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Ein-Euro-Job trotz Trainerjob??

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

M-M

Elo-User/in

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#1
Hallo,

auch ich habe nun ein Problem mit einem Ein-Euro-Job:

Seit über 10 Jahren bin ich in einem Sportverein als Gymnastiklehrerin tätig. Dafür erhalte ich die übliche Übungsleiterpauschale.
Nun meinte mein Sachbearbeiter, dass ich auf jeden Fall ab nächsten Monat einen Ein-Euro-Job antreten sollte.
Auf meine Bitte hin, mir doch alles schriftlich zu geben, meinte der Sachbearbeiter:Ich sollte schon einmal an meiner jetzigen Arbeitsstelle Bescheid sagen - ggf. schon mal kündigen. Nächsten Monat würde ich auf keinen Fall dort mehr zur Verfügung stehen.
Als ich ihn fragte, wo ich denn so einen EEJ machen sollte, meinte er, er hätte gerade zufällig in einem anderen Sportverein einen EEJ frei.

WAS bitte soll denn das werden? Von einem Verein weg - hin zu einem anderen? Nur weil dort gerade ein EEJ frei ist???

Wie wird denn so eine Übungsleiterpauschale "einbezogen"?
Kann man mir diesen Job denn entziehen - wegen eines EEJ?
Erhalte ich denn vorher nichts Schriftliches?
Kann er einfach diese Entscheidung treffen?

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich?

Gruß
 

Heiko1961

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#2
Moin M-M,
das scheint ja wieder ein SB zu sein, der sein Gehirn beim Pförtner abgibt.
Wo bitte schön ist der EEJ gemeinnützig?
Lass dir alles schriftlich geben (für evtl. Widerspruch) und nimm dir einen Zeugen mit, wenn du zur Arge gehst.
Ich denke mal, es kommen noch mehr Antworten.
 

wolliohne

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#3
M-M

lasse Dich nicht in die Irre führen von einem FM der keine Ahnung von der Materie hat.

Du als Ehrenamtliche Tränerin bist befreit von den Zwangsmassnahmen der ARGE bzw. der Sklavenarbeit Ein Euro Job !

Schreibe mit dieser Begründung den Widerspruch und ab die Post.

Mehr später.
 

M-M

Elo-User/in

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#4
... leider habe ich das Gefühl, dass der SB mich an die Wand stellen will.
Er gibt mir einfach nichts schriftlich!
Er meinte, ich müsste diesen Job auf jeden Fall annehmen - ob ich will oder nicht. Angeblich deshalb, weil ich "nur" eine Übungsleiterpauschale erhalte und somit keinerlei Sozialabgaben zahle.
Wenn ich einen 400 € Job hätte, dann wäre das etwas anderes... (klar, dann würde ich ja auch bis auf ein paar Euro alles abgeben müssen). Ich bin ja froh, dass ich diesen Job habe!

Widerspruch gegen was? Ich habe doch nichts schriftlich?

Gruß
 

wolliohne

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#5
Hallo Trainerin

Also,als "erforderlich" gelten 1,-€ Jobs,um die "Beschäftigungsfähigkeit wieder herzustellen".

Hier geht es um "Gewöhnung an Zeitstrukturen,Arbeitsbelastung" usw.

Wenn Du in dieser Hinsicht keine Probl.hast,sind 1,-€ Jobs nicht erfoderlich !

Dazu zählt auch,Familienpflichten bei der Erziehung der Kinder nachkommen,oder
wenn Du nicht mit dem Arbeitsmarkt,sondern der Arbeitsmarkt mit Dir ein Problem hat Dich einzugliedern.

Tip,für weitere unberechtigte Angriffe Deiner ARGE:www.agtuwas.de (8,-€)

Wenn Du nichts schriftl. hast brauchst Du Dich auch nicht zu bewegen,d.h.einfach aussitzen er soll Dich mal ......

Schöne Grüße an die Mannschaft.
 

M-M

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#6
Danke, sehr interessante Seite!
Werde mir ´mal den Leitfaden für Alg II / Sozialhilfe bestellen!
Scheint wirklich interessant zu sein.

... ansonsten kann er mich dann wohl wirklich mal... - aber ganz gepflegt!

Gruß
 
E

ExitUser

Gast
#7
Die schüttet jeden Morgen ihr Gehirn vor der Arge aus!

Wenn du ganz gemein sein möchtest, kannst du die SB ja noch in die Ecke treiben:

"Sehr geehrte Frau Gehirnlos,

Sie teilten mir mündlich mit, dass Sie mir ab Juli 2007 einen EEJ vermitteln möchten und ich meinen jetzigen Job kündigen soll. Gerne komme ich Ihren Forderungen nach. Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass ich die Aufforderung zu einer Kündigung meines jetzigen Arbeitsplatzes von Ihnen schriftlich benötige; ansonsten kann ich Ihrem Wunsch nicht nachkommen. Auch den Bescheid zur Heranziehung einer Bildungsmaßnahme benötige ich von Ihnen.

Ich freue mich bereits auf meinen neuen Job!"

Lass dir bitte den Empfang quittieren. Ich bin überzeugt, dass du nie wieder etwas von dieser Frau hörst, und der ihre Dummheit ist in deiner Akte verewigt.
 

