Ein-Euro-Job als Hausmeister (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

G

Gelöschtes Mitglied 34264

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Hallo, Ihr Lieben,

es geht um einen Bekannten von mir. Ihm wurde vom JC ein EEJ aufgebrummt. In den Formulierungen der dazugehörigen Stellenbeschreibung wurde auch akribisch darauf geachtet, daß die EEJ-Tätigkeit den Stempel der Zusätzlichkeit trägt. (so z. B. Erstellung einer Datenbank, Ermöglichung von Sonderöffnungszeiten von entgeltfreien Ausstellungen etc.)

Aber die tatsächlich zu erbringende Arbeit - sie ist nicht in der Stellenbeschreibung aufgeführt - ist wohl eher die eines Hausmeisters, er hat den Keller aufzuräumen, Lampen anzubringen, nächste Woche soll er den Kellerraum auch streichen und eine gemütliche "Lounge" daraus machen. Ihm macht ja die Arbeit Spaß, aber ich und mein Bekannter finden, das ist totale Ausbeutung, er müßte das anständig bezahlt bekommen.

Der Träger verdient sich so schon eine goldene Nase, und jetzt haben sie durch ihn noch einen kostenlosen Hausmeister.:icon_dampf:

Was kann er jetzt machen, auch als EEJ ist er weisungsgebunden, möchte nicht rausfliegen und 30 % Sanktion riskieren? Am liebsten würde er richtig als Hausmeister beschäftigt werden mit Gehalt, aber das bleibt wohl bloß ein Wunschtraum.

Vielleicht ist das von Euch schon oft diskutiert worden, aber ich finde er vernichtet doch Arbeitsplätze. Der Träger müßte sich doch für das Anbringen von Deckenleuchten oder das Streichen von Wänden einen Externen holen.

Hat er eine Chance, da sanktionsfrei rauszukommen?
 

gelibeh

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Erst einmal soll ein jeden Tag aufschreiben, was er da macht und dann soll er den SB und vielleicht auch den Teamleiter des JC informieren.
 

Speedport

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Hallo, Ihr Lieben,

es geht um einen Bekannten von mir. Ihm wurde vom JC ein Ein-Euro-Job aufgebrummt. In den Formulierungen der dazugehörigen Stellenbeschreibung wurde auch akribisch darauf geachtet, daß die Ein-Euro-Job-Tätigkeit den Stempel der Zusätzlichkeit trägt. (so z. B. Erstellung einer Datenbank, Ermöglichung von Sonderöffnungszeiten von entgeltfreien Ausstellungen etc.)

Aber die tatsächlich zu erbringende Arbeit - sie ist nicht in der Stellenbeschreibung aufgeführt - ist wohl eher die eines Hausmeisters, er hat den Keller aufzuräumen, Lampen anzubringen, nächste Woche soll er den Kellerraum auch streichen und eine gemütliche "Lounge" daraus machen. Ihm macht ja die Arbeit Spaß, aber ich und mein Bekannter finden, das ist totale Ausbeutung, er müßte das anständig bezahlt bekommen.

Der Träger verdient sich so schon eine goldene Nase, und jetzt haben sie durch ihn noch einen kostenlosen Hausmeister.:icon_dampf:

Was kann er jetzt machen, auch als Ein-Euro-Job ist er weisungsgebunden, möchte nicht rausfliegen und 30 % Sanktion riskieren? Am liebsten würde er richtig als Hausmeister beschäftigt werden mit Gehalt, aber das bleibt wohl bloß ein Wunschtraum.

Vielleicht ist das von Euch schon oft diskutiert worden, aber ich finde er vernichtet doch Arbeitsplätze. Der Träger müßte sich doch für das Anbringen von Deckenleuchten oder das Streichen von Wänden einen Externen holen.

Hat er eine Chance, da sanktionsfrei rauszukommen?
Nur, wenn er selbst das will. Deshalb finde ich schon die Fragestellung falsch. Er will nach Deiner eigenen Aussage keine "Chance, da sanktionsfrei rauszukommen".

Wenn Du Dich gerne mit dem JC rumstreitest, solltest Du das mit Deinen eigenen Angelegenheiten tun und nicht andere in etwas reintreiben, was sie nicht wollen.

Bezüglich der Bezahlung wäre das Beste, wenn der HE akribisch dokumentieren würde, was er wie lange arbeitet. Gerne mit Fotos und Protokollen und Zeugenaussagen von Mitbetroffenen.

Dann macht man diesen Job bis zum Schluß und zieht dann mit seiner Dokumentation vor Gericht und klagt seinen Tariflohn ein. Falls er alles richtig gemacht hat, darf der AG kräftig nachzahlen.

Das Jobcenter wird es freuen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 34264

Gast
Danke für die Antworten.

Aber meine Frage ist noch nicht beantwortet worden: Hat er eine Chance, aus dem Ein-Euro-Job sanktionsfrei herauszukommen,

weil die Hausmeister-Tätigkeit nicht zusätzlich ist, vom festangestellten Hausmeister ansonsten ausgeführt werden würde und darüber hinaus nicht der Stellenbeschreibung des EEJ entspricht.
 

alvis123

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Hi Fluoxetina...

...Du hast die Antwort doch schon bekommen:

Weise nach, dass der Kollege Hausmeisterarbeiten machen muss und konfrontier das JC damit. Sollte das JC die Zuweisung nicht aufheben, dann muss das Sozialgericht entscheiden.

Dazu besorgt man sich einen *klick:
Anwaltskosten - Beratungsschein – Antispam Wiki


und berät sich mit einem Fachanwalt. Der darf für die Beratung höchstens 10 € verlangen, was die meisten noch nicht mal kassieren. Falls Klage eingereicht wird, dann selbst bei Gericht PKH beantragen und sich den Anwalt zuweisen lassen.:icon_party:

MfG
 
E

ExitUser

Gast
Er könnte von heute auf morgen einfach zuhause bleiben und dem JC mitteilen, dass der Ein-Euro-Job nicht zusätzlich ist und er deshalb nicht mehr hingeht. Dann würde ihn das JC höchstwahrscheinlich erst einmal sanktionieren. Dagegen müsste man Widerspruch einlegen, ggf. klagen und wenn das JC bzw. das SG durch stichhaltige Beweise davon überzeugt werden kann, dass die Tätigkeiten, die er ausführt nicht zusätzlich sind, würde die Sanktion wieder aufgehoben. Das ist der wahrscheinlichste Ablauf, den man erfahrungsgemäß vorhersagen kann. Ich persönlich würde den Job weitermachen und paralell auf Wertersatz klagen. Auch wenn das aufs ALG II angerechnet wird, bleibt unter dem Strich immer etwas mehr übrig, außerdem kommen noch Sozialabgaben dazu und das JC bekommt eine Lektion fürs nächste Mal, d.h. einen neuen Ein-Euro-Job wird er nicht so schnell aufgebrummt bekommen.
 
E

ExitUser

Gast
Er könnte von heute auf morgen einfach zuhause bleiben und dem JC mitteilen, dass der Ein-Euro-Job nicht zusätzlich ist und er deshalb nicht mehr hingeht
vorsicht mit solchen aussagen
er kann wegen abbruch der massnahme sanktioniert werden
völlig egal ob der 1euro jobs rechtmässig ist oder nicht
solang das noch nicht entschieden worden ist

was er machen kann
AU und ab zum JC berichten bzw zum SG klage erheben
 
R

Rounddancer

Gast
Ich würde den Ein-Euro-Job antreten, und Tagebuch darüber führen, was ich machen soll.

Zugleich würde ich aber bei meiner Gewerkschaft aufschlagen ,- mit der Zuweisung und der Beschreibung darin,- und dem angefangenen Tagebuch. Und so denen Material zu geben dafür, daß hier ein EEJler, nämlich ich, vorschrifts- und wettbewerbswidrig eingesetzt wird.

Dann liegt es an der Gewerkschaft, darauf zu gucken,
daß entweder


  • ich als EEJ so wie in der Zuweisung beschrieben, also zusätzlich, beschäftigt werde, - oder

  • ich als richtiger Hausmeister eingestellt und tarifiert werde. Dabei würde ich darauf achten, daß ich auch wirklich als Hausmeister entlohnt werde, und nicht als irgendwas wie "Hausmeisterassistent". Denn den gibt es im Tarif nicht.
 
