der Amtsarzt fest.
 

Gute Fee

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#7
Also danke an alle bisher :)

Dann gehe ich also am Freitag zu meinem Arzt und sage dem, daß ich versuchen möchte, wieder zu arbeiten bzw. dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen und lehne jede weitere Krankschreibung ab.
Direkt danach rufe ich dann meine Fallmanagerin beim Jobcenter an, sage der, daß ich sie sprechen muss und vereinbare bestenfalls ein persönliches Gespräch.
Und dann sage ich ihr halt alles, was mich einschränkt. Wäre es nicht günstiger, da wenigstens schon mal ein ärztliches Attest vorzulegen?
Und was mache ich, wenn die FM zu mir sagt, wenn ich halt nicht arbeiten könne, dann MUSS ich mich weiter krankschreiben lassen statt mich zum Amtsarzt zu schicken? Für das Jobcenter wäre das nämlich die phantastischste Lösung, denn am 08.12. wäre ich ein Sozialfall, bei dem die nicht mehr zahlen müßten (die Krankschreibung ist da ein halbes Jahr um).

Könnte mir vielleicht noch jemand sagen, welche Untersuchungen in meinem Fall beim Amtsarzt vorgenommen werden?

Vielen Dank im voraus.

LG
Die gute Fee
 
E

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#8
Gute Fee sagte :
Für das Jobcenter wäre das nämlich die phantastischste Lösung, denn am 08.12. wäre ich ein Sozialfall, bei dem die nicht mehr zahlen müßten (die Krankschreibung ist da ein halbes Jahr um).

Die gute Fee
Du fällst nur aus ALG II raus, wenn dir dein Arzt (oder der med. Dienst) bescheinigt, daß du auf Dauer keine 3 Stunden am Tag arbeitsfähig bist!

Mein Mann war trotz Krankschreibung zu Sozialhilfdezeiten und dann über 1 Jahr in ALG II - bevor er selbst sich als "gesund" nicht mehr hat krank schreiben lassen.

Solange dein Arzt bescheinigt, daß er keinen genauen Zeitpunkt nennen kann, du aber irgendwann wieder arbeitsfähig bist, hängst du irgendwie dazwischen... und je nach ARGE läßt man dich in ALG II oder auch nicht.

Soweit meine Erfahrungen...

und was Atteste angeht: die würde ich mir schonmal besorgen - hier war es so, daß mein Mann nie zum med. Dienst mußte... nach Vorlage aller seiner Krankenunterlagen gabs nur Telefonate zwischen krankschreibendem Arzt und dem Arzt des med. Dienstes...

Gruß aus Ludwigsburg

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

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#9
Könnte mir vielleicht noch jemand sagen, welche Untersuchungen in meinem Fall beim Amtsarzt vorgenommen werden?
Das kann man so pauschal nicht sagen, eben alles was untersucht werden muss, also was Dein behandelnder Arzt als Einschränkungen angibt :)
 

Heiko1961

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#10
und was Atteste angeht: die würde ich mir schonmal besorgen - hier war es so, daß mein Mann nie zum med. Dienst mußte... nach Vorlage aller seiner Krankenunterlagen gabs nur Telefonate zwischen krankschreibendem Arzt und dem Arzt des med. Dienstes...
Würde ich auch sagen, rede mit deinem Arzt über ein Attest und frage ihn ruhig, ob es Sinn machen würde, einen Antrag auf Schwerbehinderung beim Versorgungsamt zu stellen. Das Attest dann beim SB- Besuch mitnehmen. Kleiner Tipp für dein Rücken. Oft sind Neurochirurgen die besseren Orthopäden. ;)
 

Gute Fee

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#11
Hallo Ludwigsburg,

danke für deine schnelle Antwort. Ich hab das jetzt zwar verstanden, daß ich irgendwo dazwischenhänge, wenn mein Arzt keinen genauen Termin angeben kann.
Das ist es aber nicht, was ich möchte. Wenn mein Arzt mich am Freitag noch einmal krankschreibt für 2 Wochen ist das für mich okay. Aber ich möchte nicht länger krankgeschrieben werden. Denn für mich macht es auch finanziell einen großen Unterschied, ob ich weiterhin ALG II bekomme (erhalte den Armutszuschlag) oder Sozialgeld. Davon abgesehen, gehe ich mal davon aus, dass wenn der Jobcenter die Zahlung einstellt und beim Sozialamt die Anträge gestellt werden müssen, sich das ewig lange hinzieht. Bis dahin flieg ich dann vermutlich aus meiner Wohnung raus, weil ich nicht zahlen kann.
Aber in erster Linie geht es mir darum, irgendwann gesund zu werden. Arbeiten zu können und die Anzahl der Stunden wieder zu steigern.

Ich danke euch allen wirklich sehr für eure Ratschläge und Hilfen, aber es geht nicht wirklich daraus hervor, ob das überhaupt geht, wie ich mir das vorstelle. Darf ich meinem Arzt übermorgen sagen, ich verzichte auf eine weitere Krankschreibung, aber ich möchte ein Attest, dass ich nur eingeschränkt in Art und Umfang von Arbeit bin. Ich nehme an, das ist machbar. ABER: Darf meine Fallmanagerin bzw. das Jobcenter sagen, entweder oder? Kann es passieren, daß die sagen, entweder Sie sind arbeitsfähig und zwar voll oder Sie MÜSSEN sich weiter krankschreiben lassen? Muss ich damit rechnen, daß die mir vorwerfen, fast ein halbes Jahr krankgeschrieben gewesen zu sein, aber urplötzlich wäre ich wieder gesund, aber leider nicht gesund genug, um Vollzeit zur Verfügung zu stehen? Gerade auch wegen des 160 Euro Zuschlages werden die doch mit Sicherheit versuchen, mich aus ALG II entweder rauszudrängen oder aber als voll erwerbsfähig anzusehen.

Sorry, ich weiß, wie sich das jetzt alles anhört, aber ich mache mir wirklich Sorgen darüber (ich hätte viel früher nachfragen sollen) :oops:

LG
Die gute Fee :)
 
E

ExitUser

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#12
Gute Fee sagte :
Hallo Ludwigsburg,

danke für deine schnelle Antwort. Ich hab das jetzt zwar verstanden, daß ich irgendwo dazwischenhänge, wenn mein Arzt keinen genauen Termin angeben kann.

Das nur deshalb weil du schriebst, daß du demnächst aus ALG II rausfliegst - dem ist eben nicht unbedingt so

Das ist es aber nicht, was ich möchte.

...Hab ich schon verstanden, worums dir geht

Wenn mein Arzt mich am Freitag noch einmal krankschreibt für 2 Wochen ist das für mich okay. Aber ich möchte nicht länger krankgeschrieben werden. Denn für mich macht es auch finanziell einen großen Unterschied, ob ich weiterhin ALG II bekomme (erhalte den Armutszuschlag) oder Sozialgeld. Davon abgesehen, gehe ich mal davon aus, dass wenn der Jobcenter die Zahlung einstellt und beim Sozialamt die Anträge gestellt werden müssen, sich das ewig lange hinzieht. Bis dahin flieg ich dann vermutlich aus meiner Wohnung raus, weil ich nicht zahlen kann.

Da brauchst dir keine Sorgen machen...

Aber in erster Linie geht es mir darum, irgendwann gesund zu werden.

Ist es da vernünftig, sich gegen den Rat des Arztes gesund schreiben zu lassen?

Arbeiten zu können und die Anzahl der Stunden wieder zu steigern.

Das mit dem Stunden steigern ist kein Problem, wenn dein Arzt dich wieder fürt arbeitsfähig hält: nennt sich Eingliederung... erst 4 Stuznden, dann 6 Stunden und dann wieder Vollzeit...so wars als mein Mann wegen seinem Knie monatelang krankgeschrieben war...(aber da mußte auch sein Arbeitgeber einverstanden sein damals).

Ich danke euch allen wirklich sehr für eure Ratschläge und Hilfen, aber es geht nicht wirklich daraus hervor, ob das überhaupt geht, wie ich mir das vorstelle.

Sicher geht das...

Darf ich meinem Arzt übermorgen sagen, ich verzichte auf eine weitere Krankschreibung, aber ich möchte ein Attest, dass ich nur eingeschränkt in Art und Umfang von Arbeit bin. Ich nehme an, das ist machbar.