M-M

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#8
Hallo Rotkäppchen,

nun, das sollte man sich auf jeden Fall mal so im Hinterstübchen fest halten!
Danke - und achte darauf, dass der böse Wolf dich nicht (auch noch) kriegt...

Gruß
 

M-M

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#10
Danke Haubold,

der Artikel ist gut! (somit geht der Dank auch an Rechtsverdreher)
Hab ihn mir abgespeichert!

Gruß
 

Rechtsverdreher

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#11
Frage mal Deinen Sachbearbeiter ob er selber Mitglied in diesem Verein ist oder ob er eine Person kennt die dort Mitglied ist.

Da ist doch was oberfaul.
 

M-M

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#12
Hallo,

brauche dringend noch eimal eure Hilfe:

Ich war Freitag morgen bei der Arge und sollte eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben. Erstellt wurde diese durch meinen Sachbearbeiter - und sie enthält weder eine zeitliche Begrenzung, noch genaue Angaben darüber, was ich für Bemühungen in welcher Art machen muss (... muss ALLES dafür tun um den eigenen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten und an allen Maßnahmen zur Eingliederung mitwirken)

Es wurde mir verwehrt, diese Eingliederungsvereinbarung mit nach Hause zu nehmen. Habe ich aber trotzdem mitgenommen und jetzt will der Sachbearbeiter 30% meines Geldes streichen. Auch muss ich jetzt an einer Trainingsmassnahme teilnehmen! Dann kann ich ja wohl den Trainerjob an den Nagel hängen!!! (das ist dem egal).

Was kann ich tun???


Gruß
 
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19 Jun 2005
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#15
Gerne.

Guckst Du auch hier:

Info für ALG-II-Bezieher:
Tipps zur Eingliederungsvereinbarung

Du hast keine Chance, also nutze sie!
Die Eingliederungsvereinbarungen für ALG II-Bezieher sind offiziell ein Vertrag.
Tatsächlich sind sie schlicht eine Nötigung.


In diesem „Vertrag“ wird festgelegt, welche Hilfen und Maßnahmen Sie vom Amt erhalten. Und welche Pflichten Sie haben – also welche Eigenbemühungen um Arbeit Sie unternehmen und nachweisen müssen.


Doch anders als bei Verträgen sonst üblich, wird nicht auf gleicher Augenhöhe verhandelt. Letztendlich müssen Sie unterschreiben, egal ob Ihnen das Vereinbarte zusagt oder nicht. Wer sich weigert bekommt das
ohnehin viel zu niedrige ALG II um 30 % gekürzt – und zwar drei Monate lang! Dann bleiben statt 345 Euro nur noch 242 Euro...

Also was tun? Versuchen Sie eine für Sie möglichst günstige Vereinbarung auszuhandeln. Handeln Sie nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Verhandeln Sie offensiv und bringen Sie ihre Wünsche und Vorschläge ein, bevor Sie unterschreiben. Das ist ihr gutes Recht.
Und mit eigenen Vorschlägen können Sie vielleicht vermeiden, dass unsinnige oder unerfüllbare Dinge in der Eingliederungsvereinbarung festgelegt werden.
Weiterlesen bei: Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen

Und auch hier:

Hier eine kleine Auswahl an Gerichtsbeschlüssen zum Thema:

Das Sozialgericht Duisburg
hat verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Eingliederungsvereinbarung:

Sozialgericht Duisburg S 7 AS 63/05

Das Sozialgericht Hamburg
zum Zustandekommen einer Eingliederungsvereinbarung:

Sozialgericht Hamburg S 50 AS 661/06 ER

Das Sozialgericht Hamburg
zur Ablehnung einer Eingliederungsvereinbarungen:

Sozialgericht Hamburg S 56 AS 10/06 ER

Das Sozialgericht Hamburg
zur aufschiebenden Wirkung des Widerspruches bei Erlass der Eingliederungsvereinbarung als Verwaltungsakt:

Sozialgericht Hamburg S 56 AS 1765/06 ER

Das Sozialgericht Hamburg
zum Nichtzustandekommen einer Eingliederungsvereinbarung:

Sozialgericht Hamburg S 53 AS 352/07 ER

Das Sozialgericht Hamburg
zum Inhalt und den Anforderungen einer Eingliederungsvereinbarung:

Sozialgericht Hamburg S 12 820/07 ER

Das Hessische Landessozialgericht
zur Eingliederungsvereinbarung/Verwaltungsakt/Kürzung:

Hessisches Landessozialgericht L 7 AS 288/06 ER

Das Landessozialgericht Baden-Württemberg
zur Eingliederungsvereinbarung/Verwaltungsakt/Kürzung:

Landessozialgericht Baden-Württemberg L 13 AS 4160/06 ER-B

Das Bayerische Landessozialgericht
zur Eingliederungsvereinbarung/Verwaltungsakt/Kürzung:

Bayerisches Landessozialgericht - L 7 B 948/06 AS ER

Das Sozialgericht Berlin
zu Inhalt und Sinn und Zweck der Eingliederungsvereinbarung

Sozialgericht Berlin - Aktenzeichen: S 37 AS 11713/05
Quelle siehe Signatur.
 

M-M

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#16
Noch einmal herzlichen Dank!

Wenn man so unter Druck steht, dann findet man nicht die richtigen Seiten.
Diese sind wirklich gut! Ich werde sie mal abarbeiten.

Gruß
 
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