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Ein-Euro-Job Abwehr

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kleine

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  Th.Starter/in  
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#1
Bekanntlich kämpfe ich seit mehreren Monaten gegen die Zuweisung in einen Ein-Euro-Job und für einen Bildungsgutschein. Was würdet ihr zu dieser Aussage sagen?

Ich bin eine mündige, erwerbsfähige und freie Staatsbürgerin der Bundesrepublik Deutschland. Nun werde ich durch eine Institution, die durch das Bundesverfassungsgericht bereits als nicht mit dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vereinbar erklärt wurde, daran gehindert nachhaltig auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können und darüber hinaus unter Androhung von Strafe, die in ihrem Ausmaß meine Existenz bedroht, dazu verpflichtet eine bestimmte Tätigkeit auszuüben.
 

Jesaja

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#2
Bekanntlich kämpfe ich seit mehreren Monaten gegen die Zuweisung in einen Ein-Euro-Job und für einen Bildungsgutschein. Was würdet ihr zu dieser Aussage sagen?
Die Aussage finde ich sehr gut formuliert und zutreffend.

Mir ging es ähnlich aber nach langen Quereleien und gebrochenen Versprechungen habe ich es endlich geschafft einen Bildungsgutschein zu erhalten, und ich besuche momentan auch den Kurs meines Wunsches. Nachdem ich mir von meinem SB so Sprüche anhören musste wie "Für Menschen wie Sie sieht der Staat vor, dass die bei McDonalds oder im Call Center arbeiten sollen" und nachdem dieser mir auch einen 1-Euro-Job unterjubeln wollte, da ein solcher mir ja --irgendwie-- bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt verschaffen könnte, habe ich einen Brief an seinen Vorgesetzten aufgesetzt. In diesem Schreiben führte ich an, dass mir zwar ein Ein-Euro-Job angeboten würde, aber mir Bildungsmaßnahmen verwehrt wurden, obwohl ein Ein-Euro-Job das Amt mehr Geld kosten würde, als der Weiterbildungskurs, den ich im Auge hatte. Zudem beschwerte ich mich über die zitierten Aussprüche und verwies darauf, dass es auch im Interesse des Amtes liege, mich dauerhaft durch sinnvolle Bildungsmaßnahmen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Da die Tätigkeiten in einem Ein-Euro-Job zusätzlich zu sein haben, können sie auch nicht qualifizieren und führen auch nicht zu einem anerkannten Zertifikat. Die Wahrscheinlichkeit nach einem Ein-Euro-Job eine Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden, sind gering. Daraufin wurde ich wieder von meinem SB eingeladen, der mir diesmal einen Bildungsgutschein anbot, weil dieser über die freie Förderung möglich geworden wäre.

Ich hoffe, du bleibst am Ball und schaffst es bald, deinen Bildungsgutschein zu erkämpfen.
 

Mario Nette

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#3
Was willst du mit der Aussage bezwecken. Selbst wenn die Institution nicht rechtskonform ist (es gibt aber einen gerichtlich eingeräumten Übergangszeitraum - warum vergessen die Leute das immer?), hast du die Maßnahme als solche nicht infrage gestellt. Die bleibt weiterhin ein Instrument des SGB, selbst wenn die "verordnende" Institution deiner Meinung nach nicht rechtens ist.

Was für eine Maßnahme?
Rechtsfolgenbelehrung?
EGV? VA oder nicht?
Wie sahen die Integrationsbemühungen der ARGE für dich bis jetzt aus?
Wie lange bist du schon "dabei"?

Mario Nette
 

alvis123

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#4
..*respekt, kleine...

..Du weisst wenigstens, was Du nicht willst.
Wenn Du dabei Hilfe brauchst, helfe ich gerne, soweit ich kann.

