Ein-Euro-Jobber werden zum Affen gemacht

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Martin Behrsing

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
aufgrund der aktuellen Entwicklung und notwendiger Redaktionen zur Werkstatt Frankfurt schicke ich Euch ein paar Infos der jüngsten Ereignisse. Die Werkstatt Frankfurt ist ein Beschäftigungsträgerbetrieb in dessen Betrieben ca. 1.500 Ein-Euro-Jobber arbeiten. Schon seit längerem setzen sich Betriebsräte der Werkstatt Frankfurt für die Rechte von Ein-Euro-Jobbern ein und sind dabei in knallharte Schusslinien geraten.
Alle Betriebsräte waren massivem Mobbing ausgesetzt; zahlreiche Arbeitsgerichtsprozesse liegen hinter und einige noch vor ihnen. Die Gruppe blieb standhaft, vertrat das Recht und nun wurde gegen einzelne Kollegen ein Strafverfahren wegen Arbeitszeitbetrug und Bildung einer kriminellen Gruppe eingeleitet.
Im Februar hatte ich mich wegen einer Solidaritätsaktion an ver.di Berlin gewandt. Mein Vorschlag wurde gut aufgenommen; die Redaktion wurde über den Konflikt informiert und gebeten, Öffentlichkeit und Solidarität herzustellen.
Danach passierte zuerst nichts. In der letzten ver.di Publik erschien dann unter dem Titel
Mit Chic zur Arbeit" ein die Problematik unterlaufender ungeheuerlicher Artikel von Gundula Lasch. (Gundula Lasch Mitglied im ver.di Bundesvorstand der dju und im Verein Mobile Jugendarbeit Leipzig e.V.).
Link:
https://publik.verdi.de/2007/ausgabe_06/gesellschaft/report/seite_12-13/A0

Zu diesem Artikel sollten wir vor Ort und über unsere Netze etwas tun und Solidarität mit den Betriebsräten zeigen.
Mein Vorschlag z.B. wäre:
- Die beigefügten Infos verbreiten.
- Wenn’s geht vorab Beschwerdebriefe an ver.di Publik (und wenn es nur Zweizeiler sind) bzw. auch an den Vorsitzenden der dju, Werner Ach und Renée Möhler schreiben.
Lasst Euch mal diese Auszüge aus dem Artikel auf der Zunge zergehen:
"Die Affentor-Manufaktur und auch unsere anderen Betriebe sind mittlerweile hochmoderne Dienstleistungsbetriebe mit viel Flexibilität.
Von der Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bis zu acht Stunden in den Lerngruppen nutzen.
Doch Bummeln gilt nicht: Die Leistungsanforderungen sind klar vorgegeben und eine Unterschreitung wird sanktioniert.
Wer sich in die Qualifizierung reinkniet, erarbeitet sich nicht nur neue Zukunftsperspektiven auf dem Arbeitsmarkt, sondern kann damit seine sonst befristete Arbeitsmöglichkeit bis auf drei Jahre erhalten.
Bei den Prüfungen nach der ersten einjährigen Ausbildungsstufe fielen relativ viele Teilnehmer durch."
Bereits 2005 hatte ver.di Berlin zur Mitbestimmung von Personal- und Betriebsräten eindeutig Stellung genommen. Das Urteil des Bundesverwaltungsrechts Leipzig 03/07 bestätigte die ver.di Position.

Mit den besten Grüssen aus Hessen
Anna Fleischer
 
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Mit der SPD nahen Gewerkschaft ist es vermutlich ähnlich, wie bei der SPD selbst. Die Partei verdient das "S" in ihrem Namen schon lange nicht mehr. Aus den ehemaligen studierten Alt-68ern sind heute Ärzte, Anwälte oder Studienratsdirektoren geworden, die selbstverständlich die Polizei rufen, wenn in Ihrer Nachbarschaft eine Party gefeiert wird, wegen des Lärms natürlich.