Das weiß nur :sleep: dein Arzt, wir kennen deinen Zustand ja nicht :)

ABER: Darf meine Fallmanagerin bzw. das Jobcenter sagen, entweder oder?

Kann es passieren, daß die sagen, entweder Sie sind arbeitsfähig und zwar voll oder Sie MÜSSEN sich weiter krankschreiben lassen? Muss ich damit rechnen, daß die mir vorwerfen, fast ein halbes Jahr krankgeschrieben gewesen zu sein, aber urplötzlich wäre ich wieder gesund, aber leider nicht gesund genug, um Vollzeit zur Verfügung zu stehen?

Nein, die dürfen nur vermitteln, nicht über Arbeitsfähigkeit entscheiden.


Gerade auch wegen des 160 Euro Zuschlages werden die doch mit Sicherheit versuchen, mich aus ALG II entweder rauszudrängen oder aber als voll erwerbsfähig anzusehen.

Nur der med. Dienst kann deinen Gesundheitszustand beurteilen: und wenn der zun einem anderen Ergebnis kommt als dein Arzt, gehst eben in Widerspruch! Wer kennnt dich besser: dein Arzt oder einer, der sich nur mal deine Unterlagen anschaut?

Sorry, ich weiß, wie sich das jetzt alles anhört, aber ich mache mir wirklich Sorgen darüber (ich hätte viel früher nachfragen sollen) :oops:

sehr richtig - Informiert zu sein ist enorm wichtig! Aber ist ja noch nicht zu spät... ist ja noch nichts falsch gelaufen!

Lies dich hier im Forum einfach mal etwas durch... gibt viel Interessantes zu finden!


LG
Die gute Fee :)
Übrigens: Hast meine Antwort wohl nicht so genau gelesen ? :)

Mein Mann hat sich "gesund" schreiben lassen, die " habe ich gesetzt, weil er eben nicht gesund war.

Er hat die Behandlung einfach abgebrochen...

 

kalle

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#13
So, nu einmal ganz langsam mit den jungen Pferden. Nun wollen wir das Ganze einmal aufdröseln.

Du bist derzeit arbeitsunfähig krank geschrieben. Faktum
Nun hast Du mehrere Dinge zu tun bei Deinem Krankheitsbild:

1. Antrag formlos schriftlich an Dein Versorgungsamt in Deiner Nähe.
Reicht ein einfaches Schreiben. Die schicken Dir dann ein Formular und fordern auch Atteste und Stellungnahmen von Deinem Arzt ein. das machen auch die anderen Stellen, die ich Dir gleich nenne.

2. Stelle(schriftlich,Formlos) einen Antrag bei Deiner SB auf Überprüfung der Erwerbsfähigkeit. Da wirst Du zum Gutachten von einem Arzt der Arge eingeladen. Nur diese Gutachten akzeptiert die Arge. Wenn Du denen Deine Krankheiten schilderst müßtest Du sowieso da hin . So kannst Du es auch selber tun. Auch die holen die Unterlagen vom Arzt.

Wenn Du den Schwerbehindertenausweis hast und das Gutachten des Amtstierarztes Arge, dann kann schon einiges gemacht werden. Auch im Hinblick auf eine Wiedereingliederung ins Erwerbsleben. Da gibt es dann Zuschüße und Förderungen, die nur Schwerbehinderte in Anspruch nehmen können.
 

Gute Fee

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#14
Vielen Dank euch allen für die Antworten :)

Ich kann nur hoffen, dass ich für mich alles richtig machen werde *seufz*.

@ludwigsburg
Doch doch, ich hab das schon richtig gelesen von dir. Bei mir ist es aber anders. Es geht mir ja besser nach dem halben Jahr. Ist nicht mehr so schlimm wie am Anfang. Aber: Ich empfinde mich weder als komplett arbeitsunfähig noch als komplett erwerbsfähig. Ich breche keine Behandlungen ab. Davon mal abgesehen, hab ich nicht mal großartig eine. Bekomme derzeit das vierte Mal Krankengymnastik, die nächste Woche ausläuft.
Und dein Mann... Nun, er wird seine Gründe gehabt haben, sich "gesund" schreiben zu lassen. Ich hab das Wort auch eigentlich nur gebraucht, weil mir kein anderes einfiel. Wenn eine AU ausläuft, ist man doch "eigentlich" gesund. Mann, ist das megakompliziert :cry:

@kalle: Auch dir ganz vielen Dank für deine Mühe.

LG
Die gute Fee :)
 

Heiko1961

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#15
Hi Gute Fee,
mache es bitte so, wie Kalle es geschildert hat. Er kennt sich damit gut aus, er hat mir/uns auch schon sehr geholfen.
Also erst beim Versorgungsamt den Antrag auf Schwerbehinderung stellen, das ist fast das wichtigste. Wenn der SB weiß, dass du den Antrag gestellt hast, wird der Rest evtl. zum Selbstgänger.
Dein AlgII läuft weiter.
 

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#16
Hallo Heiko,

vielen Dank auch dir. Ja ich werde es so machen, wie Kalle geschrieben hat. Den Antrag auf Schwerbehindertenausweis ans Versorgungsamt werde ich gleich schreiben und morgen in den Briefkasten werfen. Oder brauch ich die Zustimmung von meinem Arzt, um den Antrag stellen zu können?

Daß ich ALG II weiter bekomme, ist mir mittlerweile schon klar, aber doch nur, wenn ich nicht weiter krankgeschrieben werde richtig? Weil ja eben das halbe Jahr dann vorbei ist. Eigentlich möcht ich ja nicht weiter krankgeschrieben werden, aber ich hab halt Angst, daß der Jobcenter mich zwingen wird, in Vollzeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Ich habe ja derzeit keine Beweise, daß ich gesundheitlich nicht Vollzeit zur Verfügung stehen kann.

Bittet haltet mich nicht für begriffsstutzig und eure Äußerungen habe ich auch verstanden, dennoch bin ich mir wegen meines Arztbesuches morgen unsicher. Noch einmal zum Fakt: Am 05. Dezember wären genau ein halbes Jahr Arbeitsunfähigkeit vorbei.

Abschließend eine letzte Frage an Euch. Was würdet ihr mir raten?

Weiterhin Arbeitsunfähigkeit oder nicht ?

LG
Die gute Fee :)
 

gelibeh

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#17
Oder brauch ich die Zustimmung von meinem Arzt, um den Antrag stellen zu können?
Du brauchst keine Zustimmung vom Arzt, hab ich mir damals auch nicht geholt.

Dann teilst Du Deinem Fallmanager mit, dass Du den Antrag gestellt hast und stellst formlos ich zitiere Kalle mal
2. Stelle(schriftlich,Formlos) einen Antrag bei Deiner SB auf Überprüfung der Erwerbsfähigkeit. Da wirst Du zum Gutachten von einem Arzt der Arge eingeladen. Nur diese Gutachten akzeptiert die Arge. Wenn Du denen Deine Krankheiten schilderst müßtest Du sowieso da hin . So kannst Du es auch selber tun. Auch die holen die Unterlagen vom Arzt.
Sprich morgen mal mit Deinem Arzt. Wenn Du noch 3Stunden täglich arbeiten kannst hast Du Anspruch auf ALGII.
 

kalle

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#19
Und die halb Jahresfrist bezieht sich auf die Zukunft. Nicht für die Vergangenheit. Und wenn Du krank bist , dann bist Du krank. Punkt.
Und irgendwelche Erlaubnisse musst Du Dir nicht einholen.

Und die Arge muß so lange bezahlen, bis endgültig geklärt ist von woher Du Deinen Lebensunterhalt bezahlt bekommst. Also keine Angst, ran an den Feind und das Kämpfen aufgenommen.
 

Heiko1961

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#20
Und die Arge muß so lange bezahlen, bis endgültig geklärt ist von woher Du Deinen Lebensunterhalt bezahlt bekommst. Also keine Angst, ran an den Feind und das Kämpfen aufgenommen.
:daumen: :daumen: :daumen: :daumen:
 

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#21
Ihr seid alle total nett zu mir und gebt euch wirklich super viel Mühe. Und niemand von euch gibt mir das Gefühl, echt blöd zu sein, obwohl ich genau das zu sein scheine... :cry:

Den Antrag werd ich stellen, kein Problem. Ich werde auch bei meiner Fallmanagerin einen Antrag stellen, so daß ich zum Amtsarzt eingeladen werde. Auch kein Problem.

