Ein anderer Blick auf Griechenland... (1 Betrachter)

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Regelsatzkämpfer

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Im Moment ist Griechenland in aller Munde, die Mehrheit der deutschen Presse zerreißt sich geradezu das Maul, um in willfähriger Hofberichtserstattung für unsere durchgeknallte Regierung, und unsere Banken, uns Deutschen die Griechen als arbeitsunwillige Chaoten zu verkaufen. Es ist ein alter politischer Trick, wenn ich selber versage, lenke ich auf andere ab, am Besten irgendwo im Ausland, damit niemand im Inland merkt, wie doof die eigene Regierung ist und was für Versager dort sitzen. Klappt fast immer. Doch was ist nun wirklich dran an der “griechischen Krise”?

Von Beruf bin ich bekanntlich Sozialarbeiter und kein Ökonom, ich schreibe hier also keinen wirtschaftspolitischen Beitrag und verzichte auf zig Verlinkungen und Zitate. Ich glaube aber, ich bin nicht auf den Kopf gefallen.

In meinem Leben bin ich viele Male in Griechenland gewesen, habe dort zig Jugendreisen für den Landessportbund NRW geleitet, mir die griechische Sprache angeeignet, im Land auch oft privat Urlaub gemacht und viele griechische Freundinnen und Freunde gewonnen.

Ich meine die Griechen, ihre Mentalität und ihre Geschichte ...
Weiter geht es hier. Lohnt sich zu lesen...

Die griechische Krise? - Der Sozialticker
 

wolliohne

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wie war,sehr guter Artikel.

Im Namen der RED erkläre ich unsere uneingeschränkte Solidarität !

Unsere Griechischen Freunde sind nur ein Bauernopfer,die Schuldigen sitzten in Brüssel und Berlin und zahlen werden die Zeche natürlich die erwerbstätigen EU Steuerzahler!

H7 für ganz Europa rückt leider immer näher.
 

roterhusar

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Sieh mal einer an; es kann der Dieter Carstensen auch ernsthafte Beiträge schreiben.
 

haef

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also ich habe den Artikel mit gemischten Gefühlen gelesen, da er, vermutlich unbeabsichtigt, eine nationale Grenze zieht - die Griechen, die Deutschen.

Tatsächlich ist es m.E. aber ein Kampf der "Feudalisten" gegen die "Bauern", wobei letztere schon deshalb geopfert werden, weil sie das noch nicht begriffen haben, in ganz Europa.

Die politische Klasse, ihre Profiteure, die Mitläufer und l.b.n.l. die "Auftraggeber" in Griechenland und Deutschland sind sich wesentlich näher als ihren jeweiligen Ländern und benutzen lediglich die nationalistische Schiene, um den "Einsatz" (persönlicher und/oder Klassenprofit) zu erhöhen oder zu minimieren.

Ansonsten sicher eine sehr gute und positive Sicht auf "die Anderen".

fG
Horst
 

AsbachUralt

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Alles gut und schön.Man darf aber trotzdem nicht vergessen,auch der Griechische Otto Normal hat Jahrzehnte mit dem Modell Fakelaki gelebt und es akzeptiert.OB Krankenhaus,irgendwelche Ämter oder beim Arzt,ohne Briefumschlag ging nichts.....oder nicht schnell.
Man hat auch hingenommen,dass 25 % der Einwohner im ÖD sind und teilweise nur mal sporadisch an ihrem Arbeitsplatz vorbei schauten.Dabei aber weit über dem Durchschnitt des Deutschen ÖD verdienten.
Man hat hingenommen,das Bekannterweise kaum ein Grieche mehr als 10 000 € verdiente....jedenfalls wenn es um die Steuererklärung ging und dass,obwohl jeder die Villen,die Dicken PKW,die Yachten usw.sehen konnte.
Solange der Staat einfach durch Staatsverschuldung diese Dinge tolerierte war auch der kleine Grieche auf der Strasse damit zufrieden.

Natürlich haben die Banken davon profitiert.Auch unsere Exportindustrie,wie auch die Industrie anderer Länder.
Das ändert aber nichts an den Fakten,ohne Steuereinnahmen funktioniert auf Dauer kein Staat und mit einem riesigen Wasserkof an ÖD ebenfalls nicht.
Jetzt,nachdem die Blase geplatzt ist und andere Staaten dafür einspringen sollen,jetzt kann man auf die Strasse gehen und protestieren.
Jedes Ding hat halt 2 Seiten.
Ich habe allerdings für die Griechen insofern Verständnis,dass sie nach dem Ende der schlimmen Zeiten der Militärdiktatur einfach wieder leben wollten.
Und sie hatten ja auch Zeiten in denen ihre Wirtschaft stark prosperierte.Leider profitierte davon der Staat am wenigsten,da es keine funktionierende Finanzverwaltung gab.

Ich mag die Griechen und bin seit Jahren oft hier in meinem griechischen Lieblingsrestaurant.Die Griechen hier selbst sagen nichts Anderes.Sie wissen genau worin die Ursache für die heutige Situation in Griechenland liegt.

Und was uns Deutsche angeht,auch wir leben schon seit Anfang der 70er Jahre auf Pump.Seither gab es nie einen Haushalt ohne Neuveschuldung.
Nur haben wir bisher eine starke Wirtschaft und es schlägt noch nicht so durch wie in Griechenland.
Aber in absehbarer Zeit wird es uns genauso gehen.
Aber auch wir haben all die Jahre zugesehen,wie Politik und Finanzwirtschaft unser Land Stück für Stück Richtung Abgrund geschoben hat und schiebt.