So wurde aus einer ehemaligen Arbeiterpartei eine regelrechte Bonzenpartei, ich erinnere hier nur an den Ausspruch von Kurt Beck, der der Meinung ist, als Arbeitsloser müsse man sich nur ordentlich waschen und rasieren, dann klappt das auch schon mit dem Job!

Solche gut gepflegten Vorurteile führen sogar dazu, dass alle Hartz IV Empfänger unter Generalverdacht gestellt werden, faul zu sein. In Berlin z.B. wurden viele arbeitslose Handwerker trotz Vermittlung abgelehnt mit der Aussage: "Nee, schön und gut, wenn er einen Meister hat, aber wir stellen keine Hartz IV Empfänger ein, die sind alle faul". Damit hat die Vor-Verurteilung und Stigmatisierung von ALG II Empfängern ihren Höhepunkt genommen.

Kein Wunder, wenn sich einige der ALG II Empfänger sagen: Ich bin hier sowieso nur das A****loch, für wen oder was soll ich mich anstrengen ? Hartz IV Empfänger sind am Rande der Gesellschaft, werden aber zunehmend wahrgenommen, weil es mittlerweile viele trifft: Opel, Ford, Thyssen Krupp, Nokia, Karstadt usw.

Normalerweise bin ich kein Freund der Bild, aber hier mache ich eine Ausnahme, weil es einer der ersten Treffer zum Thema "Entlassungswelle" war:

Diese Unternehmen planen Entlassungen: die große Job-Streichliste - Wirtschaft - Bild.de

Scheinbar muss es so sein, dass die Menschen erst Verständnis haben, wenn sie selbst einmal Hartz IV erleben müssen. Da wurde so mancher Saulus zum Paulus. Glaubt mir!
 

Archibald

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Mit Verlaub, die Taz macht sich hier zum Sprachrohr derer, die sich mit 1-EuroJobbern ein gutes Gehalt sichern.

Diese Passage werde zu noch weniger sinnstiftender Arbeit und Qualifizierung führen, sagt Michael Haberkorn, Geschäftsführer des Berliner Trägerdachverbandes bvaa. "Es ist kontraproduktiv", rügt auch Manfred Gans, Sprecher des Hamburger Landesverbandes der Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit (BAG) und Geschäftsführer des Beschäftigungsträgers Quadriga. "Man soll Zwerge aussägen, die hinterher zerbrechen."

Die sehen ihre Felle davon schwimmen.

LG, Archibald
 
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Also ich habe das mit dem Frankfurter Verein gelesen. 1500 Ein Euro Jobber? :icon_eek: Und die müssen ihre Vorgaben einhalten? Also Akkord? Und sowas soll zusätzlich sein? :icon_eek:
 
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...gerade die Verdi Arbeitslosenberatung ist mir in Frankfurt am Main in unguter Erinnerung. Die Dame dort meinte, ich müsse den zugewiesenen Ein -Euro Job annehmen: sonst gebe es Sanktionen. Das war die 'Beratung'.

Werkstatt Frankfurt ist eine regelrechte Ein-Euro Job Verleih Firma. Das Dialog Museum Frankfurt beschäftigt (Stand 2010) allein 13 Jobber.

Weiter meinte sie 'im Beruf müsse man ja auch machen was der Chef sagt...'

Habe mich dann bei Tuwas beraten lassen: Ergebnis keine Sanktion+kein Ein-Euro Job...
 

Paolo_Pinkel

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...gerade die Verdi Arbeitslosenberatung ist mir in Frankfurt am Main in unguter Erinnerung. Die Dame dort meinte, ich müsse den zugewiesenen Ein -Euro Job annehmen: sonst gebe es Sanktionen. Das war die 'Beratung'.
:icon_neutral:Genau deshalb kann man jedem nur raten, sich selber mit der Materie zu befassen. Wie kommt man bei Ver.di eigentlich darauf, solche Idioten mit solch einer brisanten Aufgabe zu betreuen? Schon wieder ein Indiz dafür, dass die sog. Gewerkschaft sich nur der arbeitenden Bevölkerung verpflichtet fühlen:icon_kotz:

Werkstatt Frankfurt ist eine regelrechte Ein-Euro Job Verleih Firma. Das Dialog Museum Frankfurt beschäftigt (Stand 2010) allein 13 Jobber.
Ob das wohl zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegende Arbeit war?