Die besagten 3 Stunden Arbeit täglich traue ich mir persönlich zu. Aber ich habe Einschränkungen auch bei der Gehstrecke (vor allem da). Wenn ich 3 Std. täglich noch arbeiten kann, dann darf ich aber doch nicht krankgeschrieben sein, denn dann könnte ich es ja nicht.

Ich vermute jetzt mal, euer Ratschlag war, ich soll mich weiterhin arbeitsunfähig schreiben lassen und die Anträge stellen. Richtig ? Auch wenn das ganze über ein halbes Jahr hinausgeht, bekomme ich ALG II bis zur endgültigen Klärung, was nun aus mir wird.

Wenn ich aber NICHT weiter krankgeschrieben werde, dann verfahre ich doch im Grunde genauso oder ?

Bin ich wirklich so dämlich, daß ich das nur am Rande tatsächlich verstehe? :oops: :oops: :oops:

LG
Die gute Fee :)
 

Heiko1961

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#22
Ich vermute jetzt mal, euer Ratschlag war, ich soll mich weiterhin arbeitsunfähig schreiben lassen und die Anträge stellen. Richtig ? Auch wenn das ganze über ein halbes Jahr hinausgeht, bekomme ich ALG II bis zur endgültigen Klärung, was nun aus mir wird.
:daumen: :klatsch: :daumen: :klatsch:
Wenn ich aber NICHT weiter krankgeschrieben werde, dann verfahre ich doch im Grunde genauso oder ?
:daumen: :daumen: :daumen: ;)
Bin ich wirklich so dämlich, daß ich das nur am Rande tatsächlich verstehe?
:pfeiff: :pfeiff: :pfeiff: Natürlich nicht. Es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten. :hihi:
 

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#23
Tausend Dank euch allen :)

Ich werde morgen das machen, was mein Arzt für das Beste hält wegen AU. Die Anträge stelle ich so oder so. Und ich werde auch meine Fallmanagerin sofort informieren, egal ob AU oder nicht.

Ich hab wirklich geglaubt, daß nach einem halben Jahr der AU das Jobcenter sofort die Zahlung einstellt und man sich selber beim Sozialamt um sein Geld kümmern muss. Ich hab das mal irgendwo gelesen und meine FM hat das auch mal am Telefon erwähnt *seufz*.

Könnte passieren, daß ich morgen noch Fragen habe, aber ich denke, bei euch darf ich das ?!?!

Ganz liebe Grüsse an euch und danke noch einmal
Die gute Fee
 

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#24
Hallo an alle :)

Bin gerade zurück von meinem Arzt. Ich denke, wirklich verstanden hat er nicht viel. Hat von Hartz IV so überhaupt gar keine Ahnung. Dem war noch nicht mal klar, dass die KK nicht zahlt, obwohl ich ihm das alles schon mal erklärt habe *seufz*.
Nun gut, er hat mich jetzt bis zum 01.12. weiter krankgeschrieben. Den Antrag auf Schwerbehindertenausweis hielt er für eine gute Idee. Ich hab ihm gesagt, daß ich jetzt erstmal alles weitere mit dem Jobcenter persönlich klären werde.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir sagen könntet, ob das nachfolgende Schreiben an meine FM korrekt ist und auch der formlose Antrag beim Versorgungsamt:

Schreiben an FM:

Sehr geehrte Frau xxxxxxxxx,
sehr geehrte Damen und Herren,

als Anlage übersende ich Ihnen meine weitere Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis voraussichtlich 01.12.2006.

Nach Rücksprache mit meinem Arzt ist davon auszugehen, dass ich in Bälde in der Lage sein sollte, wieder einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, zumindest versuchsweise. Eine entsprechende Tätigkeit sollte 15 bis 20 Stundenwochen nicht überschreiten und beinhaltet Einschränkungen in Art und Umfang.

Über diese Entwicklung möchte ich gern persönlich mit Ihnen sprechen. Ich bitte Sie um eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch.

Des weiteren bitte ich um einen Antrag zur Feststellung der Erwerbsfähigkeit und Vorstellung bei Ihrem Amtsarzt.

Zu Ihrer Kenntnisnahme weise ich noch darauf hin, dass ich nach Abklärung mit meinem Arzt mit heutigem Datum beim Versorgungsamt xxxxxx, xxxxxxxxxx, eine Anforderung eines Formulares für den Antrag auf Schwerbehindertenausweis gestellt habe.

Über eine kurzfristige Einladung zu einem persönlichen Gespräch mit Ihnen, sehr geehrte Frau xxxxxxxx, würde ich mich sehr freuen und verbleibe

mit freundlichen Grüssen

xxxxxx xxxxxxxxx

Anlage: AU



Schreiben an Versorgungsamt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte einen Antrag auf Schwerbehindertenausweis stellen.

Bitte senden Sie mir die erforderlichen Formulare hierfür zu.

Mit bestem Dank im voraus verbleibe ich

mit freundlichen Grüssen

xxxxx xxxxxxxx


Ich danke euch schon mal im voraus für das Lesen und freue mich auf eure Anregungen.

LG
Die gute Fee :)

@Heiko: Den Antrag, den du hier reingestellt hast, habe ich natürlich runtergeladen. Danke hierfür nochmal. Äh... Der ist aber doch in jeder Stadt anders oder? Deshalb denk ich, daß mein Kurzbrief mit Aufforderung zur Zusendung eines Formulares i.O. ist ?

LG
 

gelibeh

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#25
Aus dem Bauch würd ich sagen, das sieht gut aus, was Du geschrieben hast.

und stimmt, das Formular von Heiko ist nur für Hamburg
 

Heiko1961

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#26
@Heiko: Den Antrag, den du hier reingestellt hast, habe ich natürlich runtergeladen. Danke hierfür nochmal. Äh... Der ist aber doch in jeder Stadt anders oder? Deshalb denk ich, daß mein Kurzbrief mit Aufforderung zur Zusendung eines Formulares i.O. ist ?
Ich würde gleich den Antrag nehmen. Ob der in jede Stadt anders ist, weiß ich nicht. Wir hatten ihn für Hamburg genommen.

Das Schreiben an die Arge würde ich so, nicht verfassen. Okay, ist auch nur meine Meinung. Mein Vorschlag:


Sehr geehrte Frau xxxxxxxxx,
sehr geehrte Damen und Herren,

als Anlage übersende ich Ihnen meine weitere Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis voraussichtlich 01.12.2006.

Zu Ihrer Kenntnisnahme weise ich noch darauf hin, dass ich nach Absprache mit meinem Arzt, den Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis beim Versorgungsamt xxxxxx, xxxxxxxxxx,
gestellt habe.

Über evtl. Fragen würde ich gern mit Ihnen persönlich sprechen.
mit freundlichen Grüssen

xxxxxx xxxxxxxxx

Anlage: AU
 

gelibeh

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#28
ich würd das bei dem Amt so schreiben, wie gute Fee das gemacht hat, das deckt sich mit dem Tipp von Kalle mit dem formlosen Antrag zur Feststellung der Erwerbsfähigkeit.
 

Heiko1961

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#29
Wir sollten Gute Fee mal nicht durcheinander bringen. :kinn:
Jeder bringt auch nur seine Erfahrungen ein. Das ist ja auch richtig.

Ich jedenfalls halte nichts von parallellaufenden Anträgen, die eine gleiche Beziehung haben.
Wird der SBA abgelehnt, kann es sich mit der Erwerbsminderung auch erledigt haben. Bei der Arge werden die erst einmal abwarten, wie das Versorgungsamt entscheidet.

Ich würde die Arge nur in Kenntnis setzen. Bei laufenden Verfahren lassen die, die Gute Fee eh in Ruhe.

So war es bei mir/uns.
 

kalle

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#30
Lieber Heiko !
Hier irrt der Mensch.
Die Anträge SBA und Überprüfung der Erwerbsfähigkeit haben nichts mit einander zu tun.
Beim Versorgungsamt ist der Eingang des Antrages wichtig. Ab dem Datum gilt dann nämlich die Eigenschaft der Schwerbehinderung. Das kann auch steuerliche Vorteile haben. Und das gilt egal, wie lange es dauert bis der Antrag durch ist. Also: jetzt den Antrag gestellt,Im Februar durch, dann gilt auch das Jahr 2006 noch als Schwerbehindert.

