• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Eigentum muss bei Bezug von ALG2 verkauft werden...

Status
Nicht offen für weitere Antworten.
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Die Richterin hat uns nach der Gerichtsverhandlung vorletzter Woche und nach dem Bezug von ALG2 seit 1.1.2005 nun nahegelegt unser Eigentum zu verkaufen, zu jedem Preis!
Das währe das Risiko der Hausbesitzer!

Rückwirkend müssen wir zwar nichts zurückzahlen aber ab der nächsten Bewilligung wird nur noch eine Mietwohnung akzeptiert.

Unserem Rechtsanwalt ist das alles scheissegal denn an uns ist nichts zu verdienen!
Was nun?
Meine Frau ist völlig fertig und weint nur noch.
Wo finden wir einen pfiffigen engagierten Rechtsanwalt oder ist es besser aufzugeben?
 

kalle

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
5 Jul 2005
Beiträge
1.496
Gefällt mir
11
#2
Zu kämpfen lohnt auf jeden Fall. So ganz konkret kann ich Dir zwar nichts sagen, aber man darf ja im AlgII selbstgenutztes Eigentum haben. Auch ein Haus und Grundstück.
Es wäre natürlich ganz gut, wenn man mehr wüßte: Wie groß ist Euer Haus und wie groß ist Euer Grundstück.

Ihr solltet Euch vielleicht auch einen anderen, sozial erfahrenen Anwalt suchen.
 

Quirie

Elo-User/in

Mitglied seit
23 Mrz 2006
Beiträge
627
Gefällt mir
3
#3
zabadooo sagte :
Was nun?
Meine Frau ist völlig fertig und weint nur noch.
Wo finden wir einen pfiffigen engagierten Rechtsanwalt oder ist es besser aufzugeben?
Die Anwaltskammer Eures Bundeslandes kann Euch eine Liste der Fachanwälte für Sozialrecht in Eurer Nähe geben. Das würde ich mal versuchen.
 

peter_S

Elo-User/in

Mitglied seit
15 Feb 2006
Beiträge
473
Gefällt mir
17
#4
meines Wissen gehört das eigene Haus zur Altersversorgung und muss nicht veräussert werden.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#5
Eben, es geht aber um die Schuldzinsen und die ARGE argumentiert damit das diese nicht höher sein dürfen als die der Mieter. Unser Haus ist von der Größe her angemessen aber die ARGE sieht es nicht ein die Schuldzinsen zu zahlen.

Toll, sucht euch einen Anwalt! Wie denn suchen? Bei jedem Anwalt der in unserer Nähe (DORF) wohnt einen Termin vereinbaren und fragen ob er engagiert ist? Wie SUCHT man sich einen guten Anwalt.
Wir haben niemanden der solch einen Anwalt kennt sonst würde ich nicht fragen.
 

Quirie

Elo-User/in

Mitglied seit
23 Mrz 2006
Beiträge
627
Gefällt mir
3
#6
Nochmal: Ruft bei der Anwaltskammer an.

Ihr findet die zuständige Kammer auch im Internet:
http://www.brak.de/seiten/01_03.php

Ihr braucht keinen Anwalt, der nur forsch auftreten kann, sondern einen Spezialisten, der sich im Sozialrecht auskännt. Und da kommt nur ein Fachanwalt in Frage, der durch eine besondere Prüfung nachgewiesen hat, dass er sich besonders gut auskennt. Und den gibt es nicht an jeder Ecke.

Also anrufen!!
 