Weiter meinte sie 'im Beruf müsse man ja auch machen was der Chef sagt...'
:icon_neutral: Was für eine dumme und obrigkeitshörige Plantschkuh. Und sowas darf Menschen mit Existenzsorgen beraten.
 
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:icon_neutral:Genau deshalb kann man jedem nur raten, sich selber mit der Materie zu befassen. Wie kommt man bei Ver.di eigentlich darauf, solche Idioten mit solch einer brisanten Aufgabe zu betreuen? Schon wieder ein Indiz dafür, dass die sog. Gewerkschaft sich nur der arbeitenden Bevölkerung verpflichtet fühlen:icon_kotz:

Ob das wohl zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegende Arbeit war?

:icon_neutral: Was für eine dumme und obrigkeitshörige Plantschkuh. Und sowas darf Menschen mit Existenzsorgen beraten.

@ PP

Sry, ich hasse Vorurteile und Schubladendenken. Nur weil Du eine negative Erfahrung im Zusammenhang mit ver.di gemacht hast, muß ja nicht die ganze Gewerkschaftsorg. schlecht sein. Ich schreib ja auch nicht, dass die Linken alles Spinner sind, nur weil ich ein paar linke kenne, die wohl etwas sonderbare politische Ansichten haben, oder? *kopfschüttel*

Nichts für ungut!
 

Paolo_Pinkel

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@ PP

Sry, ich hasse Vorurteile und Schubladendenken. Nur weil Du eine negative Erfahrung im Zusammenhang mit ver.di gemacht hast, muß ja nicht die ganze Gewerkschaftsorg. schlecht sein. Ich schreib ja auch nicht, dass die Linken alles Spinner sind, nur weil ich ein paar linke kenne, die wohl etwas sonderbare politische Ansichten haben, oder? *kopfschüttel*

Nichts für ungut!
Liebe(r) espps,

leider habe ich noch garkeine Erfahrung mit Gewerkschaften gemacht! Oder sollte ich besser sagen ZUM GLÜCK! Mir reicht das, was man hier in schöner Regelmäßigkeit lesen darf:icon_neutral: Man sollte den Tatsachen ins Gesicht blicken. Solange man Erwerbsarbeit besitzt und brav seine Beiträge zahlt, wird man relativ gut vertreten. Sobald man aber sozial abrutscht wird man uninteressant.

Spontan fällt mir das Beispiel von edeler Ritter dazu ein, der durch einen Anwalt des DGB maßlos schlecht beraten wurde
==> https://www.elo-forum.org/eingliede...luss-wiederherstellung-aw-bezug-sanktion.html

Das kommt dabei heraus, wenn man sich durch Gebühren finanziert. Der Schländrian kehrt ein, weil die Kohle schon durch die Mitglieder angeschafft wird. Beste Beispiel auch hier die öffentl. rechtl. Verblödungsanstalten!
==> https://www.elo-forum.org/alg-ii/84324-zdf-anfrage-58-jahr-ohne-jobangebot.html
 
E

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Liebe(r) espps,

leider habe ich noch garkeine Erfahrung mit Gewerkschaften gemacht! Oder sollte ich besser sagen ZUM GLÜCK! Mir reicht das, was man hier in schöner Regelmäßigkeit lesen darf:icon_neutral: Man sollte den Tatsachen ins Gesicht blicken. Solange man Erwerbsarbeit besitzt und brav seine Beiträge zahlt, wird man relativ gut vertreten. Sobald man aber sozial abrutscht wird man uninteressant.

