Ein für mich unverständlicher Umstand.. .

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eisbaer

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Hallo,
ich bin der Neue, aber neu bin ich hier auch nicht mehr, ich lese nämlich schon eine längere Weile mit. Ich habe noch Arbeit, aber nur noch, die Kündigung habe ich schon der Tasche und mit 56 ist es dann wohl vorbei :cry:

In deutsch heißt das, in etwas mehr als 12 Monaten sind wie alle gleich, was meinen derzeitigen Unterschied zu Euch noch betrifft.
Nachdem ich wieder eine Woche drüben in Köln war, ist mir wiederholt (und das auch schon mehrmals früher) aufgefallen, dass im Westen selbst Arbeitslose und Hartz-4-Betroffene über Oskar Lafontaine extrem schlecht reden. Warum ? Im Osten das nicht der Fall, wir haben den damaligen Abgang Oskars schon als das gedeutet, was er war - nämlich ein mutiges Nein für die arbeitnehmerfeindliche Politik des damaligen Kanzlers Schröder, der damit zum Verräter an den ehrlichen Leuten seiner eigenen Partei wurde. Oskar hätte doch auch in der Regierung weiter mitschwimmen können; er hätte sich doch dem ganzen Stress und der Häme nicht aussetzen müssen. Ich habe manchmal den Eindruck, auch jetzt bei der ganzen Rangelei der WASG mit der PDS, dass man im Westen nicht begreift, was die Einheit der Arbeiterklasse wirklich bedeutet. Für Westerwelle, Süder, Merkel und Haufen ist es doch nur dickes Plus, wenn man sich weiter so zerfleischt und zu keiner gemeinsamen Position im Kampf gegen die immer dreister werdenden Arbeitgeber findet. Man kann im Westen reden mit wem man will,da läßt ja kaum einer ein gutes Haar an Lafontaine und an Giysi schon gar nicht. So wird es dieses Kapitalisten-Pack, welches nur darauf bedacht ist, den Kleinen in die Tasche zu greifen und ein kostenloses Heer von Arbeitssklaven zu schaffen, es doch auch zukünftig immer leichter haben! Im Westen will auch keiner hören, dass der zahlenmässige Anstieg der ALG-2-Empfänger, den die Regierung ja so betrauert und bejammert - in Wahrheit von dieser Regierung gewollt und vorsätzlich erzeugt ist. Nur ein solches Arbeitslosenheer im Hintergrund versetzt die Kapitalisten in die Lage die Löhne immer unverschämter so weit zu drücken, dass sie gerade noch ausreichen, dass man wohnen kann, um nicht zu sagen dahin zu fristen und dass man nicht verhungert. Die Strolche Clements, Schröder und Müntefering wußten doch genau, was sie taten!

Oder die Debatte um die Wohlfahrsvereine? Ihr wundert euch darüber, dass das DRK zu den Unterzeichnern dieses Brandbriefes zählt ? Dann geht in die Geschichte und guckt Euch diese vom DRK an. Menschenversuche in KZs, Ermordung psychisch Kranker in DRK-Heimen - das war es doch. Der Vorsitzende des DRK wurde nach dem Krieg im Nürnberger Ärztekongress zum Tode verurteilt. Noch ein Beweis ? gut, dann sollte man sich mal die Berufe von Mitgliedern der NPD-Fraktion Sachsen mal ansehen. Ein Arzt ist Kreisvorsitzender, ein ehemaliger Chef eines DRK-Rettungsdienstes ist sein Handlanger. Die Auftritte der Fraktion im Dredner Landtag sind bekannt.
Man braucht auch nicht entsetzt zu sein oder verwundert, das was hier passiert ist ganz einfacher Kapitalismus mit all seinen widerlichen Erscheinungsformen.
Und wenn ich dann mitkriege, an was für Kleinlichkeiten sich der West-Arbeitslose reibt, wenn es darum geht mit der einzigen richtigen linken Kraft in Deutschland zusammen zu gehen, dann kann ich nur traurig werden. wir sind in der gleichen Lage, aber die Herrschaften im Westen sehen sich noch immer als die besseren Arbeitslosen (wir haben ja wenigstens zig Jahre eingezahlt, ihr seit 1989 dazu gekommen und lebt auf unsere Kosten und all solcher Schmarren)

Es ist bedauerlich: Die Chancen für die Feinde einer sozial-gerechten Gesellschaft stehen gut, denn die Chancen auf ein echtes Aktionsbündnis Ost und West, WSAG und PDS - ohne dass man ständig blöde herumfragt, was hast du früher gemacht, hast du mal jemanden Gesprächs belauscht - diese Chancen stehen schlecht und sie werden solange schlecht stehen, bis die ganze Generation der ehemaligen DDR-Bürger wahrscheinlich unter der Erde ist, denn die gelten pauschal alle als Verbrecher, Spitzel und Halunken.

Tut mir leid, dass so schreiben zu müssen, aber wieviel Überheblichkeit gehört dazu, wenn man von einem West-Arbeitslosen gesagt bekommt, als man Oscar Lafontaine verteidigt und nicht hintern Berg hält, die PDS als die einzige Partei zu empfinden, die bereit ist, unser Problem echt anzupacken - aha, wieder so einer, deine Stasi-Akte wurde wohl noch nicht entdeckt. Verpiss dich.
Ich frage meinen Freund - was ist denn das für einer, der wählt wohl als Arbeitsloser noch CDU ? Seine antwort: Nee , die wählen wir nicht, wir wahlen hier fast alle FDP.
:shock: :shock: :shock:
Offen gesagt, ich verstehe das nicht, denn wie hieß es schon bei Brecht? Nur die Dümmsten aller Kälber, wählen ihre Metzger selber.

Herzlich grüsst der eisbaer
 

eisbaer

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Kürzlich :?:
Edmund Stoiber hat dieses Zitat mißbräuchlich im letzten Wahlkampf verwendet, wahrscheinlich wußte er mal wieder nicht, von wem es war, sonst hätte es ihm das Maul verbrannt.
Das Zitat stammt aus einer Rede des sozialdemokratischen Reichstags-Abgeordneten Rudolf Breitscheid 1931 und wurde dann vom Schriftsteller Bertolt Brecht kooptiert. Der Unterschied zu damals - Breitscheid hätte Stoiber wahrscheinlich als den Metzger gesehen.
/edit 17:49 Uhr: genauso - ich sehe jetzt erst das Bild :klatsch: /
Aber so ist das, dem bayrischen Mini-Präsidenten war dann wohl wiedermal nichts eigenes Vernünftiges eingefallen
 

Curt The Cat

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eisbaer meinte:
... wir haben den damaligen Abgang Oskars schon als das gedeutet, was er war - nämlich ein mutiges Nein für die arbeitnehmerfeindliche Politik des damaligen Kanzlers Schröder, der damit zum Verräter an den ehrlichen Leuten seiner eigenen Partei wurde. Oskar hätte doch auch in der Regierung weiter mitschwimmen können; er hätte sich doch dem ganzen Stress und der Häme nicht aussetzen müssen.
Seh' ich genauso... :daumen:
 

nele

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hi eisbaer,

willkommen in der runde.

du, warum so verallgemeinern? :evil:

ich bin ein anhänger von O.Lafontaine und stehe voll dazu.

warum?

nicht, weil er heutzutage laut gegen HARTZ IV spricht und sich hinter die sozial schwachen stellt. dies ist nur ein nebeneffekt.
nach meiner meinung hat dieser mann rückgrat und profil.

wenn jemand in seiner damaligen position das 'so wird's gemacht, BASTA' (HARTZIV) des herrn schröder nicht akzeptiert, weil es nicht in seine soziale richtlinie passt und stehenden fusses die partei verlässt, fordert mir das gehörigen respekt ab.
das ist grundsatz und konsequenz.

darum!

ausserdem hat gysi heute mal wieder eine verflixt gute rede in der haushaltsdebatte abgeliefert. hatte biss.