Und die Arge wird nicht abwarten. Immerhin sind das 2 verschieden Dinge. Auch sind die Kriterien der Bewilligung völlig verschieden.

Gleichzeitger Antrag erspart Zeit.

In den Antragbeim VA eine kurze Schilderung der Behinderung einführen und nicht den Antrag anfordern, sondern stellen. Also: Hiermit stelle ich den Antrag auf Anerkennung der Schwerbehinderung.
 

MissMarple

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#31
Soweit ich informiert bin, hat bisher immer noch die Begutachtung der Erwebsfähigkeit durch den Rententräger gesetzliche Wirkungen, greift auch über z.B bei Sozialhilfe, Grundsicherung u.ä

Gruß
MissM.
 

Gute Fee

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#32
@Kalle

Alles klar, ich formuliere es um. Vielen DANK !!!

@alle

Vielen Dank, dass ihr euch solche Mühe mit mir gebt. Ich finde das große klasse und ich kann mich nicht mal dafür revanchieren.

LG
Die gute Fee :)
 

Heiko1961

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#33
Hi Kalle,
Gleichzeitger Antrag erspart Zeit.
In den Antragbeim VA eine kurze Schilderung der Behinderung einführen und nicht den Antrag anfordern, sondern stellen. Also: Hiermit stelle ich den Antrag auf Anerkennung der Schwerbehinderung.
damit hast du schon Recht, ich kann ja auch nur sagen, wie es bei mir bzw. meiner Frau gelaufen ist. Okay, das waren auch andere Kriterien.
Doch beim Antrage auf SBA, haben wir gleich den Vordruck genommen. Spart auch Zeit. ;)
 
E

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#34
Gute Fee sagte :
Ich finde das große klasse und ich kann mich nicht mal dafür revanchieren.

LG
Die gute Fee :)
Doch, kannst du: hilf anderen, gib deine Erfahrungen auch weiter!

Die wissen dann vielleicht etwas, was uns hilft :)
 

Heiko1961

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#35
Soweit ich informiert bin, hat bisher immer noch die Begutachtung der Erwebsfähigkeit durch den Rententräger gesetzliche Wirkungen, greift auch über z.B bei Sozialhilfe, Grundsicherung u.ä
Das ist richtig, bei EU- Rente muß der Antrag bei der DRV gestellt werden.
Doch, kannst du: hilf anderen, gib deine Erfahrungen auch weiter!
und sei hier bitte keine "Eintagsfliege" :) :) ;) :mrgreen:
 

Gute Fee

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#36
So, die Briefe sind weg... Jetzt heißts abwarten und kämpfen...
Bestimmt ruft meine FM gleich morgen hier an.

Ich werde mir Mühe geben, auch mein Wissen weiterzugeben, wenn ich glaube, jemandem helfen zu können. Gern sogar ! Versprochen !

Bei der Abstimmung, wieviel wir für Weihnachten übrig haben, hab ich auch sofort migemacht, als ich die Mail bekam.

Liebe Grüsse
Die gute Fee :)
 

kalle

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#38
So mögen wirs. Du siehst ja in meiner Signatur, wie ich am Liebsten hab. ;) :mrgreen: :daumen:
 

Gute Fee

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#39
Hallo an alle, die mir bisher so nett geholfen haben und natürlich auch alle anderen,

ich wollte mal kurz einen kleinen Zwischenbericht schreiben, allerdings bin ich nicht sicher, ob das an dieser Stelle Sinn macht, weil der Thread schon älter ist, aber ich dachte halt, wenn ich einen Neuen eröffne, dann müßte ich zum Verständnis auch die ganze Sachlage erneut schreiben. Und ich wollte auch nicht, daß vielleicht Beschwerden kommen "Mensch, das hatten wir doch schon"...

Also der Antrag zum Versorgungsamt zwecks Feststellung des Grades der Behinderung ist ja seit ca. 2 Wochen weg. Gehört habe ich da natürlich noch nichts, aber das kann ja auch endlose Wochen dauern, zumal ich auch keine Berichte aus eigener Hand beifügen konnte und das VersA alles selbst beschaffen muss.

Am 01.12. war der letzte Tag meiner Kranschreibung (halt kurz bevor ein halbes Jahr vorbei gewesen wäre). An diesem Tag war ich auch bei meinem Arzt. Wir sind nun so verblieben, daß er mich nicht länger krankschreibt und mir stattdessen eine ärztliche Bescheinigung gibt, daß ich unter bestimmten Voraussetzungen versuchsweise arbeitsfähig bin. Da steht also drin, daß ich nur 3-4 Stunden täglich arbeiten soll und dann halt noch ne Auflistung, welche Tätigkeiten ich machen kann und welche nicht (wie lange Gehstrecken, Bücken/Strecken, Treppensteigen, Stehen) usw. Leider hab ich die Bescheinigung am 01.12. noch nicht bekommen, um sie zu meiner FM mitzunehmen, aber mittlerweile hab ich sie und ich kann diese auch nachreichen.

Nach meiner vorletzten Krankschreibung hatte ich meiner FM ja einen Brief geschrieben, in dem ich ihr die Sachlage schon mal erklärte und um ein persönliches Gespräch mit ihr bat sowie auch um eine Vorstellung beim Amtsarzt zwecks Feststellung von Erwerbsminderung (der Brief steht irgendwo hier im Thread). Meine FM rief mich an und vereinbarte einen Termin mit mir für den 05.12. Ich war ziemlich nervös und ich hatte gar kein gutes Gefühl, als ich da gestern hin bin.

Alles in allem ist das Gespräch aber eher positiv verlaufen. Obwohl ich die Bescheinigung noch nicht vorlegen konnte, hat meine FM mir komplett geglaubt und nichts angezweifelt. Sie hat auch keinen dummen oder bösen Kommentar abgegeben. Mündlich teilte ich ihr schon mal mit, daß ich nur Teilzeit arbeiten könnte und welche Tätigkeiten ich nicht machen darf. Das hat sie vollständig akzeptiert und überlegt, was man denn nun machen könnte. Sehr enttäuscht war ich darüber, daß ich mir keinen 400 Euro Job suchen darf (das wäre zwar weniger Zahlung für den Jobcenter und mehr Geld für mich), würde aber auf Dauer keinen Sinn machen. Meine FM steht unglaublich auf Weiterbildungsmaßnahmen, weil sie sich einbildet, diese erst einmal gemacht, findet man natürlich sofort einen Job. Fakt ist: Bei einer Weiterbildungsmaßnahme darf ich mir keinen 400 Euro Job suchen bzw. deswegen die WBM nicht abbrechen. Abbrechen darf ich die WBM sofort, wenn ich einen Teilzeitjob annehme, der sozialversicherungspflichtig ist, also auf Steuerkarte. Sowas zu finden, ist praktisch generell unmöglich, denn ein Arbeitgeber würde immer Minijobs anbieten, ohne steuerliche Abgaben, ist doch klar. Rein generell siehts dadurch wenig rosig bei meinen Finanzen aus. Das hab ich mir alles ein wenig anders vorgestellt. Dafür ist wohl aber der Freibetrag bei einer sozialversicherungspflichtigen Teilzeitstellung höher als bei einem 400 Euro Job. Wieviel genau konnte sie mir nicht sagen (naja, verziehen, denn sie ist ja FM und nicht die Leistungsstelle). Vielleicht weiß es jemand von euch ???

Alles in allem möchte meine FM, daß ich eine Weiterbildungsmaßnahme absolviere. In welchem Bereich, darüber streiten wir uns noch *grins*. Auf meine Anmerkung, daß eine WBM ja auch über den ganzen Tag ginge und das mit einem Vollzeitjob gleichzusetzen ist, was ich ja gesundheitlich nicht kann, sagte sie, kein Problem, ich muss das nicht Vollzeit machen, WBM's gäbe es auch in Teilzeit. Okay okay, sie steht halt auf diese Maßnahmen und ich hasse diese Maßnahmen (nicht daß ich ihr das gesagt hätte)... Dann eben WBM, wenn es denn nun unbedingt sein muss. Einen Teilzeitjob versicherunspflichtig darf ich mir ja trotzdem suchen und abbrechen, falls ich mein Lebtag einen finden würde. Als meine FM mich auf ein bestimmtes Institut/Akademie hinwies, sagte ich ihr gleich, das ginge nicht, die Gehstrecke ist mir von der Haltestelle aus zu weit. Sie hat es akzeptiert. Ich empfinde das als positiv. Im übrigen habe ich ihr (vor ca. 8 Monaten war ich mal selber probeweise in dieser Schule) berichtet, daß die Leiterin dort völlig inkompetent ist und die Leute in irgendwelche Kurse steckt, egal, ob das abgesprochen war oder nicht, egal, ob es zu ihnen passte oder nicht, hauptsache sie stünden im Gang nicht im Weg herum. Ich habe das damals selber gehört und dachte mir, ich erzähle das meiner FM mal. Sie war nicht böse oder so, hat sich alles angehört und auch Stellung dazu bezogen. Sie meinte zwar, sie ist froh, wenn die Arbeitslosen ihr von solchen Vorgängen berichten, das müsse auch so sein, aber viel machen könne sie da nicht, denn andere Schulen wären noch schlimmer, mit denen schon nicht mehr zusammengearbeitet wird.

Entgegenkommend war meine FM auch, als sie von sich aus zu mir sagte, wenn etwas sein sollte, ich sollte ihr immer davon berichten. Oder auch, wenn ich vielleicht einen Monat zur Schule ginge und ich merkte, daß meine Schmerzen immer schlimmer werden, dann soll ich zu ihr kommen und ihr das sagen, dann brechen wir ab. Sie ist der Meinung "krank ist krank". Etwas irritiert war ich über die Tatsache, daß sie alles so mit mir besprochen hat und mir auch geglaubt hat. Am 20.12. hab ich wieder einen Termin bei ihr, dann solle ich ihr auch die Bescheinigung meines Arztes geben (brauche ich nicht früher). In der Zwischenzeit soll ich mich schon mal via Internet über Schulungen informieren und evtl. auch Beratergespräche vereinbaren. Über den Fortschritt in Sachen Versorgungsamt wollte sie nichts wissen und von Amtsarzt (obwohl damals schriftlich von mir um Vorstellung gebeten) war in keinster Weise die Rede. Nun... Ich hab auch nicht damit angefangen.

Zu guter Letzt sollte ich noch etwas erzählen. Vor ca. gut einer Woche flatterte mir durch die Sachbearbeiterin der Leistungsstelle ein Brief ins Haus, in dem stand, daß meine Miete zu teuer wäre, ich mich um Mietsenkung zu kümmern hätte oder halt umziehen müßte. Meine Miete würde nur noch bis Ende Mai gezahlt. Punkt. Ich bin fast geplatzt vor Wut. Gestern nachmittag wollte ich eigentlich mit meiner "Zurückweisung" zur Post, um mein Einschreiben mit Rückschein aufzugeben (mein Doc hat mir eine ärztliche Bescheinigung gegeben, daß ein Umzug für mich unzumutbar ist), als ich mit meiner FM gestern zufällig auf dieses Thema zu sprechen kam. Sie fragte mich, was ich denn zahle. Ich sagte es ihr. Ohne mir irgendwas zu sagen griff sie zum Telefonhörer, rief ihre Kollegin der Leistungsstelle an (ich glaub, die "können" ganz gut miteinander) und erörterte die Situation. Was ich aus dem einseitigen Gespräch meiner FM mitbekam, war folgendes: Bei einer Preisspanne von bis zu 30 Euro darüber dürfen die solche Aufforderungen nicht verschicken. Ob es was mit der Wirtschaftslichkeitsberechnung zu tun hat, weiß ich nicht. Und meine Hand dafür leg ich auch nicht ins Feuer, aber bei mir kam es so rüber. Nun lag ich aber noch 1,80 Euro über diesen 30 Euro, aber meine FM ist mit der SB übereingekommen, daß das nicht der Rede wert sei. Als meine FM auflegte, grinste sie mich an und sagte mir nur "okay, werfen Sie den Brief weg, hat sich erledigt". Wow, denk ich, das gibts ja gar nicht. Ich bedanke mich also artig und sage ihr, daß sie mir gerade das Geld für ein Einschreiben mit Rückschein erspart hätte und erklärte ihr gleichzeitig, daß es sich von ihr aber nur um eine mündliche Äußerung handeln würde, was mir nicht ausreicht. Sie war noch nicht mal böse, rief ihre Kollegin noch mal an, sagte ihr lachend, ich würde den beiden nicht trauen und bat um Bestätigungsschreiben, welches ich dann beim nächsten Termin am 20.12. mitnehmen könne. Und was das E/R angeht, so bestätigte sie mir noch, daß unten am Empfang zwar nichts mehr angenommen würde, sie mir aber alles, was ich ihr persönlich vorlege, abstempelt, daß es eingegangen ist.

Eines noch... Ob ich mit meiner Zurückweisung wegen Wohnungswechsels aus gesundheitlichen Gründen (Vorlage ärztliches Attest) Erfolg gehabt hätte, wäre abzuwarten gewesen. Aus dem Telefonat der beiden Frauen meine ich herausgehört zu haben, daß dies wohl abgelehnt worden wäre. Wäre es aber nicht so gekommen, wie es jetzt ist, hätte ich gegen diese Ablehnung sowieso Widerspruch eingelegt.

Ich weiß, das war jetzt ein Roman... *seufz*. Es muss ja niemand lesen, aber ich habe noch gut in Erinnerung, daß man mir sagte, ich solle auch meine Erfahrungen schreiben, was ich gern mache. Ob das natürlich irgendwem weiterhelfen kann... Keine Ahnung... Sonst ignoriert es einfach.

Liebe Grüsse
Die gute Fee :)
 

kalle

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#40
Liebe Fee !
Sollte alles so kommen wie beschrieben: Herzlichen Glühstrumpf!
Aber bitte tue mir den Gefallen und lass Dir bitte nochmal alles schriftlich bestätigen. Und bestehe bitte auf eine Untersuchung durch den Amtsarzt.

Ich will nun nicht Deiner SB an die Karre pi....., aber wer weiss wie lange die Dame auf ihrem Posten sitzt. Eine andere SB muß sich nicht an die Sachen halten. Die halten sich ja manchmal nicht daran, selbst wenn es schriftlich da ist.
Wenn Du es schriftlich hast, dann kannst Du immer etwas beweisen.
 

Erlic

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#41
Stop

Gute Fee ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung folgenden Rat gebn geh zur VDK werde Mitglied Lass dich dort beraten und helfen bei Anträgen


Ich laufe seit ein ein halb Jahren von Gutachter zu Gutachter etc etc ohne die VDK hätt ich schon aufgegeben

Ich habe drei Vorfälle und einen steifen Daumen durch Kunstfehler und bin Techniker der beide Hände braucht


Nur son paar Zitate am Rande :
Es gibt auch einarmige Pförtner (Durchgangsarzt)
Sie sind nicht länger Krankgeschrieben sie sind arbeitslos wenn Sie Arbeit finden schreiben wir sie wieder krank wenns nicht geht (Medizinischer Dienst der Kassenärztlichen Vereinigung
 
E

ExitUser

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#42
Gute Fee sagte :
ich wollte mal kurz einen kleinen Zwischenbericht schreiben, allerdings bin ich nicht sicher, ob das an dieser Stelle Sinn macht, weil der Thread schon älter ist,



gut so, da kann man dann mal nachschauen, was vorher war - alles kann man ja nicht im Kopf behalten :)


Ich weiß, das war jetzt ein Roman :)

Ich liebe Romane... :pause:
Ich finds besser, so ausführlich zu lesen... erspart nachfragen :)




Ich stimm Kalle in allen Punkten zu.


Gute Fee sagte :
Was ich nicht verstehe:

Sehr enttäuscht war ich darüber, daß ich mir keinen 400 Euro Job suchen darf

Das verstehe ich nicht... du bist doch verpflichtet, alles anzunehmen, was beiträgt, deinen Anspruch zu verringern: also auch einen 400 E Job!



Gute Fee sagte :
Dafür ist wohl aber der Freibetrag bei einer sozialversicherungspflichtigen Teilzeitstellung höher als bei einem 400 Euro Job

???
 