Spontan fällt mir das Beispiel von edeler Ritter dazu ein, der durch einen Anwalt des DGB maßlos schlecht beraten wurde
==> https://www.elo-forum.org/eingliede...luss-wiederherstellung-aw-bezug-sanktion.html

Das kommt dabei heraus, wenn man sich durch Gebühren finanziert. Der Schländrian kehrt ein, weil die Kohle schon durch die Mitglieder angeschafft wird. Beste Beispiel auch hier die öffentl. rechtl. Verblödungsanstalten!
==> https://www.elo-forum.org/alg-ii/84324-zdf-anfrage-58-jahr-ohne-jobangebot.html

Lieber Paolo_P.,

wolltest Du jetzt Dein Vorurteil 'befeuern', oder eine sachliche Diskussion unter einem eigenen topic starten? Was die Angelegenheit von edler Ritter mit Deiner vorurteils-belasteten Meinung zu tun hat, erschließt sich mir so nicht.

Im übrigen finanziert sich eine Gewerkschaft nicht aus 'Gebühren', sondern aus Mitgliedsbeiträgen, so wie jede andere Interessensgemeinschaft.

Viele Grüße
espps, die weiblich ist.
 

arbeitslos in holland

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ohne tatkräftige unterstützung der gewerkschaften, würde diese diskussion doch gar nicht stattfinden. die haben doch hartz4 zugestimmt, verteidigen hartz4 mit händen und füssen und verdienen sich heute daran noch dumm und dusselig !

diese pharisäer würde ich gerade noch als vertreter für die elo bezeichnen :icon_neutral:
 

Paolo_Pinkel

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Lieber Paolo_P.,

wolltest Du jetzt Dein Vorurteil 'befeuern', oder eine sachliche Diskussion unter einem eigenen topic starten? Was die Angelegenheit von edler Ritter mit Deiner vorurteils-belasteten Meinung zu tun hat, erschließt sich mir so nicht.
Weder, noch. Das Beispiel dient zur plastischen Verdeutlichung. Nur für den Fall, dass das wieder einer dieser seltenen Einzelfälle gewesen sein sollte:cool:. Achja, apropos Vorurteil(e). Dafür das du hier mit dem erhobenen Zeigefinger herumläuft enthalten deine Beiträge mir gegenüber nur Unterstellung und Ferndiagnosen. Das ist wiederum ein Indiz für vorurteilbehaftetes Schubladen-Denken. Meinst du nicht auch? :biggrin:

Im übrigen finanziert sich eine Gewerkschaft nicht aus 'Gebühren', sondern aus Mitgliedsbeiträgen, so wie jede andere Interessensgemeinschaft.

Viele Grüße
espps, die weiblich ist.
Nenne es wie du es willst. Sie finanzieren sich durch eine Abgabe der arbeitenden (und auch erwerbslosen) Gemeinschaft, die hofft, dass sie im Worst-Case angemessen und umfassend vertreten werden. Der Wirkungsgrad ist jedoch - je nach sozialer Lage - "unterschiedlich". Aber darüber hinaus. Was war jetzt konkret dein Beitrag zu alle dem? Wolltest du einfach nur eine Lanze für Gewerkschaften brechen?
 
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Weder, noch. Das Beispiel dient zur plastischen Verdeutlichung. Nur für den Fall, dass das wieder einer dieser seltenen Einzelfälle gewesen sein sollte:cool:. Achja, apropos Vorurteil(e). Dafür das du hier mit dem erhobenen Zeigefinger herumläuft enthalten deine Beiträge mir gegenüber nur Unterstellung und Ferndiagnosen. Das ist wiederum ein Indiz für vorurteilbehaftetes Schubladen-Denken. Meinst du nicht auch? :biggrin:

Liebe(r) espps, leider habe ich noch garkeine Erfahrung mit Gewerkschaften gemacht! Oder sollte ich besser sagen ZUM GLÜCK! Mir reicht das, was man hier in schöner Regelmäßigkeit lesen darf:icon_neutral:

Nein, Deine Aussage (n) sind auf Deine o.a. Behauptungen gemünzt. Ich erspare mir die weiteren Zitate...

