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Ein Euro Job inklusive Vorbereitungsphase

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Efua

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Hallo,

ich möchte einmal Eure Meinung dazu hören, weiß nicht genau, wie ich mich verhalten soll. Habe auch Angst vor Sanktionen, wenn ich die kirchliche Untergruppe nicht unterstütze.

Im Dezember bekam ich eine Einladung der ARGE zu einem Gespräch über meine berufliche Situation. Diesem Termin bin ich nachgekommen. Schon am Beginn des Gespräches stand für mein Gegenüber fest, dass ich in eine Maßnahme gesteckt werden soll, um die Statistik zu entlasten. Als ich meinen Unmut vorsichtig sichtbar machte, wurde mir gesagt, dass ich vielleicht eine andere Partei hätte wählen müssen, sie mache nur ihre Arbeit. Ein kurzer Hinweis auf das Hamburger Modell und dann wurde mir aus einer Liste vorgelesen, wie ich mich nützlich machen könnte mit diesem Ergebnis:

Sehr geehrte Frau ........

ich freue mich, Ihnen folgende Arbeitsstelle vorschlagen zu können:
Tätigkeit: Maßnahme gem. § 16/3 SGB II
Betriebsart: Organisationen der Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kult
Maßnahme-Nr.: 16/3
Anforderungen: Vorbereitungsphase: Kinder- und Jugendbetreuung, Schüler- betreuung, Kranken- und Seniorenbetreuung, Hauswirtschaft, -technik, -verwaltung, Verwaltungsarbeiten
Dauer: bis zu 3 Monate
Arbeitsort: Hamburg
usw.

Vereinbaren Sie bitte umgehend einen Vorstellungstermin .........
Bitte teilen Sie mir umgehend das Ergebnis Ihrer Verhandlungen mit .......

Bitte beachten Sie die Rechtsfolgenbelehrung auf Blatt 2

Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Hamburger Arbeitsgemeinschaft SBG II

Der ganze Termin dauerte 5-7 Minuten, dann war ich das Ganze erledigt.

Ich habe mich bei dem Träger der Maßnahme telefonisch gemeldet und bekam einen Gesprächstermin.
Das Gespräch verlief gut. Nachdem wir alle offenen Fragen ausreichend diskutiert hatten, erhielt ich eine Liste, in die ich die Zeiten eintragen soll, die ich aufwende um mich auf einen Arbeitsplatz zu bewerben. ( Zeitung lesen, im Internet suchen, Bewerbung schreiben, telefonische Bewerbung ) Für diese Zeiten würde ich dann € 1,-- die Stunde bekommen. Am Ende des Monats faxe ich die Liste an den Träger und bekomme die Euros überwiesen. Das ganze nennt sich die Vorbereitungsphase. Ich kann also Zuhause bleiben Zeitung lesen, im Internet surfen und mit in die Liste einarbeiten, alles gegen Bezahlung.

Vor ein paar Tagen bekam ich vom Träger einen Anruf, in dem sie mir mitteilten, dass ich ab April einen Arbeitsplatz in der Verwaltung bekommen könnte. Noch wäre der Platz besetzt aber im April hätte ich die Chance für 10 Monate zu zeigen, was ich alles so kann. Ein Vorstellungsgespräch und die Besichtigung des Arbeitsplatzes hatte ich auch schon. Kurze Zeit später bekam ich die Zusage.

Was mich an der ganzen Angelegenheit stört ist:

Die Vorbereitungsphase: Ich sehe darin einfach keinen Sinn, Listen konnte ich schon vorher ausfüllen.

Der Arbeitsplatz: Keine 1 Euro-Stelle, sondern ein richtiger Arbeitsplatz mit Verantwortung.

Kommt man so auf den ersten Arbeitsmarkt?

Auf eine Antwort würde ich mich freuen.

Efua
 

Silvia V

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Wenn man dir eine Arbeitsstelle vorschlägt,dann fordere auch das entsprechende Gehalt ein.

Ich gehe mal davon aus,das diese Tätigkeit nur mit der Mehraufwandentschädigung von einem Euro vergütet wird,oder liege ich
da falsch??

Gruß
Silvia
 

Efua

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Ja ich bekomme im Probemonat 1 € und dann für die nächsten 10 Monate 1,65 €, 25 Tage Urlaub und dann ist Schluß.
 

mairo41

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versuch es mal mit einem Arbeitsvertrag

handle mit deinem neuen beschäftiger sofort einen Arbeitsvertrag aus. laß ihn dir schriftlich geben. fordere einen gerechten stundenlohn und auch sonst handle gute konditionen für dich heraus. fange nicht einfach das arbeiten an. sei am ersten tag des beschäftigungszeitraus da - aber tue nichts, ausser die verhandlungen über den arbeitsvertrag zu beginnen. wenn du damit nicht weiter kommst kündige an daß du zum arbeitsgericht gehen wirst. das steht dir kostenfrei zur verfügung. arbeite nichts ohne arbeitsvertrag. eine abmachung zwischen dir und dem arbeitsamt gilt nicht für einen dritten, das ist der beschäftiger. also arbeitsvertrag aushandeln - schriftlich. wenn du ärger bekommst - hole dir eine begleitperson hinzu - diese steht dir immer zu - auch auf dem amt jedesmal! dies sollte eine person deines vertrauens sein. nur mut.
die konditionen ändern sich ganz schnell wenn du nicht alleine dich einmachen lässt.

soweit alles klar?
 

mairo41

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nochwas

falls du probleme befürchtest:

schau doch mal bei der FAU homepage vorbei www.fau.org ortsgruppe hamburg - versuchs!
 

Waldknoblauch

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Efua schrieb:
...hätte ich die Chance für 10 Monate zu zeigen, was ich alles so kann.
Seit wann braucht man 10 volle Monate, um einem Arbeitgeber zu "beweisen", dass man für die Stelle geeignet ist??? :|

Du sollst hier als Arbeiter zweiter Klasse nur billig zur Verfügung stehen. Sorry, das ist meine Meinung. Wenn du eine Sanktion (Bestrafung) nicht verkraften kannst, dann musst du es annehmen.
 

Peter Stegman

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Ich bekomme wenigsten 5,60 € Netto die Stunde (7,7 Stunden pro Tag). Für eine Zeit von 9 Monaten bei 19 Arbeitstage Urlaub.

Würde auch für den Betrag in der freien Wirtschaft arbeiten. Mit meinen 41 Jahren will mich nur keiner.

Aber bei 1,65 € wäre ich schon längst auf die Barrikaden gestiegen.

Auch als MAEler würde ich wenigstens 2 € veranschlagen und die Arbeitszeit auf 4 Stunden pro Tag senken.


Peter Stegman
 

gelibeh

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Der Arbeitsplatz: Keine 1 Euro-Stelle, sondern ein richtiger Arbeitsplatz mit Verantwortung
Wenn ich oben die MAßnahmenummer 16/3 so sehe, ist das eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung, also ein Ein-Euro-Job.
Ich kenne mindestens einen Träger in Hamburg, der damit wirbt, dass es ein Arbeitsplatz mit Verantwortung ist.

Was ich mich Frage ist, ob Vorbereitungsphase so gedacht ist?
 
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