MissMarple

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#43
Ebenso solltest du auch erwägen eine Rente wegen Erwerbsminderung zu stellen bei der geringen Stundenzahl der Arbeitsfähigkeit oder ist das nur vorübergehend ?
Vielleicht wäre auch eine medizinische oder berufliche Reha in deinem Falle als Einstieg eine Idee ?!

Wie willst du davon sonst leben und die ARGE zahlt doch auch - meines Wissens - nur bei einer vollen Vermittelbarkeit.

MissM.
 

Heiko1961

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#44
Gute Fee sagte :
Hallo an alle, die mir bisher so nett geholfen haben und natürlich auch alle anderen,

ich wollte mal kurz einen kleinen Zwischenbericht schreiben, allerdings bin ich nicht sicher, ob das an dieser Stelle Sinn macht, weil der Thread schon älter ist, aber ich dachte halt, wenn ich einen Neuen eröffne, dann müßte ich zum Verständnis auch die ganze Sachlage erneut schreiben. Und ich wollte auch nicht, daß vielleicht Beschwerden kommen "Mensch, das hatten wir doch schon"...
Hallo Gute Fee,
das sollten sich mal einige User hinter die Ohren schreiben. :daumen: :daumen:

Ansonsten scheint es ja ganz gut zu laufen bei dir. :klatsch:
 

Gute Fee

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#45
Hallo liebe Redakteure und ihr anderen,

also erstmal bin ich froh, denn ich scheine ja wohl alles richtig gemacht zu haben, indem ich "hier" weiterschrieb :)

@kalle:
Danke, es kann natürlich noch alles anders kommen, wer weiß das schon. Da hast du Recht. Ich warte meinen nächsten Termin ab und werde die schriftlichen Bestätigungen ansprechen und auch, wie es mit einer Untersuchung beim Amtsarzt aussieht.
Und wie lange wer wo am gleichen Platz sitzt bei diesen Ämtern, kann man auch nie wissen, da hast du schon Recht. Soweit hätte ich gar nicht groß gedacht :oops:

@erlic: Die HP vom VDK hab ich mir mal angesehen. Aber ich habe noch eine gültige Rechtschutzversicherung. Nur bin ich immer etwas schau, sowas in Anspruch zu nehmen *seufz*.

@Ludwigsburg:
Nun, vielleicht hab ich mich da ein wenig unglücklich ausgedrückt. Es ist nicht verboten, einen 400 Euro Job anzunehmen. Nur als Beispiel aber: Wenn ich heute einen 400 Euro Job annehme und meine FM mich morgen zu ner WBM schickt, muß ich den Job sofort aufgeben. Anders bei einer sozialversicherungspflichtigen Stelle.
Ich kann mich eigentlich nur wiederholen leider, meine FM sagte, der Freibetrag wäre bei einer Stellung auf Steuerkarte höher. Bei nem 400 Euro Job ist der Freibetrag 100 Euro. Bei einer sozialversicherungspflichtigen Stellung wohl bei 200 Euro, aber sicher war sie nicht. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen :(

@MissMarple:
Es gibt ja noch in keinster Weise einen Beweis für Erwerbsminderung. Deshalb denke ich sind auch die Ratschläge der Redakteure, dass ich zwingend den Amtsarzt einbeziehen soll.
Also ich habe in der Zeit der Krankschreibung das volle Geld erhalten. Sogar den Armutsgewöhnungszuschlag. Soweit ich weiß, bekommt man das volle Geld, solange man mindestens 3 Stunden täglich arbeiten kann. Meine FM sagte nur zu mir, ich wäre nach 6 Wochen Krankschreibung aus der Statistik herausgefallen und sie hat mich, als ich bei ihr war, als erstes darin wieder aufgenommen.

@Heiko:
Warten wir's ab... :)

Liebe Grüsse
Eure gute Fee
 
E

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#46
Gute Fee sagte :
@Ludwigsburg:
Nun, vielleicht hab ich mich da ein wenig unglücklich ausgedrückt. Es ist nicht verboten, einen 400 Euro Job anzunehmen. Nur als Beispiel aber: Wenn ich heute einen 400 Euro Job annehme und meine FM mich morgen zu ner WBM schickt, muß ich den Job sofort aufgeben. Anders bei einer sozialversicherungspflichtigen Stelle.
Ich kann mich eigentlich nur wiederholen leider, meine FM sagte, der Freibetrag wäre bei einer Stellung auf Steuerkarte höher. Bei nem 400 Euro Job ist der Freibetrag 100 Euro. Bei einer sozialversicherungspflichtigen Stellung wohl bei 200 Euro, aber sicher war sie nicht. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen :(
ich bin aber sicher, daß deine FM keine Ahnung hat :)

verdienst du 400€, darfst du 160 E behalten.

Hast du eine soziaqlversicherungspflichtige Beschäftigung, und verdienst 401 €, was hast denn mehr?

vom Betrag der 100 Euro
überschreitet und unter 800 Euro liegt werden dann weitere 20%
als Freibetrag gerechnet, vom Betrag über 800 Euro bis unter
1200 Euro (mit Kind 1500) dann 10%.



Gruß aus Ludwigsburg
 

Gute Fee

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#47
@Ludwigsburg

ich bin aber sicher, daß deine FM keine Ahnung hat :)
Ja, ich auch :)

verdienst du 400€, darfst du 160 E behalten.
Ja, stimmt.

Hast du eine soziaqlversicherungspflichtige Beschäftigung, und verdienst 401 €, was hast denn mehr?
Ich nix, aber "die" brauchen keine Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung mehr zu bezahlen :|

vom Betrag der 100 Euro
überschreitet und unter 800 Euro liegt werden dann weitere 20%
als Freibetrag gerechnet, vom Betrag über 800 Euro bis unter
1200 Euro (mit Kind 1500) dann 10%.

Ob die Frau das wohl mit Absicht macht, mich so zu verhanepiepeln? Also die brauchen dann die Versicherungen nicht mehr zahlen, ich kriege keinen Cent mehr und wenn das Gehalt über 800,00 Euro liegt, werde ich auch noch dafür bestraft?! Ist das eigentlich von brutto oder netto gerechnet?

Mir schwirrt der Kopf!!!
Wünsch euch allen erstmal ein schönes Wochenende. Weiß noch nicht, ob ich vor Montag noch mal vorbeischauen kann.

Liebe Grüsse
Die gute Fee :)
 

Gute Fee

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#49
Hallo Leute,

erstmal wünsche ich euch allen im Nachhinein noch ein gutes neues Jahr, auf daß es für uns doch noch mal irgendwann besser wird :)

Ich muss mich heute nochmal mit ein paar Fragen an euch wenden und hoffe, daß ihr mir sie beantworten könnt.

Letzten Freitag habe ich nun endlich meinen Bescheid vom Versorgungsamt bekommen, nachdem ich im November einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt habe.

Und siehe da? Eine Erstbewilligung des GdB von 50 mit Merkzeichen G. Ehrlich gesagt war ich sogar geschockt, ich dachte immer, es wäre total schwer, GdB 50 von vornherein zu erhalten (wußte echt nicht, daß ich schon sooo kaputt bin) :shock:

Ich fang mal mit meinen Fragen an:

1. Muss ich diesen Zustand direkt der ARGE melden? (Auf den Mehrbedarf von 17 v.H. brauch ich nicht zu hoffen, denn ich bin nicht erwerbsgemindert).

2. Auf der Rückseite des Schwerbehindertenausweises sind ja die Merkzeichen aufgeführt, bei mir ist es halt "G". Auf der Vorderseite jedoch steht unter meinem Namen und dem Geburtsdatum ein kleiner Satz, der folgendermaßen lautet: "Die Notwendigkeit ständiger Begleitung ist nachgewiesen (und dann ein fettgedrucktes B)". Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Steht das in jedem Ausweis drin, hat es vermutlich nichts zu sagen und ist nur eine Art Vordruck?