Die Masse ist eben ruhig und zufrieden,solange es gut geht,egal wie.Der Mensch ist ein Meister der Verdrängung.Erst wenn der Knall kommt,dann kommt auch Bewegung in die Masse.
Eigentlich sind Generalstreiks für die Griechen jetzt total kontraproduktiv und eigentlich das Letzte was das Land braucht,aber wie sonst soll das Volk den Politiker die Rote Karte zeigen?Ein Teufelskreis in dem sich Griechenland jetzt befindet.

Wir alle,ob USA oder Europa haben uns gefangen in einem System der Verschuldung ohne dass die Verantwortlichen sich viel Gedanken machten,wie das einmal ausgehen wird.Oder sie wussten es und haben es einfach ignoriert.Soviel Intelligenz traue ich sogar Politikern zu.Langsam aber sicher sind war an einem Punkt,wo immer höhere Verschuldung wie sie bisher stattfand, den kritischen Punkt erreicht hat,wenn nicht schon überstiegen hat.
Die Griechen sind erst der Anfang.
 
E

ExitUser

Gast
Es wäre vielleicht arrogant zu sagen,jaja ich weiss ich weiss,aber mit Deiner Vermutung liegst Du da ganz richtig!Die MEDIEN zeigen doch nur das ,-was die anderen glauben sollen!Ich hab angeheiratete griechische VERWANDTSCHAFT und war bis zu meinem 16.Lebensjahr jedes Jahr dort zum urlauben teils teils mehrmals im Jahr!:cool::cool::cool:

Also meine Vewandtschaft hätte sich schon längst bei Ihren deutschen Verwandten gemeldte,wenn diese wirklich soo in grosser Not wären wie diese tun!Geschäftlich(Ihre Methoden) habe ich bisher kein gewiefteres Land kennengelernt!:biggrin::biggrin::biggrin:
 

spin

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Und was uns Deutsche angeht,auch wir leben schon seit Anfang der 70er Jahre auf Pump.Seither gab es nie einen Haushalt ohne Neuveschuldung.
Jau, das behauptet das Murksel auch. Die muss es wissen, die hat ja ihre klugen Berater. (Aber wahrscheinlich handelt es sich doch nur um uralten Neid nach dem Motto: dem Westen wurde ja alles in den Allerwertesten gesteckt!) :icon_party:

Na ja, die Wahrheit ist etwas anders. Ich will es mal so erklären: Wenn ich (rein theoretisch) eine griechische Staatsanleihe kaufe, dann verfüge ich über ein Geldvermögen (die Anleihe) und der griechische Staat hat Schulden bei mir. Und nun kommt etwas, was dem typischen deutschen Bundestagsabgeordneten oder Minister o. Ä. völlig unbekannt ist: Für jedes Geldvermögen besteht eine exakt spiegelbildliche Verbindlichkeit => Geldvermögen werden also immer durch Schulden gegengebucht. :icon_mued:

Die Behauptung, man habe sich als Staat veschuldet, ist beim jetzigen Stand der Erklärung schon etwas angeschlagen. :icon_daumen:

Tatsächlich muss zwangsläufig aus dem Ansammeln von Geld - seitens eines Leistungsträgers der Gesellschaft beispielsweise - zwangsläufig eine dementsprechende Schuldsumme resultieren. Aha! :icon_kinn:

Merke: Wenn Geldvermögen ansammeln möglich ist, sind (exakt gleich hohe) Schulden zwangsläufig. :icon_eek:

Merke weiterhin: wenn man insgesamt Schulden abbauen will, muss man Geldvermögen abbauen. Au S.c.h.e.i.s.s.e! :confused:
 
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Der Dieter hat es drauf, ohne Zweifel!

Dieter zeigt Menschen Wege auf, die sie aus der Sucht führen, Dieter verhilft einer psychisch Kranken, die auch ganz gerne mal versucht sich selbst das Leben zu nehmen, zu einer neuen Anstellung, hat es darüber hinaus geschafft, eines der wenigen Krankenhäuser zu finden, welches kein Wirtschaftsunternehmen, sondern ein Ort "der Liebe" ist. Dieter hilft Politikern. Dieter schafft es durch kleine Gesten (Blümchen pflücken), dass Menschen zueinander finden und leistet hierdurch einen Beitrag zur Völkerverständigung.

Der Artikel, wie auch der Vorherige, ist das schleimige Geseier eines Selbstdarstellers. Hat Dieter es geschafft irgendwelche neuen Erkenntnisse zu vermitteln? Nö


Im Namen der RED erkläre ich unsere uneingeschränkte Solidarität !
Dieter gegenüber? :biggrin:

Abgesehen davon dass mich dieser Spruch an jemanden erinnert und ich auf das Resultat dieser uneingeschränkten Solidarität, gut hätte verzichten können, denke ich, dass man sich den inflationären Gebrauch pathetischer Sprüche sparen sollte.
 

Regelsatzkämpfer

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Ihr widert mich an...

Wieso? Weil ihr die selbe miese Masche kopiert, die unsere Regierung benutzt, um gegen Betroffene der weltweiten Sozialverbrechen zu agitieren: Ist ja jeder selber schuld.

Klar wir auch...oder doch nicht? Wir sind so sehr schuld wie die Griechen an unserer Lage.
 
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