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Ein Euro Job und Krankheit

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Andreas1

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#1
Hallo Ich bin neu hier und hätte ein paar Fragen zu einem Euro Job.

Ich habe einen 1Euro Job für 4 Wochen zu geteilt bekommen in dem Vertrag steht das sich bei Krankheit die Zuweisungsdauer so lange verlängert bis eine Teilnahme von 4 Wochen erreicht ist.

Obwohl Ich meiner SB mitgeteilt habe das ich weitere Ärztliche Termine habe (Zahn OP) und im Moment nicht in der Lage bin Körperlich schwer zu Arbeiten in der Beschreibung was von Holz hacken und Steine sortieren.

Falls Ich die Teilnahme verweigere oder Abbreche bekomme Ich eine Sanktion von 30 %.Wie lange gilt diese und darf in dieser Zeit weiter Sanktioniert werden?

Darf sich die Zuweisungsdauer Automatisch verlängern oder muss erst ein neuer Vertrag unterschrieben werden?

Mfg
Andreas
 
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#2
Falls Ich die Teilnahme verweigere oder Abbreche bekomme Ich eine Sanktion von 30 %.Wie lange gilt diese und darf in dieser Zeit weiter Sanktioniert werden?
Wenn du krank bist, dann bist du krank, da können die schonmal garnix.

Aber ob das mit der Verlängerung rechtens ist kann ich so nicht sagen, ich meine tendenziell eher nein, da ja in der Zuweisung klar der Zeitraum der Massnahme angegeben ist.
 
E

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Gast
#3
Hallo Ich bin neu hier und hätte ein paar Fragen zu einem Euro Job.

Ich habe einen 1Euro Job für 4 Wochen zu geteilt bekommen in dem Vertrag steht das sich bei Krankheit die Zuweisungsdauer so lange verlängert bis eine Teilnahme von 4 Wochen erreicht ist.

Obwohl Ich meiner SB mitgeteilt habe das ich weitere Ärztliche Termine habe (Zahn OP) und im Moment nicht in der Lage bin Körperlich schwer zu Arbeiten in der Beschreibung was von Holz hacken und Steine sortieren.

Falls Ich die Teilnahme verweigere oder Abbreche bekomme Ich eine Sanktion von 30 %.Wie lange gilt diese und darf in dieser Zeit weiter Sanktioniert werden?

Darf sich die Zuweisungsdauer Automatisch verlängern oder muss erst ein neuer Vertrag unterschrieben werden?

Mfg
Andreas
Jetzt setz doch hier einmal ins Forum, was du alles unterschrieben hast (EGV) und erhalten hast (zuweisung). Was deine SB sagt, ist gleichgültig, denn es ist nichts wert.
 

Andreas1

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#4
Hallo

Ja das mündliche Vereinbarungen nichts zählen hab ich schon gemerkt..........:icon_evil:

So hab hier mal die EGV und die Zuweisung.Nun wollte ich mal wissen ob die Arbeiten zusätzlich sind und ob das mit der automatischen Verlängerung rechtens ist.
 

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Andreas1

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#6
Hallo

Zu dem Euro Job hätte ich noch ein paar Fragen.Als ich meinen Sb auf eine Selbstständigkeit ansprach(Ich war schon ein paar Jahre Selbstständig) verneinte er sofort und meinte die KV wäre viel zu teuer.
Darauf hin schickte man mich zu diesem Euro Job.Was wäre wenn ich mir nach meiner Zahn OP einfach einen Gewerbeschein hole und den SB schriftlich Informiere?
Kann mir die Arge das verbieten? Könnte ich dann den Euro Job dann beenden?

Hintergrund ist dass ich mich wieder Selbstständig machen möchte und aber davon ausgehe dass ich noch 2-3 Monate von Hartz 4 abhängig bin.

Mfg
Andreas
 

physicus

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#7
Wenn ich mir das Leistungsspektrum des Maßnahmeträgers so anschaue, dann stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Zusätzlichkeit und Gemeinnützigkeit der Arbeiten, die dort angeboten werden:
dort ist nichts, aber auch garnichts zusätzlich, das ist wieder einer dieser modernen abzockenden sklavenhändler und dazu holen sie auch noch eu gelder ab....
 

Andreas1

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#8
Das war mal so ein kleines Sozial Möbellager.............Wie gesagt war...

Und was kann ich jetzt tun ?

Mfg
Andreas
 
E

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Gast
#9
Diese ARBEit ist ganz sicher nicht zusätzlich. Das Problem ist, dass du diese recht seltsame EGV unterschrieben hast und damit gesagt hast: "Das ist genau das richtige für meine Integration".

Die EGV ist nicht in Ordnung und schon allein aus der Zuweisung geht hervor, dass der Job nicht zusätzlich ist. Wenn du den Job jetzt aber abbrichst, bekommst du erstmal eine Sanktion. Diese kannst du im Eilverfahren einklagen; hierfür bekommst du auch einen Beratungsschein für den Fachanwalt für Sozialrecht. Dann kostet dich alles nur 10 Euros. Ich bin mir auch sehr sicher, dass du das Geld für die Sanktion in ca. 4 Wochen zurückhast. Anders kannst du den Job aber nicht loswerden.

Da der Job aber nur über 4 Wochen geht, würde ich in diesem Fall sogar fast raten: Mach den Job und reiche parallel eine Feststellungsklage zur Prüfung, ob der Job zusätzlich ist, beim Sozialgericht ein. Wenn du noch einen Stundenzettel mit den Tätigkeiten, die du gemacht hast, bekommen kannst, kann man den auch noch beifügen.

Der Richter wird höchst wahrscheinlich entscheiden, dass der Job nicht zustäzlich ist. Dann kann dein Amt diese "Stelle" nie wieder besetzen und du kannst noch einen normalen Lohn zum ortsüblichen Tarif einklagen. Das bringt dir leider nicht viel, denn es wird vom ALG II wieder abgezogen. Aber deine ARGE macht nie wieder so etwas mit dir!

Bitte unterschreibe beim nächsten mal nicht gleich wieder eine EGV! Das ist ein Vertrag! Wenn man dir das vorlegt, dann stecke es ein zwecks Prüfung. Damit gehst du am besten zu einer Erwerbsloseninitiative, oder scannst es hier ins Forum ein. Da muss ein guter Gegenvorschlag ausgearbeitet werden.

Wäre schon ganz interessant zu wissen, für welche Möglichkeit du dich entscheidest: Abbruch der Maßnahme und Sanktion, die danach eingeklagt wird, oder Weiterführung der Maßnahme, Feststellungsklage und Einklagen des Lohnes.
 

Paolo_Pinkel

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#10
Bitte unterschreibe beim nächsten mal nicht gleich wieder eine EGV! Das ist ein Vertrag! Wenn man dir das vorlegt, dann stecke es ein zwecks Prüfung. Damit gehst du am besten zu einer Erwerbsloseninitiative, oder scannst es hier ins Forum ein. Da muss ein guter Gegenvorschlag ausgearbeitet werden.
Hi,

genau so ist es. Man kann es nicht oft genug sagen. Warum kannst du hier sehen:

YouTube - Ein Video für Hartz4 Empfänger

(Vielleicht könnte man das auch mal von Seiten der Redaktion in der Rubrik EGV festtackern so das es für jeden Hilfesuchenden direkt eine erste Anlauf- und Informationsstelle ist. Nur eine Idee denn schlecht ist das Video nicht)

Gruss

Paolo
 

Andreas1

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#11
Hallo
Danke für euere Antworten.Jetzt habe ich aber noch ein paar Fragen.
In der Zuweisung steht "Die Tätigkeit kann jederzeit mit Aufnahme einer Erwerbsarbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beendet werden."
Wenn ich nun ein Gewerbe mit einem Monatsverdienst von ca 350-450 Euro die ersten Monate anmelde könnte ich dann den Euro Job einfach beenden?

Was ist an der EGV nicht in Ordnung?
Welche Arbeiten in der Zuweisung sind nicht zusätzlich?
Wo kann ich im Eilverfahren Einklagen?Wo bekomme ich einen Beratungsschein?
Wie schreibe ich so einen Wiederspruch gegen diesen Job?

Sorry für die vielen Fragen aber ich hab echt keinen Plan was ich da machen muss.Ich muss am Montag erst mal zum Arzt der wird mich die Woche krank schreiben denk ich mal da ich probleme mit der Bandscheibe habe.Ich werde ihn mal ansprechen wegen einem Attest da ich kein Holz hacken oder Steine schleppen kann im moment.

Ich werde meinem Sb dann eine Ablehnung für den Job schreiben und mich auf das Attest berufen.Würde dass auch gehen?

Mfg
Andreas
 
E

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#12
Hallo
Danke für euere Antworten.Jetzt habe ich aber noch ein paar Fragen.
In der Zuweisung steht "Die Tätigkeit kann jederzeit mit Aufnahme einer Erwerbsarbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beendet werden."
Wenn ich nun ein Gewerbe mit einem Monatsverdienst von ca 350-450 Euro die ersten Monate anmelde könnte ich dann den Euro Job einfach beenden?
Wenn du ein Gewerbe hast, dann könntest du diesen Job aufgeben, „weil du ja keine Zeit mehr für den EEJ hast“. Der EEJ ist nachrangig. Teile das dem SB dann schriftlich mit.


Was ist an der EGV nicht in Ordnung?
Nichts ist da in Ordnung! Die EGV ist eine Integrationsstrategie und deine EGV sieht nichts weiter als einen EEJ vor. D.h., dein Amt ist der Meinung, dass du nur durch diesen EEJ in Arbeit kommen kannst. Das ist ja lächerlich!

Außerdem ist der EEJ nicht da um festzustellen, wie motiviert du bist. Er ist auch nicht da, damit du dir etwas hinzuverdienen kannst. Er ist für Leute gedacht, die keine Arbeit finden können. Er soll diese Leute beruflich weiterbringen.

Außerdem soll eine EGV „bestimmen“, welche leistungen du erhälst. Bitte nicht lachen, aber der EEJ ist eine „Leistung“. Und unter „Bestimmtheit“ versteht man: Bezeichnung der Tätigkeit, Beschreibung, Name des Trägers. Ansonsten kann man keine Integrationsstrategie erkennen. Das fehlt ja alles in deiner EGV! Und die Beschreibung in der EGV sollte mit der in der Zuweisung übereinstimmen.


Welche Arbeiten in der Zuweisung sind nicht zusätzlich?
Keine einzige. Zu deiner Info: Eine „zusätzliche Arbeit“ ist eine Arbeit, die davor nicht, nicht in dem Umfang oder erst zu einem späteren Zeitpunkt von mind. 2 Jahren gemacht worden wäre. Dies bedeutet: Jede Büroarbeit, PC-Arbeit, Bauarbeit, Hausmeistertätigkeit, Pflegearbeit, ist nicht zusätzlich. Es gibt nur sehr wenige Arbeiten, die zusätzlich sind. Dazu gehört das Vorlesen für Kranke oder Alte (davor wurde das nicht gemacht), das Laubkehren (ansonsten bleibt es liegen) und nicht viel mehr.


Wo kann ich im Eilverfahren Einklagen?Wo bekomme ich einen Beratungsschein?
Wie schreibe ich so einen Wiederspruch gegen diesen Job?
Wenn du klagen musst, solltest du vorher zum Anwalt gehen. Der kann das machen. Der schreibt dir auch den Widerpsruch. Einen Beratungsschein bekommst du beim Amtsgericht.Wenn es Probleme mit dem Beratungschein gibt, musst du dich nochmal ans Forum wenden. Ist manchmal in einigen Städten nicht so leicht.


Einen Widerpsruch kannst du gegen diesen Job nicht schreiben. Er wäre nicht zulässig, denn du hast ihm per EGV bereits schon zugestimmt. Widersprüche schreibt man gegen Sanktionen. Du kannst nur den Job schmeißen. Dann wirst du sanktioniert, weil du den Pflichten aus der EGV, die du ja unterschrieben hast, nicht nachgekommen bist. Mit diesem Sanktionsbescheid holst du dir den Beratungsschein und gehst zum Anwalt zwecks Widerspruch gegen die Sanktion und Klage im Eilverfahren, weil deine Existenz nicht gesichert ist. Aber bitte sofort!!!

In diesem Fall kann es sein, dass man dir vor Zusendung eines Sanktionsbescheides eine „Anhörung“ zuschickt. Da bekommst du die Gelegenheit, vor Absenkung der Leistung dich noch mal zu äußern. In diese Anhörung musst du reinschreiben, dass du „den EEJ abgebrochen hast, weil er nicht zusätzlich ist. Ein zusätzlicher Job besteht aus einer Arbeit, die davor nicht, nicht in dem Umfang oder zu einem späteren Zeitpunkt von mind. 2 Jahren gemacht worden wäre.“

So wie ich unsere Ämter kenne, werden die dich trotzdem sanktionieren. Bereite dich deswegen auf einen Beratungsschein und einen Anwalt vor. Im Eilverfahren hast du das einbehaltene Geld der Sanktion ganz schnell wieder zurück.


Wenn du dich für diese Möglichkeit (nämlich Abbruch der Maßnahme und evtl. Sanktion) entscheidest, lege deinem SB erstmal morgen die Krankmeldung vor. Sobald du wieder gesund bist, kannst du ihm ja ein Briefchen schreiben und mitteilen, dass du „die Maßnahme abbrichst, weil der Job nicht zusätzlich ist.“


Solltest du dich für die Möglichkeit des Weiterführen der Maßnahme + Feststellungsklage + Lohneinklagen entscheiden, dann melde dich noch mal im Forum. Ich fürchte, du wirst für eine Feststellungsklage keinen Anwalt mit Beratungsschein bekommen, weil keine Sanktion vorliegt. Die Klage kriegen wir hier aber auch hin.
 

Andreas1

Elo-User/in

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#13
Hallo
Danke für die Antworten die mir sehr weiter helfen werden.Heute muss ich um 10 zum Arzt nach der Krankmeldung werde ich den Job schriftlich ablehnen.
Wie schreibt man so eine Ablehnung?So zb:

Sehr geehrter SB

Hiermit lehne ich Herr XXX ihre Maßnahme wegen fehlender zusätzlichkeit ab.Desweiteren bin ich körperlich momentan nicht in der Lage diese Maßnahme fortzuführen.
Mfg
XXX


Und falls ich mir ein Gewerbe anmelde brauche ich die Zustimmung des SB? Wieviele Stunden dürfte ich mit einem Gewerbe arbeiten?Gab es da nicht eine 15 Stunden Regel oder war diese nur beim ALG1?
Mfg
Andreas
 
E

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#14
Eigentlich lehnt man - nachdem man etwas angetreten ist - nicht ab, sondern man bricht ab. Hier müsstest du so schreiben:

"Ich werde diese Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung nicht fortführen, da sie rechtswidrig ist (fehlende Zusätzlichkeit, Verstoß gegen § 16d SGB II). Die durchgeführten Arbeiten lauten wie folgt:

(und hier listest du alles auf, was du gemacht hast)

Gem. einem Gerichtsbescheid des Verwaltungsgerichts Bremen vom 18.02.08, Aktenzeichen: S7 K 784/07, ist eine Arbeitsgelegenheit „zusätzlich“, wenn sie ohne dem Einsatz von "1-€-Jobbern" nicht, nicht in dem Maße oder mindestens zwei Jahre später ausgeführt werden würde. Wer eine Arbeitsgelegenheit ablehnt, die diesen Anforderungen nicht entspricht, darf nicht mit einer Absenkung seines Alg II sanktioniert werden.

Hierfür können Sie zur Haftung gezogen werden. Ich behalte mir das Recht vor, eine Feststellungsklage einzureichen.

Ich bitte Sie, den Träger entsprechend zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen"

Wenn du Glück hast, sagen die gar nichts mehr. Ansonsten schicken sie dir vermutlich eine "Anhörung zur Prüfung, ob die Leistung gesenkt werden muss". Da schreibst du diesen gleichen obigen Text nochmal rein.

Erst danach darf gesenkt werden. Dann holst du dir den Beratungsschein und gehst zum Fachanwalt für Sozialrecht. Wenn du keinen kennst, dann schau hier mal rein: Adressen — Tacheles Adressdatenbank.

Mit der Feststellungsklage wird es vermutlich nicht mehr klappen, denn wenn du den Ein-Euro-Job abbrichst, wird der Richter keinen Anlass sehen, jetzt noch über eine Feststellungsklage zu entscheiden.

Für eventuelle Schwierigkeiten wäre es hilfreich, wenn du einen vom Träger unterschriebenen Tägigkeitsnachweis hast.


Ich halte es für wahrscheinlich, dass die gar nichts mehr sagen, weil sie nur verlieren können. Man wird dir aber im Anschluss eine neue EGV vorlegen, weil deine jetzige ja außer diesem Ein-Euro-Job nichts weiter vorsieht. Bitte unterschreibe nicht nochmal sofort!!! Frag hier nochmal im Forum nach. Solange deine jetzige nämlich noch gültig ist, musst du keine neue EGV unterschreiben, es sei denn, man kündigt dir die jetzige. Das werden die aber vermutlich nach dieser Pleite nicht wagen. Hier muss richtig gehandelt werden! Am besten du steckst die neue EGV ein und sagst nichts. Danach stellst du sie hier ins Forum und setzt ein link zu diesem thread. Solange nämlich eine EGV noch gültig ist, muss keine neue unterschrieben werden.
 

Kerstin_K

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#15
Erstmal würde ich mich auf den Gesundheitszustand berufen. Da kann der SB nicht gegen an.
 

Andreas1

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#16
Hallo
Heute möchte Ich euch fragen wie Ich weiter machen soll.Zur Sache:

Ich hatte die MAE zum 01.04.09 abgebrochen mit der Begründung dass Ich mich Selbstständig gemacht habe und es mir Zeitlich nicht gelingt beide Jobs zu machen.

Danach wurde mir esrt mal kein Cent mehr ausbezahlt mit der Begründung Ich soll erst die Anlage EKS und eine Begründung bis zum 14.05 schreiben.

Das habe Ich auch Fristgerecht getan und bis heute keine Antwort erhalten.

So heute habe Ich nun eine Sanktion von 30 % bekommen.

Begründung:

Sie haben sich am 01.04.09 trotz Belehrung über die Rechtsfolgen geweigert, eine ihnen zumutbare Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung nach § 16d Satz 2 SGB II als Helfer bei GeBeGe weiterhin auszuführen.

Zur Begründung bzw Erklärung des Verhaltens wurde von ihnen dargelegt ,dass Sie aufgrund ihrer Selbständigkeit ab 01.04.09 die Arbeitsangelegenheit abbrechen mußten.

Diese Gründe konnten jedoch bei der Abwägung der persönlichen Einzelinteressen mit denen der Allgemeinheit nicht als wichtig im Sinne des §31 Absatz 1 Satz 2 SGB II annerkannt werden.

Die o.g. Entscheidung beruht auf § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr.1d und Abs.6 SGBII.

Mfg
Andreas
 
E

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#18
Hallo
Heute möchte Ich euch fragen wie Ich weiter machen soll.Zur Sache:

Ich hatte die MAE zum 01.04.09 abgebrochen mit der Begründung dass Ich mich Selbstständig gemacht habe und es mir Zeitlich nicht gelingt beide Jobs zu machen.

Danach wurde mir esrt mal kein Cent mehr ausbezahlt mit der Begründung Ich soll erst die Anlage EKS und eine Begründung bis zum 14.05 schreiben.

Das habe Ich auch Fristgerecht getan und bis heute keine Antwort erhalten.

So heute habe Ich nun eine Sanktion von 30 % bekommen.

Begründung:

Sie haben sich am 01.04.09 trotz Belehrung über die Rechtsfolgen geweigert, eine ihnen zumutbare Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung nach § 16d Satz 2 SGB II als Helfer bei GeBeGe weiterhin auszuführen.

Zur Begründung bzw Erklärung des Verhaltens wurde von ihnen dargelegt ,dass Sie aufgrund ihrer Selbständigkeit ab 01.04.09 die Arbeitsangelegenheit abbrechen mußten.

Diese Gründe konnten jedoch bei der Abwägung der persönlichen Einzelinteressen mit denen der Allgemeinheit nicht als wichtig im Sinne des §31 Absatz 1 Satz 2 SGB II annerkannt werden.

Die o.g. Entscheidung beruht auf § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr.1d und Abs.6 SGBII.

Mfg
Andreas
Hole dir bitte einen Beratungsschein beim Amtsgericht und gehe damit zum Fachanwalt für Sozialrecht. Das kostet dich mit diesem Schein nur 10 Euros und keinen Pfennig mehr. Der müsste sofort einen Widerpsruch einlegen und eine EA zum Gericht, damit die nicht kürzen können. ER muss sich auch wegen der Leistung kümmern. Vermutlich brauchst du 2 Beratungsscheine.

Hattest du nicht die Ablehnung mit der Begründung, dass der Job nicht zusätzlich ist, geschrieben?
 

Andreas1

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#19
Hallo

Danke für die Antworten werde dann am Montag zum Gericht gehen und einen Beratungsschein hole.

Ich hatte in der Ablehnung begründet das Ich mich Selbstständig gemacht habe und es mir Zeitlich nicht gelingt beide Jobs gleichzeitig zu machen.

Mfg
Andreas
 

anna85

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#20
Ich hatte in der Ablehnung begründet das Ich mich Selbstständig gemacht habe und es mir Zeitlich nicht gelingt beide Jobs gleichzeitig zu machen
das war womöglich nicht so geschickt :icon_evil:

Besser hättest du auf deinen Gesundheitszustand berufen, wobei du mit der Frage hättest rechnen müssen, warum der Gesundheitszustand dich nicht in der Ausübung der Selbstständigkeit behindert :icon_eek:
 
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#21
Eigentlich ist der Abbruch eines EEJ nie risikolos, vor allem wenn eine EGV unterschrieben wurde.Wenn du aber die Ablehnung aus Posting 14 geschickt hättest, oder ein Attest vom Arzt vorgelegt hättest, dass du den Job aus gesundheitlichen Gründen nicht machen kannst, hättest du besser abgeschnitten. Mit dieser Begründung war die Sanktion vorprammiert.
 

tomcat

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#22
@Mobydick
jetzt verfolge ich deine Kommentare schon eine Zeitlang und immer finde ich das gleiche an Ratschlägen, obwohl der Fall zu Fall immer verschieden ist.

Hast Du deine Ratschläge/Vorschläge als Textbaustein gespeichert, Z.Bsp. STRG+A+1, weil immer der gleiche Ratschlag von dir folgt :confused: was den 1 EEJ betrifft.
 

gnom123

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#23
@Mobydick
jetzt verfolge ich deine Kommentare schon eine Zeitlang und immer finde ich das gleiche an Ratschlägen, obwohl der Fall zu Fall immer verschieden ist.

Hast Du deine Ratschläge/Vorschläge als Textbaustein gespeichert, Z.Bsp. STRG+A+1, weil immer der gleiche Ratschlag von dir folgt :confused: was den 1 Ein-Euro-Job betrifft.
Könnte man meinen.Im Endeffekt läuft es ja doch meistens darauf hinaus das man einen Anwalt aufsuchen muss.
 

jane doe

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#24
zwischenfrage

wie kann eigentlich eine rechtswirksame egv mit einer gmbh abgeschlossen werden? die rechtsform der arge bzw der ämter ist die einer körperschaft und keine gesellschaft bürgerlichen rechts. vll kann das mal jemand mir verdeutlichen?
 

redfly

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#25
Die Zusätzlichkeit vor Gericht anzuzweifeln ist bei den meisten größeren Trägern wie z. B. der Diakonie, Caritas oder bei einer gGmbH nicht leicht. Da ist praktisch alles automatisch zusätzlich. Bei kleineren Firmen oder Einrichtungen könnte man dagegen evtl. besser vorgehen. Ich kenne kaum Urteile wo in ähnlichen Fällen zugunsten der Kläger entschieden wurde.
 
E

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#26
AW: zwischenfrage

wie kann eigentlich eine rechtswirksame egv mit einer gmbh abgeschlossen werden? die rechtsform der arge bzw der ämter ist die einer körperschaft und keine gesellschaft bürgerlichen rechts. vll kann das mal jemand mir verdeutlichen?

Das ist eine sehr gute Frage. soviel ich aber weiss, nennt sich das JobCenter von Ludwigshafen GfA GmbH.

Wäre mal interessant, die komplette Fußnote zu sehen. Da müsste eigentlich stehen, wer "beschänkt haftet".
 

Kerstin_K

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#27
das war womöglich nicht so geschickt :icon_evil:

Besser hättest du auf deinen Gesundheitszustand berufen, wobei du mit der Frage hättest rechnen müssen, warum der Gesundheitszustand dich nicht in der Ausübung der Selbstständigkeit behindert :icon_eek:
Man weiss ja nicht, was für eine Art von selbständiger Tätigkeut das ist, aber Steine schleppen mit kaputten Bandscheiben, das geht ja gar nicht. Von daher ist die Wahrscheinlichleit gross, dass die Selbständifkeit sich besser mit dem Gesundheitszustand verträgt.
 
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