3. Wenn ich ständige Begleitung bräuchte, dann hätte ich doch wohl ein Merkzeichen "aG" oder? Und in dem Fall würde ich doch auch von den Kosten der Beförderung im Personenverkehr verschont bleiben?? In meinem Bescheid allerdings steht folgender Satz bei Ausweisart: "Es steht Ihnen ein Ausweis zu, der NICHT zur Inanspruchnahme der unentgeltlichen Beförderung im öffentlichen Personenverkehr berechtigt". Dieser Satz hatte mich sehr enttäuscht. Ich bin ehrlich, ich hab fest darauf gebaut, wenigstens diese Kosten einsparen zu können. Ich habe aber mal gehört, daß man beim Versorgungsamt einen Antrag auf Übernahme von Fahrtkosten stellen kann mit einem kleineren Eigenanteil. Ich glaube das war gesplittet nach Bundesländern (ich wohne in NRW). Weiß jemand, ob ich das machen kann, obwohl im Bescheid bereits ein klares NEIN stand?

4. Kann sich das Versorgungsamt vertan haben? Weil das Merkzeichen "G" zwar im Ausweis steht, nicht aber im Bescheid aufgeführt ist (nur der GdB).

5. In meinem Antrag hatte ich auch Adipositas als Einschränkung mit angegeben, weil dies in Zusammenhang mit anderen Krankheiten steht. Dieser Punkt wurde allerdings abgelehnt, weil er keinen GdB von mindestens 10 aufweist. Ist das korrekt?

Ich freue mich sehr, wenn jemand von euch mir was zu meinen Fragen sagen kann.

Ganz liebe Grüsse
Eure gute Fee :)
 

Arania

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#50
Zumindest zu Deiner ersten Frage kann ich Dir Antwort geben, ja Du solltest der ARGE sofort Deinen Schwerbehindertenausweis vorlegen, damit wirst Du sicher in einer anderen Abteilung betreut und auch gefördert, da gibt es mehrere Möglichkeiten.

Ob das Versorgungsamt sich geirrt hat, das könnte man sicher durch einen kurzen Anruf klären, würde ich vorschlagen

Also ständige Begleitung steht nicht in jedem Ausweis drin, in meinem nämlich nicht, das heisst doch für Dich das Du Dich eigentlich alleine nicht mehr in der Öffentlichkeit bewegen solltest, oder irre ich mich da?

Zu den anderen Punkten wird sich bestimmt noch jemand melden
 

Gute Fee

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#51
Hallo Arania,

erstmal vielen Dank für deine Antwort.

Ich habe gerade auf einer Inet-Seite eine Auflistung gefunden, wie das mit der Personenbeförderung aussieht. Mein Ausweis ist auch farblich geteilt, links grün und rechts rosa. Also müßte ich eigentlich befreit sein. Sogar komplett, weil ich ALG II-Empfängerin bin.

Das mit der Begleitperson könnte natürlich schon sein, ich kann dazu soviel sagen, daß ich mich auf jeden Fall sicherer fühle, wenn ich nicht allein unterwegs bin.

LG
Die gute Fee :)
 

Heiko1961

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#52
Gute Fee sagte :
Ich fang mal mit meinen Fragen an:

1. Muss ich diesen Zustand direkt der ARGE melden? (Auf den Mehrbedarf von 17 v.H. brauch ich nicht zu hoffen, denn ich bin nicht erwerbsgemindert).

Ja das musst du. Siehe Aranias Antwort.

2. Auf der Rückseite des Schwerbehindertenausweises sind ja die Merkzeichen aufgeführt, bei mir ist es halt "G". Auf der Vorderseite jedoch steht unter meinem Namen und dem Geburtsdatum ein kleiner Satz, der folgendermaßen lautet: "Die Notwendigkeit ständiger Begleitung ist nachgewiesen (und dann ein fettgedrucktes B)". Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Steht das in jedem Ausweis drin, hat es vermutlich nichts zu sagen und ist nur eine Art Vordruck?

3. Wenn ich ständige Begleitung bräuchte, dann hätte ich doch wohl ein Merkzeichen "aG" oder? Und in dem Fall würde ich doch auch von den Kosten der Beförderung im Personenverkehr verschont bleiben?? In meinem Bescheid allerdings steht folgender Satz bei Ausweisart: "Es steht Ihnen ein Ausweis zu, der NICHT zur Inanspruchnahme der unentgeltlichen Beförderung im öffentlichen Personenverkehr berechtigt". Dieser Satz hatte mich sehr enttäuscht. Ich bin ehrlich, ich hab fest darauf gebaut, wenigstens diese Kosten einsparen zu können. Ich habe aber mal gehört, daß man beim Versorgungsamt einen Antrag auf Übernahme von Fahrtkosten stellen kann mit einem kleineren Eigenanteil. Ich glaube das war gesplittet nach Bundesländern (ich wohne in NRW). Weiß jemand, ob ich das machen kann, obwohl im Bescheid bereits ein klares NEIN stand?

Meine Frau hat ein "G" im Ausweis und kann den Personenverkehr kostenlos nutzen. Sie hat aber auch einen GdB 90. Ich glaube, dass hängt auch davon ab. Aber stelle ruhig den Antrag auf Fahrkostenbefreiung. Mit dem Merkzeichen "B"- Vorderseite, kann ich dir auch nicht helfen.
4. Kann sich das Versorgungsamt vertan haben? Weil das Merkzeichen "G" zwar im Ausweis steht, nicht aber im Bescheid aufgeführt ist (nur der GdB).

Alles ist möglich, auch beim Versorgungsamt. :hihi:

5. In meinem Antrag hatte ich auch Adipositas als Einschränkung mit angegeben, weil dies in Zusammenhang mit anderen Krankheiten steht. Dieser Punkt wurde allerdings abgelehnt, weil er keinen GdB von mindestens 10 aufweist. Ist das korrekt?

Das ist auch gut möglich.
Ich freue mich sehr, wenn jemand von euch mir was zu meinen Fragen sagen kann.

Ganz liebe Grüsse
Eure gute Fee :)
 

Kerstin_K

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#53
B ist Recht auf Begleitperson keine Pflicht

Hallo Gute Fee,

das B bedeutet, dass Du ein Recht auf eine Begleitperson hast, aber Du darfst auch ohne fahren.

Du brauchst noch eine Wertnarke vom Versorgungsamt, da Du ALG II bekommts, ist die kostenlos. Dann fährst Du 1 Jahr frei und Deine Begleitperson auch. Dazu gibt es dann auch noch ein Streckenverzeinis für die Bahn (keine ICEs, 50 km im Umkreis um Deinen Wohnort).

>Ich poste dazu noch mal was ausführlicheres, weiß aber noch nicht, wann ich das zeitlich schaffe.

Kerstin
 

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#54
Hallo Kerstin,

vielen Dank für deine Antwort. Ja, bei meinen Recherchen habe ich das auch so verstanden. Aber was mich irritiert ist, daß 1. das Merkzeichen "B" nicht hinten bei den anderen, sondern auf der Vorderseite steht und 2. daß im Bescheid des Versorgungsamtes überhaupt nichts davon stand, sondern nur der GdB (dafür aber der Satz, daß ich nicht zur entgeltlosen Beförderung im Personenverkehr zugelassen bin), wie ich ja schon schrieb. Ich finde das äußerst komisch.
Mein Ausweis ist übrigens auch farblich geteilt. Links grün, rechts rosa.

Kann es mir jetzt etwa noch passieren, daß - wenn ich mich mit dem Versorgungsamt in Verbindung setze - die mir mitteilen, oh sorry, Sie haben nun doch kein Merkzeichen B und G gleich auch nicht mehr und Ihr GdB ist eigentlich 20 ??? Sorry, aber wir haben Sie verwechselt... Also ich glaub, dann fang ich an zu schreien... :shock:

LG
Die gute Fee
 

Kerstin_K

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#55
B steht immer vorne

Das B steht immer vorne, ist einfach so.

Der ausweus bekommt den orangefarbenen Flächenaufdruck, wenn Du G hast. Dann hst Du auch das Recht auf die Wertmarke.

Beim Thema Bescheid halte ich mich raus. meiner ist über 30 Jahre alt (Behinderung von Geburt an). Die sehen heute bestimmt anders aus. Ich habe den Bescheid an sich auch noch nie gebraucht, immer nur den Ausweis.

Ich würde an Deiner stelle eine Kopie Deines ALG II besccheides zum Versorgungsamt schicken und um kostenlose Ausstellung der Wertmarke bitten. Dann müssen Die sich ja äußern, wenn sie die Wertmarke nicht ausstellen wollen.