Man kann im Westen reden mit wem man will,da läßt ja kaum einer ein gutes Haar an Lafontaine und an Giysi schon gar nich

es ist ja seinerzeit gegen lafontaine eine superhetze in gang gesetzt worden. ja, man hat ihn als verräter beschimpft und keiner hat gesagt, warum ER gegangen ist. das wurde totgeschwiegen und ist eigentlich erst im letzten wahlkampf deutlich an den tag getreten. O.L. hat keine grossartige stellungnahme abgegeben und die masse glaubte, was die regierung verbreitete. ist doch leider immer so, es sei denn, man 'schürft' selbst nach infos.

in meinem umfeld - auch unter den nachbarn- höre ich immer mehr stimmen, die sagen, wo sie demnächst ihre kreuzchen machen. nämlich links.....:)))))))))))))))

nele
 

eisbaer

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naja, vielleicht treffe ich drüben auch immer nur die Falschen. Im Lotto gewinne ich auch nie was :oops:
Habe dauernd nur politisch Uninteressierte oder Leute getroffen, die trotz eigener Zwangslage unbegreiflicherweise immer politisch gegen sich selbst argumentierten. Man kann es nicht ganz vom Tisch wischen - die "Rotlicht-Bestrahlungen", die wir hier 40 Jahre lang mindestens jeden Montag nachmittag verpasst gekriegt haben, haben uns zumindest die Fähigkeit gegeben, politische Zusammenhänge sehr klar zu sehen und uns als Arbeiter nicht ins eigene Nest zu schei.. ..
Dass es z.T. auch langweilige Zeitverschwendung war kam natürlich auch vor, aber damit musste man leben ;)
 

kalle

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Ach ja, der Sudelede!
Gehört nicht zum Thema: Ich weiß noch , wie er 1980 in Lübeck zur Reparatur seiner Zähne war. Da haben ihn in der Einkaufszone einige ehemalige DDR-Bürger erkannt.Die haben ihn fürchterlich verdroschen. Beim nächsten Schwarzen Kanal sah man das immer noch und es war ein Angriff reaktionärer Kräfte des Klassenfeindes auf einen unschuldigen Mann.
 

eisbaer

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an den dachte ich gar nicht, kam der überhaupt Montags ???
Ich meinte eigentlich die allmontaglichen Informationsveranstaltungen und Schulungen der Gewerkschaft, die waren nicht ganz so üble Schwarz-Weiß-Malerei (Schulen der Sozialistischen Arbeit hieß das). Karl-Eduard war auch bei den meisten hier nicht sehr beliebt, was aber weniger mit seinem schwarzen Kanal zusammen hing, als mit seiner geilen Vielweiberei.
 

PUT

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Ach ja, der Sudelede!
Gehört nicht zum Thema: Ich weiß noch , wie er 1980 in Lübeck zur Reparatur seiner Zähne war. Da haben ihn in der Einkaufszone einige ehemalige DDR-Bürger erkannt.Die haben ihn fürchterlich verdroschen. Beim nächsten Schwarzen Kanal sah man das immer noch und es war ein Angriff reaktionärer Kräfte des Klassenfeindes auf einen unschuldigen Mann.
Ich weiß jetzt zwar nicht was das soll "Kalle", aber "eisbaer" möchte ich meine Anerkennung aussprechen. Ich sehe das in seinen Beiträgen Geäußerte genauso. Herr Karl Eduard von Schnitzler kam übrigens Montags abend und nicht Nachmittags. Vielleicht verwechselst du da was, Kalle.

eisbaer prima :daumen: :daumen: :daumen:

Gruß PUT
 

PUT

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eisbaer war etwas schneller als ich.
 

vergessen

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Lafontaine und co

moin,

mir ist ehrlich gesagt vollkommen egal, wer wen wählt (ok, zumindest so lange es keine rechtsgerichtete Partei ist :dampf: ), aber zu Lafontaine und co kann ich nur folgendes sagen: Verzichten die Politiker von den genannten Parteien denn auf einen Teil ihres monatlichen Einkommens, um dies an Hartz 4 Empfänger zu spenden oder um zu zeigen, dass man auch als Politiker mit dem Einkommen eines normalen Arbeiters oder Angestellten auszukommen kann? Ich denke nicht.

Jedenfalls habe ich noch keinen einzigen Politiker schreien hören, er habe zu viel Geld.

Meiner Ansicht nach, gibt es überhaupt keine Partei zur Zeit, die es wert ist, gewählt zu werden, weil sie nämlich alle nur eines wollen: Mein Geld.

Es gibt keinen einzigen Politiker (egal von welcher Partei), der sich ERNSTHAFT dafür interessiert, wie ich mit dem Regelsatz auskomme, wie ich davon meine Rechnungen, Arztbesuche, Medikamente usw. bezahle und mein Kind groß bekomme. Erst recht nicht, wenn nächstes Jahr zwar die Mehrwertsteuer erhöht wird, aber nicht der Regelsatz.

Ich habe auch noch keinen einzigen Politiker dieser "sozialen" Parteien gesehen, der Klage einreicht um zu erreichen, dass die Hartz4 Gesetze geändert werden, oder sonst irgendwas.

Im Gegenteil: Meiner Meinung nach wird auch in diesen Parteien nur mit Wasser gekocht. Sie wollen gewählt werden, damit sie Arbeit haben. Sonst nichts.

Einen schönen Abend noch....
 

vergessen

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eisbaer meinte:
naja, vielleicht treffe ich drüben auch immer nur die Falschen. Im Lotto gewinne ich auch nie was :oops:
Habe dauernd nur politisch Uninteressierte oder Leute getroffen, die trotz eigener Zwangslage unbegreiflicherweise immer politisch gegen sich selbst argumentierten. Man kann es nicht ganz vom Tisch wischen - die "Rotlicht-Bestrahlungen", die wir hier 40 Jahre lang mindestens jeden Montag nachmittag verpasst gekriegt haben, haben uns zumindest die Fähigkeit gegeben, politische Zusammenhänge sehr klar zu sehen und uns als Arbeiter nicht ins eigene Nest zu schei.. ..
Dass es z.T. auch langweilige Zeitverschwendung war kam natürlich auch vor, aber damit musste man leben ;)

Klar, deswegen hat es auch so lange gedauert, bis es zu den Demos kam, die schlussendlich glücklicherweise zum Fall dieser "DEMOKRATISCHEN" Republik führten. Welche Rechte hatte man denn in der DDR? "JA" sagen und nicht auffallen, um Schwierigkeiten mit der Obrigkeit zu vermeiden....

Yeah, klingt traumhaft!
 

lolobeng

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@eisbaer
:daumen: :daumen: :daumen: :daumen: :daumen: :daumen: :daumen:
 

poldibaer

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Ich war auch mal Oskar-Fan...

Hi,

meiner einer ist aufrichtig links seit ich politisch denken kann.

Ich war auch mal Fan von Oskar, PDS-Mitglied und auch WASG-Mitglied.

Erst bin ich in die PDS eingetreten, und habe, zumindest bei uns hier, nur Chaos und Chaoten erlebt, war entsetzt und bin wieder ausgetreten.