E

ExitUser

Gast
Die Gewerkschaft? Ohje, ich habe mal Verdi einen Brief geschrieben, in dem ich detailliert alle Missstände bei Ein-Euro-Jobs in unserer Stadt geschildert habe. Die Antwort lautete sinngemäß, man hätte bisher nur sehr gute Erfahrungen mit diesem Arbeitsmarktinstrument gemacht und viele der Eineurojobber würden in ein reguläres Arbeitsverhältnis übernommen. :icon_neutral:Als ich nachgefragt habe wie viele, erhielt die Antwort, ich solle mich an die BA in Nürnberg wenden. Die Gewerkschaften bei uns kann man in der Pfeife rauchen, jedenfalls die, die dem DGB angehören.
 
R

Rounddancer

Gast
Ich würde denen (der Gewerkschaft) niemals einen Bericht über die gesammelte Situation bei Hartz IV geben,- sowas hat Platz in einem Stadtportal, in einem Erwerbslosenportal, einer Parteizeitung oder auch der Presse allgemein.

Nein, ich würde mit meinem konkreten, aktuellen Fall dorthin gehen, schließlich bin ich Mitglied dort und die Gewerkschaft hat den Auftrag, meine Interessen zu vertreten.
 
E

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Dann wünsche ich Dir viel Glück und hoffe, dass Dir Dein Optimismus möglichst lange erhalten bleibt.
 

Speedport

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Ich würde den Ein-Euro-Job antreten, und Tagebuch darüber führen, was ich machen soll.

Zugleich würde ich aber bei meiner Gewerkschaft aufschlagen ,- mit der Zuweisung und der Beschreibung darin,- und dem angefangenen Tagebuch. Und so denen Material zu geben dafür, daß hier ein Ein-Euro-Jobler, nämlich ich, vorschrifts- und wettbewerbswidrig eingesetzt wird.

Dann liegt es an der Gewerkschaft, darauf zu gucken,
daß entweder


  • ich als Ein-Euro-Job so wie in der Zuweisung beschrieben, also zusätzlich, beschäftigt werde, - oder

  • ich als richtiger Hausmeister eingestellt und tarifiert werde. Dabei würde ich darauf achten, daß ich auch wirklich als Hausmeister entlohnt werde, und nicht als irgendwas wie "Hausmeisterassistent". Denn den gibt es im Tarif nicht.
Da sollte vorher vielleicht erst geklärt werden, ob er Gewerkschaftmitglied ist.

Wenn nein, wird die GW ihm was husten. Die sehen sich als Interessenvertreter für diejenigen, die (noch) Arbeit haben.
 
R

Rounddancer

Gast
Da sollte vorher vielleicht erst geklärt werden, ob er Gewerkschaftmitglied ist.

Wenn nein, wird die GW ihm was husten. Die sehen sich als Interessenvertreter für diejenigen, die (noch) Arbeit haben.
Das kommt darauf an.
Das gibt lokale Unterschiede. Hier in S jedenfalls kriegt man auch als (Noch)Nichtmitglied eine Beratung.
Und manches geht auf dem Kleinen Dienstweg, schließlich möchte man ja, daß möglichst viele dann doch Mitglied werden.
 

Hartzeola

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Hartz IV: Krankenkassen müssen 1-Euro-Jobs prüfen

Kassen müssen Ein-Euro-Jobs prüfen


Krankenkassen müssen prüfen, ob eine Zusätzlichkeit von Ein-Euro-Jobs vorliegt

27.06.2011

Hartz IV Bezieher werden vielmals zu Maßnahmen gezwungen, die im Behördendeutsch "Arbeitsgelegenheiten" genannt werden. Da diese Tätigkeiten zumeist mit einem Euro in der Stunde vergütet werden, werden diese Arbeitsplätze auch "Ein-Euro-Jobs" genannt. Weigern sich Arbeitslosengeld II Bezieher, so wird ihnen der Regelsatz um mindestens 30 Prozent gekürzt. Auf der anderen Seite unterliegen diese Arbeitsgelegenheiten einer gesetzlichen Aufsicht. Um den Abbau von regulären Arbeitsplätzen zu verhindern, wies der Gesetzgeber an, dass diese Jobs nur "zusätzlich" sein dürfen. Doch in der Realität werden solche Vorgaben mit einigen Tricks umgangen. Ganz vorn mit dabei sind immer wieder auch soziale Träger wie die Arbeiterwohlfahrt, die Diakonie oder der katholische Caritas-Verband. Gerade über die Zusätzlichkeit gibt es immer wieder Streit. Vor allem dann, wenn der Arbeitgeber sich offensichtlich an den Hartz IV Beziehern bereichert hat und eigentlich eine sozialversicherungspflichtigen Stelle hätte einrichten können.
Hartz IV: Krankenkassen müssen 1-Euro-Jobs prüfen
 

