Ein-Euro-Jobber werden zum Affen gemacht

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Martin Behrsing

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
aufgrund der aktuellen Entwicklung und notwendiger Redaktionen zur Werkstatt Frankfurt schicke ich Euch ein paar Infos der jüngsten Ereignisse. Die Werkstatt Frankfurt ist ein Beschäftigungsträgerbetrieb in dessen Betrieben ca. 1.500 Ein-Euro-Jobber arbeiten. Schon seit längerem setzen sich Betriebsräte der Werkstatt Frankfurt für die Rechte von Ein-Euro-Jobbern ein und sind dabei in knallharte Schusslinien geraten.
Alle Betriebsräte waren massivem Mobbing ausgesetzt; zahlreiche Arbeitsgerichtsprozesse liegen hinter und einige noch vor ihnen. Die Gruppe blieb standhaft, vertrat das Recht und nun wurde gegen einzelne Kollegen ein Strafverfahren wegen Arbeitszeitbetrug und Bildung einer kriminellen Gruppe eingeleitet.
Im Februar hatte ich mich wegen einer Solidaritätsaktion an ver.di Berlin gewandt. Mein Vorschlag wurde gut aufgenommen; die Redaktion wurde über den Konflikt informiert und gebeten, Öffentlichkeit und Solidarität herzustellen.
Danach passierte zuerst nichts. In der letzten ver.di Publik erschien dann unter dem Titel
Mit Chic zur Arbeit" ein die Problematik unterlaufender ungeheuerlicher Artikel von Gundula Lasch. (Gundula Lasch Mitglied im ver.di Bundesvorstand der dju und im Verein Mobile Jugendarbeit Leipzig e.V.).
Link:
https://publik.verdi.de/2007/ausgabe_06/gesellschaft/report/seite_12-13/A0

Zu diesem Artikel sollten wir vor Ort und über unsere Netze etwas tun und Solidarität mit den Betriebsräten zeigen.
Mein Vorschlag z.B. wäre:
- Die beigefügten Infos verbreiten.
- Wenn’s geht vorab Beschwerdebriefe an ver.di Publik (und wenn es nur Zweizeiler sind) bzw. auch an den Vorsitzenden der dju, Werner Ach und Renée Möhler schreiben.
Lasst Euch mal diese Auszüge aus dem Artikel auf der Zunge zergehen:
"Die Affentor-Manufaktur und auch unsere anderen Betriebe sind mittlerweile hochmoderne Dienstleistungsbetriebe mit viel Flexibilität.
Von der Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden können die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bis zu acht Stunden in den Lerngruppen nutzen.
Doch Bummeln gilt nicht: Die Leistungsanforderungen sind klar vorgegeben und eine Unterschreitung wird sanktioniert.
Wer sich in die Qualifizierung reinkniet, erarbeitet sich nicht nur neue Zukunftsperspektiven auf dem Arbeitsmarkt, sondern kann damit seine sonst befristete Arbeitsmöglichkeit bis auf drei Jahre erhalten.
Bei den Prüfungen nach der ersten einjährigen Ausbildungsstufe fielen relativ viele Teilnehmer durch."
Bereits 2005 hatte ver.di Berlin zur Mitbestimmung von Personal- und Betriebsräten eindeutig Stellung genommen. Das Urteil des Bundesverwaltungsrechts Leipzig 03/07 bestätigte die ver.di Position.

Mit den besten Grüssen aus Hessen
Anna Fleischer
 

ClondikeCat

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Wahrscheinlich mit einem Proxyserver unterwegs. Die haben wir zum größten Teil wegen den vielen Hackerangriffen sperren müssen.

Jaja und mein PC läuft gerade als Knoten im Tor Netzwerk mit. Wenn die Vorratsdatenspeicherung anlaufen sollte, dann sollten Zugriffe über Anonymisierungsdienste in jedem Fall wieder möglich sein. Hacker können sich mittels Trojanern eh botnetze aufbauen und dann von vielen Adressen aus gleichzeitig angreifen, ohne einen einzigen bekannten Proxy zu nutzen. Da wird das Blocken einzelner IP-Bereiche nicht viel bringen. Und alle Rechenzentren und Bildungsstätten und Firmen aus einem öffentlichen Forum aussperren?