Nenne es wie du es willst. Sie finanzieren sich durch eine Abgabe der arbeitenden (und auch erwerbslosen) Gemeinschaft, die hofft, dass sie im Worst-Case angemessen und umfassend vertreten werden. Der Wirkungsgrad ist jedoch - je nach sozialer Lage - "unterschiedlich". Aber darüber hinaus. Was war jetzt konkret dein Beitrag zu alle dem? Wolltest du einfach nur eine Lanze für Gewerkschaften brechen?

Ich würde sagen, das ist ein ganz anderes Problem, als das, was Du hier ansprichst, denn Arbeitsrecht und Sozialrecht, sind grundverschieden. Dies ergibt sich aus der Historie, das Sozialrecht war früher mit dem Verwaltungsrecht gekoppelt und stellt daher einen eigenen, grundverschiedenen Rechtsbereich dar. Da im DGB-Rechtsschutz sowohl Arbeitsrechtler als auch Sozialrechtler beschäftigt werden, aber nicht jeder, jedes Rechtsgebiet genau kennt, ist es durchaus möglich, dass ein Arbeitsrechtler auch einen Sozialrechtsfall bearbeiten mußte. Dies hat aber wenig, bis gar nichts mit Deinen Vorurteilen gemein.
 

Paolo_Pinkel

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[...]
Nein, Deine Aussage (n) sind auf Deine o.a. Behauptungen gemünzt. Ich erspare mir die weiteren Zitate...
Würde ich dir auch raten. Statt dessen wäre es angebracht das verlinkte Beispiel - und zahlreiche weitere ==> SuFu ==> Fleißarbeit für dich?- zu lesen! Dann reden wir nochmal über Behauptungen. Es ist keine Seltenheit, dass Mitglieder des Elo die Exkrement hoch bezahlter Fachidioten machen müssen, weil es ihnen anscheinend zu gut geht an den Fleischtrögen.

Ich würde sagen, das ist ein ganz anderes Problem, als das, was Du hier ansprichst, denn Arbeitsrecht und Sozialrecht, sind grundverschieden.
:icon_daumen: Genau so ist es. Nicht nur was die Sachgebiete angelangt, sondern auch bei der Gebührenverordnung für entsprechende Anwälte. Sozialrecht ist nicht lukrativ. Dementsprechend ist auch der Leistungsanreiz, sich auf dem neusten Stand zu halten. Das SGB II wurde ja bis jetzt nur 58 mal geändert:icon_party:Die Gewerkschaften haben nicht nur hausinterne Juristen. Sie arbeiten auch mit externen zusammen, denen sie Aufträge zuschanzen. Das sind dann zum Teil solche Experten, die sich o.g. Böcke schießen. Da fragt man sich aber unweigerlich, ob es nicht doch eine interne Revision gibt, die auf den effizienten Mitteleinsatz achtet? Das würde dann automatisch zu der Frage frühen, ob es den Gewerkschaften überhaupt an Anreizen fehlt, um mit dem fremden Geld (Mitgliedsbeiträgen) auch zielorientiert i.S.d. Mitglieder umzugehen?
 
E

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Gast
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Werkstatt Frankfurt ist eine regelrechte Ein-Euro Job Verleih Firma. Das Dialog Museum Frankfurt beschäftigt (Stand 2010) allein 13 Jobber.

...und die Aktion 'Frankfurt tipptopp' der Werkstadt- ein Euro Jobber räumen den Leuten den Dreck hinterher. Und machen den Dienstmann/Frau...

Wird hier in der Presse :icon_klatsch: groß abgefeiert mit schönen Fotos der Jobber in Uniform und wie glücklich diese doch wären einen kleinen Beitrag für die'Gemeinschaft' zu leisten. Bezahlt doch die 'Gemeinschaft' ihr Hartz 4....
 