Kerstin
 

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#56
Ja, das werde ich machen.

Vielen Dank noch einmal und schönen Abend euch allen.

LG
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Kerstin_K

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#57
Neues zum Merkzeichen B

kobinet-nachrichten 11.01.2007 - 00:01
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Merkzeichen B neu gefasst
.

Von Dr. Otto Hauck

Marburg/Lahn (kobinet) Schwerbehindertenausweise mit dem Merkzeichen B, die vor dem 12. Dezember 2006 ausgestellt worden sind (und das trifft auf fast alle zu), tragen auf der Vorderseite den Aufdruck: "Die Notwendigkeit ständiger Begleitung ist nachgewiesen." Diese Formulierung gab immer wieder Anlass zu dem Missverständnis, dass der Ausweisinhaber nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet ist, stets eine Begleitperson bei sich zu haben.

So wurde und wird Behinderten ohne Begleitperson zunehmend die Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln und der Zutritt zu Schwimmbädern verweigert. Vereinzelt sind sogar Gerichte diesem Irrtum erlegen. Amts- und Landgericht Flensburg haben den Träger eines Pflegeheimes wegen Verletzung der Aufsichtspflicht zum Schadensersatz verurteilt, weil eine Heimbewohnerin, obwohl in ihrem Ausweis die "Notwendigkeit ständiger Begleitung" vermerkt war, ohne Begleitperson auf die Straße gelassen hatte, wo sie einen Verkehrsunfall verursachte.

Deshalb haben DBSV und DVBS vom Gesetzgeber mehrfach gefordert, im SGB IX und in der Schwerbehindertenausweisverordnung unmissverständlich klarzustellen, dass es sich bei der Mitnahme einer Begleitperson um einen Nachteilsausgleich und somit um ein Recht und nicht um eine Verpflichtung des Schwerbehinderten handelt.

Zunächst wurden diese Initiativen abschlägig beschieden; denn im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung befürchtete man, dass die angestrebte Gesetzesänderung zu einer Ausweitung des berechtigten Personenkreises führen werde. Noch in der letzten Legislaturperiode scheiterte ein Vorstoß der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag an der rot-grünen Mehrheit. Inzwischen ist es jedoch gelungen, im Parlament einen breiten Konsens darüber herbeizuführen, dass die einschlägigen Gesetzesvorschriften und der Aufdruck auf dem Ausweis geändert werden müssen. Das ist vor allem das Verdienst der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, MdB Karin Evers-Meyer, und des behindertenpolitischen Sprechers der CDU, MdB Hubert Hüppe.

Versteckt im Gesetz zur Änderung des Betriebsrentengesetzes und anderer Gesetze vom 2. Dezember 2006 (BGBl. I S. 2742 ff.) finden sich die Neuregelungen zu den §§ 145 ff. SGB IX und der Schwerbehindertenausweisverordnung. Dort ist nicht mehr von der "Notwendigkeit ständiger Begleitung", sondern mit der wünschenswerten Klarheit von der "Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson" die Rede. Dementsprechend wird seit Inkrafttreten der Gesetzesänderung am 12. Dezember 2006 auf den neu ausgestellten Schwerbehindertenausweisen neben dem Merkzeichen B vermerkt: "Die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson ist nachgewiesen."

Die vorher ausgestellten Ausweise behalten ihre Gültigkeit. Jedoch kann der Ausweisinhaber beim zuständigen Versorgungsamt beantragen, dass der aufgedruckte Vermerk der neuen Rechtslage angepasst wird. Dieser Antrag ist durchaus zu empfehlen, will man nicht Gefahr laufen, dass der überholte Vermerk auf dem Ausweis auch weiterhin missverstanden wird.

Der Gesetzgeber hat - dankenswerterweise - noch ein Übriges getan. Er hat bei der Neufassung des § 146 Abs. 2 SGB IX dem modernen Verständnis von Behinderung und den (z. B. durch ein Mobilitätstraining) gewachsenen Fähigkeiten behinderter Menschen Rechnung getragen. Bisher war nach der genannten Vorschrift die Erteilung des Merkzeichens B davon abhängig, dass der Schwerbehinderte "bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln in Folge seiner Behinderung zur Vermeidung von Gefahren für sich oder andere regelmäßig auf fremde Hilfe angewiesen" ist. Der Hinweis auf die "Vermeidung von Gefahren für sich oder andere" wurde aus dem Gesetz gestrichen, und es wurde sogar ausdrücklich geregelt, dass aus der Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson nicht geschlossen werden darf, der Berechtigte bilde ohne eine Begleitperson für sich oder andere eine Gefahr.

§ 146 Abs. 2 SGB IX lautet nunmehr: "Zur Mitnahme einer Begleitperson sind schwerbehinderte Menschen berechtigt, die bei Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln infolge ihrer Behinderung regelmäßig auf Hilfe angewiesen sind. Die Feststellung bedeutet nicht, dass die behinderte Person, wenn sie nicht in Begleitung ist, eine Gefahr für sich oder andere darstellt."

Diese Gesetzesänderung ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu dem Ziel, behinderten Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern. omp



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Kerstin_K

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#58
Tipps für Behinderte

Hallo Gute Fee,

hier noch ein paar Tipps:

Wenn Du die Wertmarke hast, fährst Du im ÖPNV fast überall in Deutschland undUmkreis von 50 km bei der Bahn umsonst. Bei der Bahn aber nur in den Bummelzügen, nicht im IC oder ICE. Die Begleitperson ist immer frei, egal wo und in welchen Zügen, auch ohne Wetmarke.

Wenn Du öfter mit dem Zug fährst und sich eine Bahnard für Dich lohnt, bekommst Du sie unabhängig vom Alter zum Seniorenpreis, also für die Hälfte.

Platzreservierungen sind für Behinderte und Begleitperson kostenlos.

Den Parkausweis für die Behindertenparkplätze bekommt man erst mit Merkzeichen aG. In einigen Bundesländern gibt es aber einen Parkausweis light, wenn man nur das G hat. Der bringt nicht ganz soviel Rechte, wie der normale, ist aber auch eine Hilfe, wenn man nicht weit laufen kann. Der Parkausweis lohnt sich übrigens auch, wenn man kein eigenes Auto hat, der ist nämlich nicht an ein bestimmtes Fahreug gebunden, sondern an die Person. Deshalb gehört der auch in die Handtasche.

Allgemein gilt: Ob im Schwimmbad, im Kino, im Zoo ....immer fragen. Oft ist der Eintritt ermäßigt, die Begleitperson manhmal auch oder sogar ganz frei. Ich mache es oft so, wenn ich mit freunden unterwegs bin, dass wir dann alles zusammnrehnen und teilen. Dann haben sie noch einen kleinen Vorteil davon, dass sie mir helfen.

Kerstin
 

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#59
Hallo Kerstin,

mensch, ich bin platt, was du dir für eine Mühe wegen mir gemacht hast. Tausend Dank dafür. Das war echt nett.

Ich werde jetzt beim Versorgungsamt die Wertmarke beantragen und was den Parkausweis Light anbetrifft, schaue ich mal im Netz, ob ich da was für NRW finde. Denn uninteressant ist es für mich nicht, habe zwar weder Auto noch Führerschein, bin aber öfter mit Bekannten (Auto) unterwegs.

Also nochmals vielen Dank !

Liebe Grüsse
Die gute Fee :)
 

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#60
Hallo an alle,

falls es noch jemanden interessiert, hier schnell meine Recherche:

Den Parkausweis Light für das Merkmal "G" gibt es, allerdings nur im Bundesland NRW (was für mich ja ideal wäre), man braucht aber hierfür einen GdB von mindestens 70 (den ich aber nicht habe).

Vielleicht habe ich jemandem das Googeln erspart.

LG
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ugh

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#61
Ausgleich für Mobilitätseingeschränkte

Guten Abend,
also mir haben die Seiten, auf die dieser Link führt sehr geholfen . Man muß sich allerdings schon Zeit nehmen, da nicht so richtig übersichtlich.

Ich weiß nicht mehr woher ich den Link habe, aber ich hoffe, dass der Ursprungsposter mit der Weitergabe einverstanden ist

http://www.mobilitaetsportal.info/

Einen schönen Abend noch aus München ugh
 
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