Nee, hier ist ne gute Firewall, vielleicht sogar ein Honeypot angesagt, aber kein IP-Blocker.

greetz

... Cat ... :icon_wink:
 

Martin Behrsing

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Jaja und mein PC läuft gerade als Knoten im Tor Netzwerk mit. Wenn die Vorratsdatenspeicherung anlaufen sollte, dann sollten Zugriffe über Anonymisierungsdienste in jedem Fall wieder möglich sein. Hacker können sich mittels Trojanern eh botnetze aufbauen und dann von vielen Adressen aus gleichzeitig angreifen, ohne einen einzigen bekannten Proxy zu nutzen. Da wird das Blocken einzelner IP-Bereiche nicht viel bringen. Und alle Rechenzentren und Bildungsstätten und Firmen aus einem öffentlichen Forum aussperren?

Nee, hier ist ne gute Firewall, vielleicht sogar ein Honeypot angesagt, aber kein IP-Blocker.

greetz

... Cat ... :icon_wink:
Solange sich To der netze bedient, die auch die Hackerkiddis bedient, wird da nichts zu machen sein. Wir müssen uns hier nach den verheerenden Hackerangriffen in der Vergangenheit einfach schützen.
Aber sei dir sicher, wir speichern keine IPs. Und andere Daten sind vor "deutschen Behörden" zugriff-sicher.
 

ClondikeCat

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:icon_stern: Hallo Martin,

ich habe mir das hier:

https://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/78/86/lang,de/

nochmal durchgelesen und bin vorerst beruhigt. Ich dachte, es werde nicht nur das Internet Login und Logout gespeichert (Zuordnung Nutzer ID, IP, Datum, Uhrzeit) sondern auch die angesurften IP's. Da dies nicht geschieht und für die Webseitenbetreiber keine Speicherungspflicht besteht, ist eine Anonymisierung theoretisch entbehrlich. Nur bleibt offen, inwieweit über die Werbeeinblendungen die Zuordnung wiederherstellbar ist. Wem also Tor nicht zu lahm ist und ein Quentchen Paranoia im Kopf rumspukt, der wird trotzdem lieber mit Privoxy, Tor und Vidalia (-> Vidalia Bundle), in so subversiven Foren wie diesem unterwegs sein. Wenn die Seite nicht mag, dann muß man halt so oft die Identität wechseln, bis sie wieder mag.

Aber nun ist etwas furchtbares passiert:


Ergo schultz, oder Diskussion auskoppeln und ab damit in einen eigenständigen Thread.

greetz

... Cat ... :icon_wink:
 

ethos07

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Retour zum mittelalterlichen Verlagwesen?

ich sehe das gerade erst (auf der Suche nach einem eigentlich anderen Stichwort)
DAS ist ja ne ganz besonders dolldreiste schnucklige Konstruktion!!
Ich bin platt wie ne Flunder vor Staunen, was diese Herr- äh hier Frauschaften sich noch so alles gestatten

Wie habt ihr darauf reagiert - Verwaltungsklage möglich?

Na, die Frau Dr. Professorin vormals?an der Verwaltungsfachhochschule Hessen für die Lehrfächer: Kommunal-, Europa- und Allgemeines Verwaltungsrecht, die da als Stadträtin höchstselbst die Geschäftstätigkeit des Stadteigenen Konzerns verantwortet, wird sich schon rechtlich gut abgesichert haben.

Ist das ein dem mittelalterlichen Verlagswesen direkt nachgebildete Pfründe für den Staatssäckel (oder für privat)...

Auf die Schnelle keine bessere Erklärung gefunden:

Verlagswesen: Zwischen Markt und Werkstatt des Webers tritt der Verleger. Er kauft auf dem Markt, der lokal, regional oder Weltmarkt sein kann, Rohstoffe, z.B. Baumwolle und heimisches Garn, und stellt dieses einem Weber zur Verarbeitung zur Verfügung. Dieser arbeitet in seinem eigenen Haus an einem eigenen oder vom Verleger zur Verfügung gestellten Webstuhl. Das Fertigprodukt liefert er beim Verleger ab, der ihn für seine Arbeit bezahlt.[ In der Regel einen Hungerlohn. Erg. ethos07.] Der Verleger verkauft nun die Fertigware auf dem Markt.
Da Webstühle auch auf dem Lande bedient werden konnten und dort ein entsprechende Know How zur Verfügung stand, konnten über das Verlagswesen auch die städtischen Zünfte unter Konkurrenzdruck gesetzt werden.
Quelle


Besonders drastisch z.B. dieses Affentor -Manufaktur: m.E.Null Hinweis auf deren Website, dass dieser merkwürdige "Eigenbetrieb" durch die Stadt mit - vermutlich doch - Billigstjobberinnen neokons-pseudosozial betrieben wird:

Da kostet dann etwa so eine halb-chice kreisrunde Tasche aus den Händen der bestimmt mehrfach 'gehemmten' und x-fach auszubildenden Näherinnen aus städtischer "gemeinnütziger" Produktion stolze Eur 69.00 .

Das ist der halbe monatliche Speiseplan eines gewissen Herrn S. aus Berlin-Mitte. Wem also nutzt dieser "Gemeinnutz"?


[Da ist Berlin ja geradezu noch führnehm dagegen. Hier werden zumindest noch züchtige Trägerfirmen und Serviceagenturen und schlau anzuhörende Programme usw. dazwischen geschaltet, sodass man die doch so vielseitig 'gehemmten' Ausgebeuteten dahinter nicht sooo ganz sofort wahrnimmt...

Manchmal glaub ich noch immer, ich befinde mich einfach im falschen Film :eek:
 

Bruno1st

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Besonders drastisch z.B. dieses Affentor -Manufaktur: m.E.Null Hinweis auf deren Website, dass dieser merkwürdige "Eigenbetrieb" durch die Stadt mit - vermutlich doch - Billigstjobberinnen neokons-pseudosozial betrieben wird:

Im Impressum findet man einen Link auf die Werkstatt - doch Laien werden "Werkstatt" (diesen schönen verniedlichenden Begriff) nicht Sklavenhaltern zuordnen können, die sich an 1€Jobbern bereichern.
Zur Klarstellung : Für mich ist jeder der sich 1€J hält ein Sklavenhalter der an der Not von Bedürftigen verdient - oder einfach ein Schmarotzer (nach Clementscher Definition).
 

captain midnight

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Werkstatt Frankfurt

Die verlogene Haltung von verd.i ist doch schon lange bekannt.

verd.i = SPD = Hartz IV-Einführung. Diese Gleichung geht meistens auf. Ähnlich verhält es sich auch mit den Pseudo-Arbeitsloseninitiativen dieser Gewerkschaft. Ein großer Teil der Verd.i-Genossen ist doch Schuld an der Einführung von Hartz IV.
Kleine Info am Rande: Florian Gerster, Ex-Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, der wegen dubioser Beraterverträge (man kann es auch Geldwäsche nennen) gehen mußte, ist jetzt Chef des Arbeitgeberverbandes der privaten Postzusteller!!!
captain midnight
 

micha67

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Ich habe vom 02.06.08 -14.11.08 einen Ein Euro Job in einer Gartenanlage
getätigt.Ehrlich gesagt,es hat mir Spass gemacht,Brachgärten zu pflegen
und Gemüse für die Tafel Leipzig anzubauen.
Doch im Jahr 2009 werden diese Arbeiten von der Arge Leipzig und den Europäischen Sozialfond in einen sozialversicherungspflichtigen Einkommen
getätigt.
Diese Leute bekommen 900Eur.pro Monat.
Mir sagt die Arge,ich komme für diesen Job nicht in Frage (hatte ja erst eine Massnahme).Das ist doch bekloppt,oder?
Was haltet Ihr davon?
Gruss micha67
 

ethos07

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Hi micha67, willkommen im Forum :wink:.
Ja, du hast erstmal recht: aus der Perspektive der Jobber ist das nicht verständlich - schließlich sollen die Ein-Euro-Jobs ja für Arbeit auf dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsmarkt vorbereiten...

Nun sind ABER halt diese mit ESF-Geld geförderten Stellen an Auflagen geknüpft - ich glaub, man muss 2 Jahre ununterbrochen im ALG- oder ALG-II-Bezug gewesen sein.
Und das macht vielleicht doch noch halbwegs Sinn:
1. Damit alle mal nen Brosamen abbekommen von der so oder so gnadenlos unterbezahlten Arbeit :icon_rolleyes:.
Und 2. will man mit der Pause zwischen zwei Maßnahmen verhindern, dass sich Drehtür-Karrieren bilden: vom Ein-Euro-Job zu ESF-geförderten Pöstchen zum nächsten Ein-Euro-Job usw.

Insofern solltest du dir selbst mit anderen zusammen eine Brachfläche für deinen dauerhaften Gemüseanbau organisieren :icon_idea: ! Wie wäre es mit so etwas wie hier?
 

Jonny 10

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Hallo Leute ich warte auf den Tag wo eine Arbeitslosenpartei gegründet wird das müsste doch gehen, um sich gegen den ganzen Dreck wie wir behandelt werden zu beenden. Wir sind doch genug Gruß Jonny 10
 

Regis

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Man kann Jobs gut oder schlecht erledigen! Wer seinen Job gut erledigt, erhält z.B. 10€ die Stunde. Wer seinen Job nur schlecht erledigt, erhält nur 1€ die Stunde. Ergo erledige ich für 1€ die Stunde den Job entsprechend. Man hat eben für manche Tätigkeiten "zwei linke Hände". Da kann es dann schon mal passieren, das beispielsweise bei Gartenarbeiten das "Unkraut" stehen bleibt anstatt der Nutzpflanzen. Für den "Arbeitgeber" wird sich dann ganz schnell die Frage erheben, wie "billig" ihm diese "1€-Arbeitskraft" dann noch kommt.

gruß
regis
 

Ehemaliges Heimkind

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Man kann Jobs gut oder schlecht erledigen! Wer seinen Job gut erledigt, erhält z.B. 10€ die Stunde. Wer seinen Job nur schlecht erledigt, erhält nur 1€ die Stunde. Ergo erledige ich für 1€ die Stunde den Job entsprechend. Man hat eben für manche Tätigkeiten "zwei linke Hände". Da kann es dann schon mal passieren, das beispielsweise bei Gartenarbeiten das "Unkraut" stehen bleibt anstatt der Nutzpflanzen. Für den "Arbeitgeber" wird sich dann ganz schnell die Frage erheben, wie "billig" ihm diese "1€-Arbeitskraft" dann noch kommt.

gruß
regis

Menschenrechtverletzungen - Wie kann man juristisch dagegen vorgehen und seine Paktrechte einfordern ?

QUELLE: 123recht.net @ https://www.123recht.net/article.asp?a=35985&ccheck=1

Rubrik: Nachrichten - Gesetzgebung

»»»DGB und Sozialverbände fordern Abschaffung der Ein-Euro-Jobs

Expertin: Urteil "gesellschaftspolitisch bedenklich"