MfG
 

Yukonia

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#5
dazu verpflichtet eine bestimmte Tätigkeit auszuüben.
Hallo Kleine Kämpferin:icon_smile:
Hast du vor, in deinem Schreiben die Tätigkeit noch näher zu benennen?
Mein Satz-Vorschlag wäre: "eine Tätigkeit auszuüben, welche... (und hier kurz begründen, warum diese Tätigkeit für dein berechtigtes Ziel völlig ungeeignet ist...dich in keinster Weise weiterbringt - dir keine zusätzlichen Qualis vermittelt - dich unterfordert und deine Fähigkeiten untergräbt - o.ä.)
 
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#6
Ich finde die Formulierung treffend, da sie Wesentliches zum Ausdruck bringt. Aber möchtest Du darüber wirklich mit Deinem SB diskutieren?

Mit einer Argumentation, die näher bei der Sache bleibt, sehe ich größere Chancen für Dein Ziel, einen Bildungsgutschein zu erhalten. Das dürfte wohl komplizierter sein, als eine AGH abzuwehren.
 
E

ExitUser

Gast
#7
Zum wiederholtem Male wird versucht mir vom Jobcenter Rhein-Main ein 1 Euro Job aufs Auge zu drücken. Die erste Zuweisung + Androhung einer Sanktion konnte ich abwehren, weil der zuständige Sachbearbeiter nachweislich zu meinen Nachteil gelogen hatte.

Jetzt hat mir dieser Sachbearbeiter, Herr Baumann, eine zweite Zuweisung aufs Auge gedrückt -Projekt Eurocity bei der GffB Frankfurt.

Ich bin 53, Bankkaufmann, Abi über zweiten BW, mit sehr gutem letzten Arbeitszeugnis. Seit dem Crash 2001 und einem längerem Krankenhausaufenthalt arbeitslos. Nach Auffassung des SB bin ich als Hilfsarbeiter einzustufen. Mit Arbeit und Qualifikationen ist es wohl so wie mit Lehmann Certif. - wohl verspekuliert.

Das Problem ist, das ich ein ein Euro Job -eben weil es ein ein Euro Job ist- nicht machen kann und will. Widerstand - wie möglich ?
 

Spanferkel

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#8
Dürfen eigentlich die Namen von SB in der Öffentlichkeit genannt werden ???

Mich juckt das schon lange ! :icon_twisted:
 
E

ExitUser

Gast
#9
Dürfen eigentlich die Namen von SB in der Öffentlichkeit genannt werden ???

Mich juckt das schon lange ! :icon_twisted:
Ups, das weiß ich aktuell nicht. Aber handelt es sich nicht wie bei Polizisten (Namensschildchen)u.ä. um eine Person der Öffentlichkeit ? Mal der Sache nachgehen.
 

Denver

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#10
"Dürfen eigentlich die Namen von SB in der Öffentlichkeit genannt werden?"

Wenn dieses Internetforum in den USA seinen Hauptsitz hätte (also der Betreiber in den USA wohnen würde), dann vermutlich ja.

In Deutschland (wenn im Impressum des Internetforums eine deutsche Adresse angegeben ist) sollte man die Namen von SB nicht im öffentlichen Internetforum nennen, weil es sonst teure Abmahnungen geben könnte.
 
E

ExitUser

Gast
#11
Ok, also besser keine Namen: das Problem ist ja eigentlich das System, nicht der einzelne...

Zurück zu meinem Problem. #Die Eingliederungsvereinbarung, in der ich mich verpflichte, den 1 € Job anzunehmen, habe ich erst einmal ununterschrieben mit nach Hause genommen. Mein Vorstellungsgespräch für den 1€J ist nächste Woche.

Der Job soll eine Bürotätigkeit sein -passt also irgendwie in mein Profil. Hätte auch grundsätzlich -Voraussetzung Arbeitsvertrag- nichts dagegen. Habe ich Möglichkeiten -bei Ablehnung- um Sanktionen herumzukommen ?? Wie gehe ich am besten vor ?
 
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