jockel

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Hallo, Ihr Lieben,

es geht um einen Bekannten von mir. Ihm wurde vom JC ein Ein-Euro-Job aufgebrummt. In den Formulierungen der dazugehörigen Stellenbeschreibung wurde auch akribisch darauf geachtet, daß die Ein-Euro-Job-Tätigkeit den Stempel der Zusätzlichkeit trägt. (so z. B. Erstellung einer Datenbank, Ermöglichung von Sonderöffnungszeiten von entgeltfreien Ausstellungen etc.)

Aber die tatsächlich zu erbringende Arbeit - sie ist nicht in der Stellenbeschreibung aufgeführt - ist wohl eher die eines Hausmeisters, er hat den Keller aufzuräumen, Lampen anzubringen, nächste Woche soll er den Kellerraum auch streichen und eine gemütliche "Lounge" daraus machen. Ihm macht ja die Arbeit Spaß, aber ich und mein Bekannter finden, das ist totale Ausbeutung, er müßte das anständig bezahlt bekommen.

Der Träger verdient sich so schon eine goldene Nase, und jetzt haben sie durch ihn noch einen kostenlosen Hausmeister.:icon_dampf:

Was kann er jetzt machen, auch als Ein-Euro-Job ist er weisungsgebunden, möchte nicht rausfliegen und 30 % Sanktion riskieren? Am liebsten würde er richtig als Hausmeister beschäftigt werden mit Gehalt, aber das bleibt wohl bloß ein Wunschtraum.

Vielleicht ist das von Euch schon oft diskutiert worden, aber ich finde er vernichtet doch Arbeitsplätze. Der Träger müßte sich doch für das Anbringen von Deckenleuchten oder das Streichen von Wänden einen Externen holen.

Hat er eine Chance, da sanktionsfrei rauszukommen?
Ein Protokoll-Tagebuch über die Art, Dauer und Kompliziertheit der ausgeübten Tätigkeiten zu führen, ist ein guter Hinweis, wenn man aus dem 1-Euro-Müll raus- und in einen regulären Job will.

Den 1-Euro-Job würde ich auch nicht ohne beiderseits unterschriebenen Arbeitsvertrag antreten. Allein auf den Eingliederungsvertrag ist kein juristischer Verlaß. Also sollte man auf einen Arbeitsvertrag immer bestehen. Wenn sich hinterher herausstellt, das da nichts Zusätzliches ist, sondern nur ein Mißbrauch der Arbeitskräfte, kommt man arbeitsrechtlich besser durch.

Denn 1-Euro-Job-Dreck dient nur der unternehmerischen Lohndrückerei, der Lohnsteuer- und Beitragshinterziehung zu den Sozialversicherungskassen.

Wenn die Betriebseinrichtung als Arbeitsstätte nicht die Minimalbedingung erfüllt, dann hat es sich mit der Betriebsbude - Meldung ans Gewerbeaufsichtsamt und den TÜV und der Laden wird dicht gemacht - grade, was die Ausstattung mit abnahmepflichtigen, elektrotechnische Anlagen betrifft. Das ist nicht Aufgabe eines Hausmeisters oder wie man den Job jetzt englisch umnachtet bezeichnet als Facility Manager.

siehe Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV

im Anhang zur ArbStättV haben wir die Anforderungen an Arbeitsstätten und unter dem Punkt 1.4 Energieverteilungsanlagen

Es ist bei diesen abnahmepflichtigen E-Anlagen nicht Aufgabe des Hausmeisters derartige Installationen, Reparaturen und Wartungen durchzuführen. Das ist Sache von Elektroinstallateuren, Elektrikern, Elektromonteuren und abnahmepflichtig.

Was muß in der Stellenbeschreibung eines Hausmeister stehen?

Da kann man aus den verschiedensten Branchen die passenden Eingruppierungsunterlagen über die Branchengewerkschaften heraussuchen lassen.