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat nach dem Urteil des Bundessozialgerichts [ vom 16.12.2008 - "AZ: B 4 AS 60/07 R" - siehe dazu den juristischen Kurzbericht selbst bei Beck-Aktuell @ https://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?sessionid=061A9917B2904427BC3152BD13997258&docid=272676&highlight=AZ%3A+B+4+AS+60/07+R] die Abschaffung der sogenannten Ein-Euro-Jobs gefordert. Deren massenhafter Einsatz verdränge reguläre Beschäftigung und führe zur Ausweitung des Niedriglohnsektors, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der "Berliner Zeitung". Die Entscheidung der Kasseler Richter, wonach eine Arbeitszeit von 30 Stunden pro Woche für arbeitslose Ein-Euro-Jobber zulässig sei, kritisierte die Gewerkschafterin als "gesellschaftspolitisch bedenklich". Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Ulrike Mascher, nannte das Urteil "völlig unangemessen". 30 Stunden Arbeit pro Woche liege "hart an der Vollzeitbeschäftigung".

Mascher nannte die Aufwandsentschädigung einem "Hungerlohn" - zumal Ein-Euro-Jobber damit auch ihre Fahrtkosten bezahlen müssten. Eine bayerische Arbeitsagentur hatte einen arbeitslosen Ingenieur dazu angehalten, 30 Stunden in der Woche für jeweils 1,50 Euro Gärtnerarbeiten zu verrichten. Als der Arbeitslose sich weigerte, kürzte die Agentur das Arbeitslosengeld II um monatlich 103 Euro. In seiner Klage argumentierte der 58-Jährige, bei einer fast vollen Stelle werde reguläre Arbeit gesetzwidrig verdrängt. Zudem bleibe ihm kaum noch Zeit, sich auf eine richtige Stelle zu bewerben. Die Richter gaben in ihrem Urteil der Agentur recht.

17. Dezember 2008 - 08.13 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2008 «««


Meine Frage als Australier:

Bei Verletzung von im Grundgesetz eines Landes und gleichfalls in Völkerrechtsabkommen festgeschriebenen Menschenrechten, könnte dann nicht vielleicht Folgendes seitens des Verletzten / Geschädigten / Betroffenen ( der / die auf Grund von entgegengesetzter innerstaatlicher Gesetzgebung gezwungen wird für einen "Hungerlohn" zu malochen und dadurch zum Arbeitssklaven gemacht wird ! ) als ein neues internationales GEGENMITTEL gegen ein solches behördliches oder auch höchstrichterliches Handhaben [ = Outrage / Injustice / human rights violation ] angewendet werden ???

Und ich kann mir ebenfalls gut vorstellen ( daß auch wenn Sammelklagen normalerweise in Deutschland selbst untersagt sind ), daß AUF DIESEM WEGE nicht nur diesbetreffende "Individualbeschwerdeverfahren" vor einem UN "internationalen Überprüfungsausschuss" eingeleitet werden könnten, aber daß auch Sammelklagen [ = class actions ] mehrerer oder vieler durch "1 Euro Jobs Geschädigter" vor diesem UN "internationalen Überprüfungsausschuss" zulässig wären und von deutschen Bürgerinnen und Bürgern initiiert werden könnten.


11. Dezember 2008 – Pressemitteilung
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN - BUNDESTAGSFRAKTION

@ https://www.gruene-bundestag.de/cms/presse/dok/261/261723.individualbeschwerdeverfahren_wichtiger.html

»»»Individualbeschwerdeverfahren wichtiger Schritt zur Sicherstellung der Menschenrechte

Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher erklärt:

Wir begrüßen, dass die Generalversammlung der Vereinten Nationen gestern, der Einführung eines Individualbeschwerdeverfahrens durch ein Zusatzprotokoll zum Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte zugestimmt hat. Danach soll es einzelnen Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht werden, sich direkt mit Beschwerden wegen Verletzungen ihrer Paktrechte an einen internationalen Überprüfungsausschuss zu wenden. Dieses Verfahren schließt eine bisher bestehende Lücke und straft all diejenigen Lügen, die jahrelang behauptet haben, wirtschaftliche und soziale Rechte seien nicht justiziabel und einer Überprüfung im Einzelfall nicht zugänglich.«««
 

Braunes Hartz

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Hallo,
schau vielleicht mal hier.
"Erst hab ich gedacht, dass ist alles Quatsch. Aber ich finde, dassist wirklich ne Alternative für Leute, die aus Hartz IV raus wollen.Die Rede ist von diesem Hartz5 was zur Zeit im Internet kursiert: (von mir gelöscht)
Vielleicht bringt es ja einigen Leuten was...
Gruß lalito
Hallo Mods,
Löscht doch bitte mal diese unsägliche Werbung!
Danke.
Hm. Da meint wahrscheinlich einer, wenn sich jemand mit einem Ein-Euro-Job zum Affen machen läßt, läßt er sich das auch auf jede andere Weise, was möglicherweise gar nicht so falsch ist. Ist vielleicht auch für den einen oder anderen ein Weg zur Selbsterkenntnis und dazu, sich endlich einmal effektiv zu wehren und bei beiden Quatschveranstaltungen, auch dem Blödelesjob, trotz Sanktionsdrohung einfach nicht mitzumachen. Doch, es geht !
mostes schrieb:
"Da wird die türkische Mitarbeiterin damit zitiert, nun ihr Lebensglück gefunden zu haben - famos."
Wieso?
Diese Aussage trifft doch auch auf einige Leute hier im Forum zu.
Da gibt es welche, die unbedingt ihren Ein-Euro-Job verlängern wollen. andere meinen ohne diese Almosen nicht leben zu können.
Und wieder andere reißen sich darum den Träger in den A*** zu kriechen.
Hier hat's jemand kapiert, MEINE VOLLE ZUSTIMMUNG, Rote Socke !
Ich habe vom 02.06.08 -14.11.08 einen Ein Euro Job in einer Gartenanlage
getätigt.Ehrlich gesagt,es hat mir Spass gemacht,Brachgärten zu pflegen
und Gemüse für die Tafel Leipzig anzubauen.
Doch im Jahr 2009 werden diese Arbeiten von der Arge Leipzig und denEuropäischen Sozialfond in einen sozialversicherungspflichtigenEinkommen
getätigt.
Diese Leute bekommen 900Eur.pro Monat.
Mir sagt die Arge,ich komme für diesen Job nicht in Frage (hatte ja erst eine Massnahme).Das ist doch bekloppt,oder?
Was haltet Ihr davon?
Gruss micha67
Geschieht Dir recht.
 

Waldfee

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Hallo alle miteinander,
habe selber meine eigenen Erfahrungen im 1-€-Job Zirkus gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass von so einer Maßnahme raus KEINER in ein normales Arbeitsverhältnis vermittelt wird. Entweder man sucht sich selbst einen "normalen" Job oder man wird in ein gefördertes Arbeitsverhältnis gesteckt. Gefördert heißt, steuerbefreit, das Arbeitsamt übernimmt die Sozialversicherungsbeiträge und 75 % vom Lohn. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung entfällt. Somit zahlt der Arbeitgeber nur 25 % vom Nettolohn und man arbeitet am Ende wieder für 1,25 € - 1,50 €/Std. Ganz am Schluss, falls das Arbeitsverhältnis wieder beendet ist, steht man wieder bei der ARGE vor der Tür, weil man ja keine Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 erworben hat (wg. fehlender Beiträge)
 
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Wer auch nur irgendeiner regelmäßigen und möglichst weit von seinem Wohnort entfernt stattfindenden 'Beschäftigung' nachgeht, kommt nicht auf solch' dumme Idee, innere Unruhen im Lande anzuzetteln...
 

keineurojob

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Ich muss hier auch noch etwas über diese Werkstatt Frankfurt loslassen.
Dabei lasse ich mal alles dahingestellt über Rechtmäßigkeit des Zustandekommens der EGV. Da steht z. B. Maßnahme zu einer "qualifizierenden Beschäftigung mit MAE für 1,50 "
Und das, obwohl ich ausreichend qualifiziert bin und nächstes Jahr in die vorgezogene Rente unter 18 % Abzug gehe.
Auch scheint der Job nicht zusätzlich zu sein, wäre ich fest angestellt, hätte ich in der niedrigsten Gehaltsstufe für städtische Angestellte 1500 € brutto + diverse Zuschläge

Nun zur Werkstatt.
Obwohl ich die "Zuweisung" vom Jobcenter unter Androhung von Sanktionen dabei hatte,
musste auch noch ein Vertrag mit der Werkstatt Frankfurt unterschrieben werden, so als sei man ein freier Mensch. obwohl dies quasi eine Zwangsmaßnahme ist.

Was mich dabei sehr störte, war daß dies eine Massenunterschriftenversammlung war.
Ich saß mit 10 - 12 weiteren Menschen um einen Tisch, ein Vasalle der Werkstatt erklärte uns noch einiges und hatte die gesammelten Verträge, die er dann verteilte.
Hatte man eine Frage konnten also alle anderen zuhören.
Deshalb unterließ man es natürlich allzu privat zu werden, was wohl der Zweck der Übung war, möglichst unbequeme Fragen vermeiden.

Dann wurde immer erklärt, dies sei kein Arbeitsverhältnis.
Aus diesem Grund wird auch kein Feiertag bezahlt und die 20 Tage Urlaub die einem zustehen, bekommt man auch nicht bezahlt,
immerhin ein Ausfall von 150 €

Ich bin müde geworden, ich konnte und wollte mich auch nicht mehr wehren im Hinbblick auch auf die baldige Rente.

Ich möchte an dieser Stelle nicht sagen, wo mein Einsatzort ist, da die Leute dort sehr nett sind, ich eine wunderbare Arbeit mit eigenem Büro, PC und Telefon habe und auch nie unter Druck gesetzt werde.
Außerdem ist das eine Arbeit die auch meinem privaten Interessensgebiet sehr nahe ist.
Dazu kommt der einfache kurze Arbeitsweg, ( Monatskarte wird bezahlt ) wobei man hört, daß sie Leute so weit entfernt hinscheuchen, daß sie einen ewig langen Anfahrtsweg haben mit 3x umsteigen etc. Das Schlimmste wäre für mich gewesen, wenn ich in ein Altenheim oder einen Kindergarten beordert worden wäre, da ich überhaupt keine soziale Ader habe. Eine Bekannte sollte sogar im 1 € Job in ein Hospiz - man stelle sich das vor.

Ich wäge einfach ab, zudem spare ich mir auch noch Heiz und Stromkosten, zu Hause sitze ich auch viel vorm PC.
 

Braunes Hartz

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Ich möchte an dieser Stelle nicht sagen, wo mein Einsatzort ist, da die Leute dort sehr nett sind, ich eine wunderbare Arbeit mit eigenem Büro, PC und Telefon habe und auch nie unter Druck gesetzt werde.
Außerdem ist das eine Arbeit die auch meinem privaten Interessensgebiet sehr nahe ist.
Dazu kommt der einfache kurze Arbeitsweg, ( Monatskarte wird bezahlt ) wobei man hört, daß sie Leute so weit entfernt hinscheuchen, daß sie einen ewig langen Anfahrtsweg haben mit 3x umsteigen etc. Das Schlimmste wäre für mich gewesen, wenn ich in ein Altenheim oder einen Kindergarten beordert worden wäre, da ich überhaupt keine soziale Ader habe. Eine Bekannte sollte sogar im 1 € Job in ein Hospiz - man stelle sich das vor.

Ich wäge einfach ab, zudem spare ich mir auch noch Heiz und Stromkosten, zu Hause sitze ich auch viel vorm PC.

Na, da hast Du doch alles, was Du brauchst. Was willst Du mehr ? Andere müssen in die Frührente und den ganzen lieben langen Tag am Strand von Teneriffa rumhängen, wie schrecklich.

Apropos: Kannst Du mir Deine Rente überschreiben lassen, ich werd' nämlich keine kriegen (bin 57) ? Dann kannst Du bis zum Ableben Strom sparen. :biggrin:
.
 
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