Dann bin ich in die WASG und den hiesigen WADG-Kreisverband, habe zunächst Säuberungsationen miterlebt, da viele SPD-Uboote in dem Kreisverband waren, und habe dann zudem miterlebt, wie PDS-Kader, die in der WASG sogar in den Landesverbandsvorständen sitzen, bei der hiesigen Kommunalwahl unseren WASG-Kreisverband wahltechnisch "platt gemacht" haben, weil wir uns weigerten, mit Leuten zusammen zu gehen, die sich hier, mit Hilfe unseres WASG-Landesverbandes (klingt crazy, ist aber so) als ein sogenanntes "Linkes Bündnis" vereint hatten.

Denn der Haken an der Sache: der Großteil dieser angeblichen Linken in diesem "Linken Bündnis" hier bei uns waren und sind nämlich tatsächlich

  • - langjährig treue SPD-Leute,

    - Mitarbeiter der Landkreisbehörde, anderer Behörden und stets SPD-Mitglieder,

    - Mitarbeiter von Einrichtungen, die Hartz-IV im Auftrag der hiesigen ARGE umsetzen, in dem sie u.a. Hartz-IV-Bezieher in 1.-Euro-Sklavenjobs vermitteln, die weder gemeinnützig, noch zulässig sind (u.a. 1.-Euro-Job-Vermittlung von ausländischen Krankenschwestern in Altenheime, wo diese Frauen dann ohne Zulassung oder staatliche Erlaubnis Spritzen setzen müssen...)

    - Gewerkschafter mit SPD-Parteibuch, die dadurch "bekannt" wurden, indem sie hier für mehrere arbeitsplatzvernichtende Projekte gestimmt und sich offiziell im Auftrag des DGB dafür stark gemacht hatten.

Mit solchen angeblich linken Leuten, in Wahrheit aber nur Heuchler und Lügner, die sich nämlich nur deshalb als "Linkes Bündnis" zusammenfanden, um die echte linke soziale Sache und damit uns und unseren WASG-Kreisverband zu bekämpfen, konnten wir als aufrechte Linke und sozial Engagierte vom hiesigen WASG-Kreisverband nicht zusammengehen.

Daraufhin bekamen wir von unserem WASG-Landesverband keine Wahlkampfmittel, während unser WASG-Landesverband jedoch dieses "Linke Bündnis" aus lauter Nicht-Linken und Hartz-IV-Befürwortern nicht nur mit aus der Taufe hob, sondern eben auch im Kommunalwahlkampf massiv unterstützte mit Geld und Plakaten und Flyern (in denen lauter Lügen standen).

Genützt hat das dem "Linken Bündnis" nichts, denn sie haben trotz voller Plakaktierung und tausender Flyer und zig Vernstaltungen nichts erreicht - weil die Leute hier bei uns genau wussten, welch kranken Geistes Kind die Peoples vom "Linken Bündnis" sind.

Unser WASG-Landesverband will aber bis heute nicht begreifen, daß man so dämlich war, eine Gruppierung von Nicht-Linken und Hartz-IV-Befürwortern finanziell und materiell zu fördern...

Auf dem WASG-Parteitag in Ludwigshafen haben wir dann persönlich mit Oskar Lafontaine gesprochen und ihm das Ding erzählt - er hörte zu, schüttelte dann den Kopf, drehte sich um und sprach mit jemand anderem.

Als sich dann noch abzeichnete, was sie mit den Berliner WASG-lern und den MeckPom-WASG-lern machen wollen, weil die nicht mit der PDS zusammen wollen, die ja in Berlin und MeckPom Hartz-IV aktiv mitträgt, hatte ich keinen Bock mehr auf Oskar und bin auch aus der WASG ausgetreten.

Schön wäre es, wenn es eine echte Linke gäbe in Deutschland, aber WASG und PDS sind es jedenfalls meiner Überzeugung nach nicht...

... und es tut sehr weh, das zu sagen, denn ich hatte auf eine starke und echte Linke sehr gehofft.

Schade.

P.
 

eisbaer

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vergessen meinte:
die schlussendlich glücklicherweise zum Fall dieser "DEMOKRATISCHEN" Republik führten. Welche Rechte hatte man denn in der DDR?
stimmt, in der DDR hatte ich nicht das Recht arbeitslos zu werden. Meine Kinder waren rechtlos, weil sie studieren gehen durften und ich war obendrein rechtlos, weil ich im Krankenhaus die gleiche Behandlung erhielt, wie der VVB-Direktor im Bett nebenan.
Ob der Fall der DDR wirklich so ein Glücksfall war, muss sich erst noch zeigen, denn der Eiserne Vorhang schützte Euch im Westen vor der Globalisierung und bewahrte Euch Euren sicheren Lebensstandard für volle ungestörte 40 Jahre. Die Mauer hat nämlich nicht nur den Osten gegen den Westen geschützt, sondern die Westwirtschaft gegen den Einfall der östlichen Billigheimer. Die Ostproduzenten haben für euch nur produziert. Unsere ganze Produktion von herdas Greiz wurde bei Neckermann verkauft, das waren eure preiswerten Klamotten. Wir haben damals eine einzige Valutamark pro Parker bekommen. Neckermann verkaufte die Bekleidung im Schnitt um die 100 DM. Unsere Leute, die die Kleidung dschneiderten, erhielten nicht einen einzigen Knopf. Und deshalb hatten wir auch nichts.
Und mit der Demokratie, das ist ja wohl heute auch nichts mehr, du kannst zwar wählen, wen du willst, aber am Ende bestimmt das Kapital, was der, den du gewählt hast, für eine Politik machen darf. Die Eigentümer der Produktionsmittel bestimmen, was gemacht wird, aus diesem Grunde ist diese Demokratie auf jeden Fall keine Demokratie des Volkes, sondern eine der Lobbyisten und Konzernchefs.
Man sollte nicht so locker Sachen abwerfen, ohne über die Zusammenhänge Bescheid zu wissen.
 

nele

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Welche Rechte hatte man denn in der DDR? "JA" sagen und nicht auffallen, um Schwierigkeiten mit der Obrigkeit zu vermeiden....
naja, da steuern wir ja nun auch heftigst 'drauf zu.
Man sollte nicht so locker Sachen abwerfen, ohne über die Zusammenhänge Bescheid zu wissen.
:daumen: :daumen:

nele
 

vergessen

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Ich habe auch nicht behauptet, dass es hier besser um die Demokratie bestellt war/ ist, im Gegenteil: Eine wirkliche Demokratie gibt es, denke ich, nirgends. Aber

stimmt, in der DDR hatte ich nicht das Recht arbeitslos zu werden. Meine Kinder waren rechtlos, weil sie studieren gehen durften und ich war obendrein rechtlos, weil ich im Krankenhaus die gleiche Behandlung erhielt, wie der VVB-Direktor im Bett nebenan.

Na klar, es bekam ja jeder Arbeit. Wurde man nicht bestraft, wenn man nicht gearbeitet hat? Und so weit ich weiss, konnte man auch nur studieren, wenn man Mitglied der FDJ war.Und wenn ich auf freie Meinungsäußerung verzichten muss und stundenlang anstehen wegen Bananen und solchen Sachen, liege ich gerne in einem anderen Zimmer als der VVB-Direktor. Oder lasse mich privat (zusatz-)versichern, wenn ich darauf wert lege.

Ansonsten könnte ich aber Kuba empfehlen oder China :|

Nichts für ungut....
 

eisbaer

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Na klar, es bekam ja jeder Arbeit. Wurde man nicht bestraft, wenn man nicht gearbeitet hat? Und so weit ich weiss, konnte man auch nur studieren, wenn man Mitglied der FDJ war.Und wenn ich auf freie Meinungsäußerung verzichten muss und stundenlang anstehen wegen Bananen und solchen Sachen, liege ich gerne in einem anderen Zimmer als der VVB-Direktor. Oder lasse mich privat (zusatz-)versichern, wenn ich darauf wert lege.

Ansonsten könnte ich aber Kuba empfehlen oder China :|

Nichts für ungut....
genau das ist das Schema, von dem ich rede, Ihr wollt es nicht begreifen, weil Ihr es nicht nachvollziehen könnt. In meinem Matrikel waren auch Studenten, die einzig und allein in der kirche waren, da gab es kein Problem. aber u.U. gab es das schon, denn auch Frau Merkel musste ja zum FDJ-Sekretär ihrer Schule aufsteigen, um Physik studieren zu können. Mußte Sie ? War es nicht viel angenehmer, zu denen zu gehören, die anderen die Meinung auf instruierten? Sie musste nicht. sicher gab es Studienrichtungen, da war das einfach normal in der FDJ zu sein - z.B. Datenverarbeitung, Flugzeugtechnik, Schiffsbau oder an NVA-Offiziersschulen, aber die Naturwissenschaften gehörten da nicht dazu.
Die ganze Gleichgültigkeit der Menschen zueinander, die Konkurrenzmache, das Verdrängen des anderen, egal, was dem dabei widerfährt, das war in der DDR undenkbar. Das war ein gänzlich anderer Zusammenhalt. Und wenn man nicht arbeiten wollte, es aber konnte, dann war das schon ein Problem, denn Arbeit war genug da. Und das waren keine Ein-Euro-Jobs.
Im Übrigen ist Kuba keine schlechte Empfehlung. Schon mal drüber nachgedacht, warum der größte Teil der Menschen dort trotz einer beispiellosen Armut hinter Fidel Castro steht?

Der Vergleich von Kuba und China zeigt aber, das du die Verhältnisse nicht kennst, denn beide Staaten sind nicht vergleichbar. China ist auf dem Weg einen richtig ordinären Kapitalismus mit kommunistischem Deckmäntelchen aufzubauen. die Berichte in den Medien zeigen immer nur die neuen chinesischen Aufsteiger, warum aber nie das Volk auf der anderen Seite. China ist ein Kapitel für sich. Das war auch nie ein echter Sozialismus oder Kommunismus, das war ein maoistisch feudales System. nich alles, was eine rote Fahne mit sich herum trägt, ist kommunistisch. für China traf das zu. die Chinesen sind seit altersher die Meister der Täuschung.

Kuba versucht noch immer - und das leider wahrscheinlich ohne dauerhaften Erfolg - das sozialistische Wesen seiner Gesellschaft zu erhalten. Klar, das die Berichterstattung der kapitalistischen Systeme da ihre eigene Darstellungsweise hat. Kostenloses Gesundheitswesen - die Lebenserwartung des durchschnittlichen kubanischen Bürgers lieft jetzt bei 63 Jahren, gleiche Schulbildung, kostenlose Versorgung der Alten, eine steuergestützte gesetzliche Rente für alle etc. Es ist aber auf einem solchen Handtuch nicht möglich, Probleme wir Arbeitslosigkeit und permanenten Rohstoffmangel zu lösen, wenn der Rest der Welt anders geartet ist. Auch aus diesem Grunde ist Kuba zum Scheitern verurteilt, denn es zu reformieren, hieße das Land für die kapitalisitschen Großkonzerne zu öffnen - und genau das würde die Menschen dort all ihrer Rechte berauben und sie wieder dorthin zurück bringen, wo sie schon einmal waren. Schließlich sind die doch nicht dumm, sie hatten es doch schon einmal mit Batista, da waren sie der Vorhof der USA, so eine Art verlängertes Florida - mittlere Lebenserwartung eines kubanischen Bauern auf den Zuckerpalantagen, damals 35 Jahre. Und ging es dem Volk besser ?! Die, denen es auf Kosrten des Volkes damals besser ging, die sitzen jetzt in Florida und streben von dort den Sturz Castros an. So ist das.
 
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