Thomasderarme

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Ich bin 2010 von der Werkstatt Frankfurt in ein Altersheim am Frankfurter Bogen vermittelt als 1 Euro jobber; habe da aber für die zehnacker Catering (Sodexo) 6 Stunden an der Industriespülmaschine gestanden. Da waren nur Migranten die kein Deutsch konnten; ich habe damals viel Rabatz gemacht doch die Medien hat das nicht interressiert. Die 1 Euro jobs bei solchen großen trägergesellschaften gehören abgeschafft. Lasst uns die Frühlingsrevulotion beginnen

Vergesst die Gewerkschaften die wollen auch nur Kasse machen und menschliche Schicksale interressiert die auch nicht. Habe so oft wenn ich gelinkt worden bin mich dort gemeldet; und was passiert???

Aber 1 Euro jobs dürfen doch garnicht verliehen werden; damit soll sich mal die Justiz befassen. Macht aber niemand weil alles gut läuft und alle still sind

Die Grünen haben doch zu den 1 Euro jobs beigetragen und wenn mann sich überlegt wer beim der Stadtholding die Stellen gekürzt hat ???
 

jelly

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Man kann sich bei manchen Sachen in Deutschland nur an den Kopf fassen. Absolute Frechheit mitunter. :icon_eek:

Auf den Punkt getroffen. Was das teilweise für eine Art und Weise ist, einen Bürger zu behandeln, ist unter aller Sau. Die Geschichte, die Thomas hier erzählt, bestätigt meine Ansicht da einfach nur nochmal.
 
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hass4

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Ich bin 2010 von der Werkstatt Frankfurt in ein Altersheim am Frankfurter Bogen vermittelt als 1 Euro jobber; habe da aber für die zehnacker Catering (Sodexo) 6 Stunden an der Industriespülmaschine gestanden. Da waren nur Migranten die kein Deutsch konnten; ich habe damals viel Rabatz gemacht doch die Medien hat das nicht interressiert. Die 1 Euro jobs bei solchen großen trägergesellschaften gehören abgeschafft. Lasst uns die Frühlingsrevulotion beginnen

Vergesst die Gewerkschaften die wollen auch nur Kasse machen und menschliche Schicksale interressiert die auch nicht. Habe so oft wenn ich gelinkt worden bin mich dort gemeldet; und was passiert???

Aber 1 Euro jobs dürfen doch garnicht verliehen werden; damit soll sich mal die Justiz befassen. Macht aber niemand weil alles gut läuft und alle still sind

Die Grünen haben doch zu den 1 Euro jobs beigetragen und wenn mann sich überlegt wer beim der Stadtholding die Stellen gekürzt hat ???

ja, rot/grün sind in vielen ländern in regierungsverantwortung und müssen die pläne der schwarz/gelben bundesregierung umsetzen. und die wiederum wurden damals von rot/grün ins leben gerufen.

in wirklichkeit setzt rot/grün heute noch unter einer anderen regierung die menschenunwürdigen hartz-gesetze um und die kanzlerin aplaudiert denen dazu und ist begeistert mit welcher vehemenz spd und grüne ihre eigenen vorhaben, den hilfsbedürftigen druck zu machen, in die tat umsetzen!

von daher wird sich auch bei einem regierungswechsel nie was ändern, denn spd und grün steht ja schon fast in jedem bundesland in verantwortung!!
und ein ende der schickanen ist auf keiner wahlveranstaltung zu vernehmen.
 

Texter50

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Diese verdi - Profiteure sind ja wohl das Ekelhafteste, was es gibt. Wer bezahlt die eigentlich. Also verdi - Mitglieder - haut da mal richtig auf den Tisch und laßt die feuern !!!
Was wollt ihr eigentlich? VERDI ist nix anderes als ein Zusammenschluss von erfolglos Gewerkschaften (DAG, HBV,usw.) die über Jahre hinweg für die entsprechenden Bereiche die Hungerlöhne "erwirkt" haben. Da wurde immer mehr an die eigenen Taschen gedacht, als an Arbeitnehmerrechte.
 
