Ein Euro Jobs,Statistik massiv geschönt

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wolliohne

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Wiesbaden: Gewerkschafter kritisieren Einsatz von Ein-Euro-Jobbern bei der Stadtverwaltung und in öffentlichen Einrichtungen. 500 reguläre Arbeitsplätze bereits weggefallen

Von Hans-Gerd Öfinger Fahrradhändler erheben Einspruch gegen Einsatz von Ein-Euro-Jobbern in Werkstätten
Foto: Christian Ditsch/Version

Gut ein Jahr nach Beginn einer öffentlichen Debatte um den Mißbrauch sogenannter Ein-Euro-Jobs in der hessischen Landeshauptstadt haben sich zwei profilierte Kritiker der Wiesbadener Hartz-IV-Praxis erneut zu Wort gemeldet. »Wir haben unwiderlegbare Beweise dafür, daß die Ein-Euro-Jobber massenhaft und systematisch als billige Arbeitskräfte ausgebeutet werden«, so der örtliche IG-BAU-Sekretär Veit Wilhelmy am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Reguläre Stellen würden mit den Billigjobbern besetzt und das Handwerksrecht werde mißachtet, so der Gewerkschafter. Ex-IG-Metall-Vorstandsmitglied Horst Schmitthenner rechnete vor, daß in Wiesbaden insgesamt rund 500 versicherungspflichtige Arbeitsplätze durch den Einsatz von Ein-Euro-Jobbern direkt oder indirekt vernichtet worden seien. Diese Zahl sei aus einer gründlichen Analyse der Beschäftigungsentwicklung bei der Stadtverwaltung und öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen über die letzten Jahre ermittelt worden. Allein bei der Stadt seien insgesamt 90 feste Stellen verschwunden. Die dort verrichtete Arbeit – etwa in den Bereichen Grünflächenpflege, Hausmeisterdienste in Schulen und Bürgerhäusern, Aushilfen in Küchen und Kindertagesstätten – sei inzwischen von Ein-Euro-Jobbern übernommen worden. Wilhelmy bemängelte konkret, daß eine von den Bauhauswerkstätten mit Hartz-IV-Opfern betriebene Fahrradstation am Hauptbahnhof entgegen ursprünglicher Ankündigungen nicht ausbilde und auch keinen Meister beschäftige. Zudem führten angelernte Ein-Euro-Jobber dort sicherheitsrelevante Reparaturen durch. Mehrere Fahrradhändler hätten in diesem Zusammenhang bereits Protest bei der Handwerkskammer eingelegt.

Ps.ist natürlich Bundesweite Praxis.


23.04.2009: Statistik massiv geschönt (Tageszeitung junge Welt)
 
E

ExitUser

Gast
»Ein-Euro-Jobber werden zu 95 Prozent als billige Arbeitskräfte ausgebeutet und nur zu fünf Prozent qualifiziert«,
Ein sehr guter Artikel, der die Ausbeutungspraxis der Ein-Euro-Jobber und die Folgen der sogenannten Arbeitsgelegenheiten für den Arbeitsmarkt deutlich auf den Punkt bringt.

LG :icon_smile:
 
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