Eigenständige Kündigung, Auslandsaufenthalt EU + Asien – wie Krankenversichern

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Cabrio1974

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Hallo und schönen Abend zusammen,

habe hier bereits diverse Beiträge gelesen. Was mir klar geworden ist, ist dass alle Fälle sich leicht unterscheiden aber die Lösungen dadurch sehr individuell sind.

Zu meinem Vorhaben:
Ich bin momentan fest angestellt, ohne Befristung. Ich werde aber im April 2019 kündigen und noch über 3 Monate bis Ende Juli arbeiten.
Danach werde ich 2 Monate den Jakobsweg in Frankreich und Spanien gehen. Geplant ist das bis Ende September. Im Oktober ist der Umzug der Tochter meiner Lebensgefährtin geplant und ab November reisen wir zusammen mit meiner Lebensgefährtin mindestens für 4 Monate nach Thailand.

Diverse Fragen hierzu:
Da ich ja selbst kündige werde ich eine 12 Wochen Sperrfrist beim ALG bekommen. Da ich aber im Ausland den Jakobsweg gehe möchte ich mich sofort beim Arbeitsamt abmelden. Dadurch habe ich keine Krankenversicherung. Ist jetzt der einzige Weg sich freiwillig gesetzlich zu versichern? Oder kann ich eine Auslandsreisekrankenversicherung auch bereits für die europäischen Länder abschließen (ab November für Thailand sowieso benötigt).

Oder gibt es die Möglichkeit während der Sperrfrist ins Ausland zu reisen und die KV über das Arbeitsamt laufen zu lassen?

Da ich noch mit Resturlaub und Überstunden ausscheiden werde, lohnt es sich dieses evtl. über eine weiterführende geringfügige Beschäftigung auf 450,- Euro Basis auszahlen zu lassen. Natürlich nur wenn der Arbeitgeber dies befürwortet. Dann wäre ich ja erst mal weiter krankenversichert und auch gar nicht arbeitslos.!?
Wie wirkt sich diese geringfügige Beschäftigung auf die ALG Leistung aus wenn ich aus Thailand zurückkehre? Sinkt dann mein Anspruch?

Wenn ich nach dem Thailandaufenthalt das ALG beantrage, muss ich da auf Monatsende oder Anfang Rücksicht nehmen? Kann die GKV da noch Nachforderungen für angebrochene Monate stellen?

Viele Fragen und viel Unklarheit bei mir, aber freue mich bereits auf die nähere Zukunft.

Vielen Dank für diverse Antworten und Hilfestellungen!
 

BerndB

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Zur Krankenversicherung allgemein kannst du auch hier nachfragen.

Da ich noch mit Resturlaub und Überstunden ausscheiden werde, lohnt es sich dieses evtl. über eine weiterführende geringfügige Beschäftigung auf 450,- Euro Basis auszahlen zu lassen.
Falls du damit meinst das Geld auf 450€-Basis zu erhalten, aber nicht zu arbeiten, würde ich mal beim Zoll Abt. Schwarzarbeit nachzufragen, oder lieber doch nicht.;)
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Diverse Fragen hierzu:
Da ich ja selbst kündige werde ich eine 12 Wochen Sperrfrist beim ALG bekommen. Da ich aber im Ausland den Jakobsweg gehe möchte ich mich sofort beim Arbeitsamt abmelden. Dadurch habe ich keine Krankenversicherung. Ist jetzt der einzige Weg sich freiwillig gesetzlich zu versichern? Oder kann ich eine Auslandsreisekrankenversicherung auch bereits für die europäischen Länder abschließen (ab November für Thailand sowieso benötigt).

Erstmal :welcome:

Für den Jacobsweg freiwillig GKV und Langzeit Auslandkrankenversicherung die auch für Thailand. Die übliche Auslandkrankenversicherung hat nur Versicherungsschutz für 30 Tage.
Generell ist die Auslandskrankenversicherung ein Zusatz zur GKV und hat keine Funktion ohne diese. Es gibt sicher auch die Möglichkeit sich vorübergehend für Auslandsaufenthalte PKV zuversichern, ist aber oft die teuerer Alternative.

Oder gibt es die Möglichkeit während der Sperrfrist ins Ausland zu reisen und die KV über das Arbeitsamt laufen zu lassen?
Das mal zur Krankenversicherung und während der Sperrzeit bist du aber meldepflichtig und kannst zu Terminen geladen werden.
Da ich noch mit Resturlaub und Überstunden ausscheiden werde, lohnt es sich dieses evtl. über eine weiterführende geringfügige Beschäftigung auf 450,- Euro Basis auszahlen zu lassen. Natürlich nur wenn der Arbeitgeber dies befürwortet. Dann wäre ich ja erst mal weiter krankenversichert und auch gar nicht arbeitslos.!?
Das geht so nicht, man braucht beim 450 € Job eine bestehende Vollversicherung GKV o. PKV
 

Cabrio1974

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Erstmal :welcome:

Für den Jacobsweg freiwillig GKV und Langzeit Auslandkrankenversicherung die auch für Thailand. Die übliche Auslandkrankenversicherung hat nur Versicherungsschutz für 30 Tage.
Generell ist die Auslandskrankenversicherung ein Zusatz zur GKV und hat keine Funktion ohne diese. Es gibt sicher auch die Möglichkeit sich vorübergehend für Auslandsaufenthalte PKV zuversichern, ist aber oft die teuerer Alternative.

Dankeschön fürs willkommen heißen!
Ja das was ich für die Thailandreise plane ist ein Langzeit Auslandskrankenschutz vom ADAC. Habe dort auch bereits angefragt ob diese ohne GKV gültig ist als Alleinversicherung, was bestätigt wurde.

Also für den Zeitraum August bis wahrscheinlich Mitte November müsste ich für über 3 Monate die freiwillige GKV abschließen, ca. 180,- € pro Monat denke ich.
Aber warum dafür auch die Auslandskrankenversicherung? In Spanien und Frankreich gilt dann doch die GKV da ich mich in der EU aufhalte?
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Langzeit Auslandskrankenschutz vom ADAC
Zu beachten ist aber: Der ADAC Auslandskrankenschutz Langzeit umfasst Kostenerstattung und Serviceleistungen bei akuter, unerwarteter Erkrankung oder Verletzung auf Reisen im Ausland, weltweit. Das bedarf besonderer Beachtung les dir mal die Bedinungen und Leistungsbeschreibung durch.

Aber warum dafür auch die Auslandskrankenversicherung? In Spanien und Frankreich gilt dann doch die GKV da ich mich in der EU aufhalte?
Die GKV holt dich nicht mit dem Flieger aus dem Ausland (Krankenrücktransport). Dann im Todesfall Ausland = zahlt GKV auch keinen Rücktransport u.v. m.
Manchmal gibt es auch Probleme mit den Ärzten dort, die nur Privat abrechnen wollen, es ist auf jedenfall sinnvoll den Schutz abzuschließen.
 

Fabiola

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Nur mal so ein Gedanke, was wäre denn unbezahlten Urlaub.
Gute Frage. Anfang der 90er hatte mir mein damaliger AG auch einen unbezahlten Urlaub für eine 2-Monatige Reise nach Indien genehmigt, die lag meines Wissens nach innerhalb der (durch mich gewollten) Kündigungszeit. Wie das genau von statten ging, weiß ich partout nicht mehr (war aber in dieser Zeit krankenversichert)- aber es ging. Vielleicht Gewerkschaft i.d. Rechtsberatung fragen, wie das machbar wäre? Oder @GuteLaune001 hat da noch einen Tipp?
 

Cabrio1974

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Zu beachten ist aber: Der ADAC Auslandskrankenschutz Langzeit umfasst Kostenerstattung und Serviceleistungen bei akuter, unerwarteter Erkrankung oder Verletzung auf Reisen im Ausland, weltweit. Das bedarf besonderer Beachtung les dir mal die Bedinungen und Leistungsbeschreibung durch.

Das werde ich wohl oder übel tun müssen, auch wenn diese Vertragsbedingungen oft undurchsichtig formuliert sind.


Die GKV holt dich nicht mit dem Flieger aus dem Ausland (Krankenrücktransport). Dann im Todesfall Ausland = zahlt GKV auch keinen Rücktransport u.v. m.
Manchmal gibt es auch Probleme mit den Ärzten dort, die nur Privat abrechnen wollen, es ist auf jedenfall sinnvoll den Schutz abzuschließen.

ist zu überlegen, glaub auf die 50,- € mehr pro Monat kommt es jetzt auch nicht mehr an wenn ich bedenke was mich die Auszeit komplett kostet...
 

Cabrio1974

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Nur mal so ein Gedanke, was wäre denn unbezahlten Urlaub.

MFG

Hallo GuteLaune001, um eben diese weiterhin für mich zu verspüren möchte ich mich nach der Auszeit neu orientieren. Nach einem unbezahlten Urlaub wieder in die jetzige Stelle zurück kommt grad nicht in meiner Gedankenwelt vor. Aber sag niemals nie ;-)
 

Cabrio1974

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Gute Frage. Anfang der 90er hatte mir mein damaliger AG auch einen unbezahlten Urlaub für eine 2-Monatige Reise nach Indien genehmigt, die lag meines Wissens nach innerhalb der (durch mich gewollten) Kündigungszeit. Wie das genau von statten ging, weiß ich partout nicht mehr (war aber in dieser Zeit krankenversichert)- aber es ging. Vielleicht Gewerkschaft i.d. Rechtsberatung fragen, wie das machbar wäre? Oder @GuteLaune001 hat da noch einen Tipp?

Je nachdem wie mein Arbeitgeber nach meiner Kündigung reagiert ist ja eventuell vertraglich noch etwas machbar. Aber auf Hoffnungen baue ich meine Planung grad nicht auf.
Der Tipp mit der Rechtsberatung der Gewerkschaft funktioniert aber sicher nur wenn man auch in der Gewerkschaft organisiert ist!?
 

Fabiola

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Der Tipp mit der Rechtsberatung der Gewerkschaft funktioniert aber sicher nur wenn man auch in der Gewerkschaft organisiert ist!?
Kann ich nicht sagen. Ich war seinerzeit mal bei einer gewerkschaftliche Arbeitsloseninitiative zur Beratung. Dazu musste man kein Mitglied sein.
Ruf doch einfach mal bei ver.di an und frag nach.
 
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