Jonas

Elo-User/in

Mitglied seit
20 Mrz 2006
Beiträge
13
Gefällt mir
0
#7
Grundsätzlich sind die Zinsen und auch die Tilgung eines Kredites für ein selbstgenutztes Eigenheim nach einem Urteil des VGH Baden Württenberg zu übernehmen, wenn diese inclusive der Nebenkosten im Rahmen vergleichbarer Mietwohnungen liegen. Deshalb wird auch in Bayern und Rheinland Pfalz so verfahren. In den anderen Bundesländern muss dies noch vor Gericht durchgesetzt werden.
Ansonsten gelten die gleichen Richtlinien, wie bei einer Mietwohnung. Übersteigen die Kosten für die Unterkunft die Angemessenheit, so werden diese nur bis zu 6 Monaten gezahlt. Was als angemessen zählt steht im § 7 der neuen Verordnung zu § 82 SGB XII. Dies gilt auch für das SGB II. Und es ist leider so, dass oft die tätsächlichen Kosten nicht mit den angemessenen Kosten übereinstimmen und nach 6 Monaten werden eben nur noch die angemessenen Kosten übernommen. Da kann auch ein guter Anwalt nichts machen. Man sollte sich heutzutage schon genau überlegen, ob man ein Eigenheim mit hohen Kreditbedarf baut oder kauft, wenn man nicht Beamter ist.
Leider haben viele Eigenheimbesitzer sich nicht an den Protesten gegen Hartz IV beteiligt und dachten dies gehe sie nichts an. Jetzt sind diese Einzelkämpfer, bekommen die Rechnung präsentiert und jammern um ihren vermeintlichen Besitz.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#9
@Jonas

§ 7 der neuen Verordnung zu § 82 SGB XII = § 7 Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung


??????
Wir sind doch keine Vermieter!
 

pustekuchen

Elo-User/in

Mitglied seit
31 Okt 2005
Beiträge
43
Gefällt mir
0
#10
Jonas sagte :
Grundsätzlich sind die Zinsen und auch die Tilgung eines Kredites für ein selbstgenutztes Eigenheim nach einem Urteil des VGH Baden Württenberg zu übernehmen, wenn diese inclusive der Nebenkosten im Rahmen vergleichbarer Mietwohnungen liegen. Deshalb wird auch in Bayern und Rheinland Pfalz so verfahren. In den anderen Bundesländern muss dies noch vor Gericht durchgesetzt werden.
Ansonsten gelten die gleichen Richtlinien, wie bei einer Mietwohnung. Übersteigen die Kosten für die Unterkunft die Angemessenheit, so werden diese nur bis zu 6 Monaten gezahlt.
Ich habe heute meinen Antrag auf ALG II abgegeben. Wohne mit meiner Ausbildungsplatz suchenden vollj. Tochter im ca. 80 qm großen Eigenheim.

An KdU, ohne Nebenkosten, fallen monatlich ca. 450,-€ (60,-€ Zinsen, Rest Tilgung) an. Bis dato habe ich 225,-€ gezahlt, den Rest plus etwas mehr trägt mein Ex-Mann/Mitbesitzer.

Nebenkosten zahlen wir ca. 120,-€ monatlich, und da meine Tochter eigenes Einkommen (Kindergeld/Unterhalt) in angemessener Höhe hat, muß sie ihre anteiligen Mietkosten von 112,50 € und 60,-€ Nebenkosten selbst tragen (brauchte auch keinen Antrag stellen, da Verdienst zu hoch).

Ich selbst kann mit 15,-€ für KdU und 60,-€ für Nebenkosten rechnen.

Schlussfolgerung wäre ja nun das Haus zu verkaufen und in eine Mietwohnung zu ziehen, die sagen wir mal statt 345,-€ inkl. dann eventuell zwischen 400,-€ bis 500,-€ inkl. liegt. Das würde,wenn angemessen, natürlich gezahlt werden hat mir die Arge-Tante bestätigt.
Außerdem meinte sie, daß man mit `ner Mietwohnungen immer besser dran ist wegen der hohen Nebenkosten bei Eigenheimen.

Ich kann schon verstehen, daß der Staat nicht dazu da ist den Bürgern Eigentum zu finanzieren. Aber angenommen ich verkaufe und wohne dann zur Miete wird doch auch jemandem (dem Vermieter) durch den Staat Eigentum finanziert. Ich sehe da jedenfalls keinen Unterschied.

Ich möchte eigentlich schon dagegen angehen. Aber wie?

Bin für jeden Rat dankbar.

pustekuchen
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten