Ein Euro Job wird mir zum Verhängnis, bitte um Hilfe!.

Allimente

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Im Merk- und Infoblatt, steht- Sie erklären sich freiwillig dazu bereit, bei der ........eine entsprechende Beschäftigung aufzunehmen.
Habe allerdings schon Zwei Wochen gearbeitet, wäre das Konkludendentes Handeln auch im hinblick auf
die Unterschriebene EinV?
Da bin ich kein Experte, mein Menschverstand sagt mir aber JA, das ist konkludentes Verhalten.
 

gila

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Merkwürdig ist, dass im ersten Teil über Bewerbung Coaching und Daten etc die Rede ist und im Infoblatt dann eine Arbeitsgelegenheit beschrieben ist.

Was ist das Ganze nun? wirst du nun gecoacht und sollst sich bewerben oder machst du irgendwelche Frondienste?

Vielleicht könnte man ja mal fragen ob man die Adresse des ESF haben kann, man möchte bevor man hier irgendwas unterschreibt dort mal selber anfragen inwiefern es von der ESF vorgesehen und gefördert ist, dass man durch entrümpelungsarbeiten in eine Beschäftigung kommt.
könnte sein dass denen das so gar nicht gefällt 🤭

als nächstes ist mir noch aufgefallen dass es auf dem sogenannten Merk- und Informationsblatt was ich schonmal nicht unterschreiben würde, weil man hier auch Verpflichtungen unterschreibt was keine Information ist sondern schon eine vertragliche Zusicherung in meinen Augen, dass die Beendigung der Arbeitsgelegenheit ohne Einhaltung einer Frist verlangt werden kann.

Hier steht nicht wer das verlangen kann... weiter wird ausgeführt ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor wenn die Teilnehmer für die übertragenen Aufgaben ungeeignet sind... die beendigungsmöglichkeiten des Jobcenters bleiben hiervon unberührt.

Daher nicht wirklich differenziert wird wer hier bestimmt ob du ungeeignet bist, müsste man die doch darauf festnageln können dass du selbst meinst du bist ungeeignet und möchtest das nicht weiter fortführen, weil es dich auch nicht in Arbeit bringt. Was hast du denn überhaupt für eigene Berufsvorstellungen?
 

Peter87

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Was hast du denn überhaupt für eigene Berufsvorstellungen?
Keine dieser Tätgkeiten liegt mir, deswegen dieser 1 Euro Job um dies in Erfahrung bringen zu können.
Was ist das Ganze nun? wirst du nun gecoacht und sollst sich bewerben oder machst du irgendwelche Frondienste?
Arbeiten. Um die Teilhabe am Arbeitsmarkt zu bekommen. Was sich jetzt erledigt hat.
 

gila

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Nun wenn du jetzt schon eine gewisse Zeit Erfahrung gesammelt hast müsste man einem erwachsenen Menschen ja eigentlich zugestehen dass er mit seiner eigenen Urteilsfähigkeit behaupten kann dass diese Tätigkeit im weder liegt, noch künftig angestrebt wird, noch er überzeugt davon ist, dass es ihn in Arbeit bringt.

Kann natürlich sein, dass dem Jobcenter das nicht gefällt und man der Auffassung ist Zwangsarbeit ist das neue Mittel in unserer Gesellschaft... Aber dann müsste eben notfalls bei einer Sanktion das Gericht das klären.
Und wenn du nicht unterschreiben willst, wozu man dich nicht zwingen kann, bleibt ja dieser Weg der Klärung offen.

Ich würde mich auf diesen genannten Passus berufen, dass in dem Infoblatt ja drin steht, wenn man ungeeignet ist, dass die Arbeit beendet werden kann 😉, und da das hier nicht deutlich auf den Maßnahmeträger gemünzt ist, nimmt man dieses Recht für sich selbst auch in Anspruch, da man nun ausreichend und freiwillig an der AGH teilgenommen hat um seine eigene Fähigkeit beurteilen zu können.

Sollte das Jobcenter hier sanktionieren wollen müsste es ja mal irgendwann den Nachweis antreten, wer hier beurteilen möchte und nach welchen Kriterien dass diese Maßnahme für dich zumutbar war. Und zwar nicht nur anhand der Tatsache dass man das Wörtchen zumutbar benutzt, sondern ganz klar ausführt warum man das als zumutbar erachtet, und weiter müsste es ja dann mal herausgefordert werden zu argumentieren, warum man zwangsverpflichtet wird zu Arbeiten, die einem weder liegen noch weiter bringen und wie dieser Zwang in Zusammenhang zu bringen ist mit einer Teilhabe am Arbeitsmarkt.

Du hast ja die Maßnahme nicht prinzipiell verweigert, sondern den Versuch gestartet... im richtigen Arbeitsleben hat man auch die Möglichkeit einer so genannten Probearbeit.

Warum sollte es hier in einem Projekt was zudem auch noch freiwillig ist, anders sein? Wo sind wir jetzt hier eigentlich schon langsam in diesem Staate??

Notfalls würde ich noch hinzufügen dass man gerne eine Anfrage an den ESF tätig, ob es im Sinne eines freiwilligen Projektes und einer Teilhabe am Arbeitsleben zwingend erforderlich ist Tätigkeiten und Frondienste leisten zu müssen um an einer "Teilhabe teilhaben" zu können...

Meine Güte was für ein Schwachsinn...
 
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gila

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Meiner pingeligen Auffassung nach unterschreibst du hier keinen Vertrag, weil das Wort Vertrag gar nicht erst erwähnt wird.

Insofern könnte man sagen, du hast dich geweigert einfach ein Informationsblatt, eine Info über notwendige Datenfreigabe und eine Hausordnung zu unterschreiben, es gibt schon Urteile, die eine Unterschrift unter einem Infoblatt oder einer Hausordnung bei einem Maßnahmeträger als sozusagen unschädlich betrachten und behaupten, dass der Leistungsberechtigte das hätte ruhig unterschreiben können und eine Weigerung hier nicht notwendig ist.
Es ist ja kein Vertrag.
Allerdings sind in der "Info" natürlich auch ein paar Verpflichtungen versteckt kann man die man dann durchaus als vertragliche Vereinbarung verstehen kann.

Vielleicht würde ich einfach mal die Papiere zurückgeben und sagen dass dir nicht wirklich klar ist trotz Prüfung was du da genau unter schreibst, und im Grunde genommen wäre das ja eine freiwillige Angelegenheit vom ESF gefördert, da bist du der Ansicht du musst da nicht extra was unterschreiben, denn das Jobcenter hätte Dich ja dieser Maßnahme zugewiesen.

Wenn man dann sagt, aber ohne Unterschrift können wir Ihre Daten nicht verarbeiten und auch wegen der Arbeitssicherheit können wir sie hier nicht beschäftigen etc.pp dann hat das Ganze wohl doch eher einen Vertrags Charakter. 😉 und der Träger kann dich nicht weiter verwursten.

Da muss man dann flexibel sein, die Reaktion des netten Trägers abwarten, ob er nett bleibt oder ihm das Gesicht zusammenfällt und sein Ton etwas schärfer wird.

Dann würde ich persönlich z.b. als nächstes raushauen, dass ich jetzt genug Freiwilligkeit bewiesen habe und dass mir hier erhebliche Zweifel aufgekommen sind wie mich diese Tätigkeiten überhaupt in reale Arbeit bringen sollen, denn diese Tätigkeiten seien auch von mir auf dem Arbeitsmarkt überhaupt nicht angestrebt und ich selbst halte mich hier auch nicht für geeignet.

Natürlich kann das alles Ärger geben, kann auch erstmal ne Sanktion zur Folge haben, aber irgendwann muss man da auch mal durch.
 

Peter87

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Natürlich kann das alles Ärger geben, kann auch erstmal ne Sanktion zur Folge haben, aber irgendwann muss man da auch mal durch.
Nehmen wir mal an, der Typ gibt mir nichts schriftlich und lass es drauf ankommen(Hausverbot, keine Ahnung), er ruft dann die Polizei
und wir klären dann einfach den Sachverhalt?:p
 

gila

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Ich persönlich halte von diesen etwas ausufernden Lösungen nichts. Ich bin da eher in Richtung Rückgrat zeigen und durchziehen gestrickt.

Diese hier oft beschriebene Taktik einer Eskalation wäre hier ja auch wenig dienlich, du willst dem Träger doch nicht wirklich vormachen dass du gerne weiter machen würdest, aber ohne Vertrags Gedöns ? Ich finde dass wenig glaubwürdig wie gesagt, jeder ist anders gestrickt, ich bin immer für geraden Weg einer wirklich guten und intensiven Argumentationskette
 

gila

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Natürlich steht es dir offen ihn freundlich zu fragen ob er dir das schriftlich gibt. Du kannst ihn ja fragen ob er nicht wirklich auch im tiefsten Herzen der Meinung ist dass du vollkommen ungeeignet wärst 😉😉
 

gila

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Er kann dich wegschicken oder sagen, dass er ohne Unterschrift nicht mit dir arbeiten kann, aber von der massnahm entbinden kann dich nur das JC.
In diesem Falle nicht ganz so, denn in dem Merk- und Infoblatt steht drin "die Beendigung der Arbeitsgelegenheit kann ohne Einhaltung einer Frist verlangt werden, ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor wenn der Teilnehmer für die ihm übertragene Aufgabe ungeeignet ist, die Beendigungsmöglichkeiten des Jobcenters bleiben hiervon unberührt."

Nach meiner und allg. Lesart und da nichts näher definiert ist, kann dies auch der MT.... Und auch ich selbst kann befinden, dass ich nicht geeignet bin und umgekehrt, denn diese Möglichkeit wurde explizit nicht ausgeschlossen. 😉

Pech, wenn man unklare Verträge formuliert
 

Kerstin_K

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Ist ja nett, wenn das iso in einem Merkblatt steht. Aber normalerweise kann ein Massnahmeträger sich die Teilnehmer nicht selber aussuchen. Das JC hat vorher zu prüfen, ob der Teilnehmer geeignet ist oder nicht. Stellt der MT während der Massnahme fest, dass der Teilnehmer aus seiner Sicht nicht geeignet ist, kann er das gerne dem JC mitteilen, aber die Entscheidung über die Beendigung der Massnahme trifft trotzdem das JC.
 

gila

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Ich sehe ja in diesem "Fehler" eher die Chance, dass man das auf sich selber auch ummünzen kann, weil es ja nicht ne einfache Bewerbungsmaßnahme ist, sondern eine AGH mit bestimmten körperlichen Tätigkeiten, für die man sich selbst schließlich auch als geeignet empfinden muss.

Ich denke mal es ist mein gutes Recht selbst zu bestimmen, für welche Arbeiten ich meinen Körper einsetze, sonst wären wir hier wirklich schon bei Zwangsarbeit und Steine klopfen.

Und durch diese missverständliche Formulierung schießen sie sich auch ein Eigentor, denn wenn das da so steht dann steht das da so, und dann kann man hinterher nicht sagen aber es ist anders gemeint🤭
Es gibt ja immer noch den sogenannten Empfängerhorizont auf den ein Vertragswerk auch abgestimmt werden muss
 
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dagobert1

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Vielleicht doch erst mit der Abschlussfreiheit versuchen?
Da wird doch gar nichts abgeschlossen.
Das sind datenschutzrechtliche Einwilligungen, die sind in jedem Fall freiwillig.
Witzig ist dabei der Hinweis auf die "gesetzlichen Aufbewahrungsfristen" - wenn es die in dem behaupteten Umfang wirklich gibt, dann braucht der MT deine Unterschrift gar nicht.
Die Unterschrift unter die Einwilligung ist nur erforderlich, wenn der MT Daten über das gesetzlich Erlaubte hinaus verarbeiten möchte - und du ihm das erlauben möchtest.
 

Ronald BW

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Es sieht ganz danach aus das die Erlacher Höhe zum Selbsterhalt Frischfleisch braucht
Das ist verkappter Arbeitsdienst da sind Rauchzeichen fällig
auf Deutsch das darf ruhig hin und wieder an passender Stelle angesprochen werden z.B. bei Kunden dieser Einrichtung
 
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