Eigentumswohnung, Darlehen welches nicht mehr getilgt werden kann

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Gerald

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Hallo an alle im Forum.
Ich habe mich heute hier angemeldet, weil meine Lebensgefährtin ein großes Problem hat.

Sie hat eine Eigentumswohnung.
Die offene Darlehenssumme beträgt noch einige 10,000 Euro.
Sie wohnte bis letzten Monat noch in einem anderen Bundesland, und ist jetzt offiziel zum 01.11 bei mir in NRW gemeldet.

Es war jetzt so, dass sie schon an ihrem alten Wohnort die Tilgungsraten nicht mehr tragen konnte, weil das dortige JC sie nicht komplett übernommen hatte.

Wir waren jetzt hier bei mir auf dem JC, ich selber beziehe auch ALG II.
Wir werden als Bedarfsgemeinschaft geführt.

Das JC hier wollte jetzt natürlich alle Unterlagen über die Eigentumswohnung haben.
Dier haben wir heute Mittag zum Glück alle zusammenstelllen können, so dass wir sie morgen dort abgeben werden.

Es ist jetzt so, dass meine Lebensgefährtin eine Anwältin eingeschaltet hat, da sie mit dem ganzen Schriftkram der Wohnung betreffend nervlich überfordert ist.
Es wird wohl daruf hinauslaufen, dass die Wohnung zwangsversteigert wird, und meine Lebensgefährtin mit ganz viel Glück ohne Schulden da raus kommt.
Hoffen wir zumindestens.

Nun ist es so, dass das JC hier bei mir die Wohnung als Eigentum und Vermögen meiner Lebensgefährtin ansieht, obwohl ja noch eine beträchtliche Summe an der Bank offen ist.

Das JC will jetzt natürlich auch wissen, was die Wohnung noch wert ist.
Wenn wir die ganzen Unterlagen der Wohnung betreffend eingereicht haben, will das JC einen Gutachter einschalten, der den Wert der Wohnung ermitteln soll.

Unsere Frage ist jetzt, ist das überhaupt rechtens so?
Ich meine, die Wohnung wird ja wahrscheinlich zwangsversteigert.
Darf sich das JC jetzt einfach so einmischen, um den Wert der Wohnung zu ermitteln?


:danke:
 

Helga40

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Ja, sicherlich. Da sie nicht drin wohnt, ist die Wohnung als Vermögen nicht geschützt. D. h., dass das JC prüfen muss, ob ihr Vermögen ihren Vermögensfreibetrag übersteigt. Dazu muss der aktuelle Verkehrswert ermittelt werden, dieser wird dann gegen die Schulden gerechnet und je nachdem, was da unterm Strich rauskommt hat sie Anspruch auf ALG 2 als Beihilfe oder nur als Darlehen.
 
S

silka

Gast
Das JC will jetzt natürlich auch wissen, was die Wohnung noch wert ist.
Wenn wir die ganzen Unterlagen der Wohnung betreffend eingereicht haben, will das JC einen Gutachter einschalten, der den Wert der Wohnung ermitteln soll.
Unsere Frage ist jetzt, ist das überhaupt rechtens so?
Ich meine, die Wohnung wird ja wahrscheinlich zwangsversteigert.
Darf sich das JC jetzt einfach so einmischen, um den Wert der Wohnung zu ermitteln?
Du meinst Tilgung oder Zinsen?
Ja, grundsätzlich ist es so, daß nur selbstbewohnte ETW geschütztes Vermögen sind und für 1 Person auch nur bis 80 qm Größe.
Wenn deine LG aber jetzt bei dir wohnt, ist die ETW nicht selbstgenutzt, also nicht geschützt vor Verwertung.
Das JC ist tatsächlich berechtigt, den Verkehrswert ermitteln zu lassen.
Vielleicht wartet das JC auch darauf, ob die kreditgebende Bank für die ZV=Zwangsversteigerung sowieso ein Verkehrswertgutachten macht. Das nimmt dann das JC ganz umsonst gern an;-(
Also JA, das JC darf da leider mitmischen.:icon_cry:
 

Gerald

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Danke für Eure Antworten.
Es geht sich um die Tilgung der Kreditraten.
Es geht sich hier hauptächlich um die Bewilligung des ALG II Antrages meiner Lebensgefährtin.
Denn das JC hier macht die Bewilligung von dem Wert und dem eventuellen Gewinn bei einer Zwangsversteigerung abhängig.

Aber das kann es ja eigentlich nicht sein, denn es wird sich ja bestimmt noch einige Zeit in die Länge ziehen.

Wie sieht es denn in so einem Fall mit einer vorläufigen Bewilligung des ALG II für meine Lebensgefährtin aus?
 

Helga40

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Wie sieht es denn in so einem Fall mit einer vorläufigen Bewilligung des ALG II für meine Lebensgefährtin aus?

Schrieb ich schon:

je nachdem, was da unterm Strich rauskommt hat sie Anspruch auf ALG 2 als Beihilfe oder nur als Darlehen.

Bis zur Klärung dürfte es maximal darlehensweises ALG 2 geben.
 

Roter Bock

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Ihr habt da leider was falsch gemacht. Ich war in einer ähnlichen Situation und bevor es nach "Zwangsversteigerung" roch, habe ich verkauft.

Die Zwangsversteigerung kann so übel ausgehen, das noch Schulden bleiben. Bei Zwangsversteigerungen sackt der Preis auf bis zu 70 % des Wertes ab. Ist die erste Versteigerung nicht erfolgreich geht es weiter runter.

In manchen Fällen - abhängig vom Erlös der Versteigerung -bleibt ein Restbetrag aus der Finanzierung der noch getilgt werden muss.

Nun ist der Verkauf auch von Lage und Qualität der Wohnung abhängig - aber die Lage rechtzeitig zu erkennen und sich von dem Objekt ohne Zwangsversteigerung zu trennen ist der bessere Weg.

Auch wenn es die Sachbearbeiterin Helga B nicht gerne hört - lief das bei mir so das ich meine Verbindlichkeiten los war - und der Rest für ein kleines Haus gereicht hat - erst danach habe ich geharzt.

Roter Bock
 
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