Schauen wir mal im BerufeNet der Bundesagentur für Arbeit nach:


Artverwandte Begriffe für Hausmeister:
Unter dem Bereich Aufgaben im BerufeNet sieht man eine sehr eingeschränkte Darstellung der Stellenbeschreibung.

In den Eingruppierungsunterlagen eines Hausmeisters bei den Branchengewerkschaften findet man garantiert die ausführliche und verbindliche Fassung.

Die branchenübliche Verdiensthöhe in der freien Wirtschaft entnimmt man dem Tarif- bzw. Lohnspiegel als Anhaltspunkt:

WSI-Tarifarchiv - Hans-Böckler-Stiftung

Lohnspiegel.de - Lohn- und Gehalts- Check

LohnSpiegel.de - Gehaltvergleich mit unserem Lohnrechner
 

Rechtsverdreher

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Aber meine Frage ist noch nicht beantwortet worden: Hat er eine Chance, aus dem Ein-Euro-Job sanktionsfrei herauszukommen, weil die Hausmeister-Tätigkeit nicht zusätzlich ist, vom festangestellten Hausmeister ansonsten ausgeführt werden würde und darüber hinaus nicht der Stellenbeschreibung des Ein-Euro-Job entspricht.
Er hat 2 Möglichkeiten:

1. Er reicht beim Sozialgericht eine Feststellungsklage ein. Das Gericht soll prüfen, ob die Tätigkeit rechtmäßig ist.

Kann sein, dass das Sozialgericht dies bejaht, weil sie die vom Jobcenter abgesegnete Tätigkeitsliste sehen und nicht die tatsächlich ausgeführten Tätigkeiten.

2. Er geht zu dem 1€-Job und führt nur die Arbeiten aus, die auf der Tätigkeitsliste stehen. Kann sein, dass sie ihn aus Wut sanktionsfrei rauswerfen.

Der richtige Weg wäre: Er verweigert die Ausführung der Tätigkeit. Der Massnahmeträger informiert das Jobcenter, das Jobcenter hört den 1€-Jobber an und entscheidet dann, ob dieser die Tätigkeit doch ausführen soll. Das ist alles sanktionsfrei.
 
E

ExitUser

Gast
@ xavier123 = Auch wenn das aufs ALG II angerechnet wird, bleibt unter dem Strich immer etwas mehr übrig,
Fakt ist das bei einem Ü55 2€ Job in einem Monat bis zu 260,00 € nichts angerechnet wird .

Somit ist jeder 2€ Jobber besser gestellt als jederman der einer regulären Arbeit nachgeht und H4 bezieht !

Hartz IV ALG II Zuverdienst
----------------------------------
Nur noch die kleinen Gewerkschaften an wichtigen Schnittstellen kämpfen für ihre Mitglieder .

Alle anderen sind nur noch Stiefelhalter / lecker des Kapitals !

Ich habe mich vor sehr vielen Jahren von der Gewerkschaft verabschiedet . Nachdem ich erfahren habe das von meinem Monatsbeitrag von 20,00 DM gerade mal 2,00 DM in der Streikkasse gelandet sind .

Fakt ist auch das die Gewerkschaft massiv an der Arbeitslosigkeit verdient hat : BFW = Einrichtung der Gewerkschaft !Startseite - bfw - Unternehmen für Bildung
 

Couchhartzer

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Wird dieses so "gewonnene" geld auf das bestehende ALg2 angerechnet?
Der Wertersatz ist die rechnerische Differenz zwischen der Höhe der Leistungen nach dem SGB und dem regional tariflich üblichen Lohn für derartige Arbeiten, wie sie dann ggf. ausgeführt wurden.
Die Berechnung ist dann: ermittelter monatlicher Tariflohn abzüglich monatlich ausgezahlte Leistung des SGB = monatlicher Wertersatz.
Diese ermittelte Höhe des Wertersatz wäre dann zusätzlich vom JC zur bereits gezahlten Leistung aus dem SGB zu zahlen.
 

gelibeh

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Wird dieses so "gewonnene" geld auf das bestehende ALg2 angerechnet?
Ja, aber Du hast ja Freibeträge bei Erwerbseinkommen und zweitens werden die dann sich auch überlegen, ob sie Dich den Job machen lassen, denn die müssen nicht nur Deinen Lohn zahlen sondern auch noch Sozialabgaben an die Krankenkasse. Darum ja auch der Tipp, das auch der KK zu melden. Natürlich Deiner KK.
 
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