Ein Gründer blickt zurück "BWL nützt gar nichts"

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Koelschejong

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Letztlich nichts Neues in dem Artikel. Bereits während meines Studiums, also vor ca. 40 Jahren, durfte ich miterleben, wie ein "frisch fertiger" Dipl.Kfm. und Dr.rer.pol.seine erste Stelle in der Großbankfiliale antrat, in der ich als "studentische Aushilfskraft" in den Semesterferien die größte Abteilung des Hauses leitete (ich hatte dort gelernt und das nach der Ausbildung und vor Beginn des Studiums schon gemacht). Er bemerkte bereits am ersten Arbeitstag - ich hab ja von Tuten und Blasen keine Ahnung. Da er das aber erkannte, war er einer der wenigen wirklich "Guten", die von der Uni kamen. Er lernte schnell dazu.
 

Koelschejong

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Und was hat das jetzt mit BWL zu tun? Ich meine Ordentlich und BWL schliessen sich aus.... Handwerk sowieso....:icon_confused:

Natürlich ist es am Besten man hat nie was gelernt, weder ordentlich noch BWL oder gar Handwerk noch sonst was. Dann stehen die Chancen, dass man irgendwann mal "aufsteigt" ausgesprochen schlecht, und das hat den unschätzbaren Vorteil, man kann nicht mehr tief fallen.
 

Pfiffi

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Schade das Ihm das keiner vorher gesagt hatte, die Zeit hätte er sich sparen können. Das Leben ist und bleibt die beste Schule.:icon_confused:
 

ZynHH

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Natürlich ist es am Besten man hat nie was gelernt, weder ordentlich noch BWL oder gar Handwerk noch sonst was. Dann stehen die Chancen, dass man irgendwann mal "aufsteigt" ausgesprochen schlecht, und das hat den unschätzbaren Vorteil, man kann nicht mehr tief fallen.


Nene, Handwerk ist top, und es gibt auch jede Menge andere ehrliche Berufe... BWL zähle ich nicht dazu. Aber vieleicht habe ich auch einfach nur die falschen Leute kennen gelernt. Aber irgendwie waren die alle im Management an der falschen Stelle. BWLér sollten keine Entscheidungen treffen dürfen oder beinflussen können.
Man kann einen Betrieb nicht nur anhand von Zahlen bewerten und Arbeitskräfte sind Menschen und kein Humankapital der Arbeitgeber.

Wollte doch hier niemandem auf die Füsse treten....
 

Koelschejong

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Sorry, aber das sehe ich aus meiner Erfahrung anders. Gerade neu gegründete Unternehmen scheitern häufig nicht, weil es dem Gründer an Idee, Einsatz, Fleiß fehlt, sondern weil es an grundlegendem betriebswirtschaftlichen Wissen mangelt.
Und da schadet ein BWL Studium nicht, auch wenn es für die Neugründung eher falsche Schwerpunkte setzen mag.
 

ZynHH

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Natürlich sollte man kaufmännisches Grundwissen haben und auch wissen, das es besser ist wenn unterm Strich eine Schwarze Zahl steht statt einer Roten.

Und das gehört eben zu JEDER Selbständigkeit, aber ich muss doch nicht jeder Büroklammer eine Kostenstelle zuweisen. Viele "Unternehmer" scheitern aber am kaufmännischen.

Leider kann sich ja heute jedermann selbständig machen....Ohne eine Ausbildung, Qualifikation etc.

Ein BWLer kann einen Betrieb eben nicht im Voraus beurteilen, sondern nur im Nachhinein. Alle Hochrechnungen sind eben nur Hochrechnungen und haben mit der Wirklichkeit nur äusserst selten etwas zu tun. Führen aber häufig zu personellen Engpässen, dadurch zur Überarbeitung der Mitarbeiter ( nicht des BWlers.) , was wiederum die Motivation sinken lässt.... also muss im nächsten Abrechnungs- und Planungszeitraum noch mehr gespart werden muss....
 

Mollmops

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Und das gehört eben zu JEDER Selbständigkeit, aber ich muss doch nicht jeder Büroklammer eine Kostenstelle zuweisen. Viele "Unternehmer" scheitern aber am kaufmännischen.
Manchmal sind sie auch viel zu übereifrig ihre graue eingetrichterte kaufmännische Theorie möglichst eins zu eins in die Realität umzusetzen.
 

KarlApitalismus

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"Im ersten Jahr Gewinn zu machen, ist für eine Internetfirma total außergewöhnlich", sagt Fabian Hansmann. "Im Schnitt vergehen etwa drei bis fünf Jahre, bis ein Unternehmen im Internet schwarze Zahlen schreibt - wenn überhaupt der Erfolg eintritt." Viele Gründer geben schon vorher auf, weil sie den Druck von Freunden und Verwandten nicht mehr aushalten: Wenn du insolvent wirst, kannst du dann noch online einkaufen? Wer stellt dich dann noch an? "Manche kommen in eine Abwärtsspirale, obwohl die Zahlen gut aussehen", sagt Hansmann. "Das ist einer der wichtigsten Punkte, warum Start-ups scheitern."
Quelle: Checkliste für Gründer: Taugt meine Idee zum Start-up? - SPIEGEL ONLINE

Da fehlt noch das JC in der Aufzählung...
Bei mir wurde nach einem halben Jahr gesagt, ohne das überhaupt geprüft oder gar mit mir gesprochen wurde, sondern nur weil kein positiver Gewinn on der aEKS ausgewiesen war, das sich mein Geschäft nicht trägt... Statt das die Motivation eines Selbstständigen gefördert wird, werde ich jetzt mit völlig sinnfreien VV zugeballert, damit das JC eine potentielle Sanktionsmöglichkeit hat. Meine Selbstständigkeit kann ich de facto nicht mehr ausüben, da ich diese nur als Nebenerwerb ausüben darf, wie soll man da Auftäge aquirieren/annehmen...?
Absurdes, schlimmes, eigeninitiativ-feindliches System.
 

nurders04

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Das Problem, mit denen viele Unis zu kämpfen haben ist ja die Umstellung von Diplom auf Bachloer/ Master. Statt einen neuen Lehrplan auf die Beine zu stellen, wird dann einfach der alte genommen und versucht, alles in die Köpfe der Studenten rein zu prügeln. Ein Kumpel von mir hat IBS studiert und er meinte, dass er teilweise für Klausuren an die 1000 Folien auswendig lernen musste. Wirklich nachhaltig kann diese Methode ja nicht sein...
Praxiserfahrung ist immer goldwert und wenn man erst mal 5 Jahre Berufserfahrung hat, dann ist das letzte Arbeitszeugnis sowieso interessanter als das Abschlusszeugnis des Studiums...
That's just my opinion...
 
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