Ein Euro Job: Muss ich das unterschreiben? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

DerBlogger

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Heute war ich vor Beginn des Ein Euro Jobs beim Infogespräch und erfuhr, dass es kein regulärer Ein Euro Job ist, sondern eine "Ein Euro Job-Maßnahme", bei der man mal hier und dort eingesetzt werden kann und ab und zu "Unterricht" hat.

Ich sollte das Eingescannte unterschreiben, nahm es zur Durchsicht aber besser mal mit. Muss man das unterschreiben? Gerade wegen dem Datenschutz und der Informellen Selbstbestimmung (letzter Punkt auf S. 4)? Man darf doch selbst bestimmen, wer Daten über einen speichert oder verwendet? Zählt es als Verweigerung und führt zu Sanktionen, wenn man nicht unterschreibt?
 

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Fotoz

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Unterschreiben muss man gar nichts, aber das bedeutet nicht, dass es dann keine Rechtwirksamkeit bekommt, wenn man vorher sich mit einer Sache (EGV) einverstanden erklärt hat.

Bedeutet, wenn man eine EGV unterschrieben hat und dort solche Dinge so akzeptiert hat, obwohl man noch gar nicht deren Inhalt kennt, könnten das Richter als Zustimmung bewerten.
Heißt also, eine Nichtunterschrift der Maßnahmeregeln verstößt dann gegen die EGV, weil man eine ansich zugestimmte EGV und deren Ein-Euro-Maßnahme damit verhindert hat.
Ansonsten ist man nicht verpflichtet, von Dritten, (Maßnahmeträger) gewünschten Hausordnung etc. und Datenschutzentbindungen zu akzeptieren.
So im Allgemeinen.
Wenn das dann nicht einige Richter wieder anders beurteilen.
Hast du die EGV unterschrieben oder ist sie per VA gekommen und rechtszeitig Klage dagegen eingereicht worden?
 

DerBlogger

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Eine EGV habe ich nicht unterschrieben und es kam bisher auch keine per Verwaltungsakt. Wenn der Verwaltungsakt kommt, kann ich doch auch nichts machen, da nicht "Illegales" drinsteht?

Siehe meine EGV: https://www.elo-forum.org/eingliederungsvereinbarung/95978-neue-egv.html

Zum Unterschreiben beim Ein Euro Job:
Früher in einer Maßnahme habe ich mal trotz unterschriebener EGV mal der Speicherung meiner Daten widersprochen bzw. die Löschung verlangt und es ist nichts passiert. Das wurde auch hier im Forum gesagt, dass man ohne Angst der Speicherung seiner Daten widersprechen darf und das NICHT sanktioniert werden darf. Laut Gesetz bestimmt jeder selbst, was mit seinen Daten passiert.
 

Amethrin

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doch, du kannst gegen den VA dann vorgehen. Da sind oft Fehler drin.
Dir wird dann hier geholfen. Erst mal warten, ob der kommt.
 
E

ExitUser

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Beim 1 Euro Job mal hier mal da einsetzen und Praktika? What? :eek:

Ein 1 Euro Job (nichts anderes ist das) muss genau bestimmt sein, wo du eingesetzt wirst, wie die Arbeitszeit ist und was man zu machen hat.

Mal hier mal da iss nicht.
Praktika in Betrieben iss nicht.
 
F

FrankyBoy

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Der ganze Mist um die 1,-- € Jobs wird immer absurder - ich würde das Ding auf keinen Fall unterschreiben und vor Gericht wird das Ding zerfetzt, da kannst du dir ganz sicher sein.
 
E

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Gast
Wer Angst vor dem Gericht hat: Krankschreiben lassen - von einem guten Arzt. Mehrere Wochen lang.
 
E

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Gast
Hier steht mit keinem Wort, um welche Beschäftigung es sich bei deinem 1 Euro job handelt... keine Tätigkeitsbeschreibung und nicht... unbezahlte Praktika ist nicht. Mit Fremdfirmen hast du keine Vertrag und kannst auch nicht dort eingesetzt werden. Den Vertrag kannst du so nicht unterschreiben...
 
E

ExitUser

Gast
Nehmen wir das Ding mal auseinander.

Seite 1: Profiling? Betriebliche Praktika? => hat nichts mit einem 1 Euro Job zu tun. Allerdings kann man an Weiterbildungen teilnehmen. Das ist aber soweit ich weiß nicht mehr zwingend.

Seite 2:
§ 2:
Genauer Einsatzort muss genannt sein. Mal hier mal da ist nicht drin.
Arbeitsvermittlung und Praktika gehören zu keinem 1 Euro Job!
Der MT kann auch nicht bestimmen, wo der Elo eingesetzt wird. Es muss konkret bezeichnet sein und auch im Bezirk des Elos (in Berlin ist das so, dass man wenn man z.B. den 1 Euro Job in Neukölln hat, nicht in Pankow eingesetzt werden darf).

Seite 3:
§ 4:
Entwicklung von Perspektiven über die Beschäftigung hinaus? Wenn 1 Euro Job zuende, ist er zuende. Dann hat der MT dem Elo gar nichts mehr.

Seite 4:
-
 
E

ExitUser

Gast
@ DerBlogger , es ist nicht ersichtlich ob du eine Zuweisung bekommen hast ?

Wenn nicht , kannst du das ganze in den Papierkorb werfen . :icon_party:

Hier versucht das JC wiedermal ihre Arbeit auszulagern . Auch sind Zweifel an der Qualifizierung angebracht .

Da diese nicht weiter spezifiert sind , ist es das übliche Gewäsch damit dem Träger 1€ Jobber zugewiesen werden .

An weiterleitung in den 1. Arbeitsmarkt ist kein Träger interessiert . Denn dann geht Geld verloren !

Ich erinner mich noch wie ein Meister sich beklagte , als ein junger Kollege über Beziehungen einen Job gefunden hatte " Wo bekomme ich jetzt einen neuen Tischler her " .
 

Falling Down

Elo-User'in - eingeschränkt
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Ich würde das Ding auf keinen Fall unterschreiben. (Es sei denn, Du willst den Dreck wirklich mitmachen.) Die Zuweisung einer solchen Maßnahme ist absolut rechtswidrig, weil sie das Gegenteil von "hinreichend bestimmt" ist. Der Text der Vereinbarung entstammt - schlecht angepasst - den CJD-Vertragstexten von "Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante".


Ein paar Hintergründe zu dem schon auf den ersten Blick absurden Text der Vereinbarung: Das CJD - ein christlich angepinselter Abzockträger - war dick im Geschäft mit sogenannten "Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante". Mit Ein-Euro-Jobs hatte dieser Träger wenig bis gar nichts zu tun.

Nun ist dem CJD seine wunderbare Einnahmequelle komplett weggebrochen, denn seit dem 01.04.2012 gibt es diese Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante nicht mehr.

Offensichtlich versuchen die christlichen Abzocker nun in den Ein-Euro-Job-Markt einzusteigen und das frühere Konzept der Entgeltvariante 1:1 zu übernehmen. Imho kann das gar nicht funktionieren. Während die Zugewiesenen früher eine solche Arbeitsgelegenheit schwer ablehnen konnten, weil sie als sozialversicherungspflichtige Arbeit getarnt war, man quasi einen "Arbeitsvertrag" schließen musste, kann man heute die Unterschrift sanktionsfrei verweigern. Damit dürfte das Geschäftsmodell gescheitert sein.
 
E

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AGHn wird man zugewiesen. Du bist nicht verpflichtet, mit einem Träger weiterführende Vertäge abzuschließen. Dazu existiert bereits ein Urteil (wer hat's zur Hand?).
 
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Die Christen sind mal wieder sehr christlich :icon_eek:

Nicht unterschreiben.

Ohne EGV, VA oder Zuweisung musst du da gar nicht hin.
 

gelibeh

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Irgendetwas muss er ja aber bekommen haben, da er da ja zu dem Infogespräch hingegangen ist.
 
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Gast
würd das auch nicht unterschreiben einmal sind da dinge drin die mir persöhnlich nicht schmecken würde und zweites
gibts eine zuweisung die alles andere abdeckt

auch die auszahlung der MAE ist schon ein grund dafür die sache abzulehnen bzw nicht zu unterschreiben
aber da sind mehr punkte drin die nicht in ordnung sind

keine unterschrift keine zwangsarbeit^^
so sieht das aus ausser die verzichten auf den mist aber das glaub ich weniger
 

Falling Down

Elo-User'in - eingeschränkt
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Während in der Zuweisung von einem Einsatz als Helfer/in Gartenbau gesprochen wird, findet sich dies im Maßnahmekonzept/-vertrag nicht wieder. Kein Wunder, denn das CJD hält solche Jobs gar nicht selbst vor und kann sie deshalb auch nicht verbindlich vereinbaren.

Da hier schon die in der Zuweisung bezeichnete Tätigkeit im Maßnahmevertrag nicht auftaucht, kann die Teilnahme aus wichtigem Grund verweigert werden. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, lass Dir vom Träger schriftlich als verbindlich bestätigen, dass eine Tätigkeit als "Helfer/in Gartenbau" erfolgen wird und den Einsatzbetrieb bennen, um prüfen zukönnen, ob die vom Gesetz geforderte Zusätzlichkeit vorliegt. Ich bin sicher, so eine Bestätigung wirst Du nicht bekommen. -> Fehlende Überprüfbarkeit = wichtiger Grund, die Maßnahme sanktionsfrei nicht antreten zu müssen.
 

gelibeh

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Genau. Der Maßnahmeträger hat sich nicht auszusuchen, wo er Dich einsetzt. Der hat Dich an genau an dem Ort und genau in der Tätigkeit einzusetzen, die in der EGV/EGV-VA/Zuweisung steht.
 

DerBlogger

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Jetzt war ich beim MT und habe nicht unterschrieben. Dann wurde ich quasi weggeschickt und ging zum Jobcenter. Dort erklärte ich das hier Genannte und bekam eine Sanktion (Anhörungsbogen) wegen Weigerung das anzutreten angedroht.
 
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ExitUser

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Du hast dich doch nicht geweigert anzutreten.

Du wolltest nur nicht den Vertrag unterschreiben, da dort die Maßnahme nicht richtig bezeichnet ist mit Aufgaben und Arbeitsort und einiges auch unklar bzw. gar nicht erlaubt ist.

Mit Krankschreibung wärste besser aus der Sache rausgekommen.
 
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