Ein-Euro-Job zumutbar?

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wolliohne

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Informationen aus dem Beitrag von Stephani Streloke Definition: Sozialgesetzbuch - Zweites Buch (SGB II): Hier werden unter dem Begriff "Arbeitsgelegenheiten" alle Formen der Betätigung von Arbeitslosengeld-II-Empfänger/innen zusammengefasst. Dazu zählen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ebenso wie die so genannten Ein-Euro-Jobs. Sie heißen offiziell "Mehraufwandsentschädigungs-Arbeitsgelegenheit" (MEA).





WDR 2 Der Sender. - Quintessenz - Ein-Euro-Job zumutbar?
 
E

ExitUser

Gast
...Im Zusammenhang mit einem Ein-Euro-Job wird keine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgemacht. Es ist also kein Argument, dass die Fahrtkosten und zusätzliche Kinderbetreuungskosten den Arbeitslohn übersteigen...
:eek::eek::confused:
 

Atlantis

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1- Euro sind aus folgenden Gründen unzumutbar

„1-Euro-Jobs“ sind keine Jobs, sondern aufgezwungene Arbeitsgelegenheiten!

1 Arbeitsgelegenheiten sind für erwerbslose Menschen nicht freiwillig,
denn wer diese Maßnahme nicht antritt oder abbricht, erhält nach dem
Gesetz nur noch stark gekürzten oder gar keinen Lebensunterhalt mehr.

2 Durch Arbeitsgelegenheiten werden reguläre Arbeitsplätze abgebaut
und das allgemeine Lohnniveau weiterhin gedrückt
denn sie sind eine unmittelbare Konkurenz zum ersten Arbeitsmarkt.

3 Arbeitsgelegenheiten schaffen eine untere Klasse von Beschäftigten,
denn laut Gesetz stellen sie keine regulären Arbeitsverhältnisse dar.

4 Arbeitsgelegenheiten geben erwerbslosen Menschen keine
Perspektive,
denn durch Hartz IV werden keine Arbeitsplätze geschaffen.

5 Arbeitsgelegenheiten sind nicht unbedingt gemeinnützig,
denn nach dem Gesetz müssen sie lediglich „zusätzlich“ sein und „im
öffentlichen Interesse liegend“.

6 Arbeitsgelegenheiten bieten nicht immer einen Euro pro Stunde,
denn laut Gesetz gibt es nur eine „angemessene Entschädigung für
Mehraufwendungen“.

7 Mit Hilfe von Arbeitsgelegenheiten wird im sozialen Bereich weiter
gekürzt.


Arbeitsgelegenheiten dienen nicht den hehren Zielen, unter denen sie verkauft werden. Mit
ihnen wird die wirtschaftliche Notlage von Erwerbslosen ausgenutzt.
Dabei spielt der Gesetzgeber mit der Angst Erwerbsloser, aus der Gesellschaft und der so-
zialen Sicherung herauszufallen.
 
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