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Rounddancer

Gast
VERDI ist nix anderes als ein Zusammenschluss von erfolglos Gewerkschaften (DAG, HBV,usw.) die über Jahre hinweg für die entsprechenden Bereiche die Hungerlöhne "erwirkt" haben.

Nicht ganz.

Ja, was HBV anging: Die schloß immer zu früh Tarifverträge ab, oft mußte und konnte die DAG noch für uns Angestellte nachverhandeln, weil einfach noch Luft da war.
Die HBV, oh weh, ja, wer beim Konsum/coop arbeiten wollte, mußte spätestens in der dritten Woche HBV-Mitglied werden,- sonst war er von Konsum/co op in der Probezeit gekündigt. Das galt auch für neue Mitarbeiter, die als DAG-Mitglieder bei dem gewerkschaftseigenen Lebensmittelladenkonzern arbeiten wollte. Die mußten zu HBV wechseln, oder waren draußen.

Die DAG war stets seriös und erfolgreich.

Als es dann dem DGB gelang, die Unterschiede zwischen Arbeitern und Angestellten zu nivellieren, daß der Stand des Angestellten zerstört wurde, ging schon viel kaputt.

Der Rest des Lebensodems für die Angestelltengewerkschaft DAG ging dann drauf, als sich DGB Sommer samt DGB durch die bösen Hexer Schröder, Fischer und Co. einlullen und in den Dornröschenschlaf versetzen ließen.

Da verließen nicht nur Millionen Mitglieder enttäuscht den DGB, sondern, ähnlich dem Papst-Effekt, auch sehr viele Mitglieder die an der Entwicklung völlig unschuldige DAG.

Der Papst-Effekt: Wannimmer der (katholische) Papst irgendeinen Mist baut, der vom Volk nicht verstanden, oder abgelehnt wird,
dann treten nicht nur viele Menschen aus der katholischen, sondern auch aus der evangelischen Kirche aus (obwohl die nix dafür kann, was der Papst (oder jetzt eben dieser katholische Protzbau-Bischof) anstellen oder verzapfen.

So ging es leider auch der DAG,- und deren Führung übergab sich und die DAG dann in die ver.di.

Daß weiterhin der DGB längst nicht alle Arbeitnehmerinteressen wahrnimmt, das zeigt sich am Zuspruch der Menschen zu den DGB-freien Fachgewerkschaften für Piloten, Lokführer, Fluglotzen, Kabinenpersonal, ... die immer wieder -wie früher die DAG der HBV- dem DGB und seinen unternehmerfreundlichen Untergewerkschaften zeigt, wo der Barthel den Most holt.

Zum eigentlichen Thread:
Der Thread ist ja uralt, bereits bald sieben Jahre alt,- da hat sich im Bereich Ein-Euro-Job vieles getan,- es fing damit an, daß die zur Bundesagentur für Arbeitslosenverwaltung gehörende IAB nachwies, daß Ein-Euro-Jobs viel kosten, aber fast niemanden in reguläre Arbeit brachten. Denn Ein-Euro-Jobber sind nur attraktiv für Entenklemmer unter den Arbeitgebern, und vorallem für diese elendigen "gemeinnützigen" gGmbHs, die alles an Mitarbeitern einstellen, was sie vom Staat gratis oder fast gratis bekommen,-
und dann, das "wir sind gemeinnützige und geben Arbeitslosen Arbeit" hervorhebend, überall Aufträge jeder Art (wer weiß, vielleicht gibts auch schon ein Bordell, betrieben von "Neuer Arbeit" oder wie sie alle heißen?) annehmen, und damit regulären Handwerkern und Betrieben oft zum Dumpingpreis wegschnappen.
 

hartaber4

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Größe hat nicht nur Vorteile....

sie macht unflexibel und träge....

(Wer vieles macht zur gleichen Zeit, macht alles halb und nichts gescheit)
 
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