Ein-Euro-Job: Ultima Ratio, soll also als letztes Mittel eingesetzt werden

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Ein-Euro-Job: Ultima Ratio, soll also als letztes Mittel eingesetzt werden

Erneut stellten die Prüfer zudem einen massiven Missbrauch bei den Ein-Euro-Jobs fest. Hier würde von den Arbeitsämtern oft nicht ausreichend geprüft, ob die Förderbedingungen erfüllt seien, sagte die Sprecherin. "Bei zwei Drittel der geprüften Maßnahmen war mindestens eine Fördervoraussetzung nicht erfüllt", kritisieren die Prüfer und mahnen schärfere Kontrollen an. Die subventionierten Beschäftigungsverhältnisse sollen für Langzeitarbeitslose eine Brücke zum ersten Arbeitsmarkt bilden. Laut Gesetz dürfen die Ein-Euro-Jobber jedoch regulären Arbeitskräften keine Konkurrenz machen. Die Billigkräfte werden beispielsweise in Kindergärten oder Pflegeheimen beschäftigt.

Das Bundesarbeitsministerium nimmt die Kritik nach den Worten seines Sprechers Stefan Giffeler "sehr ernst". Man werde allen Anmerkungen nachgehen - und habe bereits reagiert, um Missbrauch bei den Ein-Euro-Jobs einen Riegel vorzuschieben.
So wurde inzwischen angeordnet, dass diese Jobs nur "Ultima Ratio", also das letzte Mittel, zur Integration von Langzeitarbeitslosen sein dürfen.
Quelle:

Schlechte Arbeit in Jobcentern - DIE WELT - WELT ONLINE

Diese Sklaven-Jobs waren vom Gesetzgeber von Anfang an eigentlich nur als letztes Mittel zur Integration langzeitarbeitsloser Menschen angedacht.

Aber die Arbeitsgemeinschaften und Optionskommunen haben diese Ein-Euro-Jobs fast jedem "Hartzer" zusammen mit der Eingliederungsvereinbarung sofort auf's Auge gedrückt. Bei Ablehnung gab's die Sanktion als Zugabe.

Mit Einführung von Hartz IV am 01.01.2005 wurde dies auch bei mir sofort in die Praxis umgesetzt. Ich nahm, so gutgläubig wie ich damals noch war, einen derartigen Sklaven-Job an, weil ich daran glaubte, daß ich dadurch wieder auf dem 1. Arbeitsmarkt Fuß fassen könnte. Welch' eine unsinnige und naive Annahme.

Diese jetzige Anweisung des Bundesarbeitsministeriums diese sog. Ein-Euro-Jobs erst als letztes Mittel der Integration einzusetzen ist ein Witz und an Lächerlichkeit kaum mehr zu überbieten. Denn schon mit Einführung von Hartz IV im Jahre 2005 hätte die deutsche Arbeitsverwaltung diese Ein-Euro-Jobs nicht anders handhaben